Hallo zusammen.
Wie seht ihr folgende Sache:
Ich bin seit beinahe 2 Jahren in der Firma angestellt. Zunächst bekam ich einen auf ein Jahr befristeten Arbeitsvertrag und nach Ablauf der Zeit wurde erneut auf ein Jahr befristet. Mein Vertrag läuft Ende Oktober aus. Es hätte nun ein Festvertrag werden müssen, doch stattdessen heißt es jetzt sayonara.
Ein offizieller Grund wurde mir nicht genannt. Meine Chefin weiß angeblich selbst nicht den Grund, sie geht davon aus ,dass mein Arbeitsunfall vom Vorjahr eine Rolle spielt (Arm gebrochen bei Glatteis und 6 Wochen gefehlt).
Darüber hinaus führte sie einen "persönlichen" Grund an, nämlich sie sei der Meinung, ein Mann wäre für den Job geeigneter. Da habe ich schon gerätselt ob dieser "persönliche" Grund nicht doch der offizielle ist. Denn: Ein Kollege, der während meiner Abwesenheit zur Aushilfe gekommen ist, bekommt gerade immer weiter verlängert (hätte eigentlich Ende Mai wieder weg sein sollen) und macht meinen Job weiter
Ich wandte mich an den Betriebsrat doch der meinte, da kann man nicht viel machen. Sie lassen halt meinen Vertrag auslaufen und das wars. Das ist rechtens. Meine Chefin bekam für ihren Rededrang mir gegenüber eine Maulschelle verpasst. Sie solle überhaupt nicht mehr darüber mit mir sprechen, Gründe werden nicht genannt, ich fliege raus und basta. So die Anweisung von ganz oben.
Was wird hier gespielt? Durchschaut das jemand?
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Thema: Das war es dann
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03.09.2011, 11:26
Das war es dann
Remember Judy Resnik (1949-1986)
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03.09.2011, 14:18
AW: Das war es dann
Da wird nichts gespielt. Dein Vertag läuft aus, du hast ihn damals auch unterschrieben. So ist das Leben.
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03.09.2011, 14:22
AW: Das war es dann
Meine Interpretation: Deine Leistung hat im Vergleich gegen die des Kollegen offenbar leider nicht überzeugt.
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04.09.2011, 12:53
AW: Das war es dann
Früher hatte man eine Probezeit von paar Wochen. Und danach bekam man einen Festvertrag oder wenn man seiner Aufgabe eben nicht gewachsen war, die Kündigung. Diese eeeewigen Immer-Wieder-Befristungen waren gesetzwidrig. Heute kann man mehrmals befristen, so dass man jahrelang in Unsicherheit lebt.
Braucht man denn heute länger als früher, einen Mitarbeiter fachlich und persönlich zu beurteilen? Ich denke nicht.
Und ich glaube auch nicht, dass es, wenn man endlich den Festvertrag bekommen müsste und stattdessen rausgeschmissen wird, immer nur um mangelhafte Leistung geht. Da kann es ebensogut um Kostenersparnis gehen oder darum, dass die Firmen keine soziale Verantwortung mehr für Mitarbeiter übernehmen wollen.
Vielleicht sollte man auch mal darüber nachdenken, den Firmen mehr Möglichkeiten zu geben, sich von einem Mitarbeiter zu trennen, selbst wenn er Jahrzehnte in der Firma ist, wenn er sich nur auf seiner Betriebszugehörigkeit ausruht. Gibt es nämlich oft genug, da wird kein Handschlag mehr zu viel getan, mindestens drei Mal im Jahr nimmt man seine Grippe, man weiß ja, man ist lange genug da.
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04.09.2011, 13:06
AW: Das war es dann
ganz genau so sehe ich das auch. natürlich ist es nicht schön, dass du dir nun was neues suchen musst.
ich hab den eindruck, dass du in deiner darstellung etwas dramatisierst und intrigen witterst, wo keine sind.
"maulschelle" (die du erwähnst) ist übrigens ein altmodischer ausdruck für eine ohrfeige. ich nehme nicht an, dass deine chefin eine ohrfeige verpasst bekam? sondern eher eine redesperre? kommt es bei deiner arbeit eigentlich auf sprachliche präzision an?
