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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von When_a_Man Beitrag anzeigen
    Da gehts weniger um "glauben" als ganz greifbare und naheliegende Überlegungen zu Effizienz.
    Und es geht doch ums glauben. Wenn mir jemand kommt und sagt er weiß, dann glaub ich ihm nicht. Nicht nur in der Religion, auch in der Wirtschaft weiß man, dass man nichts weiß. Ich glaube eher denen, die glauben, und nicht den Wissenden, erst Recht nicht den Allwissenden.

    Zur Thematik Krankenversicherung habe ich eine eigene Sichtweise: ich würde allen !!! Bürgern eine Grundversorgung bieten, alle müssten in dieser gesetzliche Krankenversicherung versichert sein, auch Selbständige, Beamte, Künstler etc.
    Und wenn man Lust hat, kann man ja noch Zusatzleistungen in privaten Krankenversicherungen hinzuversichern, ob Krankenhaustagegeld, Chafarztbehandlung etc.

    LG Wolfgang
    Ich bin, also denke ich

  2. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Thema Krankenversicherung,

    Hallo Wolfgang,

    ich stimme dir zu, wenn Grundversorgung heißt, es wird alles
    getan um das Leben des Patienten zu retten und nicht auch
    schon da ein Zusatzversicherung in Kraft treten soll ...

    Ich brauche kein Zweibettzimmer, auch nicht
    wenn ich mal die Zähne zusammenbeißen muß, der Nachbar
    schnarcht etc.,weiterhin Zahnversicherung etc.

    Meinst du das damit?

    Gruß
    Charlotte5

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meinst du das damit?
    Guten Morgen Charlotte.
    Was meine ich?
    Ganz grob: In etwa die jetzige gesetzliche Krankenversicherung.
    Ob ein paar Leistungen mehr oder weniger, darüber lässt sich ja reden. Wichtig wäre es, alle, ob reich, ob arm, in diese Versicherung einzubinden, und nicht, dass sich viele aus dieser Versicherung rausmogeln können (Abgeordnete, Unternehmer etc.)

    Wolfgang
    Ich bin, also denke ich

  4. User Info Menu

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was dir alles unklar ist, und was dich alles beschäftigt - ich staune.
    ----
    welcher "ganze Tenor"?
    Hast du von dem Interview denn mehr gelesen als zwei bis drei Sätze über Derivate?
    -
    Ja, ich zeige soviel Respekt, daß ich deine Links lese.
    Und wenn ich dann etwas andere Information rausklaube als du, musst du auch damit leben
    Plattner ist mittlerweile mehr Kapitalrentner denn Topmanager.
    Ihn interessierte immer sein Kapital und ich glaube ihm nicht wenn er suggeriert er kümmere sich nicht selbst darum. Die Detailarbeit lässt er natürlich machen.
    Insofern mein Eindruck er will hauptsächlich wirken wie ein pubertierender Bub. Oder Twenboy meinetwegen: COOL . Zu diesem Zwecke tischt er uns allerhand Käse auf. Inclusive viel wiedergekäutem Blabla.

    Die Gesundheitssystemdiskussion gehört nicht hierher.
    Ich gab aber selbst das Stichwort.
    Ist zumindest ein Beispiel dafür
    daß bei uns öffentlich ärgerliche Dinge jahrzehntelang belassen werden, von deren Sinnhaftigkeit absolut niemand überzeugt sein kann!
    Der Existenz von Privatkrankenkassen und überhaupt mehr als einer Krankenkasse nämlich.
    Herr Spahn,CDU, räumte jüngst bei AnneWill ein, daß da man sich da nicht mehr lange werde zieren können ans Thema ranzugehen.
    Frau Ministerin Ulla würde ja schon längst wollen...

  5. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von When_a_Man Beitrag anzeigen
    Ja, ich zeige soviel Respekt, daß ich deine Links lese.
    Schön wär's

    Ich zitier mal die Passagen, die ich interessant fand (Seite 3 des Artikels):


    SPIEGEL: Wenn alle die gleiche Software benutzen ...

    Plattner: ... verhalten sich alle gleich ...

    SPIEGEL: ... wie Lemminge.

    Plattner: Wenn aber schon all diese klugen Mathematiker und Statistiker mit all ihrer Software und ihren Berechnungsmodellen am Ende so ein Desaster modellieren - dann ist der Ruf nach mehr Überwachung und Regulierung die falsche Reaktion.

