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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Gerettet werden mit diesem “Rettungspaket” wahrscheinlich am ehesten die, die es geschrieben haben:

    Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Martin Blessing und Klaus-Peter Müller von der Commerzbank, und Paul Achleitner von der Allianz.
    die deutsche bank und die allianz haben schon öffentlich klargestellt, dass sie die staatsgarantien nicht in anspruch nehmen werden.

    der wunsch der banken, die garantien in anspruch zu nehmen, hält sich in grenzen. das bedeutet nämlich nach aussen ein signal der schwäche, was die börsenkurse der bank nach unten treiben wird, und massive staatliche eingriffe, inklusive reduktion der vorstandsgehälter.

    die banken überlegen sich schon sehr sehr gut, ob sie die staatlichen garantien in anspruch nehmen müssen, das kannst du mir glauben.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

  2. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ...
    Wofür schreibe ich eigentlich solche ausführlichen Antwort-Postings, wenn die Reaktion so aussieht.
    ... vielleicht um für einen SPD-Wähler gehalten zu werden

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Kraecker
    mal zurück zur "Krise"....

    Welche Krise haben wir eigentlich gerade?
    Und wem nützt sie?

    Wäre ich ein Fan von verschwörerischen Theorien, könnte ich auf dumme Gedanken kommen...
    nachdem ich in der faz gelesen habe, dass die banken sich plötzlich reihenweise doch lieber selber retten, als die bedingungen der staatsgarantien zu akzeptieren, stelle ich mir diese fragen auch.

    bleibt die kreditklemme, auch wenn die wichtigsten banken vorerst halbwegs genügend kapitalisiert sind. frankreich versucht, sie mit einer verordnung zu bekämpfen.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

  4. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Soll ich jetzt eigentlich sauer sein? *grübel*
    Wofür schreibe ich eigentlich solche ausführlichen Antwort-Postings, wenn die Reaktion so aussieht.
    Nicht sauer sein - dein langes Posting hat mich regelrecht erschlagen, ich habe aber leider keine Zeit um es zu studieren oder zu beantworten.
    Ich mache grad eine email-Aktion und muss schon genug aufpassen, dass die Kunden nicht aus Versehen eines von meinen Postings gemailt kriegen !

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Natürlich wird diese Aufgabe einem ausgewiesenen Fachmann übergeben. Das ist ein seriöser Plan und keine Polit-Clownerie.
    Wo soll denn der gefunden werden anno domini 10/2008 ?
    a, bei einem Geldinstitut, das frei von Makel
    b, unter Politiker
    c, bei Wissenschaft/Lehre


    und nochmal zu den Einkommensobergrenzen:
    Lass uns ein Spiel spielen:

    Du scheinst einigen Sachverstand und Fantasiebegabung zu haben
    wie man Oberschranken umgehen könnte.
    Du gibst also den Vertreter der Schurkenseite, die sich nicht packen lassen will.
    Ich spiel die Law-and-Order Seite.
    Das liegt mir sicher

    Zudem sind beliebig viele Mitspieler und Zuträger erlaubt ;-)

    Das Spiel beginnt.
    Ich sage:
    Das 10fache des Durchschnittstundenlohns der Beschäftigten in einem Unternehmen sei die Obergrenze für alle. Dazu erfolgsabhängige Boni-Anteile, auch bis zum 10fachen des Durchschnitts der erfolgsabhängigen Boni aller.
    Das Gesetz gilt dem Sinne nach. Geldwerte Vorteile etc sind zu veranschlagen. Strafen drakonisch, eh klar.

    Erste Details:
    Für die Lohn/Gehaltsgruppen mit mehr als 200% des Durchschnittslohns gilt:
    Die anrechenbare Stundenzahl je Woche ist auf 50 begrenzt. Mehr als 35 Stunden sind nachzuweisen.


    laut gedacht:
    [Die Flucht in die Kapitalbildung wird das Problem sein.
    Und dort eigentlich die Bestands- "Altkapitalisten".
    Wie geh ich mit denen um?]
    Geändert von When_a_Man (16.10.2008 um 14:33 Uhr)

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Ich erlaube mir ausnahmsweise mal etwas frei zusammen zu zitieren. Nur um der Kürze willen.
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Lieb zeigt sachlich den Inhalt des Paketes auf. Er kritisiert dabei offenbar weniger das Maßnahmenpaket an sich - .. Ihm geht es vielmehr insbesondere um das Fehlen einer parlamentarischen Kontrolle:
    ..
    Das dürfte angesichts des zeitlichen Aufwands parlamentarischer Beratungen und Beschlüsse gar nicht möglich sein.
    ..
    Es hat in der Geschichte der Bundesrepublik aber auch noch nie eine so schwerwiegende Krise gegeben.
    ...Da geht es um Stunden (!), wie wir im Falle der HRE gesehen haben, als das Maßnahmenpaket unbedingt noch vor Öffnung der Börse in Tokio (also am selben Tag bis ca. 2 Uhr nachts MEZ) verabschiedet werden musste.
    Waren wir uns nicht einig, daß Panik nicht hilfreich sei !?
    Allgemein kann der vernünftige Ansatz gelten:
    Je größer/teurer/bedeutsamer/riskreicher das zu entscheidende, je reiflicher die Beschäftigung mit dem Thema, sprich zeit- und intensitätraubender.
    Es liegt kein Verteidigungsfall vor - das nurmal zum Vergleich.

    Die Abgabe der Sparereinlagensicherung zu 100% in jeder Höhe war die Beruhigungspille fürs Volk. Zu mehr war Eile nicht geboten.
    Was man daran sehen mag, wenn Banken noch garnicht recht zugreifen aus Eilhilfspaket.

    Wie von vielen Kommentatoren zu Recht erwähnt wurde, waren es ausgerechnet die staatlichen (!) Landesbanken, die besonders viel Mist gebaut haben.

    Es gibt keine Alternative zu der Entscheidung FACHLEUTE an eine solche Aufgabe zu setzen. Und Fachleute sind naturgemäß nun mal genau die Leute, die auch bisher engstens involviert waren.
    Die Landesbanken sind nur staatsteileigen.
    Die Geschäfte machen Banker wie in jeder anderen Bank. Und genau aus jener Sorglosigkeit, mit der du an deren Kompentenz(und Ethos!) glaubst, haben Politiker doch auch nicht en detail hinterfragt im Aufsichtsrat bzw sich letztlich von den "Experten" beruhigen lassen! Was auch sonst? Sie hätten sich ansonst erstens angemaßt mehr zu blicken als jene und wären zweitens genötigt gewesen die Absetzung der Vorstände zu betreiben.
    Zudem -drittens- wider die eigene Deregulierungspolitik zu stehen gekommen, die ja von Union, SPD und FDP getragen war. Sogar von Grünen teils mitzuverantworten ist.

    Die Banker brauchen jetzt Aufseher. Das ists doch.
    Banker arbeiten Programm, Strategie aus, stellen vor, begründen
    und Aufseher entscheiden ob das schlüssig klingt. Und verantwortbar.

  7. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von When_a_Man
    Du scheinst einigen Sachverstand und Fantasiebegabung zu haben
    wie man Oberschranken umgehen könnte.
    Du gibst also den Vertreter der Schurkenseite, die sich nicht packen lassen will.
    Die Schurkenrolle lehne ich ab. Ich gebe lieber den Realisten, der keine nassforschen Forderungen stellt, über die die Betreffenden sich totlachen würden.


    Ich spiel die Law-and-Order Seite.
    Das liegt mir sicher

    Das Spiel beginnt.
    Ich sage:
    [B]Das 10fache des Durchschnittstundenlohns der Beschäftigten in einem Unternehmen sei die Obergrenze für alle ....
    Einverstanden. Ich sage also:

    a) In meinem Vertrag steht aber etwas anderes; im Falle eines Vertragsbruchs müsste ich meinen Rechtsanwalt bemühen.

    b) Wenn du mir nicht zahlst, was mein Marktwert ist, dann gehe ich dorthin bzw. bleibe dort, wo man mir das zahlt, was ich wert bin. Du kannst dann diejenigen einstellen, die woanders nichts finden.

    c) Es wäre zu prüfen, ob ein solcher schwerwiegender Eingriff in das Vertragsrecht überhaupt grundgesetzkonform ist.

    d) Vielleicht sollte unser Unternehmen über eine Verlegung des Hauptsitzes ins Ausland nachdenken.
    Geändert von Inaktiver User (16.10.2008 um 14:36 Uhr)

  8. User Info Menu

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich sage also:

    a) In meinem Vertrag steht aber etwas anderes; im Falle eines Vertragsbruchs müsste ich meinen Rechtsanwalt bemühen.

    b) Wenn du mir nicht zahlst, was mein Marktwert ist, dann gehe ich dorthin bzw. bleibe dort, wo man mir das zahlt, was ich wert bin. Du kannst dann diejenigen einstellen, die woanders nichts finden.

    c) Es wäre zu prüfen, ob ein solcher schwerwiegender Eingriff in das Vertragsrecht überhaupt grundgesetzkonform ist.

    d) Vielleicht sollte unser Unternehmen über eine Verlegung des Hauptsitzes ins Ausland nachdenken.
    a + c,
    Wo ein Wille da ein Weg.
    Nirgends werden im GG unlimitierte Einkünfte garantiert.
    Und selbst wenn das der Fall gewesen wäre, wärs halt zu ändern.
    Altverträge laufen zum 31.??.2009 aus

    b,
    Mehr kannst du deutschlandweit nicht haben;
    bzw EU-weit. Und in Nordamerika.

    d,
    Beeile dich mit umsiedeln, denn die/derartige Regelungen werden um sich greífen.
    Geradezu zum Ausweis eines funktionierenden volksvertretenen Staates.

