+ Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 17

  1. Registriert seit
    01.05.2018
    Beiträge
    50

    Abwertende Kritik von Kollegin und im Allgemeinen - wie gehe ich mit der Situation um

    Liebe BriCom,

    Ich habe ein Problem mit einer Kollegin, das auch generell einen wunden Punkt bei mir berührt. Ich mach es gleich etwas ausführlicher in der Hoffnung, weniger missverstanden zu werden. Ich lese hier nämlich schon länger mit und hab schon mitbekommen, dass das schnell passiert.

    Ich bin als Assistenz der GL in einem Unternehmen tätig, das an den ÖD angelehnt ist. Zusammen mit einem Kollegen habe ich ein Projekt übernommen, in das wir uns gerade einarbeiten. Vorher hat es ein ausgeschiedener Mitarbeiter betreut, Übergabe gabs nicht, vieles ist noch unklar. Das setzt mich schon ein bisschen unter Druck, aber wir wurschteln wir uns so durch. Mit dem Kollegen verstehe ich mich ganz gut. Er ist ca. 20 Jahre jünger als ich, ich bin Ü50, er ist mir von der Hierarchie überlegen, ohne dass das (für dieses Projekt und auch sonst) groß eine Rolle spielen würde. Das Projekt wird bereichsübergreifend implementiert und erfordert die Zusammenarbeit einiger Abteilungen.

    Im Unternehmen gibts eine Abteilungsleiterin, die als sehr Fach kompetent und loyal zum Unternehmen, aber auch als sehr schwierig erlebt wird, generell von allen. Sie streitet sich mit ihren Mitarbeitern, auch vor Dritten, auch vor Externen. Sie streitet auch mit Kollegen und ist sehr unnachsichtig, wenn sie Fehler zu entdecken glaubt, wird dann auch sehr abwertend. Ist auch hintenrum und „verpetzt“ andere AL bei der GL, um selbst gut dazustehen. Ich dachte mir schon so manches mal, dass sie in der freien Wirtschaft keine Chance hätte, im ÖD nahen Bereich lebt man anscheinend damit. Die neue GL (hat gerade gewechselt) weiss um ihre Schwierigkeit, aber auch um ihre Kompetenz und hat ihr Verhalten bei der AL auch schon angesprochen. Mir ist klar, dass die AL so ist, weil sie selber große Defizite hat, das Wissen macht den Umgang mit ihr nicht leichter. Bisher habe ich sie „weiträumig umfahren“, ihr aber auch schon Kontra gegeben, wenn’s mir zu blöd wurde. Man muss dann aber aufpassen, mit ihr wird schnell ein „bitch fight“ draus.

    Neulich gabs ein Meeting zu meinem Projekt, bei dem sie mich noch vor Beginn indirekt und unvermittelt heftig angegriffen hat und ich habe leider unsouverän reagiert. Sie warf mir vor, daran schuld zu sein, dass sie auf ein Dokument nicht zugreifen konnte, zu dem ich einen Link verschickt hatte mit der Bitte, sich vor dem Meeting damit auseinander zu setzen. Mein Kollege und ich waren zuerst ganz verdattert, weil wir beide durchaus Zugriff hatten und uns automatisch fragten, warum sie vorher nichts gesagt hat, dann hätte man es prüfen können. Was mich von Anfang an extrem erbost hat war, dass sie ihre Anschuldigungen indirekt aggressiv rübergebracht hat und mit meinem Kollegen geredet hat „derjenige, der das verschickt hat, hätte ja wohl mal...“ „das hätte man ja wohl von dem erwarten können, das ist ja das Mindeste“ obwohl ich daneben stand. Ich weiß, dass sie meinen Kollegen automatisch für kompetenter hält, weil er hierarchisch höher steht, obwohl der vom Projekt nicht mehr und nicht weniger Ahnung hat als ich. Ich hab auch gleich sehr scharf gesagt, dass sie mich ansprechen soll, wenn sie was von mir will und es ging noch einige Zeit hin und her. An den genauen Wortlaut erinnere ich mich nicht mehr, ich war richtig wütend. Dann kamen schon andere Kollegen und sagten, dass sie sehr wohl Zugriff hätten und dann verlief das im Sande, weil wir ja konstruktiv mit dem Meeting weitermachen wollten.

