Hallo zusammen,
ich arbeite in meiner Firma seit 2 Jahren, bald sind es 3. Ich war zunächst befristet eingestellt, sollte eine andere Angestellte vertreten. Die Firma ist groß, die Abteilungen sind dann eher kleiner.
Als ich kam, war ich die jüngste, die Abteilung bestand inkl. Leitung ca. aus 5 Mitarbeitern. Die anderen haben schon sehr lange miteinander gearbeitet, teilweise über 15 Jahre. Alle per Du. Dennoch wurde ich gut aufgenommen, war auch schnell mit den anderen per Du und fühlte mich eigentlich wohl. Bis es dann mit der besagten Kollegin losging.
Eigentlich habe ich sie gemocht (mag sie persönlich immer noch), denn sie ist taff, witzig, redegewandt und selbstbewusst. Sie ist sehr viel älter als ich, ich könnte ihre Tochter sein (so wie auch von den anderen "alten" Kollegen, außer einem, aber auch der ist fast 20 Jahre älter). Sie war mir eigentlich sehr sympathisch. Das ist meine direkte Kollegin (noch ein weiterer und auch die Leitung selbst), denn unsere Abteilung ist nochmal in verschiedene Arbeitsbereiche untergliedert. Da die Person jedoch noch eine Außenstelle hat, habe ich sie sehr selten gesehen, nur an dem Tag, an dem Teamsitzung stattfindet.
Bald habe ich gemerkt, dass sie von der Leitung nichts hält. Er habe kein A... in der Hose, sie könne sich die Arbeitszeiten selbst einteilen wie sie will, er sei nicht gut als Leitung etc. kam... Sie versuchte auch, mich aufzustacheln, dass ich mich wehren soll usw (meine Leitung konnte sich am Anfang etwas schlecht in mich reinversetzen zwecks den Arbeitszeiten, denn ich hatte ein Kleinkind und war nicht so flexibel, aber es hat sich bald total gut eingependelt, so dass wir uns gegenseitig sehr gut entgegenkommen in dieser Hinsicht). Ich habe ihr damals erklärt, dass ich in der Probezeit bin und auch befristet, weswegen in bestimmt kein Interesse daran habe, mich mit der Leitung anzulegen (unnötig).
Die Kollegin rebelliert oft gegen die Leitung, oft ist sie unzufrieden mit etwas, will überall mitmischen und mitentscheiden und hat recht großen Einfluss, da sie Stress schiebt ohne Ende. Es folgten regelmäßige Ausraster in den Teamsitzungen, Motzen, Schreien, die Leitung angehen, sogar aufspringen und rausrennen aus dem Raum und mit Türen knallen und so weiter. Das ist nur das was ich selbst mitbekommen habe, meine Kolleginnen erzählten noch ganz andere Sachen. Sie kann sogar die Leitung auch mal anschreien, Gespräch abrupt beenden und nichts mehr reden. Ich fand das unangemessen und es hat mich runtergezogen. Denn sie griff auch mich an, natürlich immer schön öffentlich in den Teamsitzungen. Ich soll mehr beitragen, Fragen stellen (hatte ja keine, daher nicht gestellt), sie belehrte mich, wie ich mit Klienten umgehen soll und andere Sachen. Ich war total frustriert deshalb. Und dann machte ich den Fehler (es war halt relativ am Anfang und ich vertraute einem Kollegen, wusste aber damals nicht, dass sie ihn total in der Tasche hat (sie sagt selbst: er macht was sie will, ruft ihn manchmal an und gibt ihm Anweisungen, was er so machen soll) und hab ihm das anvertraut. Also dass mich das stört und mich auch runterzieht. Ich konnte nicht mit ihr persönlich reden, da ich mich damals aus meiner Position heraus einfach nicht getraut habe. Ich musste nur bisschen Dampf ablassen bei jemand, der das auch sieht und versteht. Scheinbar hat er ihr das gesagt, denn danach kamen diesbezüglich oft Sprüche, allerdings ohne mich direkt anzusprechen.