    Hauptsitze werden von Eignern verlagert. Diese begrüßen es günstig an gute Geschäftsführer zu kommen.
    Geändert von When_a_Man (16.10.2008 um 15:10 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von When_a_Man
    a,
    Wo ein Wille da ein Weg.
    Ich dachte, du wolltest die Law-and-Order-Rolle übernehmen
    Vertragsbruch ist Vertragsbruch - jedenfalls in einem Rechtsstaat.

    c,
    Nirgends werden im GG unlimitierte Einkünfte garantiert.
    Im Grundgesetz wird aber Vertragsfreiheit garantiert. Und um das Grundgesetz zu ändern braucht man eine Zwei-Drittel-Mehrheit, die es für sowas nicht gibt.

    b,
    Mehr kannst du deutschlandweit nicht haben;
    bzw EU-weit. Und in Nordamerika.
    Auf dem Planeten, auf dem ich lebe, wird es keine derartige Beschränkung der Einkünfte von Managern geben.

    Und selbst wenn es sie gäbe (nämlich an dem Tag, an dem die Hölle zufriert), dann würde man eben nach Panama oder sonstwohin ausweichen. So ähnlich macht man ja auch bei der Beflaggung von Schiffen.


    d,
    Hauptsitze werden von Eignern verlagert. Diese begrüßen es günstig an gute Geschäftsführer zu kommen.
    Bei den Unternehmen, um die es hier geht, sind 15 Millionen mehr oder weniger völlig irrelevant.

    Abgesehen davon: wer sind denn die Eigner? Große Unternehmen sind meistens Aktiengesellschaften. Ihre Eigner sind hauptsächlich Finanzinvestoren und andere Unternehmen; da hackt die eine Krähe der anderen kein Auge aus.

    Bei den wenigen Großunternehmen, die in der Hand privater Eigentümer sind, gilt erst recht, dass die nicht im Traum daran denken, sich derartig wichtige Entscheidungen vom Staat diktieren zu lassen.


    Außerdem ist das Ganze schon deshalb eine Schnapsidee, weil dann ein hochqualifizierter und hart arbeitender Manager weniger Einkommen hätte als ein Dieter Bohlen oder ein Radrennfahrer.
    Das kann ja wohl nicht das Signal sein, das eine im ersthaften wirtschaftlichen Wettbewerb stehende Volkswirtschaft vermitteln will.
    Geändert von Inaktiver User (17.10.2008 um 12:14 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Internationale Finanzkrise

    Mal generell: Wir machen ein freies Gedankenspiel.Ebene über Normalnull.
    Fragen nach 2-Drittelmehrheiten im Bundestag ist da nicht angebracht. Wäre Denkkastration pur (wenn wir nicht grad zufällig Große Koalition hätten )

    Große Unternehmen sind meistens Aktiengesellschaften. Ihre Eigner sind hauptsächlich Finanzinvestoren und andere Unternehmen; da hackt die eine Krähe der anderen kein Auge aus.
    Bei den einen Krähen waren wir ja noch garnicht. Den eigentlichen Problemkrähen, den vom Kapitalertrag lebenden.
    Die Angeführten haben interessens/job/technisch gemeinsam daß das Unternehmen (auf Dauer) profitabel sein soll etc.
    Die Geschäftsführung will geringe Kapitalkosten, die Kapitalanleger hohe Renditen. Da herrscht elementarer Widerspruch. Natürlich sind 50 Mio EUR (sage 5-20% des Gewinns)an eingesparten Gehältern relevante Kosten. Die in Wahrheit höher liegen,wenn man alle Effekte betrachtet. Demotivation,Weckung von Begehrlichkeiten bei Restbelegschaft, Gefährdung des Teamwork durch psycholog Effekte zuoberst.

    Außerdem ist das Ganze schon deshalb eine Schnapsidee, weil dann ein hochqualifizierter und hart arbeitender Manager weniger Einkommen hätte als ein Dieter Bohlen oder ein Radrennfahrer.
    Lach.
    Für Alleinunterhalter wird man auch Schranken finden.
    Wie für niedergelassene Ärzte zb. Da greift und bremst der Staat längst ein. Deckelung.
    Radrennfahrer ist aktuell mäßiges Bsp. ,aber okay,Bohlen,Klose,Klinsi ...was machen wir mit denen ?

    Als Prämisse könnte ich mir mal vorstellen:
    Niemand in der Republik verdient mehr als der/die Bundeskanzler.
    Geändert von When_a_Man (16.10.2008 um 15:55 Uhr)

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