Och nö, bissel Spaß macht es ja auch.Zitat von Kraecker
V.G.
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Thema: Internationale Finanzkrise
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08.10.2008, 13:27Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
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08.10.2008, 14:09Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Du meinst, man sollte den Aktienmarkt verbieten?
Zitat von Kraecker
Gute Idee. Gibt es keine Aktienmärkte, dann sind auch Aktiengesellschaften passé. Wir kehren zu einer Wirtschaft zurück, die der Vorkriegswirtschaft entspricht.
In den Urlaub reisen wir nicht mehr mit Flugzeugen sondern mit dem Fahrrad. Die Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe übernehmen geniale Eigenbrötler oder der Staat, und Energie erzeugen wir am besten mit Solarzellen und Dieselgeneratoren. Die Rationalisierungsinvestitionen der letzten Jahrzehnte machen wir rückgängig und schaffen damit wieder Vollbeschäftigung.
(Schon für die Entwicklung und Produktion von Flugzeugen braucht man mehr Kapital, als eine Personengesellschaft oder eine GmbH für gewöhnlich aufzubringen imstande ist. Gleiches gilt für medizinische Forschung und für Bau und Betrieb von Kraftwerken. Aber haben nicht Hundert Menschengenerationen auch ganz gut ohne all das gelebt?)
Das erinnert mich an die letzte Anne-Will-Sendung.
Darin hat die Moderatorin einem Studiogast, dem die Dresdner Bank ausdrücklich Zertifikate als "sicher" empfohlen hat, "Gier" unterstellt.
Der Alt-SPDler Dressler hatte noch darauf gesattelt und die ARD schärfstens dafür kritisiert, dass sie zur besten Sendezeit Börsennachrichten sende und somit die Menschen dazu animiere am Aktienmarkt zu zocken.
Ich frage mich, ob man für die Moderation solcher Wirtschaftsthemen und für die Teilnahme an solchen Sendungen eigentlich Alzheimer haben muss oder ob es als Qualifikation reicht in jeder Lebenslage opportunistisch und dumm daher reden zu können.
Mal ganz langsam zum Mitschreiben:
Aktien sind nicht Zertifikate. Aktien sind auch nicht faule Hypothekenkredite. Aktien sind kleine Anteile an Unternehmen, die auf diesem Wege das Kapital aufbringen, um arbeiten zu können.
.Geändert von Inaktiver User (08.10.2008 um 14:17 Uhr)
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08.10.2008, 14:13
AW: Internationale Finanzkrise
Nein.
Zitat von Inaktiver User
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In meiner Badewanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.
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08.10.2008, 14:18Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Das hast du, als Frage verpackt, aber geschrieben.
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08.10.2008, 14:30
AW: Internationale Finanzkrise
Das habe ich geschrieben.
Zitat von Kraecker
Es ist zwar nur ein kleines Wort, trotzdem sollte das "spekulativ" nicht einfach so unterschlagen werden..
In meiner Badewanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.
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08.10.2008, 14:31Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Welches Motiv sollte dann für den Aktienkauf geben?
Zitat von Kraecker
V.G.
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08.10.2008, 14:35
AW: Internationale Finanzkrise
Beteiligung am Gewinn eines Unternehmens. So wie das irgendwann einmal gedacht war.
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In meiner Badewanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.
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08.10.2008, 14:44Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Und die Beteiligung kann ich frei verkaufen, an den Meistbietenden und da wären wir wieder am Anfang. Sonst wäre das Leben langweilig.
Zitat von Kraecker
V.G.
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08.10.2008, 14:45Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Ich persönlich halte nichts von Spekulation im Sinne von Day Trading. Meines Erachtens bringt das entweder nur winzige Gewinnmargen und lohnt sich daher nur bei riesigen Summen und mit großem technischen Aufwand (Computer, Software, Echtzeit-Insider-Infos), oder es kommt dem Besuch eines Spielkasinos gleich. - Verbieten würde ich es trotzdem nicht. Warum auch? Diese Krise ist keine Krise des Aktienmarktes.
Demgegenüber gehört m.E. der Kauf von Unternehmensanteilen, die man für unterbewertet hält, die Investition in Unternehmen, die man für aussichtsreich hält auch in Zukunft gute Geschäfte zu machen, die Auswahl der Wertpapiere und die Bestimmung des optimalen Kauf- und Verkaufszeitpunkts - gehört all das zum seriösen Aktienhandel dazu.
Im übrigen würde niemand eine Aktie verkaufen, wenn er nicht entweder cash-mäßig klamm wäre oder glauben (=spekulieren) würde, dass er auf andere Weise, z.B. mit einem anderen Wertpapier, einen höheren Zugewinn erzielen könnte. Entsprechendes gilt für den Käufer. Es gäbe also schlichtweg so gut wie keinen Markt für solche Papiere, wenn man die Zukunftserwartung als solche (= Spekulation) eliminieren könnte.
Außerdem werden (besonders bei US-amerikanischen Aktiengesellschaften) oft nur kleine oder gar keine Dividenden ausgeschüttet. Der Investitionserfolg des Aktienanlegers beruht in diesen Fällen ausschließlich auf den Kursgewinnen, und die sind - wie auf jedem freien Markt, ganz gleich, ob dort mit Melonen oder Moneten gehandelt wird - nun mal auch von Angebot und Nachfrage abhängig.Geändert von Inaktiver User (08.10.2008 um 15:00 Uhr)
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08.10.2008, 14:57
AW: Internationale Finanzkrise
und meine Überlegungen gingen (oder gehen) dahin, diese Freiheit, deren Auswirkungen wir gerade zu spüren bekommen, einzuschränken.
Zitat von Inaktiver User
Es mag sein, dass der ein oder andere Börsenjunkie aktuell den größten Adrenalin-Kick seines Lebens erfährt.
Und mir wäre auch der ganze Zirkus völlig wurscht, wenn die einzigen Leidtragenden auch die Verursacher der Krise wären.
Aber solange die Verursacher als Gewinner aus der Geschichte gehen, und gleichzeitig hier (und anderswo) die Bänder stillstehen und Leute entlassen werden, wird das System seinem Auftrag nicht mehr gerecht.
Vor allem dann nicht, wenn aus der aktuellen Situation keine Konsequenzen gezogen werden..
In meiner Badewanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.
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