Ein kleines Update: ca 1 Woche nach meinem letzten Posting hatte ich die Möglichkeit, ganz kurzfristig und eigentlich ungeplant bei einer Psychiaterin vorzusprechen (normalerweise hat sie 9 Monate Wartezeit). Der erklärte ich, was in meinem Job los ist (wie ichs oben auch getan habe) und ich momentan eigentlich nur noch lebe,weil mich meine Frau psychisch noch "hoch hält". Hätte ich sie nicht,würde ich wohl schon an irgendeinem Ast baumeln. Das verstand die Psychiaterin auch und fand es gut,daß ich die Auswanderung quasi als "Perspektive" vor Augen habe. Sie empfahl mir einen Tapetenwechsel, wenns irgendwie machbar sei. Erstmal soll ich den Kopf frei kriegen (O-Ton: "Vielleicht mal wegfahren,um mal was anderes zu sehen als die eigenen 4 Wände!") und mir perspektivisch natürlich einen anderen Job suchen. Sie hat mich dann mit der Diagnose mittelschwere Depression und posttraumatische Belastungsstörung erstmal 4 Wochen krank und verpasste mir einen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (weiß nicht,ob ich den Namen des Medikamentes hier schreiben darf).
Die Wirkung des Medikamentes in Zusammenhang mit meinen üblichen Antidepressiva war überschaubar, aber ich merkte schon,daß mir der Abstand zur Firma durchaus gut tat. Allerdings gabs irgendwie auch kurzfristige Rückschläge,da ich natürlich von befreundeten Kollegen regelmäßig die aktuellen News aus der Firma berichtet bekam. Ich pendelte dann gemütsmäßig ständig zwischen "Gottseidank bin ich momentan nicht dort!" und "Oh Mist, bald muss ich wieder hin!" hin und her. Und natürlich verstärkte sich das "Bald muss ich wieder zur Arbeit!"-Gefühl immer weiter, je näher ich dem Ende meiner Krankschreibung kam. Gottseidank wurde ich dann nochmal für 3,5 Wochen krankgeschrieben, aber ich denke, daß ich kommende Woche die Krankschreibung nochmal verlängern werde.
Wie ist der aktuelle Stand: Inzwischen gehts mir besser, was aber wohl in allererster Linie dem Umstand zu verdanken ist,daß das Grauen ein Ende haben wird: Ich habe zum 1.5.18 einen neuen Job gefunden und hoffe, mich bis dahin noch krankschreiben lassen zu können. Momentan plane ich daher, die bisherige Firma nur noch 1x zu betreten: wenn ich meine Kündigung einreiche und meinen Schreibtisch leer mache. Eigentlich habe ich keine Lust, die meisten Leute dort nochmal zu sehen, aber andererseits möchte ich auch ihre Gesichter sehen, wenn ich kündige. Ich vermute,die werden genauso froh sein, mich loszuwerden, wie ich es andersrum auch bin.
Aktuell plane ich, im April noch einen Urlaub bei meiner Frau in den USA einzulegen. Einerseits aufgrund der Empfehlung der Psychiaterin, andererseits aber auch, weil ich ja danach erstmal 6 Monate keinen Urlaub kriege,wenn ich den neuen Job angefangen habe.
Die Sache mit der Auswanderung hat sich momentan noch weit in die Zukunft verzögert, was in erster Linie der involvierten Einwanderungsanwältin zuzuschreiben ist. Mit wenigen Worten zusammengefasst: fachlich untauglich, langsam und faul, aber gutaussehend. Und letzteres ist ein Punkt, an dem der Chef meiner Frau sehr verwundbar ist. Will sagen: Wenn eine hübscher Frau mit den Wimpern klimpert, würde er selbst einen Mord gestehen :-O
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18.03.2018, 02:38Inaktiver User
AW: Immer der Depp, wenn ich helfen will
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19.03.2018, 10:29Inaktiver User
AW: Immer der Depp, wenn ich helfen will
Vorsicht, böse Falle! Krankgeschrieben darfst Du nicht ins Ausland fahren, sonst streicht man Dir das Krankengeld......
Den Absatz mit dem Chef Deiner Frau und der Anwältin verstehe ich nicht.....


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