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    geschockt Neidische Kollegin - viel zu lesen

    Ich weiß nicht, ob ich hier an der richtigen Stelle bin, aber ich muss mal etwas loswerden und bitte um Rat, wie ich mich weiter verhalten soll.

    Vor knapp drei Jahren habe ich im Rahmen eines Modellprojekts eine Stelle im öffentlichen Dienst erhalten, die mir von der Sache sehr viel Spaß macht. Im Rahmen dieses Projektes wurde ein bunter Haufen eingestellt von gut zwanzig Kollegen. Befristet war die Sache zunächst für zwei Jahre, wurde dann aber Gott sei Dank verlängert. Man hat uns auch immer in Aussicht gestellt, dass man bei Eignung in ein unbefristetes Arbeitsverhälntis übernommen wird.

    Mit einer Kollegin habe ich mir einen Aufgabenbereich geteilt, d.h. wir sind für verschiedene Orte zuständig gewesen. Etwas über ein Jahr haben wir in einem Büro geseßen und uns auch privat sehr gut verstanden. Im Frühjahr 2008 war klar, dass das Projekt verlängert wurde. Kollegen, mit denen man sehr gut zufrieden war, hat man zu diesem Zeitpunkt bereits mitgeteilt, dass man ihnen bis zum Projektende einen Vertrag anbietet. Die anderen wurden auf den "Herbst" vertagt. Ich gehörte zur ersten Gruppe, womit ich so nie gerechnet hätte. Meine Kollegin zur zweiten. Für mich natürlich toll, sie wurde, was ich erst im Nachhinein realisiert habe neidisch. Zudem kam noch, dass wir gemeinsam begonnen haben abzunehmen, und ich weiter durchgehalten habe und sie aufgegeben hat. Klar bekommt man dann positive Rückmeldungen.

    Anfang letzten Jahres bekamen zwei Kolleginnen eine unbefristete Stelle. Die eine verließ unser Team, was für mich Anlaß war, meinen Chef auf deren Aufgabenbereich anzusprechen. In einem Personalgespräch hatte ich bereits gesagt, dass mich der alte Bereich nicht ganz so herausforderte. Da habe ich gedacht Flagge zeigen und habe den Bereich gewechselt. Damit verbunden war auch, dass ich nicht mehr mit meiner "alten Kollegin" zusammenarbeiten sollte. Darüber musste ich auf Bitten meines Chefs Stillschweigen bewahren, was ich auch getan habe. Dies hat mir die liebe Kollegin sehr übel genommen. Es gingen zwei drei Monate ins Land, bis ich mir ein Herz gefaßt habe und sie angesprochen habe, was los sei. Da hat sie mir Dinge an den Kopf geworfen, wo ich nur noch abgeschnallt habe. Ich hab ihr auch klipp und klar gesagt, dass ich erwartet hätte, mich anzusprechen und mich nicht gegen die Wand laufen zu lassen. Sie meinte nur, dass auch andere gesagt hätten, ich habe abgehoben. Wer die anderen sind, wollte oder konnte sie nicht sagen.

    Ich habe aber auch mitbekommen, dass sie mich bei einigen Kolleginnen schlecht gemacht hat. Seit einem drei viertel Jahr mache ich gute Miene zum bösen Spiel, bin nett und freundlich, merke aber, dass ich innerlich die geballte Faust in der Tasche habe. Mittlerweile belastet mich die Sache auch wirklich. Soll ich mich komplett raushalten und den Kontakt abbrechen? Wir gehen zum Beispiel immer Mittags gemeinsam mit einer Truppe essen. Ich fahre nicht mehr mit Freude zur Arbeit, sondern bin froh, wenn die Woche vorbei ist. Ich habe schon gedacht, hoffentlich wird ihr Vertrag nicht verlängert. Das sind Sachen, die ich so nicht von mir kenne. Im Rahmen von Personalgesprächen wird auch gefragt, wie man sich im Team sieht. Soll ich die Sache ansprechen, da die Sache durch die Geheimnistuerei meines Chefs ja mit verbockt wurde?

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    smile AW: Neidische Kollegin - viel zu lesen

    Erstmal herzlichen Glückwunsch dazu, dass du dir einen Job erkämpft hast, und nun auch noch den Bereich wechselst. Das klingt doch super.

    Was genau hat sie dir denn an den Kopf geworfen? Ist ein Fünkchen etwas "dran", an ihren Vorwürfen?

    Der Chef könnte ihr das wohl erklären, denke ich. Das kannst du ihr ja anbieten. Überhaupt: Offen bleiben, weiter mit Essen gehen, und nicht aus Angst sich zurückziehen. Ich kann verstehen, dass dir die Arbeit so jetzt momentan keinen Spaß macht. Aber versuche, souverän zu bleiben. Machtspielchen sind überall an der Tagesordnung, und ein Teil von "Kompetenz" ist es, damit klarzukommen. Man kann das auch üben. Es gibt Seminare, auch an der Volkshochschule, also preisgünstig.

    ww.mobbingzentrale.de hat viele Tipps. Zum Beispiel das Aufschreiben der Situationen. Wann war was, wie fühlte ich mich, usw.

