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    AW: Gehen oder Bleiben? Mit 40 alles nicht mehr so leicht...

    Zitat Zitat von Azilal Beitrag anzeigen
    Ich möchte dich unbedingt zu einem Wechsel ermuntern. Du kannst den ja ganz gemütlich angehen und in aller Ruhe suchen...
    40 ist noch längst nicht zu alt, um sich beruflich umzuorientieren! In keiner Art und Weise!

    Wieso siehst du das als kämpfen? Ich sehe das als Möglichkeit, dein berufliches Wohlbefinden noch zu optimieren und das fällt den wenigsten Menschen einfach so in den Schoß. Du hast das große Glück, dass du aus einer ungekündigten Stellung heraus etwas Neues suchen und sorgfältig auswählen kannst.
    ich sehe es als kämpfen, weil es mich immer so anstrengt nach vorne zu kommen und unterm Strich bisher keine grossen Erfolge sichtbar waren...

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    AW: Gehen oder Bleiben? Mit 40 alles nicht mehr so leicht...

    Zitat Zitat von Schnecke73557 Beitrag anzeigen
    ich dachte jahrelang ich möchte Karriere machen, ich war auch auf den Sprung zum Ausbildungsleiter. das wird es im jetzigen Unternehmen aber nicht geben. Also bleibt, wenn ich das wirklich erreichen möchte, nur der Wechsel.
    Aber ich bin eben nicht mehr sicher, ob ich das noch will. Immer habe ich gekämpft, aber gebraucht hat es wenig. Mittlerweile denk ich, dass was ich man sich so erkämpfen muss, ist nicht für einen bestimmt.
    Hallo,
    überlege für dich, was Karriere machen“ bedeutet. Das ist für jeden etwas anderes.
    Und möchtest du die Karriere für dich machen oder weil es dein Ansehen bei anderen steigert oder Karriere machen sogar von anderen erwartet wird (wenn vielleicht auch nur subtil und nicht offen ausgesprochen)?

    Erkämpfen müssen klingt sehr anstrengend. Klar ist Arbeit oft anstrengend und herausfordernd. Was genau macht es so schwierig für dich? Musst du zum Beispiel oft/überwiegend Tätigkeiten ausführen, die du zwar gut kannst, aber gar nicht magst?

    Vielleicht hilft es dir, schriftlich dir eine Art Traumjob zu überlegen. Einer, bei dem alles 100%ig passt (Arbeitsinhalte, Rahmenbedingungen, Geld, Kollegen, Ort etc,). Das darf ruhig ein bisschen „verrückt“ bzw, spielerisch sein.
    Dann markiere die, welche Aspekte dir ganz besonders wichtig sind (oder schreibe sie hierarchisch auf). Dann markieren die in einer anderen Farbe, welche Aspekte deiner Traumtätigkeit dein jetziger Job bzw. deine jetzige Firma bietet.
    Das klingt jetzt vielleicht seltsam, kann aber bei solchen Überlegungen ganz hilfreich sein.

    40 ist doch absolut kein Alter für einen Wechsel! Ich hab zum Beispiel mit Mitte 30 nochmal ein (Fern-)Studium angefangen und arbeite in einem völlig anderen Bereich. War gar kein Problem.

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    AW: Gehen oder Bleiben? Mit 40 alles nicht mehr so leicht...

    Nur mal so als weiterer Erfahrungsbericht: Ich habe mit Anfang 40 einen wirklich gut bezahlten Job an den Nagel gehängt und in einem ganz neuen Unternehmen gefühlt bei Null angefangen (auch beim Gehalt deutliche Abstriche gemacht). Nach zwei Jahren habe ich gemerkt, dass mir das coole Start-up-Leben mit Hoodie im Hinterhof und tausend Überstunden doch nicht so liegt und bin wieder zu einem konventionellen Unternehmen zurück gewechselt. Ich bereue nichts, obwohl ich immer noch weniger verdiene als in dem Konzern früher. Es ist so ein gutes Gefühl, Chefin seines eigenen Lebens zu sein und auf Unzufriedenheit zu reagieren. Warum nicht etwas Neues ausprobieren? Und die Entscheidung notfalls auch wieder korrigieren? Es gibt doch fast immer Wege, die einem offenstehen. Der Rückweg manchmal vielleicht nicht mehr - aber wer will schon zurück? Das Leben geht immer nach vorne!

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    AW: Gehen oder Bleiben? Mit 40 alles nicht mehr so leicht...

    Zitat Zitat von sunflower1976 Beitrag anzeigen
    Hallo,
    überlege für dich, was Karriere machen“ bedeutet. Das ist für jeden etwas anderes.
    Und möchtest du die Karriere für dich machen oder weil es dein Ansehen bei anderen steigert oder Karriere machen sogar von anderen erwartet wird (wenn vielleicht auch nur subtil und nicht offen ausgesprochen)?

    Erkämpfen müssen klingt sehr anstrengend. Klar ist Arbeit oft anstrengend und herausfordernd. Was genau macht es so schwierig für dich? Musst du zum Beispiel oft/überwiegend Tätigkeiten ausführen, die du zwar gut kannst, aber gar nicht magst?

    Vielleicht hilft es dir, schriftlich dir eine Art Traumjob zu überlegen. Einer, bei dem alles 100%ig passt (Arbeitsinhalte, Rahmenbedingungen, Geld, Kollegen, Ort etc,). Das darf ruhig ein bisschen „verrückt“ bzw, spielerisch sein.
    Dann markiere die, welche Aspekte dir ganz besonders wichtig sind (oder schreibe sie hierarchisch auf). Dann markieren die in einer anderen Farbe, welche Aspekte deiner Traumtätigkeit dein jetziger Job bzw. deine jetzige Firma bietet.
    Das klingt jetzt vielleicht seltsam, kann aber bei solchen Überlegungen ganz hilfreich sein.

    40 ist doch absolut kein Alter für einen Wechsel! Ich hab zum Beispiel mit Mitte 30 nochmal ein (Fern-)Studium angefangen und arbeite in einem völlig anderen Bereich. War gar kein Problem.
    Diese Überlegungen mit dem Traumjob aufmalen, find ich richtig gut. Denn auch hierzu hab ich mir ehrlicherweise nicht viele Gedanken gemacht bisher. Ich bin einfach in einem Fahrwasser drin und schwimm so mit, aber was ich wirklich will...das weiss ich glaub ich nicht.

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    AW: Gehen oder Bleiben? Mit 40 alles nicht mehr so leicht...

    Bei deiner Geschichte musste ich jetzt lachen...finde das so ehrlich geschrieben und genau so stell ich mir das beim Start up vor.
    ist es dir nicht schwer gefallen, auf das Geld zu verzichten? Da bin ich jetzt ehrlich, da bin ich glaub schon monitär gesteuert...zumindest will ich keinen Rückschritt machen.

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    AW: Gehen oder Bleiben? Mit 40 alles nicht mehr so leicht...

    Danke das sich hier so Viele die Mühe gemacht haben! Das hilft mir wirklich!

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    AW: Gehen oder Bleiben? Mit 40 alles nicht mehr so leicht...

    Hallo Schnecke,
    ich sehe auf den ersten Blick mindestens drei Möglichkeiten:
    1) Im Beruf etwas ändern - die Möglichkeit finde ich nicht so prickelnd, weil a) gutes Gehalt b) Kein Mobbing c) Wohnungsnähe

    2) Neben dem Beruf eine Leistungsnische suchen. Damit meine ich nicht Ehrenamt - das sind idR Sch-Arbeiten die niemand machen will und die dann hochgelobt werden. Irrtgendeine Leistungsnische - ich spinne jetzt mal herum: das kann dein erster Marathon sein ( geht vermutlich nicht bei Migränegeschichte) oder du lernst Ölmalen - nicht Zeit damit totschlagen, such dir einen Lehrer und schufte oder du arbeitest dich irtgendwo rein -Ausbildermässig - wo du später vielleicht ein Teileinkommen hast und dann die Berufsarbeit reduzieren kannst - also zwei Jobs für 40 Stunden, aber einer fordert dich

    3) Im Privatleben Kontakte ausbauen. Jetzt und gerade und in Corona-Zeiten. Setz die ganze Technik ein die es gibt - Briefe, Telefon, EMail, Skype, Messenger. Und such Kontakte aus der Vergangenheit - Klassentreffen organisieren - ein virtuelles - oder über Gewerkschaften ( da spielt natürlich die Berufsebene mit rein) oder im Verein einbringen

