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    Schwierige Kollegin in Nachbarabteilung

    In meiner Abteilung arbeiten verschiedene Teams. Meist mit unterschiedlichen Aufgabengebieten, die sich ergänzen, aber selten überschneiden. Und mein direktes Team ist wirklich, wirklich klasse!
    Das Nachbarteam hat es leider nicht ganz so gut getroffen. Die meisten Mitarbeiter sind absolut okay, bei den gelegentlichen Berührungspunkten, die wir haben, funktioniert es gut. Leider gibt es aber auch eine Kollegin, die bei der Vergabe des Selbstdarstellungsgens zweimal "hier" gerufen hat. Gibt es irgendein spannendes Sonderprojekt (insbesondere wenn man damit hinterher glänzen kann), reißt sie es sich unter den Nagel, kommt eine interessante Idee vom Rest vom Team, wird es abgeschmettert. Betreffende Kollegin hat keinerlei offizielle Führungsfunktion im Team, aber eine sehr dominante Persönlichkeit und schafft es irgendwie, daß die anderen Kollegen da entweder an ihren Lippen hängen, ihr resigniert folgen oder aber sich frustriert eine blutige Nase holen.

    Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen, könnte ich jetzt sagen, den Kollegen mit der blutigen Nase weiterhin ein Ohr zum Ausheulen bieten und ansonsten das ganze Drama ignorieren, wie ich es auch bisher gehalten habe. Leider bin ich jetzt auch indirekt mitbetroffen. In einem der seltenen Berührungspunkte mit diesem Team habe ich mit einem Kollegen aus besagtem Team über einen längeren Zeitraum in der Vergangenheit ein gemeinsames Projekt bearbeitet. Wir haben da beide viel Engagement, Hirnschmalz, Zeit und Herzblut reingesteckt und sind mit dem Ergebnis absolut glücklich und zufrieden. Bis zur offiziellen Vorstellung des Projekts im Team - prompt kam besagte Kollegin um die Ecke, ließ kein gutes Haar an der Sache und hatte auf einmal tausend Gründe, warum besagtes Projekt am Ende dann doch nicht umgesetzt werden sollte. Jeder weiß allerdings, daß der tatsächliche Grund der ist, daß es nicht ihr Projekt war und dann das Rampenlicht tatsächlich mal auf jemanden anderes fallen würde als auf ihre Hoheit.

    Jetzt bin ich unsicher, wie ich damit umgehen soll. Einfach abhaken unter "is halt so"? Das wäre sicher der nervenschonendnste Weg. Auf der anderen Seite hab ich echt viel Arbeit in dieses Projekt gesteckt, es nervt mich schon seit Jahren, wie sich dieser Bulldozer im anderen Team aufführt - inoffiziell weiß jeder, was da läuft, aber niemand spricht es mal offen beim Management an: es kommt halt ganz schlecht, beim Manager zu stehen "Lieschen Müller reißt immer alles an sich und buttert den Rest unter". Und natürlich möchte ich den Kollegen, mit dem zusammen ich an dem Projekt gearbeitet habe, auch irgendwie unterstützen.
    *lost in the woods*

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    AW: Schwierige Kollegin in Nachbarabteilung

    Warum hast du ihr nicht gesagt, daß es nicht ihre Sache ist, sie nichts angeht und sie sich raushalten soll mit ihrer negativen. Art? Warum wehrt ihr euch nicht und weißt sie in ihre Schranken? Warum holt sie sich bei euch keine blutige Nase?
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


  3. Inaktiver User

    AW: Schwierige Kollegin in Nachbarabteilung

    Also, zum einen schließe ich mich der obigen Frage an: Wieso macht man jahrelang so was mit?

    Andererseits:

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    In einem der seltenen Berührungspunkte mit diesem Team habe ich mit einem Kollegen aus besagtem Team über einen längeren Zeitraum in der Vergangenheit ein gemeinsames Projekt bearbeitet. Wir haben da beide viel Engagement, Hirnschmalz, Zeit und Herzblut reingesteckt und sind mit dem Ergebnis absolut glücklich und zufrieden. Bis zur offiziellen Vorstellung des Projekts im Team - prompt kam besagte Kollegin um die Ecke, ließ kein gutes Haar an der Sache und hatte auf einmal tausend Gründe, warum besagtes Projekt am Ende dann doch nicht umgesetzt werden sollte. Jeder weiß allerdings, daß der tatsächliche Grund der ist, daß es nicht ihr Projekt war und dann das Rampenlicht tatsächlich mal auf jemanden anderes fallen würde als auf ihre Hoheit.

    Es könnte natürlich auch möglich sein, dass ihre Kritik berechtigt ist? Nur, weil jemand sich gerne profilieren will, heißt ja nicht, dass sie ausschließlich Quatsch redet? Und wenn man selbst sehr viel Herzblut in eine Sache gesteckt hat, möchte man Kritik oft auch nicht wahrhaben.
    Daher würde ich empfehlen, erst mal ihre Kritikpunkte genau unter die Lupe zu nehmen und erst dann zu reagieren, wenn man sicher ist, dass der Blutdruck wieder unten ist.