Diese Kollegin wollte unbedingt, dass ich einen langen Tag arbeite. Es sollte ein bestimmter Tag sein, den die Vorgängerin hatte. Ich konnte aber nicht an jedem Tag aufgrund der Betreuungsmöglichkeiten arbeiten und so kommunizierte ich es auch. Ich bot andere Tage an. Sie stellte sich stur und erklärte kurz und knapp, das würde nicht gehen, da sie da Yoga hat und ihre Arbeitszeiten nicht wechseln kann. Das wurde von der Leitung so akzeptiert und anch einigen Lösungsversuchen meinerseits haben wir uns ALS TEAM einfach darauf geeinigt, dass ich nur vormittags arbeite (19 h statt 20h, weil ich außerhalb meiner Arbeitszeit ab und zu Termine wahrnehmen muss und dann die Minusstunden schnell wieder einhole) und bei Bedarf einfach länger bleibe, das kann ich selbst abstimmen. Das war dann also okay. Ich arbeitete so über 2 Jahre lang und im Moment auch jetzt noch.
Unser Team vergrößerte sich sehr, aus 5 Personen wurden 14. Die Büros mussten wir teilen. Diese Kollegin will unbedingt ein Büro für sich alleine (obwohl sie am wenigsten da ist, lediglich 2 Tage). Durch einen dummen Zufall wurde mir meine persönliche Durchwahl eingerichtet (wir hatten immer nur eine allgemeine), plötzlich hatte die Leitung die persönliche und ich ;-) Da ist sie ausgerastet und hat Theater gemacht deshalb. Sofort wurde auch für sie eine eigene Durchwahl eingerichtet. Ich hatte aber erklärt, wie es dazu kam.
Sie warf mir- natürlich auch immer schön in den Teamsitzungen- vor, dass ich sehr viele Fälle hätte, ich würde sie mir alle schnappen, ich solle sie doch verteilen. Ich konnte nun mal auch nichts dafür, dass ich noch Kapazität hatte und dass die Leute direkt zu mir wollten :-/ Wenn ich mal an sie was abgeben wollte von den Fällen, dann hat sie irgendwelche Ausreden gehabt, weshalb sie die Fälle nicht übernehmen konnte. Kreuze mal jemand vom Ort ihrer Außenstelle auf und ich nahm die Person auf, hielt sie mir einen stundenlangen Vortrag deswegen. Einwände zerredet sie gerne und unterbricht auch. Sie mischte sich sehr oft in meine Arbeit ein, "kontrollierte" durch Fragen (warum hast du das gemacht, das ist aber nicht richtig blabla). Das Beste: Sie redet extrem viel, viel leere Worthülsen, völlig am Thema vorbei.
Ich merkte bald, dass sie gar nicht so ein großes Fachwissen hat. Sie wusste sehr vieles nicht, was sie hätte wissen müssen und blockte auch tatsächlichen Aufwand durch irgendwelche Argumente ab (durch viel Geschwätz halt), 2 Fälle habe ich bei ihr zufällig übernommen in der Urlaubszeit/Krankheit und habe festgestellt, dass sie da aus meiner Sicht nicht gut vorgegangen ist. Aber ich habe sie nie kritisiert, habe dann einfach die notwendigen Schritte eingeleitet und fertig. Nie habe ich angesprochen, dass sie banale Sachen nicht wusste, die sie auf alle Fälle hätte wissen müssen. Sie hat sich einmal in einer ganz großen Teamsitzung selbst damit blamiert. Logischerweise ist das kein Grund für sie, bisschen kürzerzutreten mit ihrer Art.
Wir Mitarbeiter mussten uns die Büros teilen, da wir so groß geworden sind. Ich war in einem großen Büro untergebracht, in dem zwei Tische standen. Diese gehörten niemand explizit, je nach Arbeitszeit setzte sich da der entsprechende Mitarbeiter hin. Trotz dessen beanspruchte sie einen Tisch für sich, es sei IHR Arbeitsplatz behauptete sie. Wenn da jemand zum Beispiel saß, da früher da, verjagte sie die Person. Einmal hatte unsere duale Studentin an dem Stuhl ihre Jacke hängen, da sie an dem Tisch saß. Die besagte Kollegin kreuzte auf einmal auf, setzte sich hin mit den Worten "das ist mein Platz" und schmetterte die Jacke der Studentin hinterher.
