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Thema: Internationale Finanzkrise
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12.01.2011, 15:04
AW: Internationale Finanzkrise
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12.01.2011, 15:07
AW: Internationale Finanzkrise
O.K, etwas patzig.
Dann mal anders.
Der deutsche Bäcker bietet ofenfrische Brötchen für DM an. Der türkische Bäcker nebenan bietet Fladen aus der Großpackung vom Großbäcker für Euro an, der Spanier biete seine Hörnchen, zum dritten mal aufgebacken, für Dollar an.
Du hast Hunger und stehst vor dem Geldautomaten, dieser fragt dich, ob du DM, Dollar oder Euro vom Konto haben möchtest.
Welche Währung lässt du dir auszahlen?
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12.01.2011, 15:25Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Es geht bei den deutschen Exporten keineswegs nur um Luxusgüter, wie Porsche oder Lexus, bei denen der Preis gewissermaßen "egal" ist.
Ein großer Teil der Exporte entfällt auf den Anlagenbau. Da bekommt derjenige den Zuschlag, der das beste Angebot hat, und nicht derjenige mit dem coolsten Design oder Label.
Gleiches gilt für die Chemieindustrie sowie für den Maschinenbau.
Außerdem überzeugt mich die Argumentation nicht, dass ein großer Teil der deutschen Exporte in den Euroraum gehen. Auch wenn das der Fall ist - und es ist der Fall -, geht ein sehr beträchtlicher Teil eben sehr wohl in den Dollar-Raum.
Und die deutschen Produkte stehen auch im Geltungsbereich des Euro sehr wohl in Konkurrenz zu Produkten aus anderen Ländern (Währungsräumen), die nach Euroland entsprechend teuer oder billig exportieren können, wenn der Eurokurs niedrig bzw. hoch ist.
.Geändert von Inaktiver User (12.01.2011 um 15:33 Uhr)
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12.01.2011, 15:34
AW: Internationale Finanzkrise
Blautanne, wäre die Aussage, dass wir Problem mit dem Export bekommen, wenn wir nicht mehr en Euro hätten, wahr, dann stellt sich die Frage, wie wir zu DM – Zeiten schon soviel exportiert haben.
Man versucht den Eindruck zu erwecken, wir Deutschen würden nur über den Preis verkaufen, das entspricht nicht den Tatsachen.
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12.01.2011, 15:42Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Das hat niemand behauptet. Aber umgekehrt wirst du doch wohl hoffentlich nicht behaupten wollen, dass der Preis gar keine Rolle spiele.
Denn wenn das so wäre, hätten wir die Arbeitsmarktreformen samt Lohnzurückhaltung der letzten Jahre nicht gebraucht: man kann deutsche Produkte ja anscheinend zu jedem Preis verkaufen.
Wenn man von 1%, 2% oder zur Zeit von sensationellen 3,6% Wirtschaftswachstum spricht, ist die Basis dieser Rechnung eine hohe Wirtschaftsaktivität. Die stellt niemand in Frage. Aber es ist doch klar, dass es sich da durchaus bemerkbar macht, wenn 98 von 100 Kunden das deutsche Produkt nach wie vor aus Qualitätsgründen vorziehen, aber jeder fünfzigste Kunde aus Preisgründen dem billigeren Konkurrenzprodukt den Vorrang gibt.
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12.01.2011, 15:48
AW: Internationale Finanzkrise
Ich habe hier niemandem irgendwas an den Kopf geworden.erst in die Diskussion einsteigen indem Du den andern Usern "Unsinn" und "Quatsch" an den Kopf wirfst - und dann beleidigt davon zockeln wenn Argumente gefragt sind. Gratuliere!
Ich wurde darauf hingewiesen, dass ihr das Thema bereits diskutiert habt und die Antworten möglicherweise deswegen so kurz angebunden ausgefallen sind.
Ich habe ein Posting von mir, dass sich auf frank60s meinem Eindruck nach zickige Antwort bezog, wieder gelöscht weil Ahab sich zum Thema geäußert hatte und das inhaltlich dann nicht mehr passte und ohnehin OT war.
Ich bin nicht beleidigt.
Ich fühle mich hier allerdings weder wohl noch willkommen und habe auch keine Lust auf krawallige Diskussionen und werde mich deswegen, und nicht mangels Argumenten, wieder verabschieden.
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12.01.2011, 16:10
AW: Internationale Finanzkrise
Richtig, es bekommt derjenige den Zuschlag, der das beste Produkt hat. Nichts anderes habe ich gesagt. Die Wahl zwischen BMW und Lexus hat nur Vordergründig mit Image zu tun. Auch bei Chemikalien, Ingineursarbeit, Anlagenbau gibt es die gleichen Qualitätsunterschiede, plus Sicherheit gleichbleibender Qualität. Und sicher spielt selbst da das Image bzw. der Ruf eine Rolle. Bei Lacken aus Deutschland vertraut man bsplsw. darauf das die schwermetallfrei sind, bei chinesischen weiss man, dass man sich nicht darauf verlassen kann. (Wir reden von heