Ich halte dies eigentlich nicht für mehr für ein wirkliches Problem der TE, sondern für einen soziologisch/psychologischen Versuchsaufbau mit dem Arbeitsthema "Nur Spass und Sinn im Leben, der Rest macht der Staat (ganz grosses Kino!!!), würde die Gesellschaft dies tolerieren und vor allem auch bezahlen?."
Vermutlich ist Ende Oktober Abgabetermin der Arbeit und läuft unter der Projektstudie: Bedingungsloses Grundeinkommen.
Ich scher dann mal aus dem Versuchsaufbau aus! Bunter Mensch, ich kauf's dir nicht mehr ab. Btw. du hast mir in Posting #76 ein Zitat untergeschoben, das nicht von mir ist.
Bae, Blue Velvet...ich wage mal die Behauptung, dass jeder noch so hochqualifizierte Job (auch meiner), Bereiche hat, bei denen man wahlweise öd, banal, monoton einsetzen kann, einfach weil man es schon 287mal gemacht hat.
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Thema: Job aushalten - Aber wie?
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09.08.2017, 22:37
AW: Job aushalten - Aber wie?
Geändert von krokus12 (09.08.2017 um 22:46 Uhr)
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10.08.2017, 06:46
AW: Job aushalten - Aber wie?
Wiederholung muss nicht unbedingt öde sein. Routine hat auch ihre tollen Seiten.
"sinnfrei" ist wirklich das Schlimme. Da stimme ich dem Bunten Menschen zu.
Ausserdem hängt's nicht unbedingt an der Qualifikation. Schönheitschirurgen sind extrem qualifiziert, mich würden keine zehn Pferde beruflich in so ein Ding bringen - auch nicht als Sekretärin oder ähnlich. Die Mentalität solcher Unternehmen widerstrebt mir. Die Aussicht, bei der Stadtreinigung Strassen zu wischen oder Abfalleimer zu leeren, wäre mir deutlich angenehmer.
aber zwei Monate lang sinnfrei... würde ich nach wie vor unter dem Motto "Augen zu und durch" hinter mich bringen.
gruss, barbara
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10.08.2017, 09:21
AW: Job aushalten - Aber wie?
Ich glaube, selbst ein Hausarzt empfindet seinen Job, obwohl hoch qualifiziert, beim 25. Rotznasenpatienten als öde. Dann denke ich mir: och, das könnte ich auch
( natürlich meine ich das nicht ernst)
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10.08.2017, 09:59Inaktiver User
AW: Job aushalten - Aber wie?
Da könntest du recht haben. Irgendwie stört mich schon die ganze Zeit etwas.
Sehe ich anders oder vielleicht besser gesagt, etwas differenzierter. Ich unterstütze sogar seit mehr als 20 Jahren einen Verein für Plastische Chirurgie, die Operationen in Ländern der dritten Welt durchführen, hauptsächlich bei Verbrennungsfolgen und Fehlbildungen. Natürlich, es gibt in den USA und auch hier Plastische Chirurgen, die in unseren Augen unnötige Operationen durchführen, aber was unnötig ist und was nicht, ist eben auch ein weites Feld. Jemand mit Dysmorphophobie leidet eben auch und man kann sie nicht zwingen, den Geist behandeln zu lassen. Die Grenzen sind eben fließend. Aber natürlich lasse ich dir deine Meinung, du hast ja nur gesagt, was für dich nicht in Frage käme. Da gibts ja einiges an Möglichkeiten. Freunde von uns arbeiten in der Zigarettenindustrie, die haben teilweise echte Probleme, Mitarbeiter zu bekommen, wo andere Branchen sich unter den Studienabgängern die besten aussuchen können. Die machen dann viel über Mitarbeiterkinder und über die Vergütung.
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10.08.2017, 10:35Inaktiver User
AW: Job aushalten - Aber wie?
Und meine Erfahrung sagt mir, dass das unerlässliche Voraussetzungen sind (glauben & kämpfen), dass man aber trotzdem nicht immer alles bekommt, was man möchte, bzw. nicht permanent (wichtigerFaktor).
Außer natürlich in Filmen (Kino), die enden meistens wenn alle glücklich und/oder tot sind bzw. sonstwie der Alltag einkehrt.
Nennt sich Durststrecke.
Weiterlatschen bis zum nächsten Wasserloch...
