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    Stirnrunzeln Alptraum Berufsleben - ich finde immer nur miese Jobs.

    Hallo zusammen, ich muss mich nun auch mal ausk*tzen und vielleicht hat ja jemand einen Rat für mich. Mittlerweile bin ich Mitte 30 und kann ohne zu Lügen von mir behaupten, dass ich noch nie in meinem Leben einen "guten" Job hatte. Manch einer wird sich vielleicht denken "Na, die hat bestimmt zu hohe Ansprüche für ihre Qualifikationen!", aber so ist es nicht.

    Ich bin gelernte Bürokauffrau und wurde nach der Ausbildung vor vielen Jahren nicht übernommen, da es dem Betrieb sehr schlecht ging und er sich keine weitere Mitarbeiterin leisten konnte. Mir war klar, dass ich mit so einer Allerweltsausbildung wahrscheinlich nix Neues finden werde und machte eine 2-jährige Weiterbildung zur Fremdsprachensekretärin Englisch und Spanisch an einem renommierten Europainstitut, die ich mit Bestnoten abgeschlossen hatte.

    Aber auch hiernach: Nur Absagen. Wenn Fremdsprachen, dann doch bitte was Exotisches wie Russisch oder Chinesisch, aber mit meinen Sprachkenntnissen konnte ich hier nirgends punkten, wie ich schnell bemerkte.

    Also machte ich - natürlich auch wieder selbstfinanziert - eine Weiterbildung zur Finanzbuchhalterin und fing an, mich explizit auf Buchhalterstellen zu bewerben. In jedem Gespräch erzählte man mir irgendeinen Müll, dass ich ja so einen guten Eindruck machen würde, dass meine Bewerbung so toll gewesen sei, blablabla. Am Ende bekam ich die Jobs natürlich nie.

    Für mich blieben im Grunde immer nur die Jobs übrig, für die man halt noch einen Dummen suchte und die sonst keiner machen wollte. Egal ob Empfangskraft, Mitarbeiterin im Backoffice oder Bürokauffrau, ich musste im Versand helfen und den ganzen Tag extrem schwere Ware alleine rumtragen ohne jegliche Hilfsmittel, sollte für die Kollegen ihre Einkäufe erledigen, weil sie ja ach so gestresst und vielbeschäftigt waren, ich war plötzlich verantwortlich für die Sauberkeit in den Sanitäreinrichtungen und durfte Klos putzen und war auch sonst für alles zuständig, wofür sich jeder andere zu fein gewesen ist.

    In einer großen bekannten Firma, in der ich im Backoffice angestellt war, fand ich jeden Morgen massenweise dreckiges Geschirr auf meinem Schreibtisch vor, das mir die Kollegen nach ihrem Feierabend einfach hingestellt hatten, damit ich es wegräume, statt es selber in die Küche zu bringen.

    In einem anderen Unternehmen musste ich im Hochsommer bis 40kg schwere Ware verpacken, in einem stickigen kleinen Hinterzimmer bei über 30 Grad in der prallen Sonne, während die Kollegen nebenan schön in ihren klimatisierten Büros saßen.

    Natürlich war all das so nicht abgesprochen gewesen und auch nicht im Arbeitsvertrag vermerkt und als mir dann bewusst wurde, dass man mich nur als billige Hilfskraft angestellt hatte und ich mich dagegen wehren wollte, hieß es, wenn es mir nicht passe, könne ich ja gehen - was ich dann auch tat.

    Beim nächsten Job war es genau dasselbe und beim darauffolgenden ebenso. Jedesmal fielen in den Vorstellungsgesprächen vorab Fragen wie "Was wäre für Sie denn ein absolutes No-Go in einem Arbeitsverhältnis?" - und jedesmal sagte ich, dass ich erwarte, auch tatsächlich die Aufgaben machen zu können, die im Vertrag stehen, weil ich keine Ausbildung + 2 Weiterbildungen absolviert habe, damit ich Toiletten putzen oder das dreckige Geschirr der Kollegen wegräumen kann.

    Man heuchelte dann natürlich immer Verständnis und kaum war ich eingestellt, ging die Ausnutzerei von vorne los.

    Egal ob Großkonzern oder kleines Familienunternehmen - es war und ist überall dasselbe. Versteht mich nicht falsch, ich habe absolut nix dagegen, mal was wegzuräumen, die Spülmaschine auszuräumen oder meinetwegen auch die Kaffeeküche zu putzen. Das gehört dazu. Aber wenn man eben NUR für solcherlei Aufgaben zuständig ist und sonst keiner irgendwas saubermacht, dann läuft da meiner Meinung nach gewaltig was schief.

    Ich habe dadurch natürlich keinen besonders vorzeigbaren Lebenslauf, im Schnitt war ich immer nur ca. 1 Jahr in einem Unternehmen und habe dann gewechselt, nur besser wurde es leider nirgends. Habt ihr irgendeine Idee, was ich tun könnte? Ich weiß, das hört sich jetzt nach trotzigem Teenager an, aber durch all diese negativen Erfahrungen habe ich die Nase sowas von voll vom Berufsleben.

    Ich möchte doch einfach mal nur einen ganz normalen Bürojob, und wenn ich nur den ganzen Tag am PC sitzen und Daten eintippen müsste, das würde mir im Grunde schon genügen.
    Geändert von Alina_ (22.01.2020 um 12:51 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Alptraum Berufsleben - ich finde immer nur miese Jobs.

    Die Geschichte hatten wir doch schon mal?

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    AW: Alptraum Berufsleben - ich finde immer nur miese Jobs.

    Öhm, von mir nicht? Ich bin hier zum ersten Mal angemeldet. :)

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    AW: Alptraum Berufsleben - ich finde immer nur miese Jobs.

    Hier.

    Ich verlinke, weil in dem Thread eine sehr ähnliche Problematik erörtert wird und dir die Antworten darauf vielleicht weiterhelfen.

  5. Inaktiver User

    AW: Alptraum Berufsleben - ich finde immer nur miese Jobs.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Geschichte hatten wir doch schon mal?
    Wie recht du hast. Dank Kittys Link eindeutig fast wortgleich nachzulesen...

  6. VIP

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    AW: Alptraum Berufsleben - ich finde immer nur miese Jobs.

    Ich schließe den Strang mal zur Überprüfung.
    Grüßlis
    mkr

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