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  1. Registriert seit
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    AW: Einstellungsuntersuchungen dieser Art legitim?

    Meine Sicht der Dinge entspricht auch den im Netz gefundenen Informationen:

    Aus Datenschutzgründen sind Einstellungsuntersuchungen erlaubt, wenn diese erforderlich sind, um Pflichten aus dem Arbeitsschutz zu erfüllen.

    Eine Einstellungsuntersuchung kann auch eine Verpflichtung des Arbeitgebers sein.

    Das ist grundsätzlich der Fall, wenn die Ausübung einer Tätigkeit mit der Sicherheit und Gesundheit anderer Personen in Verbindung steht. Wenn also gesundheitliche Probleme, die während der Tätigkeit auftreten, andere Personen gefährden könnten (Beispiel Busfahrer/in).

    Gesundheitsbezogene Fragen, die mit der Tätigkeit und dem Mitarbeiter selbst zu tun haben, müssen in aller Regel im bestimmtem Umfang wahrheitsgemäß beantwortet werden, aber keine Fragen zur Schwangerschaft.

    Nachfragen zur Gesundheit und gesundheitliche Untersuchungen, die nicht im Zusammenhang mit der Stelle stehen, können abgelehnt werden. Auch Nachforschungen zur Gesundheitssituation in der Familie des Bewerbers sind nicht zulässig!

    Hier bitte mal den Datenschutzbeauftragten der Firma und den Betriebsrat befragen, ggf. direkt beim Gesundheitsamt anrufen ob der Fragebogen den geltenden Gesetzen entspricht.

    Wesentlich ist eben die Tätigkeit, die auszuüben ist. Letztlich geht es vermutlich darum, um bei einer doch verantwortungsvollen Aufgabe die richtige Person einzusetzen. Zum Schutz der Klienten, des Arbeitnehmers und des Arbeitgebers.

    Wie ist das Ganze Prozedere dann ausgegangen?
    Geändert von Kassandra25 (05.10.2018 um 17:39 Uhr)


  2. Registriert seit
    21.04.2014
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    AW: Einstellungsuntersuchungen dieser Art legitim?

    Ich weiß, dass bei weiblichen Mitarbeitern in unserer Produktion grundsätzlich ein Schwangerschaftstest ( Urin und Blut) gemacht wird. Darüber werden sie auch im Vorfeld informiert.

    Der Arbeitgeber wird nicht informiert, sie bekommen allerdings eine Bescheinigung, wenn eine Schwangerschaft festgestellt wurde, es wird ihnen eindrücklich nahegelegt, sofort einen Gyn aufzusuchen und ein Attest beim Arbeitgeber vorzulegen.

    In diesen Fällen gibt es dann ein sofortiges Beschäftigungsverbot. Hat mit den verwendeten Stoffen in der Produktion zu tun.

    Die Frauen sind dadurch aber nicht schlechter gestellt- die Untersuchung findet stets kurz nach Aufnahme der Beschäftigung statt, sobald sie ein Attest vorlegen greift der ganz normale Kündigungsschutz.

    Für den Arbeitgeber ist es halt etwas ärgerlich, wenn eine neue Mitarbeiterin nach ein paar Tagen bei vollen Bezügen zu Hause bleibt:)
    Aber so ist das Gesetz- und das kam in den 5 Jahren, in denen ich jetzt da bin, zweimal vor.

    Beide Male war es der Kollegin etwas peinlich- aber soo genau kriegt man die Planung halt nicht immer hin....

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