Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
Wie Ila schon schreibt, kannst du ja mal über Selbstständigkeit nachdenken. Nicht sofort, aber irgendwann in ein paar Jahren? Deine Selbstbeschreibung klingt, als ob das für dich geeigneter wäre, denn noch schlimmer als nervende Kollegen sind für Typen wie dich “nervende“ Chefs. Selbstständigkeit ist allerdings nicht in allen Berufsfeldern möglich.
Nervende, viel schlimmer sind inkompetente Chefs... ja, ich schrieb doch schon, dass ich Freiberuflichkeit anpeile, was auch möglich ist.

Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
Hi,

ich würde empfehlen, dich mit dem Unterschied zwischen "Boss" und "Leader" vertraut zu machen. Als Berufsanfänger hat man häufig das Boss-Bild im Kopf, wenn man an Führungsverantwortung/Karriere denkt; das wird es auch noch geben, aber wird zumindest in den mir näher bekannten Unternehmen so weder gelebt noch akzeptiert. Nicht aus Menschenfreindlichkeit, sondern weil a) mit derartigen Führungskräften nicht das Optimum erreicht wird bei den Mitarbeitern und b) sich keiner einen schlechten Ruf bei den potenziellen Arbeitnehmern einhandeln will. Du scheinst mir allerdings sehr bossy, um ehrlich zu sein. Das heißt, du musst dich entweder stark weiterentwickeln oder dir eine andere Nische suchen (oder du bist ganz anders im RL als hier).

Edit: habe schon verstanden, dass du möglichst ohne MA-Führung Karriere machen möchtest, halte das aber eher für unrealistisch. Erstens gibt's nicht so viele solcher Stellen, zweitens kommst du mir dazu zu ehrgeizig vor, richtig nach oben kommt man nun mal i.d.R. über Führungsverantwortung.

Die Frauen-Thematik finde ich persönlich übrigens nicht zielführend; meiner Erfahrung nach hat man ggf. eine andere, aber nicht unbedingt weniger zielführende Art, wenn man "weiblicher" agiert. Ich bin z. B. eher nicht so die Rampensau und lächle sicher für manche zu viel, aber ich setze mich anders durch, nämlich mit Konsens und freundlicher Überzeugungskraft. Das funktioniert hervorragend, weil ich generell meinen Mitmenschen gegenüber positiv eingestellt bin und zudem recht empathisch. Sicher auch abhängig vom Umfeld, ob das erfolgversprechend ist, meins ist eher modern.

Viel Erfolg,
C.
Danke für deinen Beitrag.
Ich kann mich selbst nicht genau einschätzen, ob Boss oder leader.


Zitat Zitat von Marga3 Beitrag anzeigen
Das ist jetzt ein klassische Reaktion, finde ich, symptomatisch dafür, wie du aus meiner Sicht Informationen aufnimmst und sofort für dich verdrehst und bewertest.

Kenzia schildert ihre Meinung - die ich übrigens auch schon erlebt habe. So, wie unangenehme Aufgaben in meinem beruflichen Umfeld so dynamisch-gern als "spannend" bezeichnet werden, ist authentisch bei uns tatsächlich auch gern gemeint für jemanden, der ungefiltert alles rauslässt, was ihm im Kopf rumschwirrt. Weiß nicht, ob das vielleicht regional unterschiedlich ist?

Chaos argumentiert sachlich dagegen. Soweit alles fein. Unterschiedliche Sichtweisen können ja bereichernd sein. Gerade diese Thematik, Aggression mit Durchsetzungsfähigkeit zu verwechseln, ist mir persönlich aus jungen Jahren nicht ganz fremd. Deshalb finde ich diesen Austausch wirklich bereichernd.

Und was machst du, TE, aus diesem sachlichen Schlagabtausch? Du witterst einen Verbündeten, der dich stützen könnte, in Chaos (der nach meiner Einschätzung etwas ganz anderes vermittelt hat), und fühlst dich gestärkt, kenzia anzugreifen und sofort vermeintlich gestützt zu beißen.

Es ist eine oft lebenslange Lernaufgabe, bei sich zu bleiben, sich selbst ehrlich zu reflektieren - unabhängig von Alter oder Berufserfahrung. Deine Aufgabe ist m. E. nicht primär Karriere zu machen. Deine Aufgabe ist, dich selbst zu finden und Ruhe in dein Leben zu bringen, weg vom ständigen Konkurrenzdenken mit dir selbst.
Ich weiß nicht, wieso du davon ausgehst, ich sähe in Chaos einen Verbündeten?!
Reflektion - ja, sicherlich. Und ein Arbeitsumfeld, das mich entspannt menschlich und fachlich fordert. Das ist mein Ziel.