Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 12
  1. User Info Menu

    Die "Nett-Falle" : Sage ich es der Kollegin oder nicht?

    Hallo,

    ich bin gerade in einer Situation, wo ich nicht weiß, was ich tun soll.
    Ich möchte eine Kollegin vor einer üblen Situation/en bewahren, aber werde mich damit auch selbst ins Aus schießen.

    Beschreibung zur Situation:
    Ich bin seit 1,5 Jahren als externe Mitarbeiterin in einem Projekteinsatz in einem Unternehmen.
    Zum Glück sagte ich heute, endet der Projekteinsatz in einigen Wochen.
    In dem Geschäftsbereich, in dem ich eingesetzt bin, gibt es ein „Sekretärinnen-Clübchen“ (festangestellte Mitarbeiterinnen), in dem ich mich, wohl oder übel, auch integrieren musste.
    Meine Aufgabe in diesem Projekt war die Mitarbeit in einem Vorstandssekretariat. Die Vorstandsassistentin ist die oberste Instanz in dem Clübchen.

    Die allgemeine Atmosphäre in diesem Unternehmen beschreibe ich als sehr dynamisch und ellenbogenlastig und Gerüchte und Gequatsche und Getratsche sind an der obersten Tagesordnung.
    Die Mitglieder des Sekretärinnen-Clübchens sind am Anfang sehr nett, später stellt sich aber raus, dass dies nur eine „Nett-Falle“ ist, um etwas über die Person zu Erfahren.
    Natürlich bin ich auch in diese Falle getappt, kann aber damit leben, weil ich wusste, dass mein Einsatz hier nur zeitlich befristet ist.

    In diesem Clübchen gibt es eine Außenseiterin, eine sehr nette Kollegin, die anders ist als die Clübchen-Damen.
    Diese Kollegin wurde inoffiziell aus dem Clübchen ausgeschlossen, weil sie sich diversen Dingen nicht mehr unterordnen wollte aus Selbstschutz.
    Seitdem bekommt sie nicht mehr viel an allgemeiner Information mit, von einer Kollegin fühlt sie sich ignoriert, mit der Vorstandsassistentin hat sich das Verhältnis zu 180 Grad gedreht…und das ist eigentlich das Schlimmste, was einem in diesem Clübchen passieren kann…

    Während eines „Clübchen-Meetings“ wurde vor Allen nicht nett über diese Kollegin gesprochen, ehrlich gesagt sehr abfällig.
    Die nette Kollegin dachte auch, dass sie mit einer andere Kollegin aus dem Clübchen, die bislang auf mich den Eindruck gemacht hat, dass sie eher neutral sei, auf einer vertraulichen Ebene ist, wurde da aber kürzlich auch leider eines besseren belehrt 
    Ich habe z.B. mitbekommen, wie die „Clübchen-Kollegin“, über die die nette Kollegin bislang den Eindruck hatte, dass sie ein gutes Verhältnis hatten, sich bei einer sehr hohen Führungskraft über die Kollegin negativ geäußert hat.

    Nun hat die nette Kollegin gekündigt und hat eine längere Kündigungsfrist.
    Mir hatte die Kollegin das viel früher erzählt und mich um meine Diskretion gebeten.
    Der „neutralen“ Kollegin hat sie das auch vor der offiziellen Kündigung erzählt und dort dachte sie, dass auch diese diskret ist, aber war wohl nicht so.

    Ich mag diese Kollegin wirklich und ich möchte sie die letzten Monate nicht ins offene Messer laufen lassen, dass sie den falschen Personen vertrauliche und private Dinge erzählt, damit die sich über sie „das Maul“ zerreißen, und überlege, ob ich ihr die
    Dinge sage und die Namen nenne, damit sie weiß, wem sie die nächsten vier Monate am besten nichts mehr anvertraut in dieser Schlangengrube.
    Für mich könnte das auch zukünftig Konsequenzen bedeuten (keine zukünftige Buchung für Projekte in diesem Unternehmen, schlechtes Gerede über mich, negative Auskunft bei Referenzanfragen etc.), trotz dass ich in wenigen Wochen nicht mehr dort im Einsatz bin...aber trotzdem….

    Was würdet ihr machen?

  2. User Info Menu

    AW: Die "Nett-Falle" : Sage ich es der Kollegin oder nicht?

    Warum "muss" die Kollegin denn vertrauliche und private Dinge am Arbeitsplatz erzählen? Damit es Stoff zum Tratschen gibt? Und auch bei dir kann es als Lästern aufgefasst werden, wenn du ihr sagst, dass du Kollegin X und Kollegin Y nicht trauen kannst. Ja, wie du sagst, damit kannst du DICH ins Aus schießen.

    Es liegt nämlich auch in der Verantwortung deiner Kollegin, wem sie was erzählt. Jeder vernünftige Mensch ist vorsichtig und erzählt allzu private Sachen nicht am Arbeitsplatz. Eigentlich müsste das deine Kollegin doch wissen?

  3. Inaktiver User

    AW: Die "Nett-Falle" : Sage ich es der Kollegin oder nicht?

