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  1. Registriert seit
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Vielleicht suchst du dir im ersten Schritt eine fachliche Führungsposition und arbeitest in der Zeit, in der du diese erreichst und ausfüllst, an den menschlichen Kompetenzen, die eine gute Führungskraft ausmachen. Hier im Strang fällt jedenfalls auf, dass du relativ schnell genervt bist und dann patzig wirst. Das ist für den Umgang mit Menschen immer schwierig. Dass du gerne Entscheidungen triffst, ist sicher eine gute Sache, wird von unten nach oben blickend aber auch gerne überschätzt, solange man keine Entscheidungen treffen muss, die eine Gruppe von Menschen betreffen, die unterschiedliche Interessen haben.

    Solltest du feststellen, dass das Führen von Menschen nicht zu deinen Stärken gehört (was ich vermute) dann lass es lieber und konzentriere dich auf deine fachlichen Kompetenzen, da gibts auch Aufstiegsmöglichkeiten.
    Danke. Das klingt passend für mich. Das mit dem schnell genervt stimmt leider. Daher arbeite ich auch am liebsten allein. Bin dann am produktivsten.

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Du kommst hier so wenig wie die typische Frau im Berufsleben rüber, ich würde an deiner Stelle an anderen Baustellen arbeiten als an zuviel Weiblichkeit, die am Aufstieg hindert. Ich vermute mal, du bekommst eher Probleme, weil deine Reaktionen nicht zu dem passen, was man normalerweise von einer Frau erwartet.
    Wie meinst du den letzten Satz?


  2. Registriert seit
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von Verzweifelt456 Beitrag anzeigen
    Hat jemand einen Buchtipp für Frauen, die im Berufsleben hoch hinaus wollen?
    Sheryl Sandberg - Lean In.
    Jessica Bennett - Feminist Fight Club


  3. Registriert seit
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von Verzweifelt456 Beitrag anzeigen
    Tatsächlich wäre mir eine leitende Position mit wenig Menschen lieb. Bzw. ein Team, das ich allein zusammenstellen kann. Ich arbeite am liebsten komplett allein. Mein Beruf erlaubt es mir zum Glück. Leitende Position muss nicht zwingend viel Teamarbeit bedeuten. Mal sehen.
    Aus meiner Sicht sind das keine guten Voraussetzungen für eine Führungsposition. Führung ist nicht zwingend Teamarbeit, aber Führung bedeutet Arbeit mit Menschen. Man muss Interesse an seinen Mitarbeitern haben (und nicht nur so tun). Entscheidungen treffen ist nicht besonders schwer. Entscheidungen so zu vermitteln, dass die Mitarbeiter sich damit identifizieren können und die Entscheidungen dann auch mittragen umsetzen, ist die eigentliche Kunst. Ich habe festgestellt, dass ich einen großen Teil meiner Zeit damit verbringen, mit Menschen zu reden. Und das ist anteilig immer mehr geworden, je mehr Personalverantwortung ich bekommen habe.

    Deine Stärken scheinen eher im Fachlichen zu liegen.


  4. Registriert seit
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Dass du gerne Entscheidungen triffst, ist sicher eine gute Sache, wird von unten nach oben blickend aber auch gerne überschätzt, solange man keine Entscheidungen treffen muss, die eine Gruppe von Menschen betreffen, die unterschiedliche Interessen haben,
    Jou- sehr guter Gedanke, der sicher vielen erst kommt, wenn sie in dieser Position angekommen sind.


    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Du kommst hier so wenig wie die typische Frau im Berufsleben rüber, ich würde an deiner Stelle an anderen Baustellen arbeiten als an zuviel Weiblichkeit, die am Aufstieg hindert. Ich vermute mal, du bekommst eher Probleme, weil deine Reaktionen nicht zu dem passen, was man normalerweise von einer Frau erwartet.
    Es fehlt Ausgewogenheit, denn den Gegenüber verbal angreifen, betrifft "Männlichkeit" und DAS kann die TE ja offenbar recht gut
    Von dem einen zuviel, von dem anderen zuwenig - beides ist wichtig und gehört zusammen.


  5. Registriert seit
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Authentisch ist immer noch positiv besetzt..
    genau DAS ist ja das Thema- dass man unter dem Deckmantel von "ich bin ja authentisch" seinen Ärger ungefiltert raushaut.
    Dahinter kann man sich wunderbar verstecken und jegliche Verantwortung für das eigene Verhalten abgeben.....wunderbaaaaaaaaar im Miteinander.....
    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Authentische Menschen sind immer noch die, die sich jederzeit so verhalten, wie sie sind...und einfach ohne Maske rumlaufen..
    das habe ich nicht abgestritten - ob es dem Miteinander dient, ist mehr als fraglich (und hat die TE nicht danach gefragt, wie sie mit diesem Mann besser klarkommt?)
    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Du meinst direkte Menschen, die Klartext sagen, statt es zu versüßen....
    Ich rede von einem Verhalten, welches ohne Reflektion, stattfindet und dabei weder den Gegenüber im Blick behält noch sich selbst.
    Wenn du ein Verhalten, welches ein Miteinander fördert, als "versüßen" bezeichnen möchtest, kannst du das gerne machen. Es ist eine sehr passende Beschreibung, denn wir greifen auch lieber zu Süßem als zu Bitterem.