Sie breitete sich komplett auf dem Tisch aus, alles war voll mit ihren Papieren, Büchern und sonst was... Niemand traute sich, was zu sagen oder ihre Sachen beiseite zu legen. Ihr "Freund" sagte nichts, (da er ihr nie was sagt) und die Studentin traute sich natürlich nicht.. Ich hatte den Tisch gegenüber, was nicht konfrontiert damit, fand es aber unter aller Sau.
Wir hatten auch 2 große Schränke im Büro, sie beanspruchte einen komplett für sich alleine, in den anderen mussten sich alle anderen mit ihren Sachen quetschen. Aufgrund der Vergrößerung des Teams waren einige neue Leute da, die ihr Verhalten abartig fanden. Die alten Hasen legten sich nie mit ihr an, obwohl die eine (sie steht im Zwiespalt, denn sie verstehen sich eigentlich gut, machen Yoga zusammen, aber sie findet das Verhalten schon auch kritisch). Die neuen haben untereinander geredet, eine davon hat ihr hin und wieder Wiederworte gegeben. Das Problem: Dadurch, dass es nicht die Kollegen aus dem jeweiligen Arbeitsbereich waren, legte sie sich mit ihnen nicht direkt an, es gab keine direkten Konfrontation. Die Ausraster und so weiter waren natürlich Gesprächsthema und insbesondere, dass die Leitung das duldet.
Mit der Leitung verstehe ich mich ganz gut (so wie viele andere auch, die Leitung ist menschlich sehr nett) und nach und nach habe ich geäußert, dass das Verhalten unter aller Kanone ist. Leitung sah das auch so, aber machte nichts dagegen. Es kamen "Erklärungsversuche", von wegen die Kollegin habe schon immer ein eigenes Büro haben wollen (ich meine NIEMAND hatte ein eigenes Büro außer Leitung!!!!) und sei stiefmütterlich behandelt worden in der Hinsicht, das wäre also verständlich und so weiter. Fazit: Leitung scheute sich vor der Auseinandersetzung, stets bemüht, sich irgendwie durchzumogeln, dass es mit niemand Stress gibt, insbesondere mit ihr. Die Leitung ist grundsätzlich bemüht, Dinge so zu regeln, dass alle Mitarbeiter damit einverstanden sind. Allerdings ist niemand weiteres auf dem Egotrip außer ihr..
Die Ausraster blieben, wurden mal mehr, mal weniger. Meine Geduld schwand und irgendwann war es mir auch egal, dass ich befristet bin (Entscheidung wegen Weiterbeschäftigung stand kurz bevor) und ich gab ihr Wiederworte oder ließ mich nicht mehr unterbrechen. Einmal, kurz bevor ich in die Elternzeit ging, haben wir großen Stress gehabt und sie hat nichts mehr mit mir geredet vorerst.. Dabei ist es auch so, dass wenn sie was wissen will (was sie ja eigentlich auch selbst recherchieren könnte), dann tut sie so, als ob nie was war und fragt und verhält sich manchmal so, als wenn nie was war.
Wir haben dann neue Büros bekommen und es müssen sich nun im Prinzip jeweils 2 Mitarbeiter ein Büro teilen. Wie es das Schicksal so will, wurde ich natürlich mit ihr in ein Büro gesteckt. Vom Prinzip her richtig, da wir uns eigentlich nicht überschneiden aber menschlich die total falsche Entscheidung. Plötzlich- kurz vor dem Umzug- erhob die Kollegin den Anspruch, Freitags arbeiten zu wollen- das kollidierte ja aber mit mir. Sie hat NOCH NIE freitags gearbeitet und behauptete plötzlich, dass sie schon immer freitags arbeitete aber im Home Office (freche Lüge) und sie würde nicht auf ihre Stunden kommen (auch eine Lüge, sie hatte sehr viele Überstunden und die Leitung scheute eine Ansage, sie soll diese gefälligst abbauen, immer alles im Bitten und so). Ich sagte ihr, das muss man mit Chef klären, ich kann meine Arbeitszeiten nicht verändern.