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    AW: Schwierige Kollegin in Nachbarabteilung

    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen
    Warum hast du ihr nicht gesagt, daß es nicht ihre Sache ist, sie nichts angeht und sie sich raushalten soll mit ihrer negativen. Art? Warum wehrt ihr euch nicht und weißt sie in ihre Schranken? Warum holt sie sich bei euch keine blutige Nase?
    Ich selbst habe mit der Kollegin gar nicht gesprochen und war auch bei der Vorstellung nicht dabei, sonst hätte ich schon direkt ein paar Takte gesagt. Das Projekt ist stärker bei dem anderen Team gewichtet (ich mag da aus Anonymitätsgründen nicht zu sehr ins Detail gehen), mein Kollege hat es vorgestellt und mir dann die Reaktionen berichtet. Daher kriege ich das leider nur aus zweiter Hand hin, habe aber schon angeboten, in einer nächsten Runde mit in das besagte Meeting (läuft ja im Moment auch alles über Videokonferenz) zu kommen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also, zum einen schließe ich mich der obigen Frage an: Wieso macht man jahrelang so was mit?
    Da musst du meine Kollegen aus dem anderen Team fragen. In meinem Team stößt die Dame normalerweise auf Granit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es könnte natürlich auch möglich sein, dass ihre Kritik berechtigt ist? Nur, weil jemand sich gerne profilieren will, heißt ja nicht, dass sie ausschließlich Quatsch redet? Und wenn man selbst sehr viel Herzblut in eine Sache gesteckt hat, möchte man Kritik oft auch nicht wahrhaben.
    Daher würde ich empfehlen, erst mal ihre Kritikpunkte genau unter die Lupe zu nehmen und erst dann zu reagieren, wenn man sicher ist, dass der Blutdruck wieder unten ist.
    Klar, da muss man die Sachebene von der Blutdruckebene auf jeden Fall trennen. Und ja, wir haben uns die Sachebene genau angeschaut, diskutiert und auch entweder Dinge entsprechend modifiziert oder hatten sachliche Argumente, warum wir uns für ein bestimmtes Vorgehen entschieden haben (wie gesagt, ich kann leider nicht so genau ins Detail gehen). Sachliche Kritik ist ja auch erwünscht, verbessert das Projekt und das ist ja unser Ziel: am Ende ein gutes Projekt stehen zu haben.

    Nur, wenn das über diverse Iterationen geht und immer wieder eine bestimmte Person immer neue Gründe an den Haaren herbeizieht und besagtes Vorgehen bei ihr Methode hat, geht dann die Blutdruckebene dann doch wieder nach oben.
    *lost in the woods*

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    AW: Schwierige Kollegin in Nachbarabteilung

    Dann würde ich zusehen, beim nächsten Termin dabei zu sein und Sie direkt konfrontieren. Frau X, Sie haben Einwände? Welche Punkte stören Sie und was schlagen Sie stattdessen vor? Wie sieht die Lösung aus ihrer Sicht aus, wo ist das Problem. Mit den eigenen Waffen schlagen

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    AW: Schwierige Kollegin in Nachbarabteilung

    Zitat Zitat von Babsi64 Beitrag anzeigen
    Dann würde ich zusehen, beim nächsten Termin dabei zu sein und Sie direkt konfrontieren. Frau X, Sie haben Einwände? Welche Punkte stören Sie und was schlagen Sie stattdessen vor? Wie sieht die Lösung aus ihrer Sicht aus, wo ist das Problem. Mit den eigenen Waffen schlagen
    Genau so!

    Ich bekomme schon Blutdruck beim Lesen Rowellan
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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    AW: Schwierige Kollegin in Nachbarabteilung

    Ich habe das meinem Kollegen auch schon vorgeschlagen, ich muss halt zu deren Meeting explizit eingeladen werden und kann da nicht einfach mal kurz dazukommen. Zumal ich zwar verärgert bin, aber immer noch weniger Blutdruck habe als mein Kollege, der sich mit dem ganzen Thema ja schon viel länger und intensiver rumschlägt als ich und dadurch natürlich auch rationaler argumentieren könnte.

    Das mit den Alternativvorschlägen ist so eine Sache, sie hatte ja einen. Ich versuche es mal so zu umschreiben (wie gesagt, aus Anonymitätsgründen schwierig): das, was sie sagte, war - sehr, sehr grob vereinfacht - "schmeißt weg und wenn überhaupt, macht neu, aber unter Prämisse a), b) und c), die ich dann vorgebe."
    Als hätten wir für eine Sommerparty einen supertollen Pavillon gebaut als Regen- bzw. Sonnenschutz, mit allem Schnick und Schnack, Beleuchtung, Deko und was nicht alles und sie schlüge vor: brauchen wir nicht, wir sollten lieber einen Ausflug auf einem Ausflugsdampfer machen - sie sucht dann mal eben den See und die Schifffahrtslinie, wir können uns dann ums Catering kümmern, nach ihren Vorgaben.
    *lost in the woods*

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    AW: Schwierige Kollegin in Nachbarabteilung

    Ich finde es schon sehr merkwürdig, dass ein Projekt nicht von den Leuten präsentiert wird, die daran gearbeitet haben.
    Das da ein Ergebnis nur in der anderen Gruppe ohne Teilnahme vorgetragen wird, ist schon kurios.

    Da ist mehr im Argen, als nur eine (vom Hörensagen EINER Person) sich aufspielende Kollegin in einer anderen Arbeitsgruppe.

    Zum Thema Gruppenarbeit würde ich in Zukunft vorher eine Ansage machen und ansonsten mich Null in die andere Gruppe einmischen....oder gar mich in den vermeidlichen Zickenalarm hinein ziehen lassen.

    Wer meckern will, sollte den richtigen Adressaten wählen.

    Für das Gruppen-"Spiel" den eigenen Gruppenleiter, die Anderen sollten sich an ihren wenden.

    Ansonsten:
    Vorsicht bei Intrigen/Schlechtredereien.

    Tratschen sind nicht nur bei mir in der Schublade, unten, eingeordnet.

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    AW: Schwierige Kollegin in Nachbarabteilung

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Als hätten wir für eine Sommerparty einen supertollen Pavillon gebaut als Regen- bzw. Sonnenschutz, mit allem Schnick und Schnack, Beleuchtung, Deko und was nicht alles und sie schlüge vor: brauchen wir nicht, wir sollten lieber einen Ausflug auf einem Ausflugsdampfer machen - sie sucht dann mal eben den See und die Schifffahrtslinie, wir können uns dann ums Catering kümmern, nach ihren Vorgaben.
    Da wäre doch die Frage angebracht, was an dem Ausflugsdampfer so überzeugend besser sein soll als am Pavillon, insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Pavillonplan schon in Papier und Tüten ist. Wenn jemand in dieser Phase eines Projektes den Vorschlag unterbreitet, alles umzuwerfen und von Null anzufangen, muss es dafür ja wohl sehr überzeugende Argumente geben, die nicht gerade lauten können, "weil es nicht meine Idee war..."
    There are people who have lost every trace of human kindness...

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    AW: Schwierige Kollegin in Nachbarabteilung

    @moimeme: genau auf diese Argumentationsschiene wollen wir ja gehen.

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Ich finde es schon sehr merkwürdig, dass ein Projekt nicht von den Leuten präsentiert wird, die daran gearbeitet haben.
    Das da ein Ergebnis nur in der anderen Gruppe ohne Teilnahme vorgetragen wird, ist schon kurios.
    Jein. Da kommt jetzt wieder ins Spiel, daß ich nicht zu sehr ins Detail gehen kann, das liegt an der Natur des Projekts und unserer beiden Teams. Um bei meinem Pavillon zu bleiben: das Sommerfest ist für die andere Abteilung, die Grundidee "Pavillon" stammt von meinem Kollegen und ich war quasi das Unternehmen, das sich mit dem Kollegen hingesetzt hat, die Architektur ausgearbeitet und die Umsetzung von bestimmten Punkten übernommen hat. Mehr ins Detail möchte ich echt nicht gehen. Aber das war schon durchaus richtig so, daß ich da bisher nicht dabei war - bei der Präsentation eines Messestands in der Marketingabteilung nimmst du ja auch nicht die Messebaufirma dazu - wobei meine Rolle dabei schon größer ausfiel.

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Da ist mehr im Argen, als nur eine (vom Hörensagen EINER Person) sich aufspielende Kollegin in einer anderen Arbeitsgruppe.
    Streich "Hörensagen", ich hab sie schon in voller Fahrt erlebt. Sonst hätte ich hier keinen Thread eröffnet.

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Zum Thema Gruppenarbeit würde ich in Zukunft vorher eine Ansage machen und ansonsten mich Null in die andere Gruppe einmischen....oder gar mich in den vermeidlichen Zickenalarm hinein ziehen lassen.

    Wer meckern will, sollte den richtigen Adressaten wählen.

    Für das Gruppen-"Spiel" den eigenen Gruppenleiter, die Anderen sollten sich an ihren wenden.
    Radio Eriwan sagt: im Prinzip ja. Aber.
    Ich halte mich im Normalfall völlig und komplett aus der anderen Gruppe raus. Wie schon im Eingangsposting geschrieben: nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.
    Aber für dieses Projekt war ich nun mal durch meine Fachkenntnisse die richtige Ansprechpartnerin; ohne mich (oder einen beliebigen Kollegen mit gleicher Fachkenntnis) wäre das Projekt nicht zustandegekommen. Und die Gruppenarbeit mit dem Kollegen, mit dem ich das Projekt bearbeitet habe, war super, überhaupt keine Klagen.

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Ansonsten:
    Vorsicht bei Intrigen/Schlechtredereien.

    Tratschen sind nicht nur bei mir in der Schublade, unten, eingeordnet.
    Das ist ja das, was die ganze Sache so schwierig macht - niemand möchte hier in irgendeiner Form als Tratsche dastehen.
    *lost in the woods*

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