    SPIEGEL: Einspruch! Das freie Spiel des Marktes hat doch ganz offensichtlich versagt. Deshalb rufen nun alle Akteure nach Staatshilfe.

    Plattner: Und? Die private Verschuldung wird in eine öffentliche ausgetauscht. Das Problem wird nur verschoben. Natürlich brauchen wir akute Finanzhilfen, auch wenn mir nicht ganz einleuchtet, weshalb jetzt ausgerechnet die als Erste Geld vom Staat bekommen sollen, die am schlechtesten gewirtschaftet haben.

    SPIEGEL: Sind sie gegen Staatshilfen für Banken und Unternehmen?

    Plattner: In der augenblicklichen Lage mag es ohne Überbrückungskredite nicht gehen. Banken und Unternehmen benötigen Zeit zur Anpassung. Aber grundsätzlich sind Subventionen problematisch. Besser sind Investitionen in die Zukunft, in Infrastruktur und Bildung.

    SPIEGEL: Und wieso ist der Ruf nach schärferer Regulierung die falsche Reaktion?

    Plattner: Klar, man muss neue Grenzen ziehen. Aber letztlich bleibt es eine Frage der Transparenz. Die Märkte brauchen deshalb vor allem Gesetze, die genau diese Offenheit schaffen. Schauen Sie sich an, was weltweit mit dem Trendthema Biosprit passiert ist! Anfangs legten viele Staaten gewaltige Förderprogramme auf, um aus Getreide Kraftstoff herzustellen. Plötzlich schlug die Uno Alarm, weil sich die Preise für Grundnahrungsmittel verdoppelt hatten.

    SPIEGEL: Auch dieses Problem wurde von Spekulanten befeuert.

    Plattner: Mag sein. Aber plötzlich hatte man ein weltweites Hungerproblem. Letztlich zeigt das Beispiel nur: Auch Staaten sind begrenzte Einzelakteure, Fähigkeit zum Irrtum inklusive. Wie Individuen machen sie Fehler. Transparenz hilft, solche Fehler schneller zu erkennen.

    SPIEGEL: Sind die USA nur Teil des Problems oder auch der Lösung?

    Plattner: Natürlich beides. Sie haben uns die Krise zwar eingebrockt, aber ich bin mir sicher, dass sie auch die Ersten sind, die daraus gestärkt hervorgehen werden.

    [ ... ]

    SPIEGEL: Die Boni für die Manager waren doch auch ein Teil des Übels. Allein die US-Investmentbank Goldman Sachs hat in den vergangenen Jahren etliche Milliarden an Boni ausgeschüttet.

    Plattner: Das mag für unsere Phantasie Wahnsinn sein. Aber Amerika tickt da anders. Dort sagen mir sogar unsere eigenen Topleute: Du hast SAP vielleicht gegründet, aber wir entwickeln es nun fort und liefern dir den Gewinn. Also wollen wir auch ein Stück vom Kuchen haben. Und wissen Sie was? Ich finde, dass die recht haben.

    SPIEGEL: Die Boni sind an Kriterien wie die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft. So was verführt zu Bilanzkosmetik und atemlosem Aktionismus.

    Plattner: Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Steigende Unternehmensgewinne befeuern den Aktienkurs. In der Folge steigen auch die Boni.

    SPIEGEL: Es gab in den vergangenen Monaten Banker, die erst ihre Institute an die Wand fuhren und als Dank noch fette Abfindungen kassieren konnten.

    Plattner: Das mag man den Leuten schwer erklären können. Aber diese Abfindungen und Boni sind ja nur noch ein Echo auf alte Erfolge, Rest-Gagen für frühere Jahre. Sie können den Managern diese einmal gewährten Gehaltsbestandteile auch nicht einfach vorenthalten. Schließlich gibt es Verträge. Finden Sie mal einen, der einen Vertrag unterschreibt mit - sagen wir - einjähriger Laufzeit! Ich finde es schon verrückt, dass wegen exorbitanter Gagen immer nur auf Manager eingedroschen wird. Eigentümer werden da selten belangt.

    [ ... ]

    SPIEGEL: Welche Lehren ziehen Sie persönlich aus der aktuellen Wirtschaftskrise?

