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  1. Registriert seit
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    Aufhebungsvertrag

    Hallo zusammen,

    ich hoffe auch schnelle Hilfe von euch! Da keiner meiner alten Threads mehr passt, muss ich nochmals einen neuen erstellen.

    Wie einige von euch wissen, befinde ich mich momentan auf Jobsuche.
    Nun habe ich gehofft, dass mir meine Chefin mir etwas mehr Zeit lässt, einen Job zu finden.

    Heute hat sie mir in einem vier Augen Gespräch mitgeteilt, dass sie in der weiteren Zusammenarbeit keinen Sinn mehr sieht.
    Wir können eine "nette" Kündigung oder eine "schlechte" Kündigung anstreben, das Ergebnis werde am Ende das Gleiche sein.
    Sie wird mich solange Abmahnen, bis sie mir kündigen kann.
    An sich eine Drohung, leider liegt die Beweispflicht bei mir.

    Da ich mich schon länger nicht mehr wohlfühle, neige ich gerade auch zum Aufhebungsvertrag. Ein Rechtsstreit unter diesen Bedingungen möchte ich persönlich nicht.

    Nun die Frage: Was muss ich beim Aufhebungsvertrag beachten?
    Wie gut stehen meine Chancen, dass neben der bezahlten Freistellung noch zusätzliche Monatsgehälter gezahlt werden?
    Soll ich jemanden vom Betriebsrat zum Gespräch mitnehmen?
    Gibt es sonst noch etwas auf was ich achten sollte?

    Vielen Dank schon einmal,

    moonlady90


  2. Registriert seit
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    AW: Aufhebungsvertrag

    Lass sie doch erstmal ein Angebot machen

    Betriebsrat informieren klar, damit Du weisst was Dir im Fall einer Kündigung als Abfindung zusteht, dafür gibt es Regeln.

    Diese Summe sollte in keinem Fall unterschritten werden

    Bedenke, Abfindungen sind nicht steuerfrei!!!!
    Das Leben macht was es will und ich auch!


  3. Registriert seit
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    AW: Aufhebungsvertrag

    Erkundige dich mal beim Arbeitsamt nach Sperrfristen. Meines Wissens bist du für eine bestimmte Zeit für ALG I gesperrt, wenn du einen Aufhebungsvertrag abschließt.

  4. Avatar von mainecoon2
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    AW: Aufhebungsvertrag

    Hallo Moonlady,

    es sollte unbedingt in deinem Aufhebungsvertrag stehen, dass er geschlossen wird, um eine betriebsbedingte Kündigung zu vermeiden. Damit solltest du auch keine Sperrfrist bekommen. Falls doch, Widerspruch einlegen.
    Was die Höhe angeht, so richtet sich das nach deiner Betriebszugehörigkeit. Du solltest pro Jahr Betriebszugehörigkeit 0.5 Monatsgehälter erhalten können.
    Falls die Firma irgendwelchen "freiwilligen" Zahlungen leistet, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, sonstiges "Benefits", sollte im Vertrag stehen, dass du die auch bis zum Ausscheiden bekommst.
    Falls die Firma eine Direktversicherung für dich abgeschlossen hat in irgendeiner Form und regelmässig Zahlungen leistet, sollte sie diese Versicherung auf dich übertragen. Im Aufhebungsvertrag solltest du auch auf ein Zeugnis mit mindestens der Note 2 bestehen.
    Betriebsrat kann nicht schaden, wird erfahrungsgemäss aber auch nichts nutzen, nur wenn die Firma dazu neigt, formelle Fehler zu machen.

    LG

  5. Avatar von Sneek
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    2.189

    AW: Aufhebungsvertrag

    Außerdem sollte auch bei der Aufhebung die reguläre Kündigungsfrist berücksichtigt werden. Hilft ebenfalls, eine Sperre des ALG zu vermeiden.


  6. Registriert seit
    08.01.2015
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    312

    AW: Aufhebungsvertrag

    Danke für eure Antworten alle zusammen.

    Habe jetzt beschlossen mich nicht unter Druck setzen zu lassen und habe gerade einen Anwaltstermin ausgemacht.

    Wenn Sie mich loshaben wollen, können Sie das, aber dann muss die Firma bitte zahlen.


  7. Registriert seit
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    AW: Aufhebungsvertrag

    Zitat Zitat von moonlady90 Beitrag anzeigen
    Heute hat sie mir in einem vier Augen Gespräch mitgeteilt, dass sie in der weiteren Zusammenarbeit keinen Sinn mehr sieht.
    Wir können eine "nette" Kündigung oder eine "schlechte" Kündigung anstreben, das Ergebnis werde am Ende das Gleiche sein.
    Sie wird mich solange Abmahnen, bis sie mir kündigen kann.
    An sich eine Drohung, leider liegt die Beweispflicht bei mir.
    Das sagst Du dem BR und forderst Protokollierung.

    Ich weiß, dass Du das nicht willst, mein Weg wäre, eine Gesprächszusammenfassung zu schreiben an HR und BR (nicht an die Chefin!) und mich über die Drohungen zu beschweren und zu fordern, dass mein Protokoll in die Personalakte eingefügt wird (HR wird sich evtl. zieren und sich winden, aber hart bleiben). Danach sind Abmahnungen Deiner Chefin nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben sind. Falls doch eine kommt, widersprechen und auf Mobbing durch Vorgeseztzt verweisen und um Aufnahme in Personalakte bitten. Und immer schön weiter zur Arbeit erscheinen. Auf jeden Fall kündigen lassen sonst gibt es eine Sperre.
    Geändert von NurZuGast (14.03.2019 um 17:43 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Aufhebungsvertrag

    Wieso gehst du in so ein Gespräch allein? Nun hast du für diese Drohung keine Zeugen.

    Wenn sie glaubt sie kann dich einfach so abmahnen hat sie sich geschnitten. Falls dir eine Abmahnung vorgelegt wird, nicht unterschreiben.

    Auch keinen Aufhebungsvertrag unterschreiben.


  9. Registriert seit
    03.07.2012
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    AW: Aufhebungsvertrag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieso gehst du in so ein Gespräch allein? Nun hast du für diese Drohung keine Zeugen.
    Vielleicht war das gar nicht so als Personalgespräch angesetzt, das ist ja meistens die Taktik solcher Herrschaften. Von der Herde trennen und Angst machen, Druck aufbauen. Das Gute im Umkehrschluß ist jedoch, da es keine Zeugen gibt, kann die TE der Chefin gegenüber so tun als hätte das nie stattgefunden.

    Mir hat mal ein Chef gesagt, sein Nachfolger will mich nicht, ich solle mir doch was anderes suchen. Habe ich ignoriert. Nach mehreren Wochen sprach er mich an, er hätte mir doch gesagt, ich solle kündigen, warum nichts passiert wäre? Ich habe ihn überrascht angeschaut und habe treuherzig gefragt, wann er DAS denn wohl gesagt hätte. Ich war 10 Jahre im Unternehmen und diese Deppen dachten, ich würde einfach kündigen. Ich habe mit gutem Anwalt dann 6 Monate Freistellung + 5 Bruttogehälter (damals war das noch steuerfrei) bekommen und habe 9 Monate die Welt bereist.


  10. Registriert seit
    28.01.2006
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    461

    AW: Aufhebungsvertrag

    Wenn sie dir kündigen könnten, würden sie dich nicht mit einem Aufhebungsvertrag unter Druck setzen. Lass dich krankschreiben wenn es gar nicht geht und strebe eine Reha an.
    Unterschreibe nichts.

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