    Sie macht sowas immer, wenn sie sich selber schlecht fühlt. Im konkreten Fall war es eben so, dass sie sich erst 5 Minuten vor dem Meeting mit den Unterlagen beschäftigen wollte, und dabei festgestellt hat, dass sie nicht zugreifen kann. Es war ihr natürlich peinlich, dass jetzt alle anderen merken konnten dass sie sich nicht vorbereitet hatte, also geht sie ins Meeting und mault als erstes mich an - bzw. indirekt aggressiv kriegt es mein Kollege gesagt. Sowas ist typisch für sie.

    Mir geht es jetzt um zwei Dinge. Zum einen frage ich mich, wie ich jetzt reagieren soll. Ich würde eigentlich gerne zur Kollegin hingehen und ihr klipp und klar sagen dass ich nicht toleriere, dass sie mich auf diese Art und Weise abwertend kritisiert und sie sich das für die Zukunft merken soll. Ich frage mich, wie ich das am besten mache. Wenn ich nur daran denke, werde ich wütend und dann bin ich nicht so souverän, wie ich möchte. Sie wird ihr Fehlverhalten mir gegenüber sicher nicht einsehen, schon weil sie hierarchisch über mir steht (sie ist Abteilungsleiterin, ich nicht). Ich werde sicherlich keine Entschuldigung einfordern, wie sollte ich das auch durchsetzen? Aber ich möchte nicht mehr, dass sie so abwertend mit mir spricht. Wie mache ich das am besten? Ich weiß jetzt schon dass sie mich auf die Palme bringt, ehrlich gesagt, nervt sie mich durch ihr ganzes Verhalten schon genug.

    Und damit sind wir beim zweiten, nicht weniger wichtigen Punkt: ich frage mich wie es kommt, dass mich jemand so auf die Palme bringen kann, weil er mich abwertend kritisiert und wie ich es schaffe, das nicht an mich ranzulassen.
    In dem Fall war es ungerechtfertigt, aber mich würde das genauso ärgern, wenn es gerechtfertigt wäre. Das begleitet mich eigentlich schon mein gesamtes berufliches Leben. Ich kann einfach nicht damit gut umgehen, wenn ich abwertend kritisiert werde ich sehe dann richtig rot. Ich weiß, dass meine Mutter, zu der ich aber eigentlich ein sonst ganz gutes Verhältnis habe, mich immer abwertend kritisiert hat „dafür bist du anscheinend auch zu blöd“, sowas in der Art. Über die Jahre habe ich auch gelernt, zu erkennen, dass das die Ursache ist und mit respektvoll geäußerter Kritik besser umzugehen, nur wenn sie so abwertend kommt, werde ich selber unsouverän und das ärgert mich dann noch mehr. Liebe BriCom, was mache ich da?

    Mich würden eure Meinungen zu beiden Punkten interessieren.


  2. Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    6.467

    AW: Abwertende Kritik von Kollegin und im Allgemeinen - wie gehe ich mit der Situatio

    Zitat Zitat von Tumbleweed_ Beitrag anzeigen

    Ich würde eigentlich gerne zur Kollegin hingehen und ihr klipp und klar sagen dass ich nicht toleriere, dass sie mich auf diese Art und Weise abwertend kritisiert und sie sich das für die Zukunft merken soll. Ich frage mich, wie ich das am besten mache.

    Genauso. Du machst einen offiziellen Gesprächstermin mit ihr aus. Du sagst bereits im Vorfeld bei der Terminanfrage, dass du mit ihr über ihr Verhalten vor dem Meeting sprechen möchtest. Deinen (euren?) Oberchef bittest du gleich hinzu. Auch ihm sagst du bzw. dessen Sekretärin, worum es geht. Alles ganz transparent und offiziell
    Wenn der Oberboss keine Zeit/Lust/Ahnung hat, dann machst du ein Gesprächsprotokoll und lässt es ihm zukommen.