    Also, ich würde etwas erstaunt reagieren, wenn mir eine externe Kollegin Ratschläge bezüglich des Umgangs mit den anderen Kolleginnen geben würde.
    Die Frau ist erwachsen, wenn sie privates Zeug erzählt, muss sie damit rechnen, dass falsche Schlangen das ausnutzen. Da müsste sie sich einfach etwas professioneller verhalten, aber es ist nicht an dir, ihr dahingehend Ratschläge zu erteilen.

  4. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Die "Nett-Falle" : Sage ich es der Kollegin oder nicht?

    oooch! wunderbar, geht mich nix an, ich liebe das. Sag doch der Netten, dass sie vorsichtig sein soll, dass du den Eindruck hättest, man könne in dem Laden NIEMANDEM wirklich trauen, Vorsicht sei - so dein Eindruck - auf alle Fälle angebracht und im Zweifelsfall nun mal einfach sicherer. Dass man das Einzelnen nicht einmal unbedingt anlasten könne, weil in der Mafia erst mal jeder auf sich selbst schauen müsse.
    Glaubst du wirklich, die Nette würde den Club der Teufelinnen mit deiner Aussage konfrontieren? Du kannst sie ja auch um Diskretion bitten.

  5. Moderation

    User Info Menu

    AW: Die "Nett-Falle" : Sage ich es der Kollegin oder nicht?

    Mit Spekulationen, Tratsch und Urteilen sollte man sehr vorsichtig sein. Es kommt generell nicht gut an. Und da die nette Kollegin ja auch Sachen rumerzählt, die nicht jeder wissen muß, kannst du nicht davon ausgehen, daß das, was du ihr sagst, nicht an die interessierten Parteien weitergeleitet wird. Alles, was du zu ihr sagst, sollte also neutral sein. Es klingt vielleicht nicht mehr neutral, wenn es einmal die Runde gemacht hat, aber es ist vielleicht nicht spannend genug, um die Runde zu machen.

    Möglichkeit 1 ist (offensichtlich), die Klappe zu halten.

    Möglichkeit 2 wäre, falls es der Wahrheit enspricht, zu sagen, "Ich habe in der Kaffeeküche gehört, daß du gekündigt hast. Wolltest du das so weit verbreitet haben? Ich hatte den Eindruck, eher nicht..."

    Dann kann sie sich entweder fragen, wem sie das noch erzählt hat und daß sie das in Zukunft vielleicht nicht mehr machen sollte, oder ihr ist nicht zu helfen.

    Du kannst sie aber, wenn sie dir mal wieder irgendwas erzählt, womit sie sich in Teufels Küche bringen kann, sie darauf hinweisen, daß ihre Selbstentblößung problematisch sein kann.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Inaktiver User

    AW: Die "Nett-Falle" : Sage ich es der Kollegin oder nicht?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Mit Spekulationen, Tratsch und Urteilen sollte man sehr vorsichtig sein. Es kommt generell nicht gut an. Und da die nette Kollegin ja auch Sachen rumerzählt, die nicht jeder wissen muß, kannst du nicht davon ausgehen, daß das, was du ihr sagst, nicht an die interessierten Parteien weitergeleitet wird.
    Eben.

  7. Inaktiver User

    AW: Die "Nett-Falle" : Sage ich es der Kollegin oder nicht?

    Ich bin bei ila- du musst keine Namen nennen und kannst einfach nur sagen "sei einfach vorsichtig".
    Gerade WEIL du von außen bist, kannst du manches eher erkennen.....das ist nicht seltsam sondern stimmig.

    Sollten Nachfragen kommen, wäre ich so offen, dass ich Sorge um meinen eigenen Job hätte und wir gerne dann miteinander reden können, wenn keiner mehr dort arbeitet

  8. Inaktiver User

    AW: Die "Nett-Falle" : Sage ich es der Kollegin oder nicht?

    Vorsichtig sein, sehe ich nun nicht als Tratsch an sondern als weitergegebene Lebenserfahrung.

    ich muss sagen, dass ich so ein Mitdenken sehr schön finde und wenn mir jemand zu mehr Schutz verhilft (weil ich womöglich noch zu naiv bin), dann wäre ich sehr froh.

  9. Inaktiver User

    AW: Die "Nett-Falle" : Sage ich es der Kollegin oder nicht?

    Ich bin eher der "Raushalter", ich tratsche nicht weiter, wenn ich nach Tratsch gefragt werde, bin ich sehr erstaunt und überrascht, mit Sätzen "Bist Du sicher? Das kann ich mir gar nicht vorstellen" komme ich gut aus solchen Dingen raus....

    Maximal würde ich im o.g. Fall der Kollegin mit der Kündigung stecken, daß ihre Kündigung schon die Runde gemacht hat. Aber auch das nur bedingt....Du bist ne Externe, kannst Dich doch extern halten....

  10. User Info Menu

    AW: Die "Nett-Falle" : Sage ich es der Kollegin oder nicht?

    Ich würde auch einfach sagen "sei vorsichtig" wenn sie dann noch genaueres wissen möchte, einfach noch einmal sagen, daß sie vorsichtig sein soll.

    Wenn ich Namen nenne und herum erzähle, was so alles erzählt wird, dann bin ich nicht besser als die Klatschtanten.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •