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    AW: Mobbing und seine Auswirkungen

    Hallo zusammen,

    die Frage, ob es typische Mobbingopfer gibt, finde ich sehr interessant. Ich glaube grundsätzlich, dass niemand sich davon freisprechen kann, unter bestimmten Umständen zum Mobbingopfer zu werden. Es gibt so viele mögliche Mobbing-Situationen, da kann niemand behaupten, dass er nicht davon betroffen sein könnte.

    Aber ich glaube dennoch, dass es Menschen gibt, bei denen die Chance zum Opfer zu werden, deutlich erhöht ist. Nach meiner Beobachtung sind das vor allem Menschen, die sich schwer an unterschiedliche Arbeitssituationen, Führungsstile, Umgangsformen etc. anpassen können. Je größer die persönliche Komfortzone, je mehr Konstellationen es gibt, mit denen ich mich arrangieren kann, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, gemobbt zu werden. Es gibt so regelrechte Überlebenskünstler, die auch noch unter widrigsten Bedingungen existieren können, die sich gut abschotten können von äußeren Einflüssen, die mit den unterschiedlichsten Menschen irgendwie klar kommen, die eine gewisse Wurschtigkeit an den Tag legen. Die haben es in aller Regel leichter als solche, die ein bestimmtes Umfeld brauchen, um sich wohl zu fühlen, die sensibel auf Stimmungen reagieren, die ihre Individualität hartnäckig verteidigen, etc.
    Zudem hilft nach meiner Erfahrung oft ein stabiles kollegiales Netzwerk gar nicht erst zum isolierten Mobbingopfer zu werden oder zumindest einen gewissen Rückhalt zu erfahren. Neben dem eigentlichen Mobbing ist es ja oft auch die Isolierung, die den Betroffenen zu schaffen macht.

    Niemand muss direkt an sich selbst zweifeln, wenn er mal in eine solche Situation gerät, aber spätestens beim zweiten Mal würde ich sehr genau hinschauen, was mein eigener Anteil sein könnte, wo ich etwas nicht richtig wahrnehme, wo ich Defizite habe. Wenn ich z.B. erkenne, dass ich tatsächlich nur unter ganz bestimmten Bedingungen arbeiten kann, dann sollte das vielleicht akzeptieren und bei der Stellenwahl berücksichtigen. Nicht selten entstehen Mobbingsituationen dann, wenn man schon im Vorfeld ein ungutes Bauchgefühl hatte. Gerade sehr sensible Menschen, die zu Mobbingopfern werden, sollten ihre Sensibilität doch im eigenen Interesse nutzen, um sich möglichst gar nicht erst in Arbeitsverhältnisse zu begeben, in denen sie gemobbt werden könnte.

    Klar kann man nicht alles im Vorfeld klären, und manche Situation ensteht auch erst durch einen Vorgesetztenwechsel oder eine Versetzung. Aber ich selbst weiß inzwischen, wo meine Prioritäten liegen (dass mir z.B. das Zwischenmenschliche im Zweifel wichtiger ist als die Inhalte meiner Arbeit) und welche Typen von Vorgesetzten und Kollegen mir liegen und welche nicht. Und ich weiß auch, dass ich meinem Bauchgefühl trauen kann. Bestimmte Dinge würden mir heute nicht mehr so schnell passieren.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  2. Inaktiver User

    AW: Mobbing und seine Auswirkungen

    Ich hoffe, dass niemand diesen Blödsinn, den du hier schreibst, ernst nimmt!

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    AW: Mobbing und seine Auswirkungen

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    die Frage, ob es typische Mobbingopfer gibt, finde ich sehr interessant. Ich glaube grundsätzlich, dass niemand sich davon freisprechen kann, unter bestimmten Umständen zum Mobbingopfer zu werden. Es gibt so viele mögliche Mobbing-Situationen, da kann niemand behaupten, dass er nicht davon betroffen sein könnte.

    Aber ich glaube dennoch, dass es Menschen gibt, bei denen die Chance zum Opfer zu werden, deutlich erhöht ist. Nach meiner Beobachtung sind das vor allem Menschen, die sich schwer an unterschiedliche Arbeitssituationen, Führungsstile, Umgangsformen etc. anpassen können. Je größer die persönliche Komfortzone, je mehr Konstellationen es gibt, mit denen ich mich arrangieren kann, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, gemobbt zu werden. Es gibt so regelrechte Überlebenskünstler, die auch noch unter widrigsten Bedingungen existieren können, die sich gut abschotten können von äußeren Einflüssen, die mit den unterschiedlichsten Menschen irgendwie klar kommen, die eine gewisse Wurschtigkeit an den Tag legen. Die haben es in aller Regel leichter als solche, die ein bestimmtes Umfeld brauchen, um sich wohl zu fühlen, die sensibel auf Stimmungen reagieren, die ihre Individualität hartnäckig verteidigen, etc.
    ja, da kann ich dir teilweise recht geben. Mir ist dies auch schon ein paar mal passiert. Obwohl ich mich immer der Situation und den Leuten angepasst habe. Wahrscheinlich zu sehr.

    Ich wollte immer krampfhaft dazugehören und habe dabei oft mich selber vergessen. Ich war der gleichen Meinung wie die Kollegen, obwohl es oft nicht meine Meinung war. Auch bei Dingen, bei denen es nicht direkt um die Arbeit ging.

    Ich habe mir auch von Anfang an zu viel gefallen lassen. Zu Beginn hätte ich vielleicht noch dagegen steuern können, aber irgendwann war es unmöglich weil Alles schon zu verfahren war.

    Mein schlechtes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, sowie meinen Drang von jedem gemocht zu werden hat dann auch noch einiges dazugetan.

    Dies alles hat meine Kollegin im Büro schamlos ausgenutzt. Sie hatte einen guten Stand beim Chef und bis ich kapiert habe was da läuft, war es für mich zu spät.

    Zudem muss ich sagen, dass in dem Laden Keiner dem Anderen irgendetwas gegönnt hat und hintenherum vieles gelaufen ist. Und eigentlich jeder über jeden hergezogen ist.

    Ich weiß, dass ich nicht schuld bin, dass ich von den Kollegen gemobbt wurde, aber mein Verhalten hat es leichter gemacht.

    Nun ist das ganze schon eine weile lang her und ich sehe diese Zeit als Lehrzeit. Auch wenn alles nicht schön war, weiß ich was von meiner Seite aus falsch gelaufen ist und ich versuche es jetzt einfach anders anzugehen.

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