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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Ganz so dramatisch würde ich das mit diesen Bonuszahlungen nicht sehen. Viele Boni sind Bestandteil des Einkommens. Ich war auch lange bei einer Bank tätig und mein Lohn dafür war zu 80 % fest und 20 % waren Boni. Z. B. für die Höhe der Wertpapiergeschäfte, Lebensversicherungen etc. Boni werden ja nicht nur in den Top-Etagen vereinbart, sondern sind normaler Bestandteil des Arbeitsvertrages im mittleren und untern Führungsbereich. Daher sind viele auch im Recht, wenn sie ihre Boni verlangen.
    Mag sein, dass Bankangestellte teilweise zu Recht auf ihren vertraglich vereinbarten Bonus bestehen.
    Tatsache ist aber, dass gerade im Bankenbereich Traumgehälter – jedenfalls im Managementbereich – gezahlt werden. Nicht dass ich den Leuten das Geld nicht gönne. Aber irgendwo her muss das Geld ja kommen und Banken produzieren eben nicht wirklich etwas (höchstens Luftblasen ). Woher also sollen die Gelder und Bonis der "Top-Banker" kommen, wenn nicht von den Kunden der Banken? D.h. die Kunden müssen die Zeche für einen aufgeblähten Finanzapparat und für Traumgehälter incl. Bonuszahlungen an die Manager zahlen. Und im Falle von Bank-Insolvenzen kommt auch noch der Steuerzahler für die Verluste der Banken auf, wie wir gesehen haben.

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Geld ist sicher....
    Sicher? - dann träum mal weiter.
    O.k. so war es bis vor kurzem noch, aber wie lange noch? Ich habe selbst jemanden in meinem Bekanntenkreis, der einige tausend € bei der isländischen Kaupthing Bank als Tagesgeld angelegt hatte und jetzt um sein Geld bangt. Was würde passieren, wenn die Drohung des derzeitigen isländischen Ministerpräsidenten um sich greifen und Island die Rückzahlung der staatlich abgesicherten (!) Kundengelder bei den isländischen Pleite-Banken verweigern würde, wie eben gerade von diesem Minister angekündigt? Genau das geht doch aus dem von Dir eingestellten Link hervor, oder täusche ich mich?
    Ändert sich also an dieser vermeintlichen Sicherheit gegenwärtig gerade grundsätzlich etwas? Wenn sich das Szenario so bewahrheiten sollte wie angekündigt, wäre das wie ein Dammbruch und wer dann noch halbwegs nüchtern ist, wird merken, wie wenig sicher das Geld –von nun an - bei den Banken noch ist, und zwar allen staatlichen und sonstigen Sicherheitsgarantien zum Trotz!....und wird sein Geld von den Banken abziehen, „retten was noch zu retten ist, solange es noch geht….“. Das wiederum kann ganz schnell zu einem „Dominoeffekt“ führen, schneller wie es manch einer glauben möchte. Mit dem Ergebnis: Totalzusammenbruch des internationalen Finanz- und Währungssystems – mit verheerenden wirtschaftlichen, sozialen und womöglich politischen (?) Folgen…..

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von madonnie Beitrag anzeigen
    Mag sein, dass Bankangestellte teilweise zu Recht auf ihren vertraglich vereinbarten Bonus bestehen.
    Tatsache ist aber, dass gerade im Bankenbereich Traumgehälter – jedenfalls im Managementbereich – gezahlt werden. Nicht dass ich den Leuten das Geld nicht gönne. Aber irgendwo her muss das Geld ja kommen und Banken produzieren eben nicht wirklich etwas (höchstens Luftblasen ). Woher also sollen die Gelder und Bonis der "Top-Banker" kommen, wenn nicht von den Kunden der Banken? D.h. die Kunden müssen die Zeche für einen aufgeblähten Finanzapparat und für Traumgehälter incl. Bonuszahlungen an die Manager zahlen. Und im Falle von Bank-Insolvenzen kommt auch noch der Steuerzahler für die Verluste der Banken auf, wie wir gesehen haben.
    Madonnie, wenn ich so anfange, dann hat das ganze kein Ende mehr. Auch in der Automobilindustrie werden Top-Gehälter gezahlt. Ein Führungskraft im mittleren bis unteren Managementbereich dürfte ein ähnliches Einkommen haben, wie derjenige bei der Bank. Auch die Autoindustrie geht am Stock. Also müsste ich auch da die Gehälter zusammenstreichen. Aber sowohl in der Autofirma als auch bei der Bank gibt es Gehaltsvereinbarungen, an beide Vertragsparteien gebunden sind.
    Und dann kann man über den nächsten Bereich reden: Vielleicht den Maschinenbau. Dort soll es ja auch um 30 % rückwärts gehen. Und viele Städte und Gemeinden haben Probleme, sogar seit vielen Jahren, dann sind die Stadtbediensteten dran.
    Grüßle
    Wolfgang
    Ich bin, also denke ich

