Sicher wurden die Währungskörbe zu Gunsten des Euro verschoben aber die gigantischen Dollarmengen wollen erst mal kompensiert sein.Zitat von Inaktiver User
Solange die Rohstoffe in Dollar gehandelt werden solange wird der Dollar die Leitwährung bleiben. Um etwas zu produzieren braucht man nun mal Rohstoffe.
Ich persönlich denke, die Chinesen werden bei der Bewältigung der Finanzkrise das Zünglein an der Waage sein.
V.G.
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Thema: Internationale Finanzkrise
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25.10.2008, 23:42Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
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26.10.2008, 21:22Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Wir reden hier von Wahrscheinlichkeitsberechnungen unter manipulierten Bedingungen! Augen AUF!
Zitat von Inaktiver User
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26.10.2008, 23:43Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
"gigantische Dollarmengen" ist so eine Sache - eine Frage der Wirtschafsleistung, die dahinter steckt. Dass alleine Geldscheine mit vielen Zahlen drauf nichts nützen zeigten spätestens die Hyperinflationen in Deutschland ("Reichsmark") oder - derzeit - in Simbabwe. "Gigantische Geldmengen" helfen nichts. Die USA hatten 2006 gut 27 % Anteil am Welt-BIP (2002 noch knapp 32 %), auch Japan musste seinen Anteil am Welt-BIP (2002 noch 12,0 %) bis 2006 auf 9,1 % reduzieren. Europas größte Staaten folgten 2006 zusammen mit 22,1 % (Deutschland mit 6,0, GB mit 4,9, Frankreich mit 4,6, Italien mit 3,8 und Spanien mit 2,5 %).
Zitat von Inaktiver User
Mit den weiteren EU-Mitgliedern ist der europäische Anteil am Welt-BIP inzwischen wohl größer als der US-Anteil.
Die USA sind im Übrigen in derselben Situation wie 1929: der Anstieg der Löhne fiel damals geringer aus als die Produktivitätssteigerung, wir hatten eine expansive Kreditspekulation und die Einkommensschere zwischen Reich und Arm klaffte immer weiter auseinander (mit Ausnahme der Kreditspekulation haben wir in Europa im Übrigen dieselben Phänomene).
Damals hat erst Roosevelts "New Deal" mit seinen enormen Investitionen in der Infrastruktur die Misere beendet. Und wo stehen die USA heute - etwa in der Infrastruktur?
=> FTD vom 20.06.2008
Anstatt 700 Milliarden Dollar im Irakkrieg zu verfeuern müsste die US-Regierung endlich daran gehen, den wirtschaftlichen Interessen der Mehrheit der Amerikaner zu dienen.
Dazu gehört, dass das Einkommen der Arbeitnehmer mit der Produktivität Schritt hält (auch zur Vermeidung der Kreditmalaise), dass 46 Mio. Amerikaner eine Krankenversicherung erhalten und dass wieder im eigenen Land investiert wird.
Solange die Masse der US-Bürger eher ärmer wird und nur wenige Spitzenverdiener noch reicher werden (letztere können aber auch nur ein Schnitzel essen) wird sich an dem strukturellen Wirtschaftsdesaster der USA und damit am "weichen Dollar" nichts ändern.
Dass die Rohstoffe in US-$ bezahlt wurden ist das Ergebnis von Bretton Woods - und kein "ehernes Gesetz". Inzwischen gingen immer mehr Rohstofflieferanten dazu über, anstelle des $ andere - härtere - Währungen für ihre Rohstoffe zu nehmen.
Zitat von Inaktiver User
Nicht nur, aber Wesentlich.
Zitat von Inaktiver User
China, Russland, Indien und Brasilien - und natürlich die arabischen Golfstaaten - verfügen über so viele Devisenreserven, dass ein Investitionsprogramm mit globaler Wirkung, das also wirksam gegen eine globale Krise eingesetzt werden kann, nur mit diesen Ländern möglich ist.
"Bretton Woods II" ist ja auch schon angekündigt.Geändert von Inaktiver User (26.10.2008 um 23:48 Uhr)
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27.10.2008, 11:07Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Wirtschaftsleistung wesen…. Doch derer die die Dollar besitzen. Ist doch eine nette Angelegenheit, wenn mit jemand Waren gibt und ich im Gegenzug grün bedrucktes Papier hergebe.
