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  1. User Info Menu

    AW: Job aushalten - Aber wie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Okay, und wozu dann dieser Strang, in dem es ja nur um zwei Monate geht?
    Darum, dass es mir gerade aus irgendwelchen Gründen extrem schwer fällt. Und ich damit nicht umgehen kann.
    Du brauchst dich nicht mit mir beschäftigen, wenn du es nicht magst.

  2. gesperrt

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    AW: Job aushalten - Aber wie?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Wäre ich Arbeitgeber, wäre mir der Bewerber am liebsten, der am schlechtesten mit dem Geld umgehen kann. So einer macht dann fast alles für wenig Geld.
    ... und steht jeden Tag auf der Matte und jammert dir die Ohren voll, von wegen, wenn er nicht gleich sofort einen Vorschuss kriegt, ist er bis morgen verhungert und kann nicht arbeiten... nein Ebayfan, so einen willst du nicht. definitiv nicht.

    gruss, barbara

  3. gesperrt

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    AW: Job aushalten - Aber wie?

    Zitat Zitat von BunterMensch Beitrag anzeigen
    Doch, ich glaube tatsächlich mittlerweile daran, dass man das bekommt, woran man glaubt und wofür man kämpft.
    langfristig, ja.

    Mache ich einen Job für ein Ziel, das außerhalb des Jobs liegt, klappt das eben nicht.
    man begegnet sich immer zwei Mal.

    An einem Ort, der einem grundsätzlich wurst ist, einen guten Eindruck zu hinterlassen, ist immer gut.

    Andererseits, an einem Ort, der einem grundsätzlich wurst ist, einen schlechten Eindruck zu hinterlassen, kann als unangenehmer Bumerang zu einem zurück kehren.

    Find ich n schrägen Vergleich. Niemand ist heute gezwungen, eine Familie zu gründen.
    Es geht nicht um den Zwang; Es geht darum, dass man, wenn man einmal drin ist, die Sache durchziehen muss, auch wenn das ganz anders ist, man es sich vorher vorstellte. Im Vergleich dazu ist eigentlich jeder Job ein Klacks.

    gruss, barbara

  4. Inaktiver User

    AW: Job aushalten - Aber wie?

    Zitat Zitat von BunterMensch Beitrag anzeigen
    Darum, dass es mir gerade aus irgendwelchen Gründen extrem schwer fällt. Und ich damit nicht umgehen kann.
    Du brauchst dich nicht mit mir beschäftigen, wenn du es nicht magst.
    Ich hab das nicht pampig gemeint. Ich wollte dir einfach die Diskrepanz zwischen deinem Selbstbild und dem Fremdbild, das zu hier zeigst, aufzeigen. Wenn du sagst "aushalten/durchhalten kann ich" kann man auch einfach sagen: ja, dann mal los.

    Noch was zum Thema Arbeitnehmer und Schulden:
    Ein idealer Arbeitnehmer verfügt nicht über Schulden, sondern über intrinische Motivation. Eine extrinsische Motivation, beispielsweise der Wunsch, seine Schulden baldmöglichst zu tilgen, ist nicht das, was man als AG sucht, jedenfalls nicht in qualifizierten Berufen. Da sucht man (nicht nur aus Sicherheitsgründen) eher die, die mit Bedürfnisaufschub klar kommen und die, die gut durchhalten können, wenns mal eng wird, denn das kommt ja immer mal vor. Davon abgesehen sagen Schulden nichts darüber aus, in wieweit jemand motiviert ist, sie loszuwerden.

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    AW: Job aushalten - Aber wie?

    Zitat Zitat von BunterMensch Beitrag anzeigen
    Doch, darauf möchte ich doch hinaus. Ich glaube daran, dass ich mir mein Leben so einrichten kann, dass ich um Dinge herum komme, die mir nicht gefallen.
    In dieser Absolutheit verneine ich das.
    Jeder, auch der Traumjob, wird Aspekte haben ,die dir weniger gefallen.
    Und auch beim Traumjob wird sich noch eine Seite finden, jenseits derer das Gras noch grüner ist.
    Man kann es auch zusammenfassen unter "Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen".

    Ich möchte gern Dinge meiden, die ich nicht mag.
    Wollen kannst du das.
    Wird aber nicht funktionieren.
    Ist auch gut so. Wer nur tut, was er mag, wird nie etwas dazulernen.

    Ganz ehrlich: Wer jahrelang etwas tut, was ihm nicht gefällt, der macht was falsch.
    Für manche Dinge muss man aber Jahre investieren, um sie zu erreichen.