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04.09.2011, 16:33Inaktiver User
AW: Das war es dann
Wenn Dein Kollege letztes Jahr kam, um Dich zu vertreten, dann kann ihm - so wie Dir letztes Jahr - der Vertrag noch einmal verlängert werden.
Könnte es denn nicht sein, dass auch er im kommenden Jahr nach der zweiten Befristung wieder gehen muss, so wie Du jetzt?
Woraus schließt Du, dass er "immer weiter verlängert bekommt"?
Vermutlich handelt das Unternehmen einfach nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten und schöpft die gegebenen gesetzlichen Möglichkeiten aus.
Du bist der Meinung, Du fliegst raus, aber das stimmt ja nicht. Hier wird einfach ein Vertrag eingehalten.
Wurde Dir denn suggeriert, Du könntest danach unbefristet bleiben?
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04.09.2011, 17:07Inaktiver User
AW: Das war es dann
Wenn ich jemanden für den Job brauche und mich nach zwei Jahren Erfahrung dafür entscheide, lieber jemand anderen einzustellen als den Vertrag fortzuführen, dann spricht einiges dafür, dass derjenige, den ich als Alternative nehme, mir besser geeignet scheint als derjenige, der ja schon zwei jahre Erfahrung im Job hat.
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04.09.2011, 17:53Inaktiver User
AW: Das war es dann
challengersever,
, da hört niemand gerne, aber es kann jedem passieren; du hast leider nicht so sehr überzeugt, dass man dich weiterbeschäftigen möchte, sondern man zieht dir den neuen Kollegen vor ... wie meine Vorgänger und ja auch der BR schon sagten; es ist absolut rechtens, da gibt es nichts zu machen und auch nichts zu durchschauen. 
Stehst du jetzt vor dem Nichts? Du hast offensichtlich in keinster Weise damit gerechnet? Nicht vorher mal vorsichtig angeklopft, dich umgehört? War gar nicht zu merken, dass es nicht verlängert wird?
Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du was Neues findest, was dir gefällt und dich ausfüllt.
suzie
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04.09.2011, 19:39
AW: Das war es dann
Ich arbeite im Labor. In der Firma hatte ich mich für eine Stelle im Labor beworben für die ich eine Ausbildung habe. Diese Stelle bekam eine andere.
Stattdessen kam ich in ein anderes Labor, da dort ebenfalls dringend jemand gebraucht wurde und wurde dort angelernt. Für die Tätigkeit dort habe ich also keine Ausbildung. Mein Kollege und ich waren dort nur zu zweit und somit unterbesetzt für die Menge an Arbeit. Dazu kommt, dass mein Kollege chronisch krank ist und oft fehlt. Während dieser Zeit habe ich sozusagen den Laden immer alleine geschmissen ohne Probleme, war immer zuverlässig, pünktlich, habe Überstunden geschoben...
Nein, ich hatte wirklich nicht mit so einem Ende gerechnet.
Der Aushilfskollege hat den Beruf gelernt, vielleicht spielt auch das eine Rolle. Er hat mehr theoretisches Wissen, arbeitet praktisch aber nicht besser als ich.Remember Judy Resnik (1949-1986)
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04.09.2011, 20:30Inaktiver User
AW: Das war es dann
Waere ich deiner Chefin gegenueber weisungsbefugt, wuerde ich der aber ganz sicher auch einen Maulkorb (und eine dicke Zigarre) verpassen, wenn ich merke, dass sie dir solche Munition fuer eine Auseinandersetzung vor einem Arbeitsgericht liefert.
Der Grund, warum du keine Festanstellung/Verlaengerung kriegst, sollte dir erstmal wurscht sein. Wenn noch nicht getan, solltest du hurtig dem Arbeitsamt Bescheid sagen, nicht dass sie dir noch eine Sperre reinwuergen.
Hoechstwahrscheinlich kann dein Kollege nichts dafuer, dass er "deine" Stelle kriegt. Kanns sein, dass bei ihm die 2 Jahre noch nicht voll sind, bei dir aber schon - und aus irgendwelchen Gruenden will dein Arbeitgeber die Stelle eben nur mittels Zeitvertrag besetzen?
WK


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