    Plattner: Neulich lief im deutschen Fernsehen "Domino Day". Man sah die Steine in einer rasenden Geschwindigkeit fallen. Unerbittlich. Mit der gleichen unerbittlichen Konsequenz fällt nun in der Wirtschaft Stein um Stein in beängstigender Schnelligkeit. Ich habe aber nicht den Eindruck, dass wir so viel schlauer sind als in der Weltwirtschaftskrise vor fast 80 Jahren. Die Welt hat viel zu sehr auf Pump gelebt - und tut es noch. [ ... ] Wir alle leben weit über unsere Verhältnisse - und merken es nicht mal. Wenn uns da mal die Rechnung präsentiert wird ...

    Man muss nicht in jedem Punkt Hasso Plattners Ansichten folgen, aber diskussionswürdig sind sie m.E. durchaus. Hatte ich jedenfalls gedacht, als ich das Interview verlinkt habe.
    .
    Geändert von Inaktiver User (07.01.2009 um 11:30 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von When_a_Man Beitrag anzeigen
    Der Existenz von Privatkrankenkassen und überhaupt mehr als einer Krankenkasse nämlich.
    Herr Spahn,CDU, räumte jüngst bei AnneWill ein, daß da man sich da nicht mehr lange werde zieren können ans Thema ranzugehen.
    Frau Ministerin Ulla würde ja schon längst wollen...
    Laut lach… und dann? Klar will die Ulla an die Kapitalrücklagen der Privatversicherten. Bei dem Denkmuster unserer Politiker ist es allzu verständlich, dass wir Altersvorsorge und Gesundheitsvorsorge nicht auf Kapitalrücklagebasis veranstalten.

    Wenn dann JEDER in eine Einheitskasse einzahlt, was glaubst du wie lange die Beiträge stabil bleiben und die Kassen kostendeckend wirtschaften werden?
    Ich wette darauf, nicht mal ein komplettes Jahr wird es dauern und das Gejammer vom fehlenden Geld geht weiter.
    Glaub mir, die wirtschaften das System in Grund und Boden bis es kollabieret, dass war in der dt. Geschichte immer schon so und es wird so bleiben.
    Veränderungen im System gab es immer erst nachdem das System kollabierte, letztens erst 1989.
    Was nach Aussagen des Herrn Platner an der Börse gilt, das gilt auch bei den Deutschen in der Politik, wie die Lemminge.
    V.G.

    Gestern Herr Merckle, heute Herr Platner, morgen Frau Merkel und übermorgen vielleicht der Wiedeking.
    Die Finanzkonstrukte sind unüberschaubar und wir wollen es überhaupt nicht wissen.
    Längst bestimmt das Kapital die Geschicke eines Landes und dessen Politik.
    V.G.

  7. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Die Verwaltung des Fonds der ehemaligen Sachsen LB hat dem Land Sachsen angekündigt, dass ein zweistelliger Millionenbetrag, der durch die Landesbürgschaft gedeckt ist, demnächst fällig wird.
    Alle Politiker haben damals versichert, dass die Bürgschaft eine reine Formsache sei und es höchst unwahrscheinlich sei, dass die Bürgschaft fällig werde.
    Selbstverständlich sind die dafür Verantwortlichen nicht mehr im Amt, es waren wieder mal die anderen.
    Die Bürgschaft beläuft sich auf zirka 3 Milliarden.

    Die Halbwertzeiten der Lügen deutscher Politiker werden immer kürzer.
    Im Moment wird der Rekord von der Ulla gehalten, nur mal so zur Erinnerung, die Beiträge zur KV werden für alle spürbar sinken.
    Über diese Witzfiguren kann man eigentlich nur noch zum lachen.
    V.G.

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Frank, kann es sein ,daß du teils ideologieblind bist ?

    Auf das dt Rentensystem hast du doch auch schon furchtbar geschimpft und über Nobbys Spruch gelacht "die Rente ist sicher".
    Mit Details des Rentensystems hab ich mich zugegeben nie befasst, jedoch habe ich Leute stehts beruhigt,die sich Sorge machten ihre Rente sei nicht sicher. Weil ein staatliches transparentes System dahintersteht, auch wenn die Politik alle 10 Jahre mal paar Schräubchen stellt.
    Dem Imagegewinn des Rentensystems trägt folgender Artikel aus der ZEIT Rechnung Die Rente ist sicher
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Zu den wenig beachteten, aber wichtigen Vorzügen des staatlichen Rentensystems gehört, dass niemand daran
    Geld verdient. Es gibt keine Möglichkeit für Vermittler, Berater und Verkäufer der Finanzbranche, Mittel aus
    dem Topf für sich selbst abzuzweigen. Keine Provisionen, keine Gebühren, keine Werbung. Die
    Rentenversicherung arbeitet ausgesprochen effizient. Die Verwaltung kostet nur 1,1 Prozent der
    Auszahlungen.
    Mit solcher Effizienz(genauer: Schlankheit des Apparats) können die privaten Vorsorge-Systeme nicht aufwarten. Überrascht das?

