Die FDP ist mit 8% in den bayerischen Landtag gewählt worden. Darauf ist sie sehr stolz, war die FDP in Bayern doch in aller Regel eine unbedeutende Marginalie:
Ergebnisse früherer Landtagswahlen.
Mit gestärktem Selbstbewusstsein will die FDP zeigen, dass mit ihr wieder zu rechnen ist: Sie kündigt an, über den Bundesrat Projekte der Bundesregierung zu Fall zu bringen.
Quelle
Von mehr als 90% der bayrischen und der bundesdeutschen Wähler nicht gewählt, fühlt die FDP sich offenbar dazu berufen in Berlin die Arbeit einer Koalition zu stören, die immerhin 70% der Bevölkerung repräsentiert.
Wenn Deutschland etwas wirklich weiter bringt, dann das: ein Zwerg, der aus Profilierungssucht die Regierungsarbeit behindert, wo immer er kann.
Dabei ist die FDP die bundesdeutsche Vertreterin einer Ideologie, die soeben in USA kläglich gescheitert ist. Aber da sieht man mal, was ein Stimmanteil von "nur noch" 92% Nicht-FDP-Wählern für ein enormes Selbstbewusstsein verleihen kann.
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Thema: Politikverständnis der FDP
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29.09.2008, 09:37Inaktiver User
Politikverständnis der FDP
Geändert von Inaktiver User (29.09.2008 um 09:42 Uhr)
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29.09.2008, 10:56Inaktiver User
AW: Politikverständnis der FDP
Westerwelle war um 18.10 Uhr gestern auch der mit Abstand erste Parteivorsitzende im TV, wo man direkt glauben hätte können, dass die FDP mit 61% die Wahl in Bayern gewonnen hat, so enthusiastisch war die Rede.
Ansonsten ist das nur Prollgehabe. Die FDP weiß, dass die CSU kaum an ihr in Bayern vorbeikommt, da kann man sich natürlich wie der Elefant im Porzellanladen benehmen.
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29.09.2008, 11:40Inaktiver User
AW: Politikverständnis der FDP
Diese große Klappe ist in der Tat seit Jahren das Markenzeichen der FDP. Aber auch wenn die CSU sich wahrscheinlich für die FDP als Koalitionspartner entscheiden wird, sollte sie dafür sorgen, dass der Schwanz nicht mit dem Hund wackelt. Immerhin hat die CSU durchaus jede Menge Alternativen und somit eine starke Verhandlungsposition.
Zitat von Inaktiver User
Ich hoffe doch sehr, dass die CSU nicht so meschugge ist, die FDP die angedrohte Blockadepolitik machen zu lassen. Es müsste im Rahmen der Koalitionsverhandlungen mit der FDP möglich sein, das zu verhindern.
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29.09.2008, 15:40
AW: Politikverständnis der FDP
Der arme Guido kann einem wirklich leid tun. Seit 7 Jahren ist er Vorsitzender und hängt immer noch auf den Oppositionbänken rum. Das ist diese Partei einfach nicht gewohnt. Da ist man immer irgendwie Außenminister und stellvertretender Kanzler, egal ob der schwarz oder rot ist.
Und jetzt schenken ihm, bzw. seinen Parteifreunden, die bayrischen Wähler den (wahrscheinlichen) Einzug in ein bayrisches Kabinett. Für ihn ist gestern Weihnachten gewesen.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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29.09.2008, 17:12Inaktiver User
AW: Politikverständnis der FDP
ER ?!!
Zitat von Opelius
Möge dieser Kelch an uns vorüber gehen.
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30.09.2008, 17:06
AW: Politikverständnis der FDP
Dabei ist Dr. Westerwelle der einzig wirklich bedeutende Politiker in Berlin, evtl. auf dem Erdball?, und hätte verdient Kraft seiner Klugheit mindestens ein hohes Ministeramt zu bekleiden!
Zitat von Opelius
Ich würde mich ja krumm lachen, wenn die CSU mit den FW koaliert, und die FDP leer ausgeht.
Da die FDP mit Sicherheit das Finanz- oder Wirtschaftministerium, aufgrund profunder Erfahrungen damit, beansprucht, was die CSU nicht aus der Hand geben wird, könnten die Verhandlungen schnell scheitern.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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30.09.2008, 17:10
AW: Politikverständnis der FDP
Na, da wäre ich mir gar nicht so sicher. Die FDP ist der schwierigere Partner, so klar ist das nicht.
Zitat von Inaktiver User
Körperlich Distanz
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Kari Bremnes
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06.10.2008, 17:16
AW: Politikverständnis der FDP
Apropos, weiß eigentlich irgendjemand wo der Guido steckt? Was macht der gerade?
Wieder in seiner SchönerWohnen-Lektüre vertieft?
Läßt er sich ein neues Grinsen ins Gesicht schrauben?
Irgendwer sollte ihn vielleicht einmal darüber informieren, das seine freie Marktwirtschaft zum Sozialfall geworden ist!
Wäre doch interessant zu sehen wie der Guido da reagiert.
Wendete er sich angeekelt von der freien Marktwirtschaft ab?
Wiese er darauf hin, dass er schon immer für eine stärkere Regulierung der Märkte war?
Man kann nur raten.
Man hört ja nichts vom Guido.
Leider, leider.
P.S.
Ich erwäge übrigens ernsthaft, eine Vermisstenanzeige für den ehemaligen CDU-Finanzexperten Friedrich Merz aufzugeben.
...praeter gallum, qui cantat.
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07.10.2008, 06:53Inaktiver User
AW: Politikverständnis der FDP
Er wird bangen, dass die CSU sich nicht auf einen anderen Koalitionspartner in Bayern einlässt
Zitat von Halbmast...
Die FW, ja sogar die Grünen, biedern sich ziemlich an.
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07.10.2008, 08:37Inaktiver User
AW: Politikverständnis der FDP
Westerwelle wendet sich nicht angeekelt von der freien Marktwirtschaft ab. Andererseits vermeidet er es derzeit sein Credo von der Nicht-Einmischung des Staates in die Wirtschaft zu wiederholen.
Zitat von Halbmast...
Stattdessen tut er das, was er immer tut, ganz egal, ob er mitregiert oder nicht: er kritisiert eifrig die Regierung, und zwar "hart" - was in diesen Zeiten und unter Berücksichtigung des allgemeinen Klimas FDP-untypisch nur heißen kann, dass die Regierung versagt habe bei der Regulierung und bei der Kontrolle der Banken. Dies mit dem Unterton vorgetragen, er hätte es besser gemacht.
Geändert von Inaktiver User (07.10.2008 um 08:44 Uhr)


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