    So ein Quatsch. Ich kann auch arbeitslos sein und sterbe davon nicht. Das ist ja das Gute an unserem Staat. Da wird niemand zurückgelassen (naja, unter der Voraussetzung, dass man sich zeigen will)
    Nein, sterben wirst du davon nicht.
    Aber wenn du nicht aufpasst, wirst du langzeitarbeitslos und der Weg von dort zurück in eine Beschäftigung kann schwierig bis aussichtslos werden. Nur wenige schaffen es, auch dann noch glücklich und zufrieden zu sein.

    Zitat Zitat von BunterMensch Beitrag anzeigen
    Oder: wie stehe ich zu Arbeitslosigkeit? Ich war erst länger arbeitslos und muss sagen, dass ich das große Theater, wie schlimm das doch sei (wart erstmal ab, wenn es mehr als 3 Monate sind...) nicht erlebt habe. Ganz im Gegenteil: Ich fand's großartig so viel Zeit zu haben und sie nur mit Dingen füllen zu können, die ich möchte...
    Wenn man einen Job in der Tasche hat und nur die Wartezeit bis zum Start des neuen Jobs überbrückt, super.
    Anderenfalls würde ich mich in so einer Situation nicht allzusehr entspannen.
    Arbeitgeber stellen gerne Leute ein ,die noch im Job sind, und nicht welche, die es nicht mehr sind.
    Der Effekt wird umso stärker, je länger die Arbeitslosigkeit dauert.

    Zitat Zitat von BunterMensch Beitrag anzeigen
    Ich find ganz prinzipiell, dass es eigentlich keinen Grund geben sollte, etwas durchstehen zu müssen.
    Es gibt vieles, das nicht sollte, und vieles, das trotzdem ist.

    Es zeigt nur, dass man Angst hat. Dass man sich selbst nicht vertraut.
    Also ist es nur Angst und fehlendes Vertrauen in dich, dass du diesen ungeliebten Job jetzt machst?

    Dass Leute sagen, "man muss auch mal was zu Ende führen, was man nicht mag", verstehe ich nicht. Warum soll man das tun? Welchen Nutzen hat das?
    Weil das - empirisch belegbar - eine Fähigkeit ist, die Voraussetzung für Erfolg ist: aufgeschobene Belohnung.
    Lies hier nach: Marshmellow-Test


    Zitat Zitat von BunterMensch Beitrag anzeigen
    Ich habe studiert, zwei Abschlüsse. Also durchhalten kann ich.
    Du kannst ein Studium durchhalten.
    Das ist nur eine von vielen spezifischen Ausprägungen von Durchhalten.

    Zitat Zitat von BunterMensch Beitrag anzeigen
    Wenn ich Gitarre lernen WILL, sollte ich das in Kauf nehmen. Logo. Hier ist aber das Tun und das Ziel direkt miteinander verbunden, ich habe die Gitarre in der Hand und leide etwas, merke aber, dass ich es peu a peu besser kann. Auch beim Krafttraining ist das so.

    Mache ich einen Job für ein Ziel, das außerhalb des Jobs liegt, klappt das eben nicht.
    Wenn du deine Ausbildung machen willst und bis dahin Geld brauchst, ist das Ausüben des jetztigen Jobs direkt damit verbunden. Also solltest du doch kein Problem haben?

    Niemand ist heute gezwungen, eine Familie zu gründen. Und ich hoffe doch, dass das die meisten tun, weil sie das möchten. Dann ist das ja nichts, was „durchgestanden“ werden muss.
    Es gibt Dinge, die will man und trotzdem muss man sie durchstehen. Wie den Muskelkater beim Sport, wenn man fit sein will. So eben auch die durchwachten Nächte, wenn man Kinder haben will.

    Zitat Zitat von BunterMensch Beitrag anzeigen
    Du brauchst dich nicht mit mir beschäftigen, wenn du es nicht magst.
    Eine Antwort im gleichen Ton wäre jetzt: du brauchst nichts in ein Forum posten, wenn du deine Widersprüche nicht aufgezeigt haben möchtest ;-)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine extrinsische Motivation, beispielsweise der Wunsch, seine Schulden baldmöglichst zu tilgen, ist nicht das, was man als AG sucht, jedenfalls nicht in qualifizierten Berufen. Da sucht man (nicht nur aus Sicherheitsgründen) eher die, die mit Bedürfnisaufschub klar kommen und die, die gut durchhalten können, wenns mal eng wird, denn das kommt ja immer mal vor.
    Genau so.

  6. Inaktiver User

    AW: Job aushalten - Aber wie?