Dann wünsche ich dir, dass du von Herausforderungen verschont bleibst , du könntest überrascht werden.Doch, darauf möchte ich doch hinaus. Ich glaube daran, dass ich mir mein Leben so einrichten kann, dass ich um Dinge herum komme, die mir nicht gefallen. Schon, wenn ich das schreibe, bekomm ich ein schönes und freudiges Gefühl im Bauch. Ich möchte gern Dinge meiden, die ich nicht mag.
Dass ich jetzt noch Geld spare für die Ausbildung, ist gut. Ich hoffe doch aber sehr, dass ich mir einen Job, der mir so ein doofes Gefühl gibt wie dieser, nie wieder aussuchen werde. Und wenn doch: Dann gehe ich und suche neu.
Ganz ehrlich: Wer jahrelang etwas tut, was ihm nicht gefällt, der macht was falsch.
Es ist immer ein Abwägen und Frustrationstoleranz ist ein soft skill, der in der Arbeitswelt schlicht vorausgesetzt wird. Wer will schon jemanden beschäftigen, der so leidet wegen 2 Monaten arbeiten ohne Spaß?
Man sucht sich seinen Sinn ja selber. Hier: Zeit überbrücken und dabei Geld verdienen. Das könnte genug sein.
In 2 Monaten wirst du eben in keine besonderen Tätigkeiten eingearbeitet, Aareblitz hat es gut beschrieben.
Das hättest du dir eigentlich denken können...
Aha.So ein Quatsch. Ich kann auch arbeitslos sein und sterbe davon nicht. Das ist ja das Gute an unserem Staat. Da wird niemand zurückgelassen (naja, unter der Voraussetzung, dass man sich zeigen will)
Dann finanzieren die, die deiner Meinung nach "was falsch machen", u.U. auch noch dein Lebensmodell?Geändert von Inaktiver User (10.08.2017 um 11:21 Uhr) Grund: Tippfehler
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10.08.2017, 10:42
AW: Job aushalten - Aber wie?
Immer diese Binsenweisheiten. Ich wechsle im Herbst in eine ganz andere Branche. Ich halte es für mehr als unwahrscheinlich, die Pappnasen jemals wiederzusehen. Und das tut auch echt gut: Mir zu sagen, ich bin viel mehr als das. Es ist aufrichtiger, Menschen, von denen man nicht viel hält, auch kein Theater vorzuspielen.
Ich bin ja da und mach meine Arbeit. Mehr Einsatzbereitschaft habe ich aber tatsächlich nicht.
Aktuell fahr ich ganz gut damit, dort eine Art Rolle einzunehmen. Ich mach am Rechner meine Sachen, kümmere mich um die mir übertragenen Aufgaben und das war's. Wo ich vorher noch nachgefragt habe, mehr zu tun, gehe ich jetzt öfter mal raus. Kaffee holen, länger auf Klo.. lese was.
Da das aber tatsächlich nicht das ist, was ich mir unter einer Arbeit vorstelle, bleibt es dabei, dass ich mich merkwürdig fühle. So, als hätte man mich da nur zum Spaß hingesetzt, als würde man mir eh nicht zutrauen, etwas zu zu tun, was mehr Kopf bräuchte. Denn genau so ist das Umfeld: Es gibt die "wichtigen" Menschen, die "wirklich" arbeiten und für das Unternehmen etwas leisten. Und es gibt den Rest, der diesen Menschen den Weg freiräumt.
Dass das notwendig ist, versteh ich ja! Aber geht es nicht um den Umgang? Wenn man respektvoller miteinander wäre, würden die Menschen auch lieber dort arbeiten. So einfach ist das.
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10.08.2017, 10:43
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10.08.2017, 11:05
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10.08.2017, 11:05Inaktiver User
AW: Job aushalten - Aber wie?
Wie wär es denn mal, bei dir selbst anzufangen?Wenn man respektvoller miteinander wäre, würden die Menschen auch lieber dort arbeiten.
Ich finde dich extrem kritisch anderen gegenüber, und nahezu null selbstkritisch.
Und daher unterschätzst du andere, während du dich überschätzt. Eine ungute Kombination.
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10.08.2017, 11:06
AW: Job aushalten - Aber wie?
2 Doofe, ein Gedanke
Liebe Gruesse aus dem sonnigen Sueden
Youtas
Das Schönste an mir bin ich.


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