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  1. Avatar von Lakotia
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von Verzweifelt456 Beitrag anzeigen

    Tatsächlich wäre mir eine leitende Position mit wenig Menschen lieb. Bzw. ein Team, das ich allein zusammenstellen kann. Ich arbeite am liebsten komplett allein. Mein Beruf erlaubt es mir zum Glück. Leitende Position muss nicht zwingend viel Teamarbeit bedeuten. Mal sehen.
    Ja und das war einmal gewaltig garnichts.

    Führen heißt nicht Knetfiguren, die man sich selber schafft,anordnen und die Zeiten wo eine leitende Angestellte allein arbeitet- ohne ihr Team, dürften noch nie stattgefunden haben.

    Wenn du irgendwann in die Position und die Kage kommst, " ein Team selber zusammenzustellen", hast du hoffentlich etwas Führungskompetenz erworben.
    lg Lakotia

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    Never be afraid to act ridiculous


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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von louise8 Beitrag anzeigen
    Puh... du erinnerst mich sehr an eine Ex-Kollegin von mir. Sie war auch eine zielstrebige Dame, die über Leichen ging... niemand mag sie bis heute. Wieso? Weil sie "von hinten" agiert, kein Gefühl für Menschen hat, null Empathie. Super Zeugnisse, toller Abschluss - und leider fehlen Basiskompetenzen, damit man überhaupt mit ihr zsuammen arbeiten kann. Sie hat (noch) Glück, denn der Chef mag sie, aber wer weiß, wie sie in Zukunft klarkommen wird.

    Ich möchte hier nicht mega persönlich rüberkommen, denn tatsächlich kenne ich dich nicht, ich habe nur einen Eindruck: jedoch so, wie du dich liest, würde ich dich ungern als Teamlead haben. Ich bin einige Jahre älter als du, auch mit gutem Abschluss, guter Berufserfahrung, habe auch einen (für mich) schönen Job. Bin kein Teamlead, will es auch gar nicht sein - ich führte aber einige Jahre ein "Unternehmen", wo ich 4 Leute leiten musste.

    Was ich gelernt habe ist:
    - nett zu sein - deine patzige, für mich unschöne Art ist vielleicht authentisch, aber wirkt sicherlich eher unsympathisch (sofern du live tatsächlich auch so sprichst, wie du hier schreibst)
    - empathisch zu sein - lernen, dass jeder anders reagiert, anders fühlt, andere Stärken hat. Und diese Stärken sind super, diese muss man schätzen können.
    - loslassen können - für mich das schwerste. Dinge, die im Eisenhower-Prinzip als unwichtig und nicht dringend zu listen sind, sollte man einfach loslassen können. Dinge, die einen stören aber nicht signifikant sind (wie zB das Singen). Dies hilft auch bei dem Ungang mit Stress.
    - ein gutes Gefühl den Menschen geben zu können - das ist das, worauf ich am meisten stolz bin. Egal, ob Job, Beziehungen, Freundschaften - es ist super anwendbar. Dass die Menschen sich merklich wohlfühlen mit mir, dies offen sagen, zeigen, und dadurch sich motiviert fühlen. Wie geht das? Zuhören, offen sein. Aufmerksam leben. Akzeptieren, wie Menschen ticken, auch wenn es total fremd vorkommt. Wenn sich Menschen akzeptiert fühlen, angenommen fühlen, werden sie locker. Das ist natürlich ein Prozess, kommt nicht von heute auf morgen.

    Ich möchte hier nicht so mega negativ vorkommen :), du bist noch jung und voller Dynamik und möchtest voll eifrig das Leben erleben - das ist ja toll! Das ist deine Stärke, die sicher tolle positive Aspekte hat. Paare diese mit den den menschlichen Aspekten. Überlege, wie deine Zwischenmenschlichen Beziehungen aussehen. Wenn du einen Kollegen auf dem Flur siehst, kannst du etwa einschätzen, wie es ihm geht? Frag mal, wie war dein WE? Es sind Banalitäten, klar - aber der Ton macht die Musik.

    Ich wünsche dir, dass du den Job deiner Träume findest, und eines Tages ein netter Teamlead wirst - sofern dies dein Wunsch auch bleibt. (Denn ich habe das Empfinden, dass du gerne als Einsamer Wolf agierst - wie wäre es, ein eigenes Unternehmen alleine zu führen?)
    Vielen Dank, das ist sehr hilfreich :)

    Ich denke, vielleicht ist eine fachliche Führung wirklich das beste. Menschen mag ich nicht besonders und habe ich nie, und faule undisziplinierte Menschen machen mich aggressiv. Denen den *** hinterher zu tragen habe ich keine Lust.
    Ja, selbstständig allein zu arbeiten ist bei mir möglich und wird auch angepeilt.


  3. Registriert seit
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von Lakotia Beitrag anzeigen
    Ja und das war einmal gewaltig garnichts.

    Führen heißt nicht Knetfiguren, die man sich selber schafft,anordnen und die Zeiten wo eine leitende Angestellte allein arbeitet- ohne ihr Team, dürften noch nie stattgefunden haben.

    Wenn du irgendwann in die Position und die Kage kommst, " ein Team selber zusammenzustellen", hast du hoffentlich etwas Führungskompetenz erworben.
    Es geht nicht um knetfiguren. Aber wenn die Angestellten nicht angemessen arbeiten gibt es Möglichkeiten, sie zu entfernen. Aber wenn ich mir das schon vortstelle vergeht mir jede Lust auf Führung. Statt fachlicher Arbeit menschliche? Dann hätte ich Sozialarbeit studiert, wenn ich darauf Lust hätte. Nee. Alles klar, war zumindest hilfreich für die reflektion.

  4. Avatar von chaos99
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von Verzweifelt456 Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um knetfiguren. Aber wenn die Angestellten nicht angemessen arbeiten gibt es Möglichkeiten, sie zu entfernen. Aber wenn ich mir das schon vortstelle vergeht mir jede Lust auf Führung. Statt fachlicher Arbeit menschliche? Dann hätte ich Sozialarbeit studiert, wenn ich darauf Lust hätte. Nee. Alles klar, war zumindest hilfreich für die reflektion.
    Mit der Aussage bist Du in dem Bereich angekommen, wo man nur hofft, dass Du aus genau dem Grunde niemals Führungsaufgaben bekommst.
    So eine Haltung kann man nicht abtrainieren.
    Chaos
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    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)

  5. Avatar von ilazumgeier
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von Verzweifelt456 Beitrag anzeigen
    Stimmt, von einem Thread kannst du gut abschätzen, wie ich bin und wie ich mich entwickeln kann oder nicht.
    Herrlich.
    Durchaus, wenn wir das langfristige Entwicklungspotenzial mal etwas hintanstellen, da kann es (so über sehr lange Zeit) durchaus noch Luft geben. Ob die gefüllt wird, muss sich erst zeigen. Aus den postings lässt sich schon ziemlich gut ein Persönlichkeitsbild erschließen. Das enthält sicher nicht alle Facetten, aber hier geht es ja um Ansprüche.

    Zitat Zitat von Verzweifelt456 Beitrag anzeigen
    Tatsächlich wäre mir eine leitende Position mit wenig Menschen lieb. Bzw. ein Team, das ich allein zusammenstellen kann. Ich arbeite am liebsten komplett allein. Mein Beruf erlaubt es mir zum Glück. Leitende Position muss nicht zwingend viel Teamarbeit bedeuten. Mal sehen.
    Herrlich. Berufswunsch: Chef, am liebsten in einer Welt, so wie sie mir gefällt. Macht nur Sinn, wenn der vor allem von der Sache eine Menge versteht. Organisation ergibt sich erst daraus und erfolgreiche Mitarbeiter-Führung ist etwas ist etwas ziemlich Anderes als der Wunsch, Bestimmer zu sein.
    Und das Ganze ziemlich bald im ersten Job nach dem Studium. Herrlich. ich frage mich, wer da mehr Schaum aufschlägt
    Geändert von ilazumgeier (10.11.2018 um 08:28 Uhr)


  6. Registriert seit
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Mit der Aussage bist Du in dem Bereich angekommen, wo man nur hofft, dass Du aus genau dem Grunde niemals Führungsaufgaben bekommst.
    So eine Haltung kann man nicht abtrainieren.
    Richtig, eine philanthropin wird aus mir nie. Daher stellte ich dank des fadenverlaufs ja fest, dass ich auf mitarbeiterführung wenig Lust habe. Wenn man jung ist, weiß man vieles noch nicht. Dass man im gesetzten Alter das schon mal vergisst, zeigt sich an vielen bissigen Posts einiger älterer Damen hier. Die sind natürlich alle schon perfekt zur Welt gekommen. So viel zum Thema Schaum

    Aber Danke an die vielen sachlichen und freundlichen Posts hier, die haben mir geholfen. schön dass manche ohne Verbitterung auch andere Menschen akzeptieren und beurteilen können. Vielleicht komme ich selbst auch mal da hin, aber ich bin ja noch jung und kann lernen.

    Mit dem Kollegen läuft es übrigens wieder gut. Ich habe dank einiger Hinweise versucht, ihn zu akzeptieren und ignoriere seine akustischen Emissionen. Seit dem bin ich entspannter und die Arbeit ist wieder angenehmer.

