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    AW: Internationale Finanzkrise

    Ich erlaube zu wiederholen:
    Jeder der Beteiligten (Profis) musste wissen
    "Je höher das Renditeversprechen, je höher das Verlustrisiko"

    Jahre über wurden hohe Renditen erzielt, die den Risiko-Anlegern bzw ihrer Klientel (Pensionsberechtigten) zugute kamen.
    Jetzt gehts mal umgekehrt, und da müssen eben auch die Pensionsberechtigten Abstriche hinnehmen.

    So what ?

    Ich hab das Gefühl die Amerikaner sind da wesentlich weiter. Was nicht verwundert, da sie tiefer im Schlamassel sitzen, und auch länger und intensiver mit Thema befasst sein dürften.
    Und das Gefühl sagt mir weiter:
    Der Kongress hat das 700-billion-dollar-pack nicht durchgewunken,weil dann mittel-bis kurzfristig etwas drohen würde, was nun erstmal ganz unamerikanisch aussähe:
    Der Aufstieg einer kommunistischen/marxistischen/nationalsozialistischen ..wie auch immer...radikalen Partei innerhalb der USA.

    Amerikaner lassen sich nicht so ohne weiteres grenzenlos verarschen. Und nichts anderes beinhaltet dieses Paket

  2. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von When_a_Man
    Ich hab das Gefühl die Amerikaner sind da wesentlich weiter. Was nicht verwundert, da sie tiefer im Schlamassel sitzen, und auch länger und intensiver mit Thema befasst sein dürften.
    Und das Gefühl sagt mir weiter:
    Der Kongress hat das 700-billion-dollar-pack nicht durchgewunken,weil dann mittel-bis kurzfristig etwas drohen würde, was nun erstmal ganz unamerikanisch aussähe:
    Der Aufstieg einer kommunistischen/marxistischen/nationalsozialistischen ..wie auch immer...radikalen Partei innerhalb der USA.

    Amerikaner lassen sich nicht so ohne weiteres grenzenlos verarschen. Und nichts anderes beinhaltet dieses Paket
    Nee, nä -

    Eine kommunistische/marxistische/nationalsozialistische oder (noch schlimmer) modern-europäisch denkende Partei kann es in USA schwerlich geben, da es ein Mehrheitswahlrecht und kein Verhältniswahlrecht gibt. Es ist also bei jeder Wahl ein Alles-oder-Nichts, das verhindert, dass es eine dritte Partei ins Parlament schafft.

    Außerdem lassen sich Amerikaner sehr wohl ohne weiteres grenzenlos verarschen. Dabbelju ist das jedenfalls mühelos geglückt:
    Er hat nicht nur desaströse Kriege inszeniert und den Ruf des Landes im Bereich Menschenrechte ruiniert, sondern auch den von Clinton saniert übernommenen Staatshaushalt dramatisch ruiniert, ohne dass dies seiner Wiederwahl geschadet hätte.


    Was das 700-Milliarden-Dollar-Paket betrifft:

    Die Abstimmung im US-Repräsentantenhaus war relativ knapp: Die Ablehnung erfolgte mit 228 zu 205 Stimmen.

    Europa würde ein solches US-Rettungspaket begrüßen, und angesichts dessen, wer dieses Weltfinanz-Schlamassel verursacht hat, drängt sich nicht gerade der Eindruck auf, die Amis seien den Europäern intellektuell und ordnungspolitisch überlegen. Warum also nicht einfach mal darüber nachdenken, weshalb europäische Politiker das Paket begrüßen.


    Übrigens: Diverse Journalisten haben auf CNN beklagt, dass nicht deutlich genug gesagt worden sei, wozu dieses Geld dienen soll, was damit bezweckt wird und was letzten Endes an tatsächlicher Belastung auf den amerikanischen Steuerzahler zukommt. Deshalb haben die Menschen verständlicherweise erstmal dicht gemacht und ihre Abgeordneten gedrängt, das Paket abzulehnen.

    Aber es wird schon wieder verhandelt, und es gibt nicht wenige, die glauben, dass das Paket mit kleinen Veränderungen und umfassenderer Kommunikation doch noch verabschiedet werden wird.

    Man wird ja sehen.
    .
    Geändert von Inaktiver User (01.10.2008 um 17:46 Uhr)

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    AW: Internationale Finanzkrise

    ja klar, die Europäer hätten eigennützige Motive das staatliche US-Stützpaket zu unterstützen. Nämlich Aussicht, daß ihre sauberen Herrn Investmentbanker auch bisslwas abbekämen indirekt. Und sie selbst weniger stützen müssten,ergo
    Ein Spiel auf Zeit also auch innerhalb des kapitalistischen Wolfsrudel

  4. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Na das würde mich auch mal interessieren, was eine Pensionskasse in solchen Anlage sucht.
    Ich weis, dass bei einigen Pensionskassen bis zu 27% versenkt wurden, nur mit diesen Nachrichten ist man sehr vorsichtig.
    Man bringt dem Kleinsparer „schonend“ bei, dass derjenige sein wird, der das bezahlt.
    Geld verschwindet nicht, es hat nur ein anderer.
    V.G.
    Versicherungen und Pensionskassen müssen auch die Einlagen vermehren. Wie sollen sonst die Überschüsse finanziert werden? Natürlich haben sie bestimmte Kriterien wie sie anlegen. Den größten Teil in Rentenpapiere einen Teil in Aktien, Fonds und Wertpapiere und einen Teil in Immobilien. Auf einem Sparbuch mit
    0,5 Prozent Gewinnzuwachs, oder Sparkassenbrief geht das nicht.

    Auch der kleine Privatanleger kann bei Investmentbanken Einlagen in Form von Anleihen haben und das kann man nicht mit Spekulation vergleichen. Diese Papiere habe eine feste Laufzeit und die Rendite ist auch marktabhänig ca. 5 Prozent.

    Aktien sind nicht spekulativer als anderswo.

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    AW: Internationale Finanzkrise

    all diese details mögen ja sein oder auch nicht. Und meinethalben legen Pensionskassen an wo und wie sie wollen...

    Das Kernthema bleibt doch, daß diejenigen, die sich diese Banken als Geschäftspartner aussuchten, und sich auf ...sagen wir... 'riskantere' Anlageformen einließen auch einen eventuellen Verlust daraus tragen sollen. Und zwar alleine,wie auch sonst?
    Springt etwa der Staat ein, wenn ein Bauträger bankrott macht und Bauherr überzahlt hat?
    oder wenn der Garantiefall eintritt, aber die Firma, die Garantiepflichtig wäre, nicht mehr existiert. Wegen Insolvenz zb.
    Nein, natürlich nicht, selbstverständlich nicht. Der Schaden muss je individuell getragen werden.

    Wo soll nun das Besondere sein bei Geschäftspartnern=Kunden dieser schwächelnden Investmentbanken ?

    Wenn ich aus national-sozialen Gründen irgendeine nachbetroffene Institution im Einzelfall schützen möchte, unterstützen möchte, dann sei das ja unbenommen.
    10 oder 100 Mio gezielt zu geben als günstiges Darlehen zb mit Eigenkapitalcharakter ist günstiger als 35 Milliarden pauschal zu verstreuen mit Gießkanne und auf Kosten aller Steuerzahler.

  6. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von When_a_Man
    Das Kernthema bleibt doch, daß diejenigen, die sich diese Banken als Geschäftspartner aussuchten, und sich auf ...sagen wir... 'riskantere' Anlageformen einließen auch einen eventuellen Verlust daraus tragen sollen. Und zwar alleine,wie auch sonst?
    Wie ich schon sagte: genau das klappt nicht. Die Wechselwirkungen der modernen Finanzwirtschaft sind so, dass auch Leute betroffen werden, die mit den betreffenden Banken überhaupt keine Geschäftsbeziehungen unterhalten.

    Außerdem unterstellst du den Anlegern ein Finanzwissen, das sie schlichtweg nicht haben können. Oder glaubst du etwa, dass jemand, der eine englische Lebensversicherung abgeschlossen hat, weil sie profitabler war als eine deutsche, bei "Risiko" an etwas anderes dachte als an das Währungsrisiko oder eventuell ein Aktienkursrisiko? An Derivate dachte sicher niemand.


    Springt etwa der Staat ein, wenn ein Bauträger bankrott macht und Bauherr überzahlt hat?
    Gegenfrage: weshalb ist der US-amerikanische Staat bei manchen Bankenpleiten eingesprungen, bei anderen hingegen nicht?
    Weil es allein um die Frage ging, wer außer ihnen sonst noch betroffen war.
    Je mehr die Fehler der Bank auch auf andere wirtschaftliche Bereiche überzugreifen drohten, z.B. auf zig Tausende von Kleinsparern, desto mehr war der Staat zum Eingriff bereit. Je mehr die Fehler von den Verantwortlichen selbst ausgebadet werden konnten, desto mehr war der Staat geneigt sie einfach pleite gehen zu lassen.


