@ Frank62Zitat von Inaktiver User
4 Postings an mich, wenige Stunden, nachdem du deiner "Hoffnung" Ausdruck verliehen hast ich möge nicht mehr schreiben.
Alzheimer?
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Thema: Internationale Finanzkrise
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24.10.2008, 16:45Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
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24.10.2008, 16:47Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
@ Frank und Blautanne,
... ist gut jetzt ... bitte
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24.10.2008, 16:48Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Ja… ja… ja… nicht verstehen wollen, du weist schon, ich habe die NICHT auf deine PN’s geantwortet und werde es auch nicht tun.
Zitat von Inaktiver User
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24.10.2008, 16:50Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Immer wenn es am schönsten wird……
Zitat von Inaktiver User
Spielverderber.
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24.10.2008, 17:00
AW: Internationale Finanzkrise
Die sprunghafte Entwicklung aber, ist meiner Meinung nach nur über Spekulation zu erklären. An den Börsen für Unternehmenswert ist im Augenblick halt auch nix zu verdienen. Aber, ich denke für eine Beurteilung dessen was heute passiert ist, ist es noch zu früh.
Zitat von Inaktiver User
Davon kann meiner Meinung nach gar keine Rede sein. Positive Effekte (bis auf kurzfristiges Spekulantenjojo) sind bisher ausgeblieben, die Kreditklemme hält an. Schon die Zinssenkungen und die angebotenen Liquiditätsbrücken vor den "Rettungspaketen" haben überhauptnix genutzt.Einerseits ja, andererseits ist es die enge internationale Zusammenarbeit der Notenbanken bzw. Regierungen, die bisher Schlimmeres verhindert hat.
Bald wird dann weiteres Geld verpulvert für viel zu spät kommende und meist sowieso wirkungslose Konjunkturprogramme.
Die Märkte sind viel stärker als die Politik, das wird sich nicht ändern, auch wenn uns das jetzt plötzlich wieder aufs Butterbrot geschmiert werden soll. Der teuerste Wahlkampf aller Zeiten ist das. Und natürlich auch ein Valium.
Eine Wende kommt erst am Boden, oder wenn die Amis statt Faules zu retten lieber mal die Wurzel der Abwärtsspirale bekämpfen würden, nämlich die Kreditfähigkeit der US-Bürger. Statt wenigstens zu verhindern, das aus Marktwertverlusten Realwertverlusten werden passiert das Gegenteil. Mit 700 Mrd. könnte man den Immobilienmarkt doch ein Stück weit pumpen und Hypothekarzinsen stunden, Genau so, haben sie die Krise doch schliesslich auch angestossen- aber nein, die Leute müssen raus, verlieren ihr Kapital und ihre Kreditwürdigkeit komplett, der Markt serbelt weiter ab und die Leute können alles andere auch nicht mehr bezahlen. Und die unbewohnten Immobilien büssen dann erst recht auch noch immer mehr an Realwert ein, Merktwert ja aufgrund der hohen nicht verhinderten Leerstände sowieso. Und so kommt alles andere auch immer weiter unter Druck, führt weltweit zu massiven weiteren Abschreibungen aller, der Banken und von Konsumkrediten abhängigen Branchen zuerst. Die Zeche für die Vernichtung der Realwerte wird globalisiert, aufgrund der nicht besonderen Bauqualität in Amerika wird der irgendwann folgende Boom der amerikanischen Bauwirtschaft nur nationaler Gewinn, genauso wie die amerikanischen Banken am Ende viel besser darstehen werden als alle anderen.
Die Wirkungslosigkeit der staatlichen Rettung ist doch angesicht der Wirtschafts und Börsenentwicklung gar nicht zu übersehen. Die Bankenrettung kommt bei der Realwirtschaft nicht an, und rettet wie von unverständigen befürchtet, tatsächlich nur die grössten Verursacher der Krise, und statt der Realwerte die Buchwerte. So wird der deutsche Staat die "geretteten" Banken mit Milliardenschulden dann in ein paar Jahren für einen "symbolischen" Betrag an amerikanische Banken verkaufen können.
Gefühlt ist es, als hätte Bush mit Schützenhilfe des ursprünglich ausgewiesenen Marktradikalen Paulson, anlässlich der Finanzkrise der Welt nun doch noch den Krieg erklärt. Aber dieses Szenario erscheint für einen Bush doch als zu komplex. Für die weltweiten Konsequenzen ist das aber natürlich unerheblich.
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24.10.2008, 17:13
AW: Internationale Finanzkrise
verstehe ich auch so, bin aber bereit Carry Trades als Währungsspekulation zu bezeichnen.
Zitat von Inaktiver User
(Nicht, dass das ich damit beispielsweise auch das Absichern von Währungsschwankungen negativ bewerten wollte)
Interessant übrigens, dass im Augenblick wirklich beinahe jede verbreitete Erkenntnis über Anlage-Risikomanagement auf den Kopf gestellt wird, sei es nun bei Währungen oder Rohstoff-Commodities und selbst Gold schmiert erstaunlicherweise im Moment ab.Geändert von Ahab (24.10.2008 um 17:22 Uhr)
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24.10.2008, 17:24Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Wenn der Versicherungsfall für alle Versicherten gleichzeitig einritt dann ist das Risiko des Falles 100% und das passiert gerade. Da reißt das beste Versicherungsnetz.