Wir hatten ein Büro zugeteilt bekommen. Neben unserem hatten wir noch ein anderes, fast gleich. Die besagte Kollegin war eine sehr lange Zeit krank und eine andere Kollegin hat mich gefragt, ob ich es mir vorstellen könnte, die Büros zu tauschen (sie wollte gerne gegenüber eine engen Kollegin sein). Mir war egal, weöches Büro (schließlich gleich) und ich sagte okay. Dann bei der Besichtigung der Büros (da war die besagte Kollegin wieder da) wurde dieser Tausch kurz erwähnt und die Kollegin sagte schnippisch: "Aha, ich wurde ja nicht gefragt". Ich sagte, ich sei gefragt worden und willigte ein, da die Büros gleich sind. Sie schien das zu schlucken. Nach meinem Urlaub, als ich wieder da war, hatten wir plötzlich wieder das andere Büro. Die Kollegin, mit der die Vereinbarung stattfand, rief mich und erklärte sauer, dass der Chef das getauscht hätte, vermutlich habe die andere gestresst. Die besagte Kollegin stürmte dann später bei mir rein und erklärte, sie wisse nicht warum das getauscht worden sei, sie könne nichts dafür, das Büro sei 9 cm größer und wahrscheinlich hätte die Leitung Schiss vor ihr gehabt (also dass sie stresst). Wir besprachen uns noch kurz wegen den Utensilien und dann ging ich in Mutterschutz.
Ich kam vor einigen Wochen wieder und was sah ich: Am Türschild steht NATÜRLICH ihr Name zuerst, im Schrank hat sie NATÜRLICH sich die obersten 2 Regale geschnappt und sogar Zeugs in mein Regal gelegt, habe ich dann weggetan. Und hat sich auch sonst ausgebreitet und das Büro nach ihrem Geschmack eingerichtet (wehe das hätte ich so gemacht!! In der Vergangenheit hatte ich auf dem Tisch, an dem ich saß ein Foto meines Kindes stehen. Niemand hatte sich daran gestört, aber sie hatte es immer wieder umgeklappt und weggestellt wenn sie mal an den Tisch gekommen ist).
Über den Tisch verteilt waren irgendwelche Blätter von ihr, Bücher (die jedoch gar nix mit unserem Arbeitsbereich zu tun haben, sondern von ihrer Nebenstelle sind!!!), Hanuta, Gabel und was weiss ich. Da ich die Schnauze voll hatte, habe ich alles zusammengelegt und in ihr Fach gelegt, Bücher teilweise dahin und auch in ihr Regal im Schrank.
Dann war Freitag, meine erste Woche: Ich kam etwas später wegen einem Temin. Komm herein, Kollegin ruft mich (eine neuere, der ich vertraue und mit der ich mich austausche und die das Verhalten der Kollegin auch unmöglich findet), diese saß mit der Kollegin, die im Zwiespalt steckt: Sie ruft mich rein und sagt, sie will mich vorwarnen, im Büro sitzt die besagte Kollegin. Ich habe fast die Krise gekriegt!! Ich bin dann rüber ins Büro und sie saß da. Ich habe gefragt, ob sie heute da ist. Sie meinte, sie arbeitet ja freitags (also gleiche Leier), aber sie würde jetzt in ein anderes Büro umziehen. Ich habe ihr gesagt (in Bezug auf Freitag), das muss man mit Chef besprechen, ich kann meine Arbeitszeiten nicht ändern. Sie mit erhobenem Ton, das habe ja nix mit den Arbeitszeiten zu tun, die könne ihre auch nicht ändern. Es hat aber schon mit den Zeiten zu tun, denn einer muss sich ja einen Arbeitsplatz suchen.
Dann hat sie ein Buch gesucht und ich habe ihr gesagt, dass ich das Chaos da weggeräumt habe, denn ich kann so nicht arbeiten, wenn alles über den Tisch verstreut ist. Ihre Bücher liegen entweder im Fach oder im Schrank. Sie war dann eingeschnappt und ging dann zur Kollegin im Zwiespalt rüber, machte die Tür zu und, wie ich denke, hat sich dort ausgekotzt.