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Madonnie, wenn ich so anfange, dann hat das ganze kein Ende mehr.....
    Du hast ja recht, die Wirtschaft krankt ebenfalls, und das nicht nur als Folge der Finanzkrise. Auch in der Wirtschaft sitzen hochbezahlte Manager, denen nichts einfällt, wie Leute zu entlassen, nur um kurzfristig durch Anfeuerung des Aktienkurses ihre Position zu festigen und für sich selbst Gehaltserhöhungen und Bonuszahlungen zu ergattern - dasselbe wie im Finanzbereich, nur in grün.
    Ich sage auch gar nicht, dass es in der Wirtschaft nicht die gleichen bzw. ähnliche Probleme gibt wie im Finanzsektor.

  5. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von madonnie Beitrag anzeigen
    Sicher? - dann träum mal weiter.
    O.k. so war es bis vor kurzem noch, aber wie lange noch? Ich habe selbst jemanden in meinem Bekanntenkreis, der einige tausend € bei der isländischen Kaupthing Bank als Tagesgeld angelegt hatte und jetzt um sein Geld bangt. Was würde passieren, wenn die Drohung des derzeitigen isländischen Ministerpräsidenten um sich greifen und Island die Rückzahlung der staatlich abgesicherten (!) Kundengelder bei den isländischen Pleite-Banken verweigern würde, wie eben gerade von diesem Minister angekündigt? Genau das geht doch aus dem von Dir eingestellten Link hervor, oder täusche ich mich?
    Ändert sich also an dieser vermeintlichen Sicherheit gegenwärtig gerade grundsätzlich etwas? Wenn sich das Szenario so bewahrheiten sollte wie angekündigt, wäre das wie ein Dammbruch und wer dann noch halbwegs nüchtern ist, wird merken, wie wenig sicher das Geld –von nun an - bei den Banken noch ist, und zwar allen staatlichen und sonstigen Sicherheitsgarantien zum Trotz!....und wird sein Geld von den Banken abziehen, „retten was noch zu retten ist, solange es noch geht….“. Das wiederum kann ganz schnell zu einem „Dominoeffekt“ führen, schneller wie es manch einer glauben möchte. Mit dem Ergebnis: Totalzusammenbruch des internationalen Finanz- und Währungssystems – mit verheerenden wirtschaftlichen, sozialen und womöglich politischen (?) Folgen…..
    Das Politiker regelmäßig durch besonders hirnrissige Tieffliegerei in Sachen Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft glänzen hat wohl nunmehr jeder realisieren müssen.
    Richtig ist, nüchtern und dem Gesetz es Geldes folgend müsste das Geld der Bürger „verbrannt“ sein.
    Um es einfach zu erklären, Blüm sagte auch die Rente ist sicher und relativierte diesen Ausspruch nach 10 Jahren mit, die Höhe wurde nicht versprochen.
    Mit dem Geld bei den Banken ist ebenso, das Geld ist sicher nur was es dafür in 10 Jahren zu kaufen gibt weiß niemand.
    Glaubst du allen Ernstes, dass irgendein Politiker dieser Welt den Bürgern ihr Geld nicht mehr geben würde? Der Isländische Präsident, der im Übrigen politisch überhaupt nicht zu bestellen hat, war wohl geistig umnachtet.
    Die Kundeneinlagen sind das kleinste Problem der Krise.
    Ford will am Montag Gläubigerschutz beantragen, Prost Mahlzeit. Die Welt glaubt immer noch, nur weil gerade nichts anderes zu tun ist, dass wir ein weiteres Jahrhundert Autos bauen sollten.
    Die innenpolitische Stabilität vieler Staaten steht in der Tat auf der Kippe, im Moment kennen die Politiker nur ein Rezept dagegen, Geld drucken damit die Volksseele ruhig bleibt. Das hilft eine Weile nur nicht ewig. Das Geldgesetz lässt sich nicht überlisten.
    V.G.

