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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von When_a_Man
    Diese Aussage müsstest du in der Tat präzisieren.:
    Hatte ich im Absatz vorher: Steuersparen durch Abschreibungen des gesamten Unternehmens von Buchverlusten der Investmentabteilung auf faule Wertpapiere -deren tatsächlicher Wert zudem gar nicht festgestellt werden kann*, während Unternehmensbereiche wie Vermögensverwaltung hochprofitabel bleiben.

    *Ist ja nicht so, das diese ganzen verbrieften Kredite nun wirklich nichts mehr Wert sind. Nur weiterveräussert können sie zur Zeit nicht. Das führt zu 100%** Abschreibungen jetzt (nach bisherigen Bilanzierungsregeln) obwohl die Verluste später vielleicht gar nicht so hoch sind, oder vielleicht z.T. sogar doch noch Gewinne auf die Papiere anfallen. Darauf spekulieren jedenfalls die Staaten, die die faulen Eier aus ihren Banken herauskaufen.


    **stilistische Übertreibung
    ---
    Auch da zudem das Geld immer noch billiger wird, (auch wenn dies ein Ursprung des Übels war, es aber anders nun kaum geht) werden die Banken die nicht wegen Liquiditätsengpässen Pleite gehen langfristig von der Krise und den Staatsaktionen extrem profitieren, vermute ich.
    Geändert von Ahab (18.10.2008 um 10:07 Uhr)

  2. gesperrt

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von When_a_Man
    Ja, 80% oder ähnlich viele der Leute kümmert das ganze herzlich wenig. Umso schlimmer, daß sie mit ausbaden sollen.
    "Mitprofitiert" haben sie allenfalls wenn man es so nennen will,wenn sie vermehrt leiharbeiten durften. Für Hungerhungerlohn.

    Deine Grundhaltung ist mir zwar verständlich und schätze ich auch als gesünder ein als unreflektiert und vor allem auch gefühllos einfach drauflos "mitzuwirtschaften" wie es halt grade so üblich zu sein scheint...

    Aber ich vertraue nicht auf Gott.
    Während die meisten Beiträge hier von Leuten sind, die darüber nachdenken, wie sie ohne Schaden maximal lukrativ an der Fehlentwicklung die wir Welt/Geldwirtschaft nennen teilnehmen können, ist mein Beitrag von der Gegenseite an Leuten, nämlich die ohne Schaden maximal nicht an der Geldwirtschaft teilnehmen wollen. Da die Tiere und auch in 99,9% der Geschichte (früher gab es die Geldwirtschaft zumindest in so abstrakter Form noch nicht) die Menschen davon nicht betroffen waren, ohne direkt arm zu sein iS dem Fehlen der Lebensnotwendigkeiten heutzutage für 95% der Weltbevölkerung an Menschen aber max. 5% 'armer' Tiere, sollte das eigentlich möglich und besser sein. 80% der Leute incl. mir wollen mit den heutigen Auswüchsen/Fehlentwicklung der Wirtschaft nichts zu tun haben, haben meist auch nur wenig Geld, aber trotzdem alles Nötige und fühlen sich wohler als viele die sich über den gesamten Wirtschaftskram Gedanken und schlaflose Nächte machen. Meine 'arme' Katze fühlt sich ohne Geld auch ganz wohl.
    Geändert von fifi1234 (19.10.2008 um 07:24 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Was halte ich davon....

    Nun.... Tatsache ist, dass die Bundesregierung es z.B. im Vergleich zu GB, versäumt - oder nicht gewollt hat, entsprechende Regularien und finanzpolitische Instrumentarien als Grundlage für die Vergabe von Stützungskrediten , verbindlich ins Werk aufzunehmen.

    Auch an künftige Besteuerung von Gewinnen aus Transaktionsgeschäften der Banken - zwecks Abzahlung ihrer Schulden bei den Steuerzahlern, wurde nicht gedacht.

    Relativ wenig Einflussmöglichkeiten des kreditgebenden Staates auf die künftige und derzeitige Geschäftspolitik - auch hier ein krasser Gegensatz z.B. zu GB.