    Sie wird sich winden, weigern, bocken usw. - egal. sogar sch.egal.
    Du ziehst dieses Gespräch durch und sagst ihr klipp und klar das es so nicht geht.
    Wenn du wütend bist macht das nichts - das verleiht dir die Kraft und den Mut, den du brauchst.

    Ich denke, sie wird zuerst empört zurückschießen, dann relativieren "nicht so gemeint", "falsch angekommen", dann wird sie zurückrudern und künftig dir gegenüber vorsichtig sein.
    Der Trick ist, du musst dich auf die Beine stellen und Stärke demonstrieren. Daher auch Chef dazu bitten. Nicht kuschen, nicht einknicken, nicht Angst haben.


    Und damit sind wir beim zweiten, nicht weniger wichtigen Punkt: ich frage mich wie es kommt, dass mich jemand so auf die Palme bringen kann, weil er mich abwertend kritisiert und wie ich es schaffe, das nicht an mich ranzulassen.
    .... Ich weiß, dass meine Mutter, ....

    Ja, das ist das Mama-Programm, das da abläuft. Gut erkannt. Gefahr gebannt.

    Wenn das mit der Zimtzicke geklappt hat - was spricht dagegen der Mama auch mal die Kur zu verpassen?
    Vielleicht etwas liebevoller, aber nur etwas


    Mich würden eure Meinungen zu beiden Punkten interessieren.
    viel Erfolg - die können das nur, solange du dich fürchtest. Mach mal große Oper! Schlag sie mit ihren eigenen Waffen.


  3. Registriert seit
    08.08.2016
    Beiträge
    1.780

    AW: Abwertende Kritik von Kollegin und im Allgemeinen - wie gehe ich mit der Situatio

    Ich hatte das selbst mal. Auf abwertendste Art und Weise vor anderen Kollegen. Wss Du machen kannst, ist sehr schwierig. Bei mir habe ich mich durchgesetzt. Ich wurde sogar in einer Sitzung runtergeputzt. Die Chefin hatte mir nicht mal zugehört.
    Also ich bin zum Betriebsrat gegangen und habe diesen in eine Sitzung mitgenommen. Seitdem herrscht Rzhe


  4. Registriert seit
    10.05.2018
    Beiträge
    170

    AW: Abwertende Kritik von Kollegin und im Allgemeinen - wie gehe ich mit der Situatio

    So wie du die AL beschreibst, ist sie jemand, die automatisch einen Schuldigen sucht und findet. Allein der Satz
    „derjenige, der das verschickt hat, hätte ja wohl mal...“ „das hätte man ja wohl von dem erwarten können, das ist ja das Mindeste“
    sagt das schon aus. Meiner Meinung nach hat sie dich nicht persönlich angegriffen, sondern ihren Frust über ihre Unfäigkeit/Nichtmöglichkeit das Dokument zu öffnen, kundgetan.

    Ein Gespräch mit ihr würde ich nicht suchen, denn mit einer solchen Person bringt das nichts und wird dich wahrscheinlich mehr aufregen als es im Endeffekt wert ist. Eine Gespräch mit dem Vorgesetzen fände ich besser wenn du regelmässig mit ihr zu tun hast. Das hast du aber nicht, so wie ich das verstanden habe.

    Mit abwertender Kritik kann man umgehen, wenn man sich immer wieder klar macht, dass es nicht persönlich ist. Das war schon bei deiner Mutter so. Wer seinem Kind so was sagt, lässt seinen Frust raus und ärgert sich über die eigene Unfähigkeit, an die man erinnert wird.


  5. Registriert seit
    01.05.2018
    Beiträge
    50

    AW: Abwertende Kritik von Kollegin und im Allgemeinen - wie gehe ich mit der Situatio

    Erstmal danke für eure schnellen Antworten.

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    viel Erfolg - die können das nur, solange du dich fürchtest. Mach mal große Oper! Schlag sie mit ihren eigenen Waffen.
    Ich fürchte mich nicht wirklich vor ihr, ich finde Menschen eher unsouverän bis peinlich, die sie so aufführen und so möchte ich auch nicht gesehen werden. Große Oper ist nicht das, was ich will. Da bleibe nur Verlierer, finde ich. Ich will ihr aber klar machen, dass ich nicht zu denjenigen gehöre, die sich ihre Keiferei gefallen lassen.

    Zitat Zitat von Schweinebacke Beitrag anzeigen
    Ich hatte das selbst mal. Auf abwertendste Art und Weise vor anderen Kollegen. Wss Du machen kannst, ist sehr schwierig. Bei mir habe ich mich durchgesetzt. Ich wurde sogar in einer Sitzung runtergeputzt. Die Chefin hatte mir nicht mal zugehört.
    Also ich bin zum Betriebsrat gegangen und habe diesen in eine Sitzung mitgenommen. Seitdem herrscht Rzhe
    BR ist bei uns keine wirklich gute Alternative, es heißt bei uns, willst du eine Nachricht zuverlässig und schnell im Betrieb verteilen, erzähl es dem Betriebsrat.

    Zitat Zitat von eclipse218 Beitrag anzeigen
    So wie du die AL beschreibst, ist sie jemand, die automatisch einen Schuldigen sucht und findet. Allein der Satz
    sagt das schon aus. Meiner Meinung nach hat sie dich nicht persönlich angegriffen, sondern ihren Frust über ihre Unfäigkeit/Nichtmöglichkeit das Dokument zu öffnen, kundgetan.
    Sie hatte Frust, aber eher deswegen, weil es für sie peinlich war, dass bemerkt wurde, dass sie sich nicht vorbereitet hatte. Normalerweise hätte ja jeder Bescheid gesagt, wenn der Zugriff nicht klappt, ging aber bei ihr nicht, weil viel zu spät. Sie hat mich persönlich angegriffen, weil sie sagte, wie ausgesprochen unfähig derjenige sei (dabei immer auf mich schielend) der einen Link verschickt, ohne geprüft zu haben, ob er funktioniert. Das empfinde ich als einen persönlichen Angriff, noch dazu sehr abwertend.

    Ein Gespräch mit ihr würde ich nicht suchen, denn mit einer solchen Person bringt das nichts und wird dich wahrscheinlich mehr aufregen als es im Endeffekt wert ist. Eine Gespräch mit dem Vorgesetzen fände ich besser wenn du regelmässig mit ihr zu tun hast. Das hast du aber nicht, so wie ich das verstanden habe.
    Das habe ich mich eben auch schon gefragt. Sie ist auch Ü50 und hat ihr Verhalten bisher nicht geändert, obwohl sie schon öfter gehört hat, dass es nicht gut ankommt. Was mach ich denn dann, wenn sie mich das nächste mal vor anderen so abwertend angreift? Wenn ich mit ihr alleine bin, kann ich sagen, dass ich mir das nicht anhören werde, solange sie so abwertend ist und gehen werde, wenn sie nicht aufhört. Das hab ich schon früher mal mit anderen gemacht und das funktioniert gut, weil ich dann souverän bleiben kann.

    Mit abwertender Kritik kann man umgehen, wenn man sich immer wieder klar macht, dass es nicht persönlich ist. Das war schon bei deiner Mutter so. Wer seinem Kind so was sagt, lässt seinen Frust raus und ärgert sich über die eigene Unfähigkeit, an die man erinnert wird.
    Verstehe ich nicht ganz. Bei meiner Mutter war es Ärger über was anderes, gekoppelt mit Unverständnis für die Belange eines Kindes und der Tatsache, dass man als Kind gewisse Dinge lernen muss und die nicht von alleine zufliegen. Also kam ein blöder abwertender Spruch. Bei meiner Kollegin ist es der Ärger darüber, dass sie selber blöd dasteht. Das wurde mir hinterher klar, als ich die Situation analysiert hab. Aber was mach ich in genau der Situation, wenn ich das noch nicht analysiert hab sondern von jetzt auf gleich einer keifenden unsachlichen Kollegin gegenüber stehe? Ich will nicht zurück keifen. Ich könnte, wenn ich wollte (hab genug Übung in jungen Jahren erworben);wäre hinterher aber enttäuscht von mir, weil ich im Beruf, ich muss den Begriff nochmal strapazieren, souverän wirken will, das ist meiner Meinung nach ein legitimer Wunsch.