Zitat von Ahab
Die Krise verschärfend machen sich dann auch noch die legalen Bilanztricks fast aller Maktteilnehmer weltweit bemerkbar.
Ich denke, wir haben 20-30% des Problems zu Gesicht bekommen.
Ich kenne eine Menge Kollegen, deren Auftragsbücher für das kommende Jahr sind leer. Normalerweise wäre jetzt der März 2009 mit 75% ausgelastet gewesen.
Verschärfend werden sich die Auswirkungen, der in den letzten Jahren geänderten Steuergesetze auswirken, der Mittelstand hat nichts zum „zusetzen“ die Bilanzen sind vom Fiskus geplündert, keine Rücklagen usw.
V.G.
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24.10.2008, 20:21Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Es gibt offenbar viele Faktoren, die bei der derzeitigen Kursentwicklung des Euro eine Rolle spielen:
Quelle... Solche Kursbewegungen in so kurzer Zeit sind am Devisenmarkt unüblich. Analysten vermuten dahinter vor allem den extrem hohen Liquiditätshunger vieler US-Anleger. Daneben gebe es aber auch hausgemachte europäische Probleme.
"Generell sehen wir nicht unbedingt eine Stärke des Dollar", erklärt Dresdner-Bank-Volkswirt Rolf Schneider. "Vielmehr sind die jüngsten Kursentwicklungen eher darauf zurückzuführen, dass amerikanische Investoren Gelder repatriieren, weil sie Liquidität brauchen." Börsianer sehen das ähnlich: "Die Amerikaner ziehen seit Lehman Brothers überall Geld ab." Als die ehemals renommierte US-Investmentbank Mitte September zusammenbrach, notierte der Euro noch über 1,40 Dollar. "Viele vermögende Amerikaner ziehen Gelder ab. Das ist reiner Patriotismus: Die sagen sich, wenn schon Geld verlieren, dann wenigstens vor der eigenen Haustür", erklärte ein anderer Aktienhändler.
Der Chefstratege der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer, spricht von der "aggressiven Auflösung" der auf Zinsdifferenzen beruhenden Carry Trades. So hatten sich viele Anleger im niedrig verzinsten Yen verschuldet, um die Gelder dann in höher verzinsten Währungen anzulegen. "Wir haben ungefähr 8000 Hedgefonds weltweit, die haben mit Verlusten bei ihren Vermögenswerten zu kämpfen - bei einem oft sehr hohen Hebelgrad", schlägt Stefan Schilbe, Chefanalyst bei HSBC-Trinkaus in die gleich Kerbe: "Die müssen einfach Vermögenswerte verkaufen, um ihre Verluste auszubügeln." Letztlich würden Dollar-Schulden getilgt.
Händler vermuten, dass der Kurseinbruch durch die geringe Liquidität an den Märkten noch verstärkt wird. Von der Auflösung der Carry Trades profitiert derzeit der Yen. Der Euro fiel beim Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) auf 126,93 Yen von 133,64 Yen am Vortag. Damit notierte er so niedrig wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr.
Die Nachricht, dass der Bayern LB im Zuge der Island-Probleme weitere Verluste drohen, spreche zudem nicht gerade für den Euro. Dies zeige, dass die Krise immer weitere Kreise ziehe, erklärte ein Börsianer. Zum anderen seien Vorschläge zur Verstaatlichung französischer Schlüsselindustrien durch Frankreichs Präsidenten und derzeitigen EU-Ratspräsidenten Nicolas Sarkozy nicht gut aufgenommen worden.
.Die Wahrnehmung, dass die Euro-Zone erst am Beginn eines kräftigen Abschwungs steht, "haben den Euro butterweich geklopft", führt Unicredit-Analyst Armin Mekelburg aus. "Die ganze Misere nahm in den USA ihren Anfang und letztlich profitiert wenige Monate später die Landeswährung auf breiter Front, weil man davon ausgeht, dass die USA das Rezessionstal als erste wieder verlassen." Ähnlich sieht das Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer: "Im Euroraum werden die Wachstumsprognosen nach unten revidiert, in den USA sind sie dagegen schon am Boden."
Neben dem Euro steht vor allem auch das britische Pfund massiv unter Druck. Nach Einschätzung von Notenbank-Chef Mervyn King steht Großbritannien am Rande der ersten Rezession seit 16 Jahren.Geändert von Inaktiver User (24.10.2008 um 21:26 Uhr)
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24.10.2008, 22:59Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Um ansatzweise zu verstehen, was derzeit an den Börsen und vor allem in Sachen Riskmanagement schiefläuft, solltest du dir eventuell mal die Erkenntnisse der Mandelbrottheorie zu Gemüte führen
Zitat von Ahab
Hier mal ein kleiner Auszug nebst Erläuterungen zum Einlesen in sein aktuellstes Werk:
So gewaltig die Chancen und Risiken an der Börse sind, so vielseitig sind die Versuche, die Unwägbarkeiten in den Griff zu bekommen. So verwundert es kaum, dass sich auch die Mathematik mit dem Funktionieren der Finanzmärkte beschäftigt.