    Die sog. Bad Bank.... auch dies ein extrem guter Deal für die Finanzwirtschaft.
    Alles "Schlechte" was sich so angesammelt hat, geht an den Staat - der kann dann sehen, was er damit anfängt - und das "Gute" bleibt im eigenen Töpfchen - incl. künftiger Gewinne, die aus dem "Guten" heraus resultieren werden, versteht sich.


    Alles in Allem betrachtet, ist das Rettungspaket zwar notwendig, aber mit Sicherheit kein besonders guter Deal für Staat und Bürger, wie ich finde.


    WW
    Hallo Wannenwichtel,

    es war letzte Woche wirklich zu früh dazu Stellung zu nehmen. Denn man wusste überhaupt keine Details. Nun sind wir ein bisschen schlauer (siehe diesbezügliche Artikel in der Tagespresse).

    Mir scheint insgesamt, dass die deutsche Regierung der Bankenbranche ziemlich enge Regeln vorgibt, allerdings ohne - wie die Briten - das Kind mit dem Bade auszuschütten.

    Insgesamt geht es mir so ähnlich wie Bischof Huber (gestern bei Anne Will): ich habe staatsbürgerliches Vertrauen in diese Regierung, die in den letzten Wochen bewundernswerte Handlungsfähigkeit gezeigt hat.

    Was den Vergleich zu den Briten angeht, noch eine Anmerkung:

    Ich habe in Großbritannien gelebt und weiß daher, was für eine grobmotorische Politik dieses Land in vielerlei Hinsicht fährt. Bezüglich des Bankensektors bedeutet das: erst werden Regeln abgelehnt, die in Deutschland selbstverständlich sind und längst gelten, dann wieder geht man ins gegenteilige Extrem und entmündigt die Banken, gerade so, als wenn die Politiker die besseren Banker wären.

    Nur Island, das besonders neoliberal sein wollte und nun bankrott ist, hat die Banken gleichfalls verstaatlicht. Aber in dieser Ausnahmesituation ist eine solche Entscheidung geradezu unvermeidlich und nicht zu kritisieren.

    Aber weder die Deutschen noch die Franzosen noch die Schweizer noch sonst irgendwer geht meines Wissens den Weg der Briten. Das kann einem durchaus zu denken geben. Wie gesagt: die Briten sind oft ziemlich grobmotorisch, und deren Vorgehensweisen will ich in Kontinentaleuropa nicht haben.
    Geändert von Inaktiver User (20.10.2008 um 10:03 Uhr)

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Ahab
    Coco et al.

    So weit ich das verstanden habe, passen die grossen Konzerne ihre Bilanzierungsregeln an die amerikanischen an
    hier wäre es hilfreich, wenn jemand mit ahnung mitkorrigieren könnte.

    soweit ich das verstanden habe, wurden in den vergangenen 15 Jahren schrittweise die amerikanischen bilanzierungsregeln übernommen, die erstens den zeitwert in den vordergrund stellten (dadurch wurde die blasenbildung ermöglicht), und zweitens die auslagerung von risiken aus der bilanz ermöglichten (dadurch wurden die risiken gegenüber den kontrollbehörden verschleiert).

    jetzt mit der krise wird diskutiert, zu den alten europäischen bilanzierungsregeln zurückzukehren, die erstens einen einmal ermittelten ist-wert in den vordergrund stellen (und dabei ständig abschreibungen erzwingen, d.h. wie im wirklichen leben bleiben ist-werte nur dann konstant, wenn sie durch investitionen ständig gepflegt werden), und die zweitens stets die gesamte geschäftstätigkeit einer firma umfassen (d.h. damit eine sinnvolle kontrolle überhaupt erst möglich machen).
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

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    AW: Internationale Finanzkrise

    @ahab
    was soll das bringen/heissen aus "stilistischen Gründen" von "100% Abschreibung" zu reden?
    Abgeschrieben werden die "faulen Kredite" gemäß Marktwert. Und der wird wohl nicht bei NULL sein. Also zu 50%, 70% oder auch 90%. Und zuviel abschreiben werden die Banken wohl kaum. Nicht wenn dem Staat anschließend zum "Restwert" rübergereicht werden soll.