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Politiker regelmäßig durch besonders hirnrissige Tieffliegerei in Sachen Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft glänzen hat wohl nunmehr jeder realisieren müssen.
    Richtig ist, nüchtern und dem Gesetz es Geldes folgend müsste das Geld der Bürger „verbrannt“ sein.
    Um es einfach zu erklären, Blüm sagte auch die Rente ist sicher und relativierte diesen Ausspruch nach 10 Jahren mit, die Höhe wurde nicht versprochen.
    Mit dem Geld bei den Banken ist ebenso, das Geld ist sicher nur was es dafür in 10 Jahren zu kaufen gibt weiß niemand.
    Glaubst du allen Ernstes, dass irgendein Politiker dieser Welt den Bürgern ihr Geld nicht mehr geben würde? Der Isländische Präsident, der im Übrigen politisch überhaupt nicht zu bestellen hat, war wohl geistig umnachtet.
    Die Kundeneinlagen sind das kleinste Problem der Krise.
    Ford will am Montag Gläubigerschutz beantragen, Prost Mahlzeit. Die Welt glaubt immer noch, nur weil gerade nichts anderes zu tun ist, dass wir ein weiteres Jahrhundert Autos bauen sollten.
    Die innenpolitische Stabilität vieler Staaten steht in der Tat auf der Kippe, im Moment kennen die Politiker nur ein Rezept dagegen, Geld drucken damit die Volksseele ruhig bleibt. Das hilft eine Weile nur nicht ewig. Das Geldgesetz lässt sich nicht überlisten.
    Du sprichst da ein paar Punkte an, die mir in letzter Zeit zu denken geben.
    Wir haben im Moment ein politisches Triumvirat, das nur so glänzt vor Nichtwissen. Glos war nicht der einzige ohne Sachverstand. Anscheinend legen sie auch keinen Wert auf wirtschaftliche Ratschläge. Und dann haben sie auch noch die Frechheit, andere, die diese ganzen Milliarden-Maßnahmen-Pakete kritisieren, als Miesepeter zu bezeichnen, die nicht mit am gemeinsamen Strang ziehen wollen. Aber wenn jemand diese ganzen Konjunkturpakete für absoluten Nonsens hält, dann wird er nicht mitziehen, ist doch richtig.

    Mein eigentliches gedankliches Problem ist folgendes.
    -Unsere Regierung lässt Abermilliarden Euro in die Wirtschaft und das Bankensystem pumpen.
    -woher kommt dieses Geld?
    -Im Gegensatz zur großen deutschen Inflation (um 1920) haben wir keine eigene Zentralbank mehr, sondern eine europäische Zentralbank, die für die Geldmengenentwicklung zuständig ist. Die europäische Zentralbank hat sich an bestimmte Regeln zu halten:
    -eine Regel ist, dass die EZB und die nationalen Zentralbanken keine Weisungen aus der Politik erhalten dürfen. Den öffentlichen Haushalten (auch Staaten) dürfen keine Kredite gewährt werden. Die EZB darf nicht die Defizite im Haushalt der Gemeinschaft oder eines Mitgliedslandes finanzieren.