    Und als Einstieg - spinn mal rum, was du tun würdest / wo du sein würdest wenn eine gute Fee dir alle Wünsche erfüllt - auf neudeutsch ein Brainstorming. Möglicherweise hilft dir ein Einstieg a la wenn ich 20 wäre würde ich....... Du hast zweimal die Lebenserfahrung einer 20jährigen -also mehr Möglichkeiten wie eine zwanzigjährige. Und sollte bei dem Brainstorming rauskommen, dass dir eine Beziehung wichtig ist - dann überleg, was für Schritte es für es für dich in deinem Wohnort es gibt. Auch hier - Brainstorming. ( Nebenbei- schau auch auf die Beziehungen in deiner Altersgruppe - da gibts sicher einige, die du nicht für allen Tee chinas geschenkt haben möchtest)

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    AW: Gehen oder Bleiben? Mit 40 alles nicht mehr so leicht...

    Zitat Zitat von Di-Di-Di Beitrag anzeigen
    Hallo Schnecke,
    ich sehe auf den ersten Blick mindestens drei Möglichkeiten:
    1) Im Beruf etwas ändern - die Möglichkeit finde ich nicht so prickelnd, weil a) gutes Gehalt b) Kein Mobbing c) Wohnungsnähe

    2) Neben dem Beruf eine Leistungsnische suchen. Damit meine ich nicht Ehrenamt - das sind idR Sch-Arbeiten die niemand machen will und die dann hochgelobt werden. Irrtgendeine Leistungsnische - ich spinne jetzt mal herum: das kann dein erster Marathon sein ( geht vermutlich nicht bei Migränegeschichte) oder du lernst Ölmalen - nicht Zeit damit totschlagen, such dir einen Lehrer und schufte oder du arbeitest dich irtgendwo rein -Ausbildermässig - wo du später vielleicht ein Teileinkommen hast und dann die Berufsarbeit reduzieren kannst - also zwei Jobs für 40 Stunden, aber einer fordert dich

    3) Im Privatleben Kontakte ausbauen. Jetzt und gerade und in Corona-Zeiten. Setz die ganze Technik ein die es gibt - Briefe, Telefon, EMail, Skype, Messenger. Und such Kontakte aus der Vergangenheit - Klassentreffen organisieren - ein virtuelles - oder über Gewerkschaften ( da spielt natürlich die Berufsebene mit rein) oder im Verein einbringen

    Und als Einstieg - spinn mal rum, was du tun würdest / wo du sein würdest wenn eine gute Fee dir alle Wünsche erfüllt - auf neudeutsch ein Brainstorming. Möglicherweise hilft dir ein Einstieg a la wenn ich 20 wäre würde ich....... Du hast zweimal die Lebenserfahrung einer 20jährigen -also mehr Möglichkeiten wie eine zwanzigjährige. Und sollte bei dem Brainstorming rauskommen, dass dir eine Beziehung wichtig ist - dann überleg, was für Schritte es für es für dich in deinem Wohnort es gibt. Auch hier - Brainstorming. ( Nebenbei- schau auch auf die Beziehungen in deiner Altersgruppe - da gibts sicher einige, die du nicht für allen Tee chinas geschenkt haben möchtest)
    liebe Di-Di-Di
    danke für deine Antwort. Mit den Beziehungen hast du definitiv recht...natürlich gibts da ziemlich viele Gute aber auch mit Sicherheit sehr sehr viele Schlechte. Ich lebe in einer Kleinstadt in Bayern. Es kennt jeder jeden sag ich mal...! Natürlich habe ich auch Online-Dating ausprobiert, aber es brauchte nicht den gewünschten Erfolg. Ich bin seit 6 Jahren mehr oder weniger Single. Lange hatte ich den Fokus darauf einen Freund zu finden, aber ich denke mittlerweile je mehr man das möchte, desto weniger klappt es.

    Dann habe ich mich eben in die Arbeit gestürzt, mit dem Ergebnis das ich hier zwar einen guten Job soweit habe, die Aufgaben mich mittlerweile eben nicht mehr vollumfänglich erfüllen. Wahrscheinlich fehlt eben die Herausforderung, wie du oben auch geschrieben hast. ich wollte immer "schreiben". Früher mal Journalistin werden oder Autorin. Vielleicht wäre das ein Ansatz...wo man auch nebenbei evtl. mal ein zweites Standbein aufbauen könnte..

    Deine Ratschläge klingen jedenfalls gut. Hast du da selber Erfahrungen gesammelt?

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