    @fifi
    Die Erfindung und Etablierung von Geld als universelles Zahlungsmittel schätze ich als eine grandiose Kulturleistung ein!
    Deine Ausführungen scheinen mir etwas weit zu führen innerhalb dieses Strangs, sorry

    @Blautanne
    Wo bist du ?
    Bei AnneWill reingesehen ? Ich musste an deine Aussage denken vonwegen "50 Mio EUR,die bei Vorstandsbezügen max.einzusparen wären". Als "Peanuts" hattest du das sinngemäß hingestellt.
    Nun erfahren wir, daß allein die Investmentbanker der Dt.Bank, 13.500 an der Zahl, in einem Jahr 6 Mrd € an Boni etc erhielten. OHNE Grundgehälter wenn das exakt ausgedrückt war. Also hochgerechnet ca. 10 Mrd € an Zufluß in die privaten Taschen der Invetsmentbanker-Angestellten einer einzigen deutschen Großbank!
    An Leute,die allesamt keinerlei unternehmerisches Risiko tragen, sich keiner Verantwortung für nur einen Arbeitsplatz bewusst sein müssen.
    Diese Angabe passt zur weiteren Info, wonach den Angestellten der 6 großen Investmenthäuser in USA in einem Jahr 70 Mrd Dollar zuflossen!

    Nun beginnen wir das andere Problem zu ahnen , fernab von Immobilienkrediten.



    Zuletzt tickte heute früh die unglaubliche Zahl von dreistelligem Berichtigungsbedarf bei Kreditkartenfirmen in USA über die Bildschirme. Dreistellig in Mrd US-Dollar natürlich, wie üblich mittlerweile *ja, da hülfe nur noch Galgentumor*
    Ich geh vorerst mal davon aus, daß da Journalisten/Übersetzer mal wieder Faktor 1000 verbuchselt haben. Denn Kurs von American Express stürzte vorbörslich nicht ab. Und ist eh völlig unvorstellbar sowas.... oder was meinst du, Frank ?
    Geändert von When_a_Man (20.10.2008 um 10:08 Uhr)

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    AW: Internationale Finanzkrise

    ps:
    Im Lichte des neuen Zahlenmaterials schlage ich eine weitere Maßschranke vor:
    100.000 € max. Jahresgehalt für Investmentbanker ausserhalb des Vorstands.

    Es ist nur noch als pervertiert zu bezeichnen was auch in diesem unserem(?) Lande die letzten Jahre/Jahrzehnte offenbar in der Finanzbranche abging

  7. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von When_a_Man
    ps:
    Im Lichte des neuen Zahlenmaterials schlage ich eine weitere Maßschranke vor:
    100.000 € max. Jahresgehalt für Investmentbanker ausserhalb des Vorstands.

    Es ist nur noch als pervertiert zu bezeichnen was auch in diesem unserem(?) Lande die letzten Jahre/Jahrzehnte offenbar in der Finanzbranche abging
    Was soll das hier werden? Klassenkampf?

    Du hast anscheinend keine Ahnung über Gehälter in Deutschland und Mitteleuropa.
    100.000 Euro - das verdient schon so mancher mit Stabsstelle oder ein Line Manager (Abteilungsleiter) eines großen Unternehmens, und zwar in vielen Branchen.
    Geändert von Inaktiver User (20.10.2008 um 10:30 Uhr)

  8. gesperrt

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    AW: Internationale Finanzkrise

    DAS Böse scheint ja nun mit der Deutschen Bank endlich gefunden! DAS Böse hat nun also, nach öffentlicher und politisch-korrektem Zeitgeist, folgendes verbrochen

    -Mitarbeiter erhalten SEHR hohe Löhne
    -Staat kassiert Rekordsteuereinnahmen durch die Deutsche Bank (im Jahr 2007 ca. 3.000 Millionen direkte und ca. 1.000 Millionen indirekte Steuer) zzgl. mehreren 1.000 Millionen an Arbeitgeberanteiligen Sozialabgaben)
    -Chef der Bank redet nicht drumherum, sondern endlich mal das gewünschte klare und ehrliche Wort "der erste der sich in der Branche Richtung Staatsbeteiligung bewegt wird geschlachtet" - "die Deutsche Bank benötigt kein Staatsgeld oder Staatsbürgschaften" etc.
    -die Deutsche Bank hat NICHT die zur Krise führenden Kreditpakete geschnürt, noch hat sie auf steigende Immobilienpreise gewettet etc.