    Zitat Zitat von BunterMensch Beitrag anzeigen
    Find ich n schrägen Vergleich. Niemand ist heute gezwungen, eine Familie zu gründen. Und ich hoffe doch, dass das die meisten tun, weil sie das möchten. Dann ist das ja nichts, was „durchgestanden“ werden muss.
    *Gröl* Du hältst dein süßes Baby im Arm, aber in Wirklichkeit ist es ein Schreikind. Und wenn deine Kiddies in der Pubertät den Verstand komplett ablegen, kannst du sie nicht mehr zur Adoption freigeben.

  7. gesperrt

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    AW: Job aushalten - Aber wie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Noch was zum Thema Arbeitnehmer und Schulden:
    Ein idealer Arbeitnehmer verfügt nicht über Schulden, sondern über intrinische Motivation.
    idealerweise ja; aber viele Jobs sind in der Tat so öd, banal, monoton und/oder sinnfrei, dass es so gut wie unmöglich ist, intrinsische Motivation dafür aufzubringen und einen tatsächlich nur die Tatsache trösten kann, dass man immerhin Geld dafür kriegt.

    gruss, barbara

  8. Inaktiver User

    AW: Job aushalten - Aber wie?

    Wozu denn jetzt eigentlich dieser Strang, außer mit dem Zweck, ein paar Spießer aufzumischen? Du hast für Dich entschieden, dass Du keine Kompromisse eingehen willst, also musst Du wohl kündigen. Thema abgeschlossen.

  9. User Info Menu

    AW: Job aushalten - Aber wie?

    Zitat Zitat von BunterMensch Beitrag anzeigen
    Ja, damit hab ich echt Probleme. Irgendwie wollte ich immer - in jedem Praktikum und jedem Nebenjob - und auch in meinen richtigen Jobs später immer gern alles im Blick haben. Ich wollte an den großen Entscheidungen beteiligt sein. Ich habe mir immer vorgestellt, wie ich dann nach und nach in der Karriere-Leiter aufsteige (was auch immer das bedeutet, richtige Gedanken habe ich mir da nicht gemacht). Irgendwie hab ich das als kränkend empfunden, wenn ich nur Sachen machen durfte, die kein anderen machen wollte. Auch wenn das natürlich oft normal ist, wenn man anfängt.
    Ich habe gerade jemanden für zwei Monate eingestellt bei mir, weil bei uns aufgrund interner Umstellungen gerade Land unter ist, was sich aber ab Herbst wieder ändern wird glücklicherweise. Wir konnten die Tagesarbeit trotz Unmengen an Überstunden nicht mehr bewältigen, Von der Person die für zwei Monate bei uns ist möchte ich nicht, dass sie jetzt anfängt Prozesse zu ändern und alles immer im Blick hat, Sie soll ganz ehrlich tun was ich ihr sage und ganz klar, das sind die einfachen Arbeiten die viel Zeit brauchen aber schnell erklärt sind. Das sind halt oft auch die langweiligsten Sachen, das stimmt, Aber ich habe einfach keine Zeit jemanden der für zwei Monate da ist einzuführen in die komplizierteren Abläufe. Er bekommt gutes Geld für einen Job den er bis zu Semesterbeginn ausüben kann und hilft mir, das ist der Deal.

    Ab Herbst stellen wir dann jemanden fest ein und da wird die Einführung natürlich ganz anders sein, ich werde alles erklären von Anfang an, sie wird mit der Zeit natürlich mehr Aufgaben übernehmen und einige Dinge auch eigenverantwortlich machen. Aber die Person bleibt dann hoffentlich für mehrere Jahre bei uns, das ist einfach eine komplett andere Ausgangssituation als bei jemandem der für zwei Monate da ist. Unsere Aushilfe hat das aber kapiert, macht einen sehr guten Job (ich schätze ihren Einsatz den sie bei den täglichen langweiligen aber stressigen Routinearbeiten macht viel mehr als wenn sie jetzt anfangen würde im ganzen Stress noch umstrukturieren zu wollen).

  10. Inaktiver User

    AW: Job aushalten - Aber wie?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    idealerweise ja; aber viele Jobs sind in der Tat so öd, banal, monoton und/oder sinnfrei, dass es so gut wie unmöglich ist, intrinsische Motivation dafür aufzubringen und einen tatsächlich nur die Tatsache trösten kann, dass man immerhin Geld dafür kriegt.

    gruss, barbara
    Genau deshalb hatte ich explizit dazugeschrieben, dass sich meine Aussage auf qualifizierte Berufe bezieht.

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