Zitat von Inaktiver User
Die Szenario könnten die Staaten anzetteln, die auf eben diesen Dollarreserven sitzen. Mit dem Tausch ihrer Dollarreserven in andere Wüährungen würden sie einerseits ihr eigenen Bestände entwerten, Amerikas Wirtschaft an die an die Wand krachen, so dass sie auf Importe aus anderen Ländern ohne Dollar angewiesen wären. Die würden sich also zweimal selbst anschmieren, einerseits Verfall des Vermögens, anderseits Preisanstieg für Importe.
Zitat von Inaktiver User
Ursächlich 1929 war eine kreditfinanzierte Aktienblase.
Zitat von Inaktiver User
Das Öl wiurd weiterhin in Dollar gahendelt, enzig der Iran machen da nicht mehr. Im Gegenzug haben die Amis den Golfstaaten miltärischen Schutz versprochen. Die Amis haben eine gesteigertes Interesse an den Unruheregionen im Golf.
Zitat von Inaktiver User
Intervenieren für was, etwa den Dollar? Glaubst du im ernst, dass jemand Dollar kauft um ihn zu stützen und die Amis machen weiter wie bisher, das machen die nämlich zur Zeit.
Zitat von Inaktiver User
V.G.
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27.10.2008, 15:24Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Zitat von Inaktiver User
Wir reden schlicht und einfach von globalen Risiken die der moderne , globalisierte und weitgehend ungeregelte Kapitalmarkt für uns zunehmend vorhält
Der lange Jahrzehnte gehegte und gelehrte Glaube... die Finanzmärkte seien effizient, wird gerade angesichts der Krise entzaubert.
Hierzu mal einige Überlegungen von B. Mandelbrot aus FAZ-net:
Benoit Mandelbrots Kritik an der modernen
Finanztheorie
Ein "Verfahren gegen die moderne Finanztheorie" führt
Mandelbrot in seinem Buch und nennt einige ihrer
Annahmen sogar "absurd".
Folgt man Mandelbrots Erkenntnissen aus der fraktalen Beobachtung der Finanzmärkte, so ergeben sich einige wichtige Kritikpunkte an der herkömmlichen Auffassung von Finanzmärkten:
Kursänderungen verlaufen kontinuierlich. "Die Natur macht
keine Sprünge" stellte schon Alfred Marshall seinen 1890
erschienenen "Principles of economics" voran - an dieser
Annahme hat sich bis jetzt wenig geändert, nicht zuletzt
deswegen, weil man mit Variablen, die sich kontinuierlich
ändern, wesentlich einfacher rechnen kann.
Leider ist diese Annahme falsch, glaubt Mandelbrot: Kurse bewegen sich nicht, sie springen und lassen Zwischenwerte aus.
Die Folge: Große Teile der modernen Finanzmathematik -
beispielsweise die Formeln von Markowitz, Sharpe,
Black-Scholes - funktionieren in solchen Märkten nicht.
Kaufen und Halten. Man solle nicht versuchen, den
"richtigen" Zeitpunkt für ein Investment abzupassen, raten
Experten stets.
Das ist zwar eine realistische Einschätzung der menschlichen Fähigkeiten, doch aus Sicht Mandelbrots problematisch:
Der "richtige" Zeitpunkt spiele nämlich auf den Märkten eine sehr große Rolle.
Kursschwankungen sind nicht symmetrisch über die Zeit verteilt, sondern kommen gehäuft vor.
Große Ereignisse - die öfter eintreten, als wir vermuten - haben große Kursbewegungen zur Folge, und diese Aktivitäten konzentrieren sich auf kleine Zeitabschnitte.
Die Folge: In den achtziger Jahren beispielsweise fielen 40 Prozent der Gewinne im amerikanischen S&P-Index in zehn Tagen, also in 0,5 Prozent der Zeit, an.
Normalverteilung. Die moderne Finanzmarkttheorie geht
davon aus, daß Kursänderungen normalverteilt sind und
dem Muster einer Glockenkurve folgen: Die meisten
Kursveränderungen sind klein, nur ganz wenige sind sehr
groß, und je größer sie werden, um so unwahrscheinlicher
werden sie.
Das entspricht leider nicht der Empirie, sagt
Mandelbrot und nennt als Beispiel dafür den Kurssturz des
DowJones im Jahr 1987 und weitere dramatische
Kursereignisse in den vergangenen zwei Jahrzehnten, die
so groß waren, daß sie unter der Annahme normalverteilter
Kursänderungen nicht erklärbar sind.
Märkte sind riskanter, als wir annehmen. Akzeptiert man,
daß die Kurse deutlich heftiger schwanken, als es das
Standardmodell unterstellt, dann drohen ruinöse
Kursbewegungen deutlich rascher.