  6. Avatar von Horus
    Registriert seit
    08.04.2005
    Beiträge
    44.062

    AW: Abwertende Kritik von Kollegin und im Allgemeinen - wie gehe ich mit der Situatio

    Na, du hast eigentlich ziemlich souverän reagiert, finde ich.

    Ich will ihr aber klar machen, dass ich nicht zu denjenigen gehöre, die sich ihre Keiferei gefallen lassen.
    Hast du doch. Du hast in der aktuellen Situation, als sie zu deinem Kollegen in deinem Beisein abwertend über dich gesprochen hat, deutlich gesagt, sie solle mit dir direkt reden, wenn sie etwas zu sagen habe, was dich betrifft. Das war schon eine sehr deutliche Message.
    Gut, das anschliessende Hin und Her war vielleicht nicht der Gipfel der Souveränität, aber auch keine Katastrophe (es sei denn, du hättest sie dumme Kuh genannt oder zu schreien angefangen). Verkneif dir das nächste Mal einen Wortwerchsel, nach dem du deine Erstreaktion angebracht hast und gut. Einfach reden lassen, lächeln und "aha" sagen.

    Und spätestens als die anderen Kollegen darauf hinwiesen, dass sich der Link problemlos öffnen liess, war dem Hintersten und Letzten klar, wo das wirkliche Problem lag. Sie hat sich vor allen anderen Lächerlich gemacht. Das wissen alle - auch sie selbst wird das gemerkt haben (wegen des Hinweises, dass der Link ok war).

    Mehr braucht es gar nicht mehr. Ich würde nicht nachhaken, kein Gespräch suchen. Es ist die Sache nicht wert.

    Was mach ich denn dann, wenn sie mich das nächste mal vor anderen so abwertend angreift? Wenn ich mit ihr alleine bin, kann ich sagen, dass ich mir das nicht anhören werde, solange sie so abwertend ist und gehen werde, wenn sie nicht aufhört.
    Das kannst du ruhig auch vor anderen tun. Wirkt umso besser, glaub mir. (Eigene Erfahrung, hab ich auch schon gemacht)

    Ausserdem, und das ist das Wichtigste: vertrau darauf, dass deine Kollegen a) ganz genau wissen, wie die Frau tickt und wie ihre Aussagen zu werten sind (die sind ja nicht blöd, die Kollegen); und b) ebenso genau wissen, wie kompetent du bist und dass Fehler in der Regel nicht bei dir liegen (haben sie bewiesen mit ihrer Aussage, dass der Link ok sei)

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  7. Avatar von Mitternachtsblau
    Registriert seit
    15.09.2012
    Beiträge
    10.518

    AW: Abwertende Kritik von Kollegin und im Allgemeinen - wie gehe ich mit der Situatio

    Tumbleweed, ich habe die Erfahrung gemacht, dass man alles sagen kann, was man will - gern auch vor Publikum - solange man es nur sehr freundlich tut.

    Also, es kann zu verblüffenden Ergebnissen führen, wenn du ihr sowas sagst wie "Diese Art der Ansprache ist meiner Ansicht nach denkbar unprofessionell" und dabei einen Ton und eine Mimik benutzt, als würdest du ihr soeben zum Geburtstag gratulieren.

    Andere Variante, wenn beispielsweise ein Meeting dich an einem Gespräch hindert: sie anschauen und ganz offensichtlich das, was sie sagt, mitschreiben.