    10 oder 100 Mio gezielt zu geben als günstiges Darlehen zb mit Eigenkapitalcharakter ist günstiger als 35 Milliarden pauschal zu verstreuen mit Gießkanne und auf Kosten aller Steuerzahler.
    Wie kommst du darauf, dass irgendwas pauschal mit Gießkanne verstreut werden solle? Das ist nämlich nicht der Fall.
    Insbesondere handelt es sich bei jenen 35 Milliarden um eine Bürgschaft, und die kostet erstmal keinen Cent.
    .
    Geändert von Inaktiver User (02.10.2008 um 10:01 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von When_a_Man
    ja klar, die Europäer hätten eigennützige Motive das staatliche US-Stützpaket zu unterstützen. Nämlich Aussicht, daß ihre sauberen Herrn Investmentbanker auch bisslwas abbekämen indirekt. Und sie selbst weniger stützen müssten,ergo
    Ein Spiel auf Zeit also auch innerhalb des kapitalistischen Wolfsrudel
    Dein Posting verstehe ich nicht.

    Die "sauberen Herren Investmentbanker" haben vom deutschen Steuerzahler keineswegs privates Geld erhalten, um sich eine Zweityacht oder Drittvilla zu kaufen, sondern die Bank Hypo Real Estate hat eine staatliche Bürgschaft erhalten, um die Verpflichtungen gegenüber ihren Anlegern und Kunden weiterhin erfüllen zu können.

    Und natürlich haben die Europäer eigennützige Motive das US-Rettungspaket zu unterstützen. USA ist bekanntlich immer noch die weltgrößte Volkswirtschaft und vor allem das Herz der Weltfinanzwirtschaft, und Schwächen in USA greifen über kurz oder lang auf die gesamte Weltwirtschaft bzw. Finanzwirtschaft über.
    Ich bin Europäerin und sehe in erster Linie unsere Interessen. Bist du amerikanische SteuerzahlerIn oder was ist der Grund, dass du die europäischen Interessen so gering gewichtest?

    Es ist in der Tat ein Spiel auf Zeit, wenn die HRE mit einer Bürgschaft unterstützt wird. Das Unternehmen ist nämlich (angeblich) gesund; es geht allein um den derzeitigen Vertrauensverlust in der Branche allgemein.

    Übrigens: auch wenn es wenig mit dem Fall HRE zu tun hat möchte ich darauf hinweisen, dass es nicht gar so ungewöhnlich ist, dass der Staat Bürgschaften für die Privatwirtschaft erteilt, siehe Hermes-Bürgschaften.
    .
    Geändert von Inaktiver User (02.10.2008 um 10:03 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Ein Anmerkung, einerseits über die angeblich schwer zu verarschenden Amerikaner ... , andererseits über die ungeheuerliche Zumutung, dass Steuergeld für die Rettung aus der Finanzkrise verwendet werden solle:


    Kosten des Irakkriegs (nur USA)

    80 Mrd. US-Dollar für den Krieg und seine Folgen, davon 62 Mrd. US-Dollar reine Kriegskosten

    Seit Beginn des Krieges etwa 616 Milliarden US-Dollar (Stand 7/2008)

    Laut Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz belaufen sich die "wahren Kosten" auf etwa 3 Billionen Dollar


    Im Umfeld der Kriegsaktivitäten fand offensichtlich in großem Umfang Misswirtschaft statt, außerdem wurden weitverbreitet betrügerische Aktivitäten durch beteiligte Firmen ermittelt, die bis zu 23 Milliarden Dollar in dunklen Kanälen verschwinden ließen. Die Untersuchung dieser Vorkommnisse wird aber von der US-Regierung unterbunden.

    Quelle: Wikipedia
    Geändert von Inaktiver User (02.10.2008 um 11:59 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Internationale Finanzkrise

    Hallo Blautanne,

    Du hast ja recht;-(

    Aber Du weisst ja wie sich die Großmächte immer gebärden (siehe Putin und Russland).

    Bei Deinen Aversionen gegen die Amis und angloamerikanischen
    Länder würde ich Dir empfehlen die "französische Staatsbürgerschaft" zu beantragen.

    Mit den Franzosen kann man herrlich ablästern über die Amis und Co.

    <<Die guten Bücher sind in einer Art Fremdsprache geschrieben.>>

    Marcel Proust


  10. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Amely
    Bei Deinen Aversionen gegen die Amis und angloamerikanischen
    Länder würde ich Dir empfehlen die "französische Staatsbürgerschaft" zu beantragen.
    Was heißt das?
    Dass du die Vorgehensweise der USA im Irak bzw. die Regeln der amerikanischen Finanzwirtschaft richtig findest? Oder dass du es unpassend findest sie zu kritisieren?

    Vielleicht solltest du die amerikanische, britische oder polnische Staatsbürgerschaft beantragen. In Europa findet sich dafür ansonsten nämlich wenig Unterstützung, und sie wird täglich weniger.

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