  7. Avatar von ilazumgeier
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Bei deinen großartigen Fähigkeiten liegt es doch nahe, dass du dich selbständig machst. Dann bist du schwupps auch Chef

  8. Avatar von Sprachlos
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von Verzweifelt456 Beitrag anzeigen
    Danke. Das klingt passend für mich. Das mit dem schnell genervt stimmt leider. Daher arbeite ich auch am liebsten allein. Bin dann am produktivsten.
    Wie Ila schon schreibt, kannst du ja mal über Selbstständigkeit nachdenken. Nicht sofort, aber irgendwann in ein paar Jahren? Deine Selbstbeschreibung klingt, als ob das für dich geeigneter wäre, denn noch schlimmer als nervende Kollegen sind für Typen wie dich “nervende“ Chefs. Selbstständigkeit ist allerdings nicht in allen Berufsfeldern möglich.
    Geändert von Sprachlos (10.11.2018 um 12:14 Uhr)


  9. Registriert seit
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Hi,

    ich würde empfehlen, dich mit dem Unterschied zwischen "Boss" und "Leader" vertraut zu machen. Als Berufsanfänger hat man häufig das Boss-Bild im Kopf, wenn man an Führungsverantwortung/Karriere denkt; das wird es auch noch geben, aber wird zumindest in den mir näher bekannten Unternehmen so weder gelebt noch akzeptiert. Nicht aus Menschenfreindlichkeit, sondern weil a) mit derartigen Führungskräften nicht das Optimum erreicht wird bei den Mitarbeitern und b) sich keiner einen schlechten Ruf bei den potenziellen Arbeitnehmern einhandeln will. Du scheinst mir allerdings sehr bossy, um ehrlich zu sein. Das heißt, du musst dich entweder stark weiterentwickeln oder dir eine andere Nische suchen (oder du bist ganz anders im RL als hier).

    Edit: habe schon verstanden, dass du möglichst ohne MA-Führung Karriere machen möchtest, halte das aber eher für unrealistisch. Erstens gibt's nicht so viele solcher Stellen, zweitens kommst du mir dazu zu ehrgeizig vor, richtig nach oben kommt man nun mal i.d.R. über Führungsverantwortung.

    Die Frauen-Thematik finde ich persönlich übrigens nicht zielführend; meiner Erfahrung nach hat man ggf. eine andere, aber nicht unbedingt weniger zielführende Art, wenn man "weiblicher" agiert. Ich bin z. B. eher nicht so die Rampensau und lächle sicher für manche zu viel, aber ich setze mich anders durch, nämlich mit Konsens und freundlicher Überzeugungskraft. Das funktioniert hervorragend, weil ich generell meinen Mitmenschen gegenüber positiv eingestellt bin und zudem recht empathisch. Sicher auch abhängig vom Umfeld, ob das erfolgversprechend ist, meins ist eher modern.

    Viel Erfolg,
    C.
    Geändert von Convallaria (13.11.2018 um 20:21 Uhr)


  10. Registriert seit
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von Verzweifelt456 Beitrag anzeigen
    Ja, das sehe ich auch so.
    Die Definition von Authentizität sagt mehr über Kenzia aus als über authentusvhe Menschen. ;)
    Das ist jetzt ein klassische Reaktion, finde ich, symptomatisch dafür, wie du aus meiner Sicht Informationen aufnimmst und sofort für dich verdrehst und bewertest.

    Kenzia schildert ihre Meinung - die ich übrigens auch schon erlebt habe. So, wie unangenehme Aufgaben in meinem beruflichen Umfeld so dynamisch-gern als "spannend" bezeichnet werden, ist authentisch bei uns tatsächlich auch gern gemeint für jemanden, der ungefiltert alles rauslässt, was ihm im Kopf rumschwirrt. Weiß nicht, ob das vielleicht regional unterschiedlich ist?

    Chaos argumentiert sachlich dagegen. Soweit alles fein. Unterschiedliche Sichtweisen können ja bereichernd sein. Gerade diese Thematik, Aggression mit Durchsetzungsfähigkeit zu verwechseln, ist mir persönlich aus jungen Jahren nicht ganz fremd. Deshalb finde ich diesen Austausch wirklich bereichernd.

    Und was machst du, TE, aus diesem sachlichen Schlagabtausch? Du witterst einen Verbündeten, der dich stützen könnte, in Chaos (der nach meiner Einschätzung etwas ganz anderes vermittelt hat), und fühlst dich gestärkt, kenzia anzugreifen und sofort vermeintlich gestützt zu beißen.

    Es ist eine oft lebenslange Lernaufgabe, bei sich zu bleiben, sich selbst ehrlich zu reflektieren - unabhängig von Alter oder Berufserfahrung. Deine Aufgabe ist m. E. nicht primär Karriere zu machen. Deine Aufgabe ist, dich selbst zu finden und Ruhe in dein Leben zu bringen, weg vom ständigen Konkurrenzdenken mit dir selbst.

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