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Missbrauchen kann man die Begriffe nur durch falsche Definition, wie Du sie machst..
    Ich glaube, du hast überhaupt nicht verstanden, was ich meine.

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Du empfindest Direktheit nur als Rücksichtslosigkeit, die aber nur Sichtweisen zeigt, die Dir persönlich nicht gefallen..
    Nun- zeig mir DEN, dem dieses "authentische Verhalten" gefällt (außer dem, der es gerade raus lässt!).

    Ich könnte jetzt ausführlich beschreiben, was alles in "authentischem Verhalten" drin steckt, aber das würde den Rahmen sprengen.
    Es reicht schon, wenn man sich die Frage stellt "was möchte ich mit meinem Verhalten erreichen?" und dann schaut, wie sehr das möglich ist, wenn ich meinen Ärger, Frust, etc unkontrolliert heraus lasse.

    Ich hatte es so verstanden, dass die TE ein besseres Miteinander mit dem Kollegen möchte- sie wird ja sehen, wie produktiv und effektiv dieses "authentische Verhalten" ist.
    Geändert von kenzia (07.11.2018 um 11:49 Uhr)


  6. Registriert seit
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Versuch weg von ihm zukommen. Glaube der wird dir nie etwas positives bringen.

  7. Avatar von Tirili
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von Verzweifelt456 Beitrag anzeigen
    Tatsächlich wäre mir eine leitende Position mit wenig Menschen lieb. Bzw. ein Team, das ich allein zusammenstellen kann. Ich arbeite am liebsten komplett allein. Mein Beruf erlaubt es mir zum Glück. Leitende Position muss nicht zwingend viel Teamarbeit bedeuten. Mal sehen.
    Eine leitende Position bedeutet sicher nicht, allein in seinem Elfenbeinturm über den Untergebenen zu thronen. Du wirst dich mit anderen Führungskräften auseinandersetzen müssen und bist für deine Mitarbeiter der Ansprechpartner für wichtige Entscheidungen. Führen und keinen Bock auf Menschen haben passt nicht zusammen. Als Führungskraft musst du dich in deine unterschiedlichen Mitarbeiter einfühlen können, jeder braucht eine andere Art von "Führung". Du wirst auch mal Konflikte lösen müssen, schlichten, zuhören, wertschätzen, steuern, motivieren.

    Schnell genervt sein ist da nicht angesagt.


  8. Registriert seit
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von Verzweifelt456 Beitrag anzeigen
    Stimmt, von einem Thread kannst du gut abschätzen, wie ich bin und wie ich mich entwickeln kann oder nicht.
    Herrlich.


    Chaos, ja.

    Tatsächlich wäre mir eine leitende Position mit wenig Menschen lieb. Bzw. ein Team, das ich allein zusammenstellen kann. Ich arbeite am liebsten komplett allein. Mein Beruf erlaubt es mir zum Glück. Leitende Position muss nicht zwingend viel Teamarbeit bedeuten. Mal sehen.
    Puh... du erinnerst mich sehr an eine Ex-Kollegin von mir. Sie war auch eine zielstrebige Dame, die über Leichen ging... niemand mag sie bis heute. Wieso? Weil sie "von hinten" agiert, kein Gefühl für Menschen hat, null Empathie. Super Zeugnisse, toller Abschluss - und leider fehlen Basiskompetenzen, damit man überhaupt mit ihr zsuammen arbeiten kann. Sie hat (noch) Glück, denn der Chef mag sie, aber wer weiß, wie sie in Zukunft klarkommen wird.

    Ich möchte hier nicht mega persönlich rüberkommen, denn tatsächlich kenne ich dich nicht, ich habe nur einen Eindruck: jedoch so, wie du dich liest, würde ich dich ungern als Teamlead haben. Ich bin einige Jahre älter als du, auch mit gutem Abschluss, guter Berufserfahrung, habe auch einen (für mich) schönen Job. Bin kein Teamlead, will es auch gar nicht sein - ich führte aber einige Jahre ein "Unternehmen", wo ich 4 Leute leiten musste.

    Was ich gelernt habe ist:
    - nett zu sein - deine patzige, für mich unschöne Art ist vielleicht authentisch, aber wirkt sicherlich eher unsympathisch (sofern du live tatsächlich auch so sprichst, wie du hier schreibst)
    - empathisch zu sein - lernen, dass jeder anders reagiert, anders fühlt, andere Stärken hat. Und diese Stärken sind super, diese muss man schätzen können.
    - loslassen können - für mich das schwerste. Dinge, die im Eisenhower-Prinzip als unwichtig und nicht dringend zu listen sind, sollte man einfach loslassen können. Dinge, die einen stören aber nicht signifikant sind (wie zB das Singen). Dies hilft auch bei dem Ungang mit Stress.
    - ein gutes Gefühl den Menschen geben zu können - das ist das, worauf ich am meisten stolz bin. Egal, ob Job, Beziehungen, Freundschaften - es ist super anwendbar. Dass die Menschen sich merklich wohlfühlen mit mir, dies offen sagen, zeigen, und dadurch sich motiviert fühlen. Wie geht das? Zuhören, offen sein. Aufmerksam leben. Akzeptieren, wie Menschen ticken, auch wenn es total fremd vorkommt. Wenn sich Menschen akzeptiert fühlen, angenommen fühlen, werden sie locker. Das ist natürlich ein Prozess, kommt nicht von heute auf morgen.

    Ich möchte hier nicht so mega negativ vorkommen :), du bist noch jung und voller Dynamik und möchtest voll eifrig das Leben erleben - das ist ja toll! Das ist deine Stärke, die sicher tolle positive Aspekte hat. Paare diese mit den den menschlichen Aspekten. Überlege, wie deine Zwischenmenschlichen Beziehungen aussehen. Wenn du einen Kollegen auf dem Flur siehst, kannst du etwa einschätzen, wie es ihm geht? Frag mal, wie war dein WE? Es sind Banalitäten, klar - aber der Ton macht die Musik.

    Ich wünsche dir, dass du den Job deiner Träume findest, und eines Tages ein netter Teamlead wirst - sofern dies dein Wunsch auch bleibt. (Denn ich habe das Empfinden, dass du gerne als Einsamer Wolf agierst - wie wäre es, ein eigenes Unternehmen alleine zu führen?)


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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von louise8 Beitrag anzeigen
    , du bist noch jung und voller Dynamik und möchtest voll eifrig das Leben erleben - das ist ja toll! Das ist deine Stärke, die sicher tolle positive Aspekte hat.
    Nur- das sich jung auf Dauer erledigt, wie auch "voller Dynamik"......und wenn sich nur daraus die Stärken ergebeben- siehts aber für die Zukunft düster aus

  10. Avatar von Lakotia
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    AW: Kollege als Schaumschläger

    Zitat Zitat von Verzweifelt456 Beitrag anzeigen
    Nur weil man authentisch ist, muss man in einer Sackgasse bleiben? Schon mal was von Weiterentwicklung gehört?
    Hast du noch etwas hilfreiches beizutragen?

    Ergänzung: mir geht es primär um ein Buch, das zeigt, wie Frau am besten mit der unterschiedlichen Behandlung in der Arbeitswelt umgeht bzw. Was die fallstricke sind.
    Im Moment bist du (noch!) nicht authentisch. Eher klingst du egozentrisch und noch ziemlich verschult.

    Aber ich drücke dir die Daumen. Du hast nämlich absolut damit Recht, dass du das als Berufsstarterin auch garnicht sein musst.

    Du nennst es eher souverän? Seien wir doch mal realistisch: du bist in einen neuen Abschnitt eingetreten, neue Regeln, neue Anforderungen und dann das Eindringen eines Kollegen in deine Sphäre.

    Was heißt authentisch wirklich in deiner neuen Umgebung? Mit dieser Position stellst du dir doch selber ein Bein. Sinnvoll: wie entwickle ich mich authentisch in meiner neuen Situation. Diese Reflektion ist doch ein guter Schritt.

    Neben dem Beitrag 51 von Kenzia, den ich mir auch nochmal gleich abgespeichert habe, empfehle ich regelmäßige Lektüre zu dem Thema Frauenfallen.

    Das ist ein Thema, welches du durchaus erstmal von der einfachen Verhaltensseite anfangen kannst. Übung macht die Meisterin... Und dann über positiven Erfolg dich, den von Kenzia genannten Punkten vielleicht besser öffnen kannst.

    Ich bin immer noch wieder positiv überrascht, wenn ich diese Balance hinkriegen - 1. wie gut es mir dann geht und 2. wie gut meine Ideen dann auch ankommen.

    Und ich werde auch mal " rückfällig". Daran zu merken welcher Energieverlust bei mir dann sofort entsteht.

    Rom wurde nicht an einem Tag gebaut. Gib dir die Zeit und gib dir die Chance mit den hier, im Strang aufgezeigten Fehlern konstruktiv umzugehen.
    Geändert von Lakotia (10.11.2018 um 05:34 Uhr) Grund: Absätze

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