Nach dem Standardmodell der Finanzwissenschaft liegt die
Wahrscheinlichkeit eines Ruins bei eins zu zehn Milliarden
rechnet Mandelbrot vor.
Unterstelle man aber dagegen deutlich heftiger schwankende Kurse, dann steige die Wahrscheinlichkeit eines Ruins auf eins zu zehn bis eins zu dreißig.
Hier nochmal das ausführliche Interview aus 2005
WW
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27.10.2008, 17:30Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Es kommt wieder einmal wie es kommen musste.
Über Jahrzehnte hinweg beweist uns der Staat bzw. deren Politiker, dass sie mit Geld nicht umgehen können, die Ergebnisse deren Politik lassen nur eine Schluss zu, Misswirtschaft, Missmanagement usw.
Stichwort Rentenreform, über Jahrzehnte ist es bekannt, dass die Umlagefinanzierung nicht aufgeht, nichts passiert, im Gegenteil, es wird munter in die falsche Richtung gewirtschaftet.
Gesundheitsreform, über ein Jahrzehnt wird nun fleißig an der Beitragssenkung gebastelt und im Ergebnis werden nicht nur die Leistungen geringer, nein der Beitrag steigt auch noch.
Deutsche Bahn, der Hammer schlecht hin, die wird mit aller Gewalt die Börse gebracht, ob die nun 12 oder 3 Milliarden bringt ist wurscht, Hauptsache an die Börse.
Seit heute wissen wir warum, es gibt Aktienbonus für Mehdorn und Konsorten egal wie das Ergebnis aussieht.
Vor diesem desaströsen Hintergrund erlauben sich diese hohen Herren auf die Privatbanker zu fluchen und diese als Versager zu beleidigen, das empfand ich damals schon als sehr mutig.
Jetzt stellen wir fest, alle Landesbanken geführt von Politikern, solche die es werden wollen und solche die es mal gewesen sind, sind platt und benötigen Staatsknete.
In Anbetracht der Tatsache, dass wir am Anfang des Desasters stehen dürfte wohl von denen nicht mehr viel zu erwarten sein, was auf eine Lösung der Finanzkrise hindeutet. Es wird beim Aktionismus und Schmierentheater bleiben, demnächst steht der Wahlkampf an und es würde mich nicht wundern, wenn die die Demokratie an die Wand fährt.
Langsam werde ich nachdenklich.
V.G.
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27.10.2008, 17:32
AW: Internationale Finanzkrise
Wannenwichtel,
eine besonders grosse Neuigkeit, dass die Märkte sich nicht kontinuierlich entwickeln, und es grosse Sprünge geben kann, in einem System, in dem die Preise auktionatorisch bestimmt werden ist das allerdings wohl für Niemanden. Können wir doch andauernd beobachten. Um diese "Erkenntnis" geht es also wohl kaum, sondern nur darum, das Berechnungsmodell zu verbessern, damit nicht jeder Analyst immer nur vorhersagt, dass die Kurve raufgehen wird, wenn die Kurve rauf geht - oder vorhersagt, dass der Trend nach unten gehen wird, wenn er nach unten geht.
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27.10.2008, 17:40Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
@WW
VW heute +190%, einmalig… bisher.
V.G.
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27.10.2008, 20:13Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
"Die allgemeine Erklärung lautet, dass zahlreiche Anleger offenbar nach den Kursverlusten der Vorwoche auf eine Fortsetzung dieses Trends spekuliert und sich damit "verzockt" haben. "Da sind einige ins offene Messer gerannt", sagte ein Börsianer. Die Anleger mussten nun ihre spekulativen Leerverkaufspositionen schließen, mit denen sie auf fallende Kurse gesetzt hatte. Da es offensichtlich mehr Leerverkaufspositionen gab, als VW-Aktien im Freefloat, mussten die Leerverkäufer "jeden Preis akzeptieren"."
Zitat von Inaktiver User
"Auslöser der Kaufpanik war eine Mitteilung von Porsche, dass sie nunmehr direkt und über Optionen 74,1 Prozent an VW halte. Bei Niedersachsen liegen weitere 20 Prozent. Zudem würden noch Aktien bei Pensionsfonds und den Dax-nachbildenden Anleger (Index-Tracker) liegen, erklären Börsianer. Per Saldo seien daher wohl höchstens drei Prozent der VW-Aktien noch handelbar. "Wer in dieser Aktie noch engagiert war und gegen Porsche spekuliert hat, der hat es eigentlich nicht besser verdient", sagte ein weiterer Marktteilnehmer."
Quelle
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27.10.2008, 20:23Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Hei, aufwachen - schon was von einer kreditfinanzierten Immobilienblase gehört?
