- Danke für Eure hilfreichen Antworten!!! -
Trotzdem lösch ich das mal lieber, möchte einfach nicht erkannt werden (denke, auch die virtuelle Welt kann klein sein).
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01.07.2010, 14:18Inaktiver User
Kollege der nur Dienst nach Vorschrift macht
Geändert von Inaktiver User (11.07.2010 um 09:00 Uhr) Grund: Paranoia
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01.07.2010, 17:58
AW: Kollege der nur Dienst nach Vorschrift macht
Nun ja, der Mann hat halt andere Prioritäten. Blöd für Dich, schlecht zu bewerten für ihn. Zwei Dinge finde ich viel bemerkenswerter. Das eine ist das offene Desinteresse, das Dein Chef für die Situation zeigt. Gar nicht gut. Das zweite ist Deine eigene Unklarheit. Ich meine: Du willst ihn nicht mehr da haben (aus guten Gründen) - aber es soll auch nicht Deine Schuld sein, dass er gekündigt wird (wäre es ja auch nicht, sondern seine). Dir wird das alles zu viel - aber Du bringst es nicht fertig Deinem Chef zu sagen: "Tut mir leid, die Aufgabe kann ich nicht noch übernehmen, weil...." (was Deinem Chef prima den Raum eröffne, sich dort aus der Verantwortung zu stehlen). Du weist ihn auf seine Fehler hin (was ich für völlig richtig halte, noch dazu, wenn Du sie ausbaden musst) - kannst aber dann nicht mit seiner Verstimmung leben. DAS ist doch Dein eigentliches Problem, oder irre ich da?
Das wäre natürlich verführerisch, wenn Deine Probleme sich so lösten, dass der Typ sich ganz plötzlich Deinen Erwartungen anpasst. Wird er aber wohl eher nicht. Also wirst Du für Dich und Deine Situation die Verantwortung übernehmen müssen.
Was spricht eigentlich dagegen, mit dem Typen klar abzusprechen, welche Aufgaben er bis wann zu erledigen hat - bei entsprechenden Sanktionen, wenn das nicht klappt?Zurück ist ein Ort, den es nicht gibt.
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01.07.2010, 18:05
AW: Kollege der nur Dienst nach Vorschrift macht
wie stark ist er denn in euer team eingebunden? er hat einen eigenen aufgabenbereich und deine kollegin und du bilden ein team?
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02.07.2010, 07:55
AW: Kollege der nur Dienst nach Vorschrift macht
Hallo Roumia,
Dein Chef ist, nachdem er sich länger rausgehalten hat, ja nun offenbar bereit zu reagieren und bindet Deine Kollegin und Dich sogar in die Entscheidung ein. Das finde ich schon mal gut. Und da würde ich mich jetzt auch nicht drücken, sondern meine ehrliche Meinung sagen. Die Entscheidung trifft man Ende er. Ihr habt dem Kollegen immer wieder deutlich gespiegelt, dass sein Verhalten nicht okay ist. Wenn er darauf nicht reagiert, darf er sich nicht beschweren, wenn das irgendwann Konsequenzen hat.
Wie wäre es denn, wenn Du dem Chef vorschlägst, den Vertrag zu verlängern, aber nur für einen kürzeren Zeitraum, sozusagen als letzte Probezeit und ihm das auch so zu vermitteln. Sprich, er bekommt dann ausdrücklich noch eine letzte Bewährungschance, und wenn er sich dann nicht bessert, muss er gehen. Das fände ich für alle Seiten die fairste Lösung. Aber ich weiß natürlich nicht, ob das machbar ist.
Viele Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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02.07.2010, 08:21
AW: Kollege der nur Dienst nach Vorschrift macht
Wenn ich die Chance hätte, meine Meinung zu äußern, würde ich das auf jeden Fall tun.
Bereite Dich auf das Gespräch vor. Strukturiere Dich, stell zusammen, zu welchen Fehlern es -immer wieder- gekommen ist, bei welchen Projekten er durch Faulheit und zu frühes nachhausegehen glänzte.
Anhand der Messen etc., die ja im Kalender stehen, dürfte das nachvollziehbar sein.
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02.07.2010, 08:40Inaktiver User
AW: Kollege der nur Dienst nach Vorschrift macht
Kann es nicht auch sein, dass hier ein eingeschworenes Team von 2 berufserfahrenen Frauen gegen einen jungen Kollegen mauert, der schlicht und einfach nicht gewollt war. Er wurde ja ohnehin nur wegen seiner Sprachkenntnisse genommen, obwohl die Damen ihn schon während der Ausbildung kritisch beäugten - selffullfilling prophecy: der Junge war nicht gewollt im Team und jetzt mauert das Team auch das sich die Negativprognose erfüllt.