Danach war der Tisch erstmal aufgeräumt, aber sie hat in der nächsten Woche erstmal nichts mit mir geredet in der Teamsitzung, aber da ich sie immer angeschwätzt habe (mit Absicht), gings dann irgendwann wieder.
In der letzten Woche rief mich mein Chef und sagte, er will mit mir wegen dem Freitag reden. Er achtete darauf, dass das niemand sonst mitbekommt. Er berichtete, die Kollegin sei aufgetaucht und Druck gemacht wegen dem Freitag. Sie wolle da arbeiten, sie habe da immer schon gearbeitet. Er habe zwar den Einwand gebracht, dass sie ind en letzten 2 Jahre nur 12 Mal da gewesen war und so viele berstunden hätte, dass gar nicht Thema wäre, sie würde nicht auf ihre Stunden kommen. Sie hat aber weiterhin darauf beharrt. Das Gespräch war lang, ich kann nicht alles aufschreiben, es ging auch um das Verhalten allgemein und dass sie sich durch Stress immer durchsetzt und vieles bekommt, Extrawurst ist. Ich habe der Leitung gesagt, dass sie ja meinetwegen kommen kann, aber dann eben schauen muss, wo sie arbeiten kann, denn ich war 2 Jahre lang immer freitags da und im Büro und weil sie jetzt plötzlich den Tag haben will, sehe ich es nicht ein, ausziehen zu müssen. Chef brachte dann Einwände "von ihr", von wegen sie wäre ja länger da und bla bla, aber ich sagte, das ich kein Argument für mich. Da es mir dann gestunken hat, habe ich alles gesagt, was mich nervt. Dass sie belehrt, angreift, sich alles krallt usw. Auch, dass die anderen ihr Verhalten kritisch sehen und niemand versteht, warum Chef nix dagegen macht. Er sagte dann: Ich kann dir nicht erklären, was alles dran hängt. Jedenfalls ist er darauf aus, sie mit Samtpfoten zu behandeln und äußert dies auch so durch die Blume (z.B. uuui, da muss man aufpassen und xy machen, nicht dass sie meckert und was sagt). Alles in allem: Chef hat mir in allen Punkten zugestimmt, meinte aber, wahrscheinlich werde ich in den sauren Apfel beißen müssen. Ich sagte, ich bin nicht einverstanden, man kann nicht bei der Kollegin alle Wünsche erfüllen und immer einknicken, ich gehe nur raus, wenn er mir Anweisung gibt. Es kam auch das Thema mit dem Bürotausch auf, wo sie sagte, er habe das aus Angst vor ihr einfach wieder getauscht. Aber er sagt, sie sei ein Tag danach bei ihm gewesen und hätte gemeckert.
Er versucht, eine gute Lösung für uns beide zu finden. Er hofft, dass sie Freitag nachmittags arbeiten wird (wird sie nicht, hat sie mir schon gesagt, Gründe: Ihr würde das ja prinzipiell nichts ausmachen, da sie keine Kinder hat, aber der Stauuu....) und wir uns dann nicht überschneiden würden. Ich sagte ihm, eine andere Geschichte wäre ja noch, wenn sie mich direkt ansprechen würde, wie wir das machen sollen wegen dem Arbeitsplatz aber nicht mal das macht sie, also automatische Annahme: Im Büro bleibt sie, ich kann mal gucken...Dabei kann es sogar sein, dass er selbst das voraussetzt (also nach dem Motto, geben wir ihr gleich mal das Büro, bevor sie überhaupt meckern kann), er will auf keinen Fall, dass das im Team besprochen wird und erst recht will er kein Gespräch zu dritt ("zu deinem Schutz" wie er sagt, aber ich frage mich, ob es nicht eher zum eigenen Schutz ist, da er Position beziehen müsste...), er will mit jedem alleine reden. Und dann- so vermute ich- bekommt sie, was sie will.. Sie hat ja auch schon bei ihm erwähnt, es gäbe ja eine Person, die immer nur vormittags arbeitet. Ich habe ihm mehrmals gesagt, dass ich meine Arbeitszeiten nicht verändern kann. Bisher meinte er- das haben wir doch damals alle gemeinsam festgelegt und lief immer gut usw.- aber ich habe schon so die Befürchtung, dass die Einstellung kippen würde, wenn sie genug Stress schiebt.
