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    Wie geht man mit dem jammernden Kollegen um?

    Hallo zusammen, ich brauche mal Rat zu einem Kollegen/guten Freund.

    Unsere Abteilung muss in regelmäßigen Abständen die Arbeit einer anderen Abteilung prüfen. Das kostest uns pro Person etwa 30 Stunden im halben Jahr. Jeder Kollege muss das machen und es ist so aufgeteilt, dass jeder etwa gleich viel zu hat. Es gibt dann immer so einen 4 Wochen Zeitraum in dem wir das machen müssen. Mein Kollege fängt dann immer super theatralisch ca. 2-3 Wochen vorher schon an darüber zu jammern ( "Das wäre die schlimmste Strafarbeit, die er jemals hätte machen müssen, ob ihn der Chef nicht lieber auspeitschen könne, oder in einen dunklen Keller sperren könne. Wenn diese Zeit rum ist, ist das Gras wieder grüner, die Sonne wird wieder scheinen"). Er jammert wirklich nonstop. Sich privat in dem Zeitraum mit ihm zu verabreden ist komplett nicht drin, er legt sein komplettes Privatleben in der Zeit auf Eis. Darüber jammert er natürlich dann auch an der Arbeit. Nach dem Zeitraum macht er dann auch immer eine Woche krank. „der ganze Stress und die Belastung, er braucht dann erstmal ne Pause.“
    Das Problem ist auch, dass er in dem Zeitraum nichts anders macht. Er sitzt den ganzen Tag rum hält die Kollegen von der Arbeit ab und jammert. Er setzt sich, dann nachts dran und jammert am nächsten Tag, dass er ständig die Nächte durcharbeiten müsste, wegen dieser „unmenschlichen“ Tätigkeit. Dafür gibt es dann regelmäßig Ärger vom Chef, weil die Arbeitszeiten nicht eingehalten werden. Wenn er einen Fehler entdeckt, brüllt er rum im Büro oder fängt an zu weinen, dann rennt raus und ist 1-2 Stunden nicht mehr auffindbar. Wir haben schon mehrfach im Kollegenkreis überlegt, ob wir ihm die Arbeit abnehmen, da ihn diese Tätigkeit eben 4-5 Wochen bindet. Und es immer Ärger gibt weil er nicht rechtzeigt fertig wird. Wir anderen machen das auch nicht super gern, aber keiner sieht es als Belastung an. Aber auf der anderen Seite betont der Kollege immer wieder, er sei sich eigentlich zu schade für diese Arbeit, das sollen doch Leute machen, die nicht so kompetent seien wie er.
    Ich sehe auch wie er sich in der Zeit wirklich kaputt macht, er schläft kaum, isst nur Chips und Cola. Als gute Freundin will ich ihm irgendwie helfen. Aber irgendwie finde sich sein Verhalten auch so überzogen und kindisch. Was würdet ihr machen?

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    AW: Wie geht man mit dem jammernden Kollegen um?

    Meine spontane Meinung: Wenn ihr ihm die Arbeit abnehmt, hat er mit seinem Gejammere sein Ziel erreicht.
    Erinnert mich an ein kleines Kind im Supermarkt, das so lange quengelt, bis Mama ihm die gewünschten Süßigkeiten kauft.

    Kann man ihm in einem ruhigen Gespräch nicht mal klar machen, dass das euch alle betrifft und man nun mal da durch muss?

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    AW: Wie geht man mit dem jammernden Kollegen um?

    Also wenn sich das Jammern nur auf diesen Zeitraum beschränkt, würde ich das sogar mit Humor nehmen. Ich finde er zieht da ein super Theaterstück ab.
    "...es gibt höchstens hoffnungslose Menschen, aber nie hoffnungslose Situationen..."
    Sprichwort auf Oxtorne


    Willst du Gott zum Lachen bringen, erzähle ihm von deinen Plänen.

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    AW: Wie geht man mit dem jammernden Kollegen um?

    Zitat Zitat von Unendlichkeit Beitrag anzeigen
    Also wenn sich das Jammern nur auf diesen Zeitraum beschränkt, würde ich das sogar mit Humor nehmen. Ich finde er zieht da ein super Theaterstück ab.
    JA, so sehe ich das auch.

    Ich würde sogar extra Popcorn ins Büro bringen und laut sagen: Die Vorstellung kann beginnen
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

    Grab nicht zu weit in dem Mist rum, dann stinkt's nur noch mehr. Geh davon weg, und merk dir, wie's gerochen hat, damit du beim nächsten Verlierer früher Lunte riechst. (Zitat Wildwusel)

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    AW: Wie geht man mit dem jammernden Kollegen um?

    Theoretisch:

    Wenn ihr ihm die Arbeit abnehmen würdet ....

    Könnte er dann nicht in seinem normalen Büro seine eigentliche Tätigkeiten erledigen u Ev ein paar Erledigungen von euch?

    So seht und hört ihr ihn nicht
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

  6. gesperrt

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    AW: Wie geht man mit dem jammernden Kollegen um?

    solchen Leuten biete ich an, sie ins Schlachthaus zu fahren, für sofortige Notschlachtung. dann ist das arme Wesen von seinem Leid erlöst

    gruss, bárbara

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    AW: Wie geht man mit dem jammernden Kollegen um?