    Mit beidem rechnet dein Gegenüber nicht und kann nicht einordnen, wo das hinführt. Es gibt Menschen, die dann deutlich zurückhaltender werden. Ob das bei deinem Exemplar klappt, hängt von ihrer Dickfelligkeit ab, aber da du damit nicht viel falsch machen kannst, könntest du es zumindest ausprobieren.

    Wenn du gefragt wirst, wozu du ihre Formulierungen aufschreibst (gern mit der Nachfrage "XYZ habe ich jetzt so richtig verstanden?" und ihre Worte wiederholen), kannst du jederzeit sagen "Ich muss/möchte das an anderer Stelle nochmal thematisieren". Und das auch bitte mit ergreifender Freundlichkeit.

    Wäre das eventuell eine für dich anwendbare Taktik?


  8. Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    6.467

    AW: Abwertende Kritik von Kollegin und im Allgemeinen - wie gehe ich mit der Situatio

    Zitat Zitat von Tumbleweed_ Beitrag anzeigen
    Große Oper ist nicht das, was ich will. Da bleibe nur Verlierer, finde ich. Ich will ihr aber klar machen, dass ich nicht zu denjenigen gehöre, die sich ihre Keiferei gefallen lassen.

    Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

    Wenn du ihr das begreiflich machen willst, dass du nicht ihr Opfer bist - dann musst du das in einer Art und Weise tun, die sie kapiert.
    Sie wird zu den Menschen gehören, die Höflichkeit, Wohlwollen, Zurückhaltung als Schwäche interpretieren
    Du bist kein Typ für große Oper, das ist mir schon klar - sonst wärst du nämlich gar nicht in so eine Situation gekommen.
    Wenn Sie dich Ernst nehmen würde, hätte sie dich nicht coram publico behandelt. Sie hätte sich nicht getraut, dich so zu behandeln. Sie geht zur Zeit zu Recht davon aus, dass du dir sowas gefallen lässt.

    Da hat sie einen Instinkt dafür, bei wem in der Firma sowas geht und bei wem nicht.
    Daher meine ich, du solltest dich künftig anders verhalten. Dich wehren. Das heißt ja nicht ordinär rumzukeifen. Das schon gar nicht. Sondern klar zu machen, dass du stark bist.

    Und natürlich kannst du ihr das auch in Anwesenheit anderer verklickern. Sollst du sogar.
    Wieso denn nicht?

    Meiner Lebenserfahrung nach reagieren solche Dominanz-Typen eigentlich immer mit Rückzug, wenn man das ganz mal klar und offiziell zum Thema macht.


  9. Registriert seit
    08.07.2018
    Beiträge
    40

    AW: Abwertende Kritik von Kollegin und im Allgemeinen - wie gehe ich mit der Situatio

    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen
    Tumbleweed, ich habe die Erfahrung gemacht, dass man alles sagen kann, was man will - gern auch vor Publikum - solange man es nur sehr freundlich tut.

    Also, es kann zu verblüffenden Ergebnissen führen, wenn du ihr sowas sagst wie "Diese Art der Ansprache ist meiner Ansicht nach denkbar unprofessionell" und dabei einen Ton und eine Mimik benutzt, als würdest du ihr soeben zum Geburtstag gratulieren.
    Warum sollte sie sich derart verstellen und übertrieben freundlich reagieren, wenn sie sich über das Verhalten der Kollegin sehr ärgert?


  10. Registriert seit
    14.08.2006
    Beiträge
    4.648

    AW: Abwertende Kritik von Kollegin und im Allgemeinen - wie gehe ich mit der Situatio

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Ich würde nicht nachhaken, kein Gespräch suchen.
    Dem schließe ich mich an. Du hast Deine Sache gut gemacht. Das ist völlig ausreichend.

    Und lass alte Geschichten, was Deine Mutter früher falsch gemacht hat, außen vor, damit schwächst Du Dich nur und es gehört nicht in diesen Kontext.

+ Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •