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  1. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    [quote=Ahab]
    Ich schrieb, das Deutschland derart offensichtlich doch noch ein paar internationale Konzerne beherbergt, dass nur ein Blinder behaupten kann, es sei üblich das die Konzerne aus Deutschland abwanderten. [/quote]
    Definiere doch mal bitte "Deutschland beherbergt". Im Sinne von "Zahlen hier steuern"? Im Sinne von "haben hier Immobilien"? Im Sinne von "Hier gibts Arbeitsplätze"? Oder wie genau?
    Verstehst Du? Wenn Deine Behauptung richtig wäre, das es üblich wäre, dann müssten ja die meisten internationalen Konzerne schon weg sein.
    Was verstehst Du unter "weg" ? Nach meinem Verständnis ist ein Konzern, der in Deutschland eine Vertriebsgesellschaft unterhält, die auf Name und Rechnung einer ausländischen Muttergesellschaft vertreibt, nicht in Deutschland niedergelassen im Sinne von "der Großteil der Steuern und des Benefits (R&D usw) fällt in Deutschland an.

    Wie erklärst Du Dir das Deutschland trotzdem mehr internationale Konzerne beherbergt als Liechtenstein?
    Nochmal, was heißt "beherbergt" ? Schon mal die Briefkästen in Lichtenstein gezählt?

    Dann bringst Du noch die qualifizierten Arbeiter, um mich als naiv dazustellen, dabei ging es doch um Hauptsitze. Albernes Argument daher. Aber nichtsdestotrotz ist doch allgemein bekannt, dass viele Unternehmen (vor allem Mittelstand) ihre nach Osteuropa ausgelagerte Produktion wieder zurück holen.
    So wie z.B. Nokia u.a. ?

    Grundsätzlich ist z.B. die politische Stabilität und Rechtssicherheit Deutschlands höher als die Polens oder Ungarns.
    Woran machst Du das fest? Inwiefern? Mal ins blaue Vermutet?

    Und erst recht nicht das gang und gäbe ist, das internationale Konzerne wegen kurzfristiger Steuerersparnis die Unternehmenssitze verlegen. Zu Steuersparen gibts gerade für internationale Konzerne viele andere, unkompliziertere Möglichkeiten.
    Völlig richtig. Ich habe nichts anderes geschrieben. Die Idee des häufigen "Steuerhoppings" hast Du aufgebracht. Ich schrieb lediglich, dass Konzerne das alle paar Jahre prüfen und ggf. entsprechend Umorganisieren.

  2. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Ahab
    Den Eindruck macht Dein Posting aber nicht gerade, sonst hättest Du ja ein paar nennen können. Was zuerst kommt ist mehr als schwammig, und hat auch mit der Verlegung von Hauptsitzen nichts zu tun:



    Nach all dem nebulösen, was keine Anhaltspunkte für das behauptete übliche Verlegen von Hauptsitzen internationaler Konzerne aufgrund steuerlicher Gründe enthält, kommt dann aber doch noch ganz konkret..


    Sehr lustig übrigens, Deine Beispiele als "Beweise" für die Verlegung der Hauptsitze von Internationalen Konzernen. Dabei handelt es sich im wesentlichen weder um Internationale Konzerne noch um verlegte Hauptsitze, sondern um an den US Konzern P&C verkaufte mittelständische Töchter deutscher Konzerne oder früher eigenständiger Mittelständler. Was hat das mit Deiner Behauptung zu zun? Weder P&C noch Gillet waren jemals deutsche Unternehmen.
    Es ging um internationale Konzerne, nicht um rein deutsche Konzerne. Procter ist der größte Konsumgüterkonzern der Welt. Wer sonst, wenn nicht dieser Konzern, könnte ein besseres Beispiel sein?
    Zu den Fakten: Richtig, die genannten Unternehmen waren eigenständige AGs oder Töchter anderer Konzerne, die in Deutschland steuern bezahlt haben. Stand heute bezahlt keines dieser Unternehmen mehr Steuern in Deutschland. Dank geschickter Finanz- und Firmenkonstruktionen. So wurden in Deutschland die deutschen Töchter unter dem Dach der Tochter mit den höchsten Verlustvorträgen zusammengefasst und, wie nun schon mehrfach geschrieben, nur noch gegen Provision "verkauft". Diese reicht gerade aus, die laufenden Kosten der Vertriebsgesellschaft zu betreiben. Alle Stabsabteilungen all dieser Unternehmen sind ins Ausland umgezogen. In Deutschland ist von allen Unternehmen nur noch der Vertrieb geblieben. Zum Beispiel ist der Umsatz einer Vertriebsgesellschaft von 3 stelligen Millionen (mit entsprechenden Gewinnen) heute auf 1 stellige Million gesunken. So hoch ist nämlich die Provision für getätigte Verkäufe für den Mutterkonzern. Und nur das wird noch, nachdem der Verlustvortrag aufgebraucht ist, in Deutschland versteuert. Obwohl der Umsatz und Gewinn ansich drastisch gestiegen sind.

    Und wie gesagt, davon gibts noch mehr Beispiele, der elektronische Bundesanzeiger hilft Dir gerne weiter, falls Du Dich mit dem Thema mal ausführlich befassen willst. In Bilanzen steht das nämlich jeweils sehr ausführlich drin, falls Du mit Bilanzen was anfangen kannst..
    Geändert von Inaktiver User (22.10.2008 um 00:30 Uhr)

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Wenn Dir nicht klar ist wo der unterschied in der politischen Stabilität zwischen Polen oder Ungarn und der BRD ist kann ich auch nicht helfen. Das Ungarn gerade aufgrund der Finanzkrise fast konkurs gegangen ist hast Du wohl nicht mitbekommen.

    Was fragst Du denn jetzt was beherbergt bedeutet? Wir reden die ganze Zeit von der Verlegeung von Hauptsitzen, was Du aufgebracht hast. Gedächtnis ok?

    Nokia ist übrigens kein deutscher Mittelständler. Liest Du nicht genau, oder machst Du das mit Absicht. Ich schrieb, viele deutsche Mittelständler die Produktion nach Osteuropa ausgelagert haben, verlegen diese wieder zurück.

    Du schriebst, deutsche internationale Konzerne verlegen ihre Hauptsitze ins Ausland. Als Beispiel jetzt Nokia? Ist die Produktionsstätte Bochum jetzt plötzlich Hauptsitz von Nokia, und Nokia ein deutscher Konzern?

    Nun nenn doch endlich mal einen einen internationalen deutschen Konzern der seinen Hauptsitz neu als liechtensteinschen Briefkasten hat. Untermauer Deine Behauptung. Wenn stimmt was Du sagst muss das doch einfach sein!

    Ich weiss, da kommt wieder nix. Nur heisse Luft.
    Geändert von Ahab (22.10.2008 um 00:53 Uhr)

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es ging um internationale Konzerne, nicht um rein deutsche Konzerne. Procter ist der größte Konsumgüterkonzern der Welt. Wer sonst, wenn nicht dieser Konzern, könnte ein besseres Beispiel sein?
    Zu den Fakten: Richtig, die genannten Unternehmen waren eigenständige AGs oder Töchter anderer Konzerne, die in Deutschland steuern bezahlt haben. Stand heute bezahlt keines dieser Unternehmen mehr Steuern in Deutschland. Dank geschickter Finanz- und Firmenkonstruktionen. So wurden in Deutschland die deutschen Töchter unter dem Dach der Tochter mit den höchsten Verlustvorträgen zusammengefasst und, wie nun schon mehrfach geschrieben, nur noch gegen Provision "verkauft". Diese reicht gerade aus, die laufenden Kosten der Vertriebsgesellschaft zu betreiben. Alle Stabsabteilungen all dieser Unternehmen sind ins Ausland umgezogen. In Deutschland ist von allen Unternehmen nur noch der Vertrieb geblieben. Zum Beispiel ist der Umsatz einer Vertriebsgesellschaft von 3 stelligen Millionen (mit entsprechenden Gewinnen) heute auf 1 stellige Million gesunken. So hoch ist nämlich die Provision für getätigte Verkäufe für den Mutterkonzern. Und nur das wird noch, nachdem der Verlustvortrag aufgebraucht ist, in Deutschland versteuert. Obwohl der Umsatz und Gewinn ansich drastisch gestiegen sind.

    Und wie gesagt, davon gibts noch mehr Beispiele, der elektronische Bundesanzeiger hilft Dir gerne weiter, falls Du Dich mit dem Thema mal ausführlich befassen willst. In Bilanzen steht das nämlich jeweils sehr ausführlich drin, falls Du mit Bilanzen was anfangen kannst..
    Das es für internationale Konzerne gute Möglichkeitzen der Steuerersparnis gibt schrieb ich ja schon. Darum ging es aber doch gar nicht. Sondern darum, wie einfach und üblich es Deiner Meinung nach ist den Hauptsitz zu verlegen. Was jetzt Deiner Meinung nach schon gang und gäbe ist, weshalb Unternehmen das demnächst mit einem Wimpernschlag erledigen um die Vorstandsgehälter zu schützen und sich deutschem Recht zu entziehen, falls sich das verändert.

    Fakt ist: Bisher hat Du keinen Hinweis darauf liefern können, dass auch nur ein einziger Internationaler Konzern seinen Hauptsitz aus Deutschland weg verlegt hat - weder um Steuern zu sparen nach Liechtenstein, noch sonstwohin um sich deutscher Rechtsprechung zu entziehen. Und so wird es wohl auch bleiben. Behauptungen dieser Art sind nur Propaganda. Wenn Du in diesem Strang weiterhin etwas anderes behaupten willst solltest Du wirklich mal ein Beispiel bringen. Da Du das offenbar nicht kannst, sehe ich diesen Aspekt der Diskussion als erledigt an.

    Gute Nacht
    Geändert von Ahab (22.10.2008 um 01:03 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Ahab
    Fakt ist: Bisher hat Du keinen Hinweis darauf liefern können, dass auch nur ein einziger Internationaler Konzern seinen Hauptsitz aus Deutschland weg verlegt hat - weder um Steuern zu sparen nach Liechtenstein, noch sonstwohin um sich deutscher Rechtsprechung zu entziehen. Und so wird es wohl auch bleiben. Behauptungen dieser Art sind nur Propaganda. Wenn Du in diesem Strang weiterhin etwas anderes behaupten willst solltest Du wirklich mal ein Beispiel bringen. Da Du das offenbar nicht kannst, sehe ich diesen Aspekt der Diskussion als erledigt an.

    Gute Nacht
    Kühne&Nagel - der Logistikkonzern wurde aus Sorge um den Wirtschaftsstandort Deutschland in der sozialen Brandt-Ära nach Schindellegi, Schweiz, verlegt.

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Kühne&Nagel - der Logistikkonzern wurde aus Sorge um den Wirtschaftsstandort Deutschland in der sozialen Brandt-Ära nach Schindellegi, Schweiz, verlegt.
    Ja, ja, die Sorge um den Wirtschaftsstandort Deutschland.

    Man kann es auch anders sehen:

    "So wurde seinerzeit
    im Zuge der Verabschiedung des
    Mitbestimmungsgesetzes von 1976 der
    Firmensitz kurzerhand von Deutschland
    in die Schweiz verlegt, um die Gründung
    eines mitbestimmten deutschen Aufsichtsrats
    zu vermeiden."

    (aus: Arbeitsrecht im Betrieb 4/2004)

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Kühne&Nagel - der Logistikkonzern wurde aus Sorge um den Wirtschaftsstandort Deutschland in der sozialen Brandt-Ära nach Schindellegi, Schweiz, verlegt.
    Das es in Zeiten, in denen es für deutsche (sic!) Konzerne [es gibt wohl kaum einen amerikanischen, der seinen Hauptsitz in Deutschland hat] üblich sein soll, den Hauptsitz in einem Liechtensteiner Briefkasten unterzubringen, des Jahrzehnte alten Beispiels eines damaligen mittelständischen Familienunternehmens bedarf, um die These zu untermauern, das spricht ja auch für sich.

    Nicht, dass es das nicht gibt oder geben könnte. Aber so einfach wie das Bedrohungsszenario hier von B.J und BT dargestellt wurde, weshalb man sich den Wünschen von Managern solcher Konzerne unterzuordenen habe, so einfach ist es offensichtlich doch nicht.
    Geändert von Ahab (22.10.2008 um 09:53 Uhr)

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Danke Alinghi,
    daß wir nun Eindruck haben wie groß der Firmensitzexodus gewesen sein könnte in den letzten 30 Jahren in D.

    Danke foo-foo,
    daß du sogar noch Details dazu lieferst


    Mit Verlaub:
    Kleingeistiger,rückgratloser gehts ja nun kaum als sich Ängste zu machen um den Wegzug des Kapitals!

    Es verhält sich doch ganz einfach:
    Der Staat,der Unternehmen mit (nominell) höheren Steuern belasten kann, hat ansonsten andere Attraktivitätsvorteile.
    Welcher Art die sind will ich mir ersparen im einzelnen aufzuzählen. Deutschland war und ist ein Unternehmerparadies.Ursprünglich durch die Mentalität,Ausbildung,Erziehung seiner Bevölkerung, hier:Arbeitnehmer.
    Infolge durch wirtschaftliche Infrastrukturen,die ihresgleichen suchen.
    Muß man eigentlich dazu mehr anführen als "D ist zum X-ten Mal Exportweltmeister!" Vor allen größeren Staaten, gleich welchen Kapitalismus-Freiheitsgrades.

    Liechtenstein, Luxemburg, nehmt selbst die Schweiz dazu:
    Dort mögen tüchtige Leute leben, aber das sind vglw Kleinstaaten. Abhängig vom Lebensaft und Goodwill der großen Nachbarn.
    Und selbst ein wenig Radikaler wie unser braver Minister Steinbrück hats schon deutlich anklingen lassen, daß man sich da nicht unbegrenzt auf der Nase herumtanzen lassen wird.

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Was antwortest du weiter @Coco-lores,
    die von Radikalisierung der armen Massen als deren legitimem Instrument schreibt. Was glaubst wie diese Plebejer mit dir umspringen würden, wäre ihr Verhalten gleich deinem frei von Ethikfesseln,radikal, frei von Respekt Reichen gegenüber ?

    Was soll ich dazu sagen? Radikalisierung würde beiderseitig stattfinden. Ein Teil der Masse würde vom Geld profitieren und es gäbe vermutlich gleichstark geteilte Lager - sowas endete bisher meist im Bürgerkrieg.
    Eine sensationell törichte Antwort aus Wennemänns Frage!

    ...praeter gallum, qui cantat.

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Coco-Lores
    ich glaube, dass das kollektive eingeprügel auf die landesbanken irgendeinem zweck dient, den ich nicht kenne.

    ich bezweifle, dass die geschäftspolitik der privaten so viel besser war, bis man mir das gegenteil beweist. und zum beweis des gegenteil reicht mir nicht, wenn mir gesagt wird, dass experten irgendwas behaupten

    abgesehen davon bin ich kein landesbanken-fan.
    je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr schwant mir, dass von seiten der privaten so ausführlich auf die landesbanken eingeprügelt wird, weil es doch ganz angenehm wäre, wenn diese regional starken wettbewerber vom markt verschwinden würden.

    ich ändere meine aussage zu den landesbanken also wie folgt:

    ich weiß nicht genau, welche funktion die landesbanken haben, und in welchen feldern sie den privaten konkurrenz machen. so lange ich das nicht weiss, kann ich nicht beurteilen, ob es sinn macht, sie vom markt zu räumen.

    ich weiss allerdings, dass die privatisierung von staatlichen institutionen nicht immer vorteilhaft für die kunden ist.

    also: so lange in der öffentlichkeit nichts von der tatsächlichen geschäftspolitik und den tatsächlichen risiken der privaten bekannt wird, d.h. so lange nicht wirklich verglichen werden kann, und so lange nicht klar wird, wie die privaten in die problematischen landesbanken-geschäfte verwickelt waren (soweit ich weiss, haben sich die landesbanken zum teil von privaten "beraten" lassen), glaube ich kein wort vom derzeitigen landesbanken- und kfw-bashing.

    ich hoffe, dass die entscheider in der politik sich in diesen hinsichten erst mal kundig machen, bevor sie sich diesem bashing beugen und den privaten eilfertig die konkurrenz aus dem weg räumen.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

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