    Und da setzt mein Gedanke an: Woher nimmt unsere Bundesregierung das Geld, das sie schon fast in dummblindem Aktionismus mit vollen Händen aus dem Fenster wirft? Da sie das Geld nicht drucken lassen kann (EZB darf das nicht), muss sie sich doch das Geld am Kapitalmarkt ausleihen. Wenn sie also die Wirtschaft mit 50Milliarden zusätzlich versorgen will, muss sie sich diese 50Milliarden besorgen. Dieses Geld ist also nicht neu, sondern wird an anderer Seite dem Kapitalmarkt entzogen. Also wird kein Pfennig zusätzlich in die Wirtschaft gepumpt, sondern es wird nur umgeschichtet.
    ------------------
    Das Ergebnis wäre, dass dieses Konjunkturpaket überhaupt keine Wirkung auf die Wirtschaft haben kann, da es ja gar keinen Impuls durch mehr Kaufkraft geben kann. Denn irgendwo wird Geld entzogen, an anderer Stelle hinzugefügt, also ein Nullsummenspiel.
    -----------------
    Das größte Problem, das ich sehe, ist, dass durch diese verrückten Neuverschuldungsorgien dieser blinden Regierung die EZB auße Kraft gesetzt wird. Dann könnte es wirklich zu einer riesigen Inflation führen. Ich weiß nicht, wie lange dieses Vogel-Strauß-Prinzip unserer Regierung durchgehalten werden kann.

    Wolfgang
    Ich bin, also denke ich

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Glaubst du allen Ernstes, dass irgendein Politiker dieser Welt den Bürgern ihr Geld nicht mehr geben würde? Der Isländische Präsident, der im Übrigen politisch überhaupt nicht zu bestellen hat, war wohl geistig umnachtet.
    Mag schon sein dass Du da recht hast, habe ja den worst case auch nur einfach mal so angenommen. Aber die Politiker werden alles tun, um diesen Extrem-Fall zu verhindern, das stimmt sicher.

  8. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Ich lache mich schlapp….. Cross-Border-Leasing: Kommunen in der Klemme - WirtschaftsWoche

    Treffende Formulierung „der Traum vom Geld ohne Ende“ und natürlich, wie nicht anders zu erwarten, die üblichen Verdächtigen.
    V.G.

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich lache mich schlapp….. Cross-Border-Leasing: Kommunen in der Klemme - WirtschaftsWoche

    Treffende Formulierung „der Traum vom Geld ohne Ende“ und natürlich, wie nicht anders zu erwarten, die üblichen Verdächtigen.
    V.G.
    Ich möchte nicht wissen, was noch so alles an Tageslicht in der nächsten Zeit kommt.
    Das ist ja ein Fass ohne Boden.
    Der Schlüssel zu allem ist Geduld.
    Nicht durch Aufschlagen, sondern durch Ausbrüten wird aus einem Ei ein Küken.

  10. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Kreis Beitrag anzeigen
    Ich möchte nicht wissen, was noch so alles an Tageslicht in der nächsten Zeit kommt.
    Das ist ja ein Fass ohne Boden.
    Das wird noch lustig. Die Frage ist, wie viel „Wahnsinn“ wurde schon unterschlagen?
    Mal schauen wann die „kritische Masse“ erreicht ist und die Kernschmelze der Volksseele beginnt.
    Nach allem was bis gestern bekannt wurde bleibt nur ein Weg.
    Die Kundeneinlagen bei den Banken SOFORT beschlagnahmen, eine staatliche Bank gründen die sich um die Kreditversorgung der Wirtschaft kümmert und den Geldverkehr regelt.
    Die Banken sich selbst überlassen.
    Die Bankster WOLLEN nicht lernen, sie machen weiter wie bisher.
    Ich möchte nicht wissen wie viel Banker seit letzter Nacht darüber grübeln, wie sie die gekürzten Boni auf anderen Weg „abholen“ können.
    Wer weiß wie viel Verträge kürzlich schnell mal umgeschrieben wurden.
    Die Banken geben kaum Kredite in die Wirtschaft und wenn, dann zu horrenden Zinsen. Sie lasen sich nicht nur den von ihnen angerichteten Schaden vom Steuerzahler bezahlen sondern auch mal schon die Boni der Zukunft.
    Mit denen kann man nicht aus der Krise kommen, die werden immer wieder alles tun um sich den Löwenanteil der gesellschaftlichen Wertschöpfung in die Tasche zu stopfen.
    Sie betrügen mit einer unübertroffenen Schamlosigkeit und Offenheit.
    V.G.

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