Zitat von Inaktiver User
Dazu als Impulsbericht: http://www.eurasischesmagazin.de/art...060106&marker=
Zitat von Inaktiver User
Von Hans Wagner in EM 01-06 · 31.01.2006WÄHRUNGSPOLITIK
2006: Das Jahr des Euros
Die USA haben mit Ben Bernanke, dem bisherigen Wirtschaftsberater von George W. Bush, einen neuen obersten Währungshüter. Er tritt als Chef der US-Notenbank die Nachfolge des legendären Alan Greenspan an, der ihm ein schweres Erbe hinterläßt: Das amerikanische Haushaltsdefizit wächst ungebremst. Dem Dollar droht die Abwertung. Viele Währungsfachleute erwarten daraus im Jahr 2006 vor allem Vorteile für den Euro.
.....
mit Links auf
„Zentralbanken bauen ihre Dollarreserven ab“ in EM 01-05,
„Die Weltwirtschaft im Griff des Dollarimperiums“ in EM 12-04 und
„Das große Spiel mit den Wechselkursen“ in EM 09-03
http://www.eurasischesmagazin.de/art...kelID=20060304
Quelle: EM 03-06 · 31.03.2006„Die geplante Teheraner Ölbörse kann zum Startschuß für die Ablösung des Dollars als Weltleitwährung werden.“
Der Iran will auf der Insel Kish im Persischen Golf eine Ölbörse eröffnen, an der nicht mehr in Dollar, sondern in Euro abgerechnet wird. Behrooz Abdolvand, gebürtiger Iraner, Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin, analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin Chancen und Auswirkungen dieses Vorhabens.
.....
http://de.rian.ru/business/20070208/60428419.html
http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn...t/0/index.htmlZentralbank Russlands erhöht Anteil des Euro an Dollar-Euro-Währungskorb auf 45 Prozent
22:28 | 08/ 02/ 2007
....
http://www.zeit.de/2007/47/China-Dollar?Harvard-Ökonom: Euro wird Dollar als Leitwährung ersetzen
Der Euro wird den Dollar nach Einschätzung des Harvard-Ökonomen Jeffrey Frankel als internationale Leitwährung ablösen. Die Rolle des Euro sei schon heute so groß, dass auch eine Rezession in den USA nicht mehr so stark wie früher auf die Weltmärkte durchschlagen werde. Das schreibt die WirtschaftsWoche in ihrer aktuellen Ausgabe.
...
http://www.sueddeutsche.de/,tt4l1/fi...el/879/144553/... Dann kam der chinesische Zentralbanker Xu Jian und sagte: »Der Status des Dollar als Leitwährung wankt und die Kreditwürdigkeit von Vermögenswerten in Dollar fällt.«
und nur so zur Abschreckung:24.11.2007 17:30 Uhr
Leitwährung in der Krise
Ein Nachruf auf den Dollar
....
http://www.spiegel.de/img/0,1020,1028646,00.jpg
http://bc1.wiwo.de/wiworlzr/images/cover/wiwo_cover.jpg
http://www.eurasischesmagazin.de/ima...ross/11-07.jpg
http://www.ftd.de/boersen_maerkte/ma...ar/300550.html
usw usw uswWarum sich die Opec vom Dollar verabschieden könnte
von Tobias Bayer (Frankfurt)
Hugo Chávez und Mahmud Ahmadinedschad gelten nicht gerade als ökonomisch beschlagen. Doch die Präsidenten Venezuelas und Irans können sich für ihre Forderung, Ölgeschäfte nicht länger in Dollar abzuwickeln, ab sofort auf die Europäische Zentralbank berufen.
...
das zieht sich durch bis (heute aktuell):
http://de.rian.ru/business/20081027/117964188.html
http://de.rian.ru/world/20081027/117971878.htmlRussland und China stellen Handel auf Rubel und Yuan um
13:42 | 27/ 10/ 2008
MOSKAU, 27. Oktober (RIA Novosti). Russland und China wollen die Umstellung gegenseitigen Verrechnungen auf ihre Nationalwährungen intensivieren, um die Folgen der globalen Finanzkrise zu minimieren.
...
Medwedew will auf Dollar im Handel mit Vietnam verzichten
17:01 | 27/ 10/ 2008
MOSKAU, 27. Oktober (RIA Novosti). Nach Ansicht des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew müssen Russland und Vietnam bei gegenseitigen Verrechnungen ihre Landeswährungen statt den Dollar nutzen.
...Geändert von Inaktiver User (27.10.2008 um 20:28 Uhr)


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