    Zitat Zitat von Melinda876543 Beitrag anzeigen
    Wenn er einen Fehler entdeckt, brüllt er rum im Büro oder fängt an zu weinen, dann rennt raus und ist 1-2 Stunden nicht mehr auffindbar.
    Eine unglaubliche Bühne, die IHR ihm da bietet!

    Wen man hier nachjustieren muss- ist gar nicht klar- das euer Chef so ein Verhalten zulässt ist ein Undingen!

    Als Kollege würde ich so jemandem eine ganz klare Ansage machen und mich- wenn sich nichts ändert- massiv zurück ziehen.
    Würden das alle Kollegen machen, würde das Publikum fehlen und das hat eine Wirkung!
    Vielleicht lässt er sich dann 4 Wochen krankschreiben........so sei es dann- alles ist besser als dieses Verhalten zu ertragen.

    Das da kein Chef reagiert, finde ich echt tragisch- wie kann man einem Angestellten nur so eine Bühne ermöglichen??

    So ein Verhalten ist nicht nur kindisch und überzogen sondern gehört - in meinen Augen- schon in Behandlung!
    Nachdem er sich- nach deiner Beschreibung- selbst richtig kaputt macht, ist das auch durchaus zu empfehlen .

    Ich- würde zum einen mit dem Chef reden, der die Umstände ändern KANN.
    Dabei würde ich dem Chef auch sagen, dass ich dem Kollegen gegenüber deutliche Worte finden werde und auch auf weiteres Verhalten reagieren- sich hier transparent zeigen, kann nur gut sein.
    Und dann- würde ich das auch machen.
    Nach dem, was du beschreibst, wundert es mich, dass noch keiner von euch anderen ausgeflippt ist- so ein Verhalten löst doch sehr schnell auch Aggression aus!?

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    AW: Wie geht man mit dem jammernden Kollegen um?

    Nur mal so ein Gedanke: Kann es sein, dass ihn diese Tätigkeit tatsächlich stark belastet und überfordert?
    Wenn es nur das Jammern wäre, aber das ganze Drumherum (Privatleben auf Eis gelegt, weinen im Büro, Krankschreibung, Vermeidungsverhalten/Nachtarbeit usw.) wären für mich zumindest ein Indiz, dass es nicht nur ein reines Rumnölen ist. Das kann letztlich sein, kann aber auch ein (sehr lauter) Hilferuf sein. Es ist aber am Chef, das zu klären.

    Da wir uns im Strang "Mobbing" befinden: Was andere mit einem "Stell dich nicht so an!" abtun, kann für den einzelnen tatsächlich ein Problem sein.
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud

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    AW: Wie geht man mit dem jammernden Kollegen um?

    Was für ein Typ ist dieser Kollege sonst? Wie erledigt er sein "Normalpensum"? Was tut er in Spitzenzeiten?

    Aus der Ferne und ohne diesen Menschen einschätzen zu können, ist es schwierig, eine Strategie vorzuschlagen. Ein Gepräch zwischen diesem Kollegen und Führungskraft wäre sicherlich erst einmal ein wichtiger Schritt. Möglicherweise ist ihm nicht bewusst, welche Kreise sein Verhalten zieht. Auch kann Eure FK ggf. entscheiden, die Arbeit anders aufzuteilen.

    Ich denke, dass das nichts ist, das primär Ihr Kollegen untereinander lösen müsst oder könnt.

    Anders wäre es, wenn es eine Art Team-building gäbe und über ein gruppendynamisches Seminar beispielsweise die Strukturen insgesamt angeschaut würden. Dann sind alle im Boot und es gäbe unter geschickter Leitung auch die Möglichkeit, solche Konfliktthemen anzuschauen.

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    AW: Wie geht man mit dem jammernden Kollegen um?

    Zitat Zitat von Avocado_Diaboli Beitrag anzeigen
    Nur mal so ein Gedanke: Kann es sein, dass ihn diese Tätigkeit tatsächlich stark belastet und überfordert?
    Wenn es nur das Jammern wäre, aber das ganze Drumherum (Privatleben auf Eis gelegt, weinen im Büro, Krankschreibung, Vermeidungsverhalten/Nachtarbeit usw.) wären für mich zumindest ein Indiz, dass es nicht nur ein reines Rumnölen ist. Das kann letztlich sein, kann aber auch ein (sehr lauter) Hilferuf sein. Es ist aber am Chef, das zu klären.

    Da wir uns im Strang "Mobbing" befinden: Was andere mit einem "Stell dich nicht so an!" abtun, kann für den einzelnen tatsächlich ein Problem sein.
    Das ist gut möglich. Aber dann muss der Kollege daran arbeiten, vielleicht auch mit professioneller Hilfe. Das können ja nicht die Kollegen für ihn tun. Und ich wäre auch an seiner Stelle sehr vorsichtig und würde solche persönlichen, tiefgreifenden Probleme bestimmt nicht bei den Kollegen offen ansprechen..

    Oder er ist einfach nicht am richtigen Arbeitsplatz.

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