Gestern hatten wir Teamsitzung und wir sind gleichzeitig bei der Firma angekommen. Außer einem Hi haben wir kein Wort miteinander geredet. Sie ist sofort ins Büro gestürmt und hat sich breit gemacht dort.. In der Teamsitzung hat 80% sie geredet. Danach ist sie abgeschwirrt, nicht von mir verabschiedet (aber von allen anderen). Ich habe sie davor angeschrieben wegen einem Fall von ihrer Außenstelle, und was ich eingeleitet habe und was ich überlegt habe und wer von uns beiden jetzt weitermachen soll. Zuerst meinte sie: Sie ist vorerst nicht da, Urlaub, Abbau Überstunden (halloo?? Wozu dann der Freitag?)macht kein Sinn, dass sie den Fall übernimmt usw. Ich war dann länger dageblieben und habe mich mit einem Kollegen unterhalten, mit dem wir beide gut können. Plötzlich hat sie sich ins Büro durchgequetscht, hat unterbrochen und den Kollegen angelabert. Ich hab mich dann verabschiedet und hab gesagt, ich muss jetzt gehen, aber sie wollte mir "ganz kurz noch was sagen". Sie habe sich das mit dem Fall genau durchgelesen und was ich so geplant habe und am 26. ist sie wieder da und dann könne man ihn zu ihr schicken aber nur wenn es was zu tun gibt..Ich denke, sie will jetzt den Fall übernehmen, da sie "glänzen" will.
Kurz davor, als sie nicht da war und ich mich verabschiedet habe, rief Leitung mich im Flüsterton rein, fragte ob sie da ist und ob es Stress gab. Dann sagte die Leitung, durch den Urlaub und ihren Überstundenabbau wird es vermutlich erstmal eine "Pause" geben zwecks dem Freitag.
Ich weiss nicht, wie ich hier vorgehen soll. Die Leitung ist sehr zufrieden mit mir, hat sich dafür eingesetzt, dass aus dem befristeten Vertrag ein unbefristeter wird. Hat mich sogar besucht und Geschenk vom Team gebracht und so. Ich kann mit der Leitung immer alles einvernehmlich aushandeln und hätte wirklich nichts zu bemängeln, wenn das mit der Kollegin nicht wäre, die - völlig zu unrecht- durch Nerven und Stress schieben bevorzugt behandelt wird. Natürlich empfindet sie sich selbst - zumindest nach außen hin- immer benachteiligt. Er (und auch andere) ist auch nicht zufrieden mit ihrer Arbeitsweise, da sie mehr redet als arbeitet. Ich will mir nichts mehr gefallen lassen von ihr, sie ist mir gleichwertig. Aber ich weiss nicht, wie ich vorgehen kann, ohne dass meine Leitung in Bedrängnis gebracht wird bzw. wie kann ich meine Leitung dazu bringen, gerechter (also in der Hinsicht der Kollegin) zu handeln? Denn das mit dem Freitag ist nur das erste, es werden auf alle Fälle noch andere Geschichten folgen. Ich denke, ihr Plan ist es, das Büro für sich selbst zu beanspruchen und vermutlich, mir eins auszuwischen, also die Macht zu demonstrieren. Deshalb auch plötzlich das mit freitags und meine Arbeitszeiten: Sie will mir zeigen, dass sie die Macht hat, über mich zu bestimmen..
Thema Arbeitszeit war Voraussetzung für meinen sehr frühen Wiedereinstieg nach der Babypause, ich habe gleich gesagt damals, dass alles beim Alten bleiben muss, da ich mein baby nicht viele Stunden abgeben kann, 4x die Woche für 6 Stunden ist ja wohl auch so oder so arg viel...
Ich bitte um Ratschläge oder konstruktive Beiträge dazu...