Ich kann mir vorstellen, dass er sich auch ausgesprochen unwohl fühlt in dem Duo der 2 älteren erfahrenen Kolleginnen. Besonders scheinen diese auch zu vergessen, dass der Arbeitgeber für Dienst nach Vorschrift bezahlt. Übermäßiges Engagement mag zu begrüßen sein, ist aber eine individuelle Entscheidung des Einzelnen. Wer für 8 Stunden am Tag oder Abarbeiten von bestimmten Themen bezahlt wird, ist fertig, wenn er das erledigt hat, und kann nach Hause gehen, bzw, wird das auch tun, wenn er ein interessantes Leben neben dem Beruf hat.
Und das ein junger Mitarbeiter deutlich mehr Fehler macht als ein Berufserfahrener ist doch wohl völlig klar. Ich kann mir sogar vorstellen, dass im Laufe der Zeit manche Fehler entstehen, weil der junge Mann von der Situation auch völlig genervt ist. Ihm bliebt es doch nicht verschlossen, dass er unerwünscht war, kritisch beäugt wurde und wird und das Team aus 2 gegen 1 besteht.
Wäre ich die Chefin würde ich sicher auch die Arbeitsergebnisse des Juniors beobachten, aber ich würde den 2 Oldies auch gehörig die Leviten lesen.
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02.07.2010, 08:49Inaktiver User
AW: Kollege der nur Dienst nach Vorschrift macht
Nur mal so am Rande - das ist rechtlich icht möglich. Nach einer Berufsausbildung kann ein Anschlußarbeitsvertrag befristet abgeschlossen werden, aber nur eine Befristung ist rechtlich zulässsig. Die Ausbildung ist kein Vorbeschäftigungsverhältnis im Sinne von § 14 Abs. 1 Nr. 2 TzBfG, der eine mehrfache Befristung unter bestimmten Voraussetzungen zuläßt.
Wer es nachlesen möchte: Bundesarbeitsgerichtsentscheidung vom 10. Oktober 2007 in Erfurt, AZ: 7 AZR 795/06 was auch als ständige Rechtssprechung des BAG anerkannt ist.
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02.07.2010, 09:09
AW: Kollege der nur Dienst nach Vorschrift macht
Genau der Meinung bin ich auch!Besonders scheinen diese auch zu vergessen, dass der Arbeitgeber für Dienst nach Vorschrift bezahlt. Übermäßiges Engagement mag zu begrüßen sein, ist aber eine individuelle Entscheidung des Einzelnen. Wer für 8 Stunden am Tag oder Abarbeiten von bestimmten Themen bezahlt wird, ist fertig, wenn er das erledigt hat, und kann nach Hause gehen, bzw, wird das auch tun, wenn er ein interessantes Leben neben dem Beruf hat.
Geht mir auch ein bißchen so: Wenn´s unbedingt sein muss, bleibe ich länger; Überstunden bummel ich dann zeitnah ab. Aber normalerweise gehe ich pünkltlich, aus o. g. Gründen und weil ich mit meiner Freizeit was anzufangen weis
Ich habe schon Kollegen/innen, die häufig Überstunden machen, ich weis nicht, warum.
Die Arbeit könnte genausogut liegengelassen werden, mit der Begründung "Das schaffe ich nicht mehr". Muss eben noch jemand eingestellt werden.
Aber ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn ich pünktlich gehe und Kollegen Überstunden schieben. Müsten sie ja nicht...Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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02.07.2010, 10:06Inaktiver User
AW: Kollege der nur Dienst nach Vorschrift macht
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Geändert von Inaktiver User (11.07.2010 um 09:00 Uhr)
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02.07.2010, 10:40
AW: Kollege der nur Dienst nach Vorschrift macht
Naja, der Chef sieht ja, wieviel Arbeit da ist. Und es gibt bei uns eben ein paar Dinge, die kann man aufschieben und erledigen, wenn grad Zeit ist.Schafft ihr das wirklich so einfach? Und wenn ja, wie...?
Dass bei uns (besonders bei unseren Ärzten) vieles unerledigt liegen bleibt ist irgendwie schon normal... Arbeitskräftemangel.Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?



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