Benoit Mandelbrot, der Vater der fraktalen Geometrie, hat diesen Fachbereich der Mathematik zu einem Werkzeug in vielen Disziplinen gemacht. Die Theorie der Fraktale findet immer dort breite Anwendung, wo scheinbar Chaos herrscht. Ein Fraktal ist eine geometrische Figur, die in kleinere Bruchstücke zerlegt werden kann, von denen jedes wieder ein Echo der ganzen Figur darstellt, wie etwa die Röschen eines Blumenkohls oder die Zweige eines Baums.
Wo andere Unordnung, Unregelmäßigkeit und somit Unbeherrschbarkeit sehen, entdeckte Mandelbrot oft fraktale Ordnung.
In seinem jüngsten Buch Fraktale und Finanzen. Märkte zwischen Risiko, Rendite und Ruin widmet sich Mandelbrot (Richard Hudson tritt lediglich als Autor der Einleitung hervor) den Bewegungen auf den Finanzmärkten.
Mit Hilfe der fraktalen Geometrie lassen sich die wilden Kurssprünge an der Börse und Schwankungen der Rohstoffpreise oder Wechselkurse viel besser nachvollziehen als mit herkömmlichen Modellen.
Erratisch wirkende Kursentwicklungen können schon lange nicht mehr mit der Effizienz der Märkte und dem rationalen Handeln des homo oeconomicus erklärt werden.
Wer nun hofft, mit Mandelbrots Buch den Tücken des Finanzmarktes ein Schnippchen schlagen zu können und ein besseres Instrument zur Kapitalanlage in Händen zu halten, muss enttäuscht werden.
Mandelbrot entwirft keine alternative Finanzmarkttheorie, er benennt die Schwachstellen der Theorien, wie der Normalverteilungsannahme oder der Nutzenfunktionen.
Jedoch setzt sich der Autor erfrischend kritisch mit diesem allseits anerkannten, unbestrittenen Wissen auseinander. Richard Hudson drückt die Zielrichtung des Buchs in seiner Einleitung so aus, dass die Lektüre den Anleger klüger mache und ihn so vielleicht davor bewahre, ärmer zu werden.
Gewöhnlich wird unterstellt, dass Finanzmärkte den Gesetzen der Normalverteilung unterliegen.
Zwar gibt es auch extreme Kursbewegungen, wie dies die Ereignisse des schwarzen Montags von 1987, der Asienkrise oder des Platzens der New-Economy-Blase belegen, aber auf lange Sicht stelle sich auf den Finanzmärkten ein statistisches Wohlverhalten ein – so wie wir beim Werfen einer Münze erwarten, dass sich die Anzahl der Kopf- und Zahlwürfe die Waage hält.
Das Fundament der Theorie der Finanzmärkte hält Mandelbrot für fragiler als gemeinhin angenommen.
Hier setzt dann auch seine Kritik an: Die Märkte seien turbulent und ihre Aufwärts- und Abwärtsbewegungen ließen sich nicht erklären mit der herkömmlichen Vorstellung, dass Ereignisse normal verteilt sind.
Die besonderen Kursausschläge, die Ausreißer werden mit den herkömmlichen Methoden nicht erklärt; gerade diese sind es aber, die die Börse besonders interessieren.
Als Konsequenz sieht Mandelbrot, dass die Märkte wesentlich riskanter sind, als die Vertreter der herkömmlichen Theorie dies beschreiben.
Statistisch gesehen dürfte sich etwa eine Indexänderung von sieben Prozent nur einmal alle 300.000 Jahre ereignen, tatsächlich gab es aber allein im 20. Jahrhundert 48 solcher Tage beim Dow Jones Index.
Insbesondere die Vielzahl der Diagramme und Fraktal-Grafiken, die Mandelbrots auf der fraktalen Geometrie fußendes Modell unterstützen, machen die mathematisch fundierten Ausführungen auch für den interessierten Laien verständlich.
Wie überhaupt insgesamt der Stoff des Buchs viel spannender ist als anfänglich vermutet werden könnte – wie interessant kann schon ein Buch über Finanzmarkttheorie und fraktale Geometrie sein?
Nein, ganz im Gegenteil: anschaulich, unterhaltsam und leicht verständlich ist die Beschreibung des Modells, mit dem die Autoren mit der Illusion aufräumen, die Welt der Finanzen sei beherrschbar.
WW
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24.10.2008, 23:20
AW: Internationale Finanzkrise
Prognosen?
hallo an euch alle,
ich gebe zu, ich habe mich nicht durch alle eure beiträge gelesen...die finanzkrise macht mir langsam sorgen, denn es scheint noch weiter abwärts zu gehen...
welches szenario könnt ihr euch für 2009 vorstellen? welche auswirkungen glaubt ihr wird dies für uns haben und wieweit wird die krise sich noch verschärfen oder wann wird sie beendet sein?
bin mal auf eure prognosen gespannt...
lg


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