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Thema: Probleme mit Kollegin- lang
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07.06.2017, 11:59
Probleme mit Kollegin- lang
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07.06.2017, 12:45Inaktiver User
AW: Probleme mit Kollegin- lang
Zitat:
Bald habe ich gemerkt, dass sie von der Leitung nichts hält. Er habe kein A... in der Hose, sie könne sich die Arbeitszeiten selbst einteilen wie sie will, er sei nicht gut als Leitung etc. kam...
Damit hat die Kollegin absolut recht. Sie tanzt ihren Vorgesetzten auf der Nase herum, die, wie heute allgemein üblich, um des lieben Friedens willen, nichts dagegen tun. Der Chef macht sich ja fast ins Höschen wegen der Kollegin.
Kannst du dich intern woanders hin bewerben oder so? So lange die Konstellation so bleibt, sehe ich schwarz, was ein faires und konstruktives Miteinander betrifft.
Und gegen ungerechte Chefs versuch mal was zu tun.
Gibts einen Betriebsrat? Oder hat der Chef noch einen Vorgesetzten? Wenn deine Arbeitszeit gekippt wird, obwohl anders besprochen, wäre das noch ein Weg.
Ich wünsche dir gute Nerven.
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07.06.2017, 13:07
AW: Probleme mit Kollegin- lang
Liebe Wassermelone, was ein Theater, was ein Zinnober. Leitung hat Angst vor der zänkischen Kollegin ? Und die macht, was sie will ? Wer weiß, welche Leichen der Chef mit der Kollegin zusammen im Keller hat.
Ich würde mich durchsetzen an deiner Stelle, mir diesen Kindergarten verbitten, den pampigen Ton sowieso, mich, wenn möglich, solidarisieren mit den anderen Kollegen. Denn Madame scheint ja überall unbeliebt zu sein.
Der Chef ist in der Pflicht, tut aber nix. Tolle Wurst.
Aus Erfahrung sage ich dir, dass du die Kollegin nicht wirst ändern können, den Chef auch nicht, und das Gedöns bekommst du auch nicht entwirrt. Du kannst nur gucken, wie du damit umgehst, dass dich das nicht krank macht. Du bist noch jung, halte die Augen auf nach einem neuen Job.
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07.06.2017, 21:49
AW: Probleme mit Kollegin- lang
Intern bewerben geht im Moment leider nicht. Denn ich hätte eigentlich keinen unbefristeten bekommen sollen, das war eine Ausnahme.. Ich kann mich also erst "wegbewerben", wenn eine entsprechende unbefristete Stelle angeboten wird.
Die Konstellation dürfte noch eine Weile so bleiben, die beiden gehen gemeinsam in Rente, es dauert bestimmt noch so 7-8 Jahre..
Wir haben eine Art Betriebsrat. Ich hab mir auch gedacht, dass ich mal eine Art Tagebuch führe und wenn es ganz krass wird, mich da hin wende. Mein Chef hat dann noch den stellvertretenden Geschäftsführer (der ist mit meinem Chef per Du und mag die Kollegin auch nicht) und dann der Geschäftsführer selbst..
Ich würde an sich den Job ganz gern behalten, denn er macht mir Spaß. Ich habe um ein anderes Büro gebeten (mit jemand anders teilen), aber er sieht da wenig Möglichkeiten.. :-/
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07.06.2017, 21:52
AW: Probleme mit Kollegin- lang
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09.06.2017, 12:17Inaktiver User
AW: Probleme mit Kollegin- lang
Gute Güte, was für ein Kindergarten den deine Kollegin/dein Chef da veranstalten.
Ich kann dir nur sagen, bleib hart was den Freitag angeht.
Wenn du ein dickes Fell hast, dann gib Widerworte ohne Ende, lass dir ihr Verhalten nicht gefallen, gib Kontra sobald sie dich in irgendeiner Weise angreift. Oder besser noch, wenn möglich, lass sie einfach links liegen. Ihr wird zu viel Spielraum vom Chef gegeben, aus welchen Gründen auch immer. Aber da läuft irgendwas im Hintergrund, sonst würde dein Chef nicht so kuschen wenn es um sie geht.


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