    ALSO warum sorgen wir nicht dafür, daß der juristische Sitz der Deutschen Bank nach Zürich verlegt wird, denn dann

    -zahlt eine ausländische Bank deutschen Angestellte hohe Gehälter
    -der deutsche Staat wird von den Steuereinnahmen der deutschen Bank befreit
    -wen interessiert dann noch was ein Schweizer, von einer Schweizer Firma in der Schweiz erzählt
    -die Kreditkrise ist dann ja wohl gelöst - das BÖSE wurde ja vertrieben ...

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Aber hoppla, zeigen wir jetzt Gesicht?
    Gutmenschenjäger on tour?
    Da seid ihr bei mir gerade recht
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Was soll das hier werden? Klassenkampf?

    Du hast anscheinend keine Ahnung über Gehälter in Deutschland und Mitteleuropa.
    100.000 Euro - das verdient schon so mancher mit Stabsstelle oder ein Line Manager (Abteilungsleiter) eines großen Unternehmens, und zwar in vielen Branchen.
    Was beisst du dich jetzt an meinem "PS" fest ?
    Musst du nicht. Nehm Stellung zu den 10 Mrd € und 70 Mrd Dollar,die ich genannt habe.

    Unabhängig davon sind 100.000 € viel Geld.
    Diese 'LineManager' werden entsprechenden Aufgabenbereich haben. Mit Selbstverantwortlichkeitsanteil für Erfolg der Abteilung.
    Weshalb soll jmd, der nichts 'reales' kann und macht (ich höre ja zu meiner Verwunderung jetzt überall von der 'Realwirtschaft' im Unterschied zur Finanzwelt!? ), aber mit fremdem Geld jongliert,
    mehr haben ?
    Klinikärzte, die gnadenlose Qualifikationshürden nehmen müssen,dazu Leben und Tod täglich verantworten, verdienen dann schließlich mal 50-80.000.
    Schulleiter, d.h. die wenigen Lehrer,die soweit kommen, ca.60.000.
    Was hast du für Maßstäbe frag ich mich

    aber nicht minder gefällt mir was @Nadine2 zum besten gibt..
    -Staat kassiert Rekordsteuereinnahmen durch die Deutsche Bank (im Jahr 2007 ca. 3.000 Millionen direkte und ca. 1.000 Millionen indirekte Steuer)
    Hast du die gut 4.000 Millionen € an Einkommensteuer da schon drin, die allein auf die 10 Mrd Gehälter angefallen sein sollten ?
    Möchte keineswegs, daß der Nutzen der Dt.Bank für Deutschland halbiert dargestellt wird! Gehe davon aus daß nicht in böswilliger Absicht von dir - Gutmensch wie ich nunmal bin *grins

    "Deutsche Bank" in die Schweiz exportieren - wie kommst denn auf son schtuss?

    Ich sehe nicht, daß die Schweizer , nichtmal einzelne Kantone, Ambitionen hätten deutsches Bundesland zu werden.

    Zumal die bereits die UBS haben. Die dort bereits seit ner Woche als stützebedürftig sich offenbart hat. Bei entsprechend staatlichem Hilfsprogramm, in Nachahmung des dt.Weges,wie ich vermute.


    Also zurück zur Sache:
    Ich behaupte die wahnwitzigen Gehalts-und Boniabschöpfungen haben einen ganz erheblichen Anteil an der Schieflage der Banken.
    Und woher kommt der exorbitante Wertschöpfungsbetrag,der da durch Banken intern großzügig verteilt wird, letztlich ?
    Tja, selber herstellen tun sie ja schließlich nix, die Banken.
    Geändert von When_a_Man (20.10.2008 um 13:24 Uhr)

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    AW: Internationale Finanzkrise

    die letzten, ziemlich herablassenden einträge fand ich jetzt nicht sehr hilfreich für das verständnis der finanzkrise.

    ich kann es nicht leiden, unterschwellig als depp kategorisiert zu werden. dann nimmt meine lern- und gesprächsbereitschaft irgendwie ab.

    anderen geht es sicher ähnlich.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

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