    Neidern geht wohl ein gewisses Selbstbewußtsein ab. Man soll sie viel loben , was schwer fällt, aber sie brauchen es, wirklich.
    Überhaupt, wenn einer einem eine Grube gräbt, sich fragen "was braucht derjenige denn eigentlich wirklich?". Weiter: Was kann ich ihm geben? (Tipps aus einem Seminar)

    Die wenigsten Menschen sind glücklich über einen Streß am Arbeitsplatz, der Mobber auch nicht. Der Frau muß man doch beikommen können, mit Geduld und Spucke und einer ordentlichen Portion Menschenliebe, trotz und alledem! Klingt doof , aber fast immer bringt Güte und Nachsicht viel, viel mehr als "Krieg" und "Revanche".

    Soweit meine spontanen Gedanken dazu.

    LG Karla

    PS Gibt es ein Personalrats-Mitglied, dem du vertraust? Denjenigen mal einweihen?
    Geändert von Karla48 (17.01.2010 um 13:24 Uhr) Grund: PS
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Neidische Kollegin - viel zu lesen

    Vielen Dank für die Rückmeldung. An den Vorwürfen ist nichts dran. Dadurch dass ich einiges abgenommen habe, habe ich mich sicherlich verändert. Als ich gesehen habe, dass Kolleginnen entfristet wurde, habe ich einfach noch eine Schüppe draufgelegt. Hätte sie ja auch machen können. Was sicherlich richtig war, da man mir letzte Woche gesagt hat, dass ich bei nächster Gelegenheit eine unbefristete Stelle bekomme.

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    AW: Neidische Kollegin - viel zu lesen

    Hallo Chaos,

    ich bin immer vorsichtig, wenn zu schnell Neid als auslösender Konfliktfaktor genannt wird.

    Dass es für Deine Kollegin nicht ganz einfach ist, wenn Du in Bereichen, wo Ihr konkurriert, erfolgreicher bist als sie, ist normal und nachvollziehbar. Da würde wohl fast jeder einen gewissen Frust schieben.

    Die Frage ist: hast Du sie in irgendeiner Weise unterstützt, ihr den Rücken gestärkt, sie ermutigt? Oder hast Du Dein Ding durchgezogen, nach dem Motto: jeder ist sich selbst der nächste?
    Für mich liest sich Dein Posting so ein bisschen in die letzte Richtung.

    Sicher ist Konkurrenz im Berufsleben legitim, aber dann muss man es auch aushalten können, dass man sich nicht nur Freunde macht.
    Es ist immer eine Gratwanderung zwischen dem Wunsch, sich selbst zu profilieren und dabei anderen nicht vor den Kopf zu stoßen. Ich glaube aber, dass es sich lohnt, auf letzteres zu achten, denn man weiß nie, wann und in welcher Situationen man denen, die man glaubte, hinter sich gelassen zu haben, wieder begegnet.

    Du bist in der stärkeren Position. Warum also nicht mal großzügig sein, die Neidgefühle der Kollegin anerkennen und ihr unter die Arme greifen, wo es Dir möglich ist (z.B. beim Chef mal ein gutes Wort über sie fallen lassen, etc.).

    Was mich noch interessiert? Wie siehst Du denn tatsächlich Deine Position im Team? Überlegst Du nur wegen der Kollegin nicht mehr mit essen zu gehen, oder fühlst Du Dich auch mit den anderen Kollegen nicht mehr wohl?

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Neidische Kollegin - viel zu lesen

    Ich fühle mich in einem Teil des Teams nicht mehr wohl. Da wir in einem Büro saßen, hat sie eigentlich alles mitgekriegt, was ich getan und gelassen habe. Wir haben eigentlich immer Hand in Hand gearbeitet. Daher habe ich nicht "mein Ding" durchgezogen. Vorab mit ihr zu besprechen, dass ich Interesse an einem anderen Aufgabenbereich habe, war mir jedoch zu heikel. Es gibt einfach Sachen, die man nicht mit Kollegen bespricht. Ich hätte sie jedoch unmittelbar informiert, wenn mir mein Chef dies nicht verboten hätte. Dies war jedoch auch ein Punkt, den sie mir vorgeworfen hat. Ich muss wahrscheinlich lernen, diese Dinge gelassener zu sehen.

  6. Inaktiver User

    AW: Neidische Kollegin - viel zu lesen

    Oh ja, DAS kenne ich, einmal aus dem alten Job, dann zeitweise auch aus dem neuen, den ich seit Juni 09 habe.......,

    Ich bin im Oktober aus dem Urlaub gekommen und hatte Hexenjagd schlechthin, im Endeffekt kristallisierte sich EINE Kollegin raus, die uns sehr planvoll gegeneinander aufgehetzt hat! Eine sehr heftige Aussprache mit einer anderen betroffenen Kollegin hat dann dazu geführt, daß ich angedroht habe, zu kündigen, da ich mir bestimmte Dinge einfach nicht mehr antun will, bin aber zum Glück in der luxuriösen Position, daß ich mir die Jobs aussucxhen kann:--))), ich weiß, ein absolutes Luxusproblem!
    Daraufhin haben wir zwei uns zusammengesetzt und offen und ehrlich gesprochen,(die Wut war dann verraucht!) und siehe da, es stellte sich besagte dritte Person raus, die bei mir nur noch Dramaqueen heißt (diese ist aber jetzt schwanger, dazu nicht vom Ehemann, sondern vom Lover, daher hat sie genug mit den eigenen Dramen zu tun!) und das ist für uns gut so!

    Habe mir aber angewöhnt, privat und beruflich absolut zu trennen, ab und zu bekommen sie ein paar Allgemeinplätze, so nach dem Motto labern, aber nix sagen.......fertig! Meine Freunde finde ich nämlich nicht im Job, die waren zusammen mit dem letzten Job nämlich anfallsartig verschwunden!

    LG NNM

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