    Von Transparenz gar nicht zu reden.

    Der Markt ist ein uraltes,nichtsdestotrotz in weiten Teilen immernoch taugliches, Instrument wirtschaftliche Abläufe steuern zu helfen. Aber nicht das einzige.
    Damit Markt gut funktioniert muß Wettbewerb gewährleistet werden im Sinne eines fairen Leistungswettbewerbs. Stimmen die Regeln nicht, wird es ein anderes Spiel: Aus Fußball wird Rugby, oder auch CatchasCatchcan.

    REINE Marktwirtschaft versus REINE Nichtmarktwirtschaft?
    Seltsamerweise laufen ziemlich viele Kommentare wie selbstverständlich auf diese Alternativen hinaus- warum nur ?
    Man kann neben Dummheit nur auf simple Argumentationsverknappungstaktik seitens der marktwirtschaftsliberalen Seite tippen,die so alles abwürgen möchte was nicht privatwirtschaftlich ist.

    Wirtschaftlich erfolgreiche Modelle zeigen das Gegenteil:
    China, Deutschland (v.a. unter Nazis ab 1933) , sogar auch Japan und die USA,Frankreich... seien hier genannt, die ihre großen Konzerne quasi als nationale Wirtschaftsgrößen stellvertretend sehen und unterstützen. Kraftbündelnd und auch gerne als Monopolisten.
    Deutschland ist seit Jahren irrwitzigerweise dabei die ureigensten Riesen zu "privatisieren" = zu verhackstücken + staatl.Kontrolle abzugeben. Ohne dabei das (angeblich) erhoffte Wettbewerbsszenario zu bekommen - was mich wenig verwundert.
    Geändert von When_a_Man (09.01.2009 um 14:35 Uhr)

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Ich dresch solange auf die Banken ein, solange nichts Konstruktives kommt von Ihnen. Nicht mal Analytisches, Systemfehlersuchendes,Selbstkritisches, Vergangenheitsbewältigendes.


    Ackermann wird zur Witzfigur:
    Erst:"Keine Hilfe,eine Frage der Ehre"
    ..dann: "Einmal "Bad-Bank" bitte, die uns von all dem Finanz-Schund erlösen möge,den wir in die Welt gesetzt und vertrieben haben!" . Die anderen -wie Blessing- können offenbar dazu besser eh nur schweigen.

    Es ist nicht nur eine Krise, es ist und bleibt ein Skandal.
    Geändert von When_a_Man (09.01.2009 um 14:52 Uhr)

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Mein Eindruck:
    Man hat mit der künstlichen Stützung der Investmentbanken (und mit ihnen ihrer kapitalanlegenden Kundschaft) die Chance versäumt einen Teil der überschüssigen Luft (sprich Geldes) dort herauszulassen wo es bestmöglichst gepasst hätte.

    Überproportional profitiert von der wunderbaren Geldvermehrung der letzten Jahrzehnte haben eben genau jene Kreise.

    Jetzt läuft das Spiel so weiter wie gewohnt:
    Der Staat nimmt Schulden auf ( mehr als 1 Billiarde Dollar laut Obama allein in 2009).
    Bei wem tut er das, wem bietet er neue lukrative,sichere Anlagemöglichkeiten?
    Ja, exakt jenem Privatkapital, das in seiner Überschwemme und Verängstigtheit nicht wüsste wohin grade ...und das man eben erst rettete mit eben diesen teuren Rettungspaketen. Für alle Steuerzahler (allgemein:Verbraucher) teuren Paketen.

    Henry Fords Satz (s.Frank62's Fußnote,die ich erst jetzt zufälligerweise las,weil sonst ausgeblendet) könnte schon gut passen
    Geändert von When_a_Man (09.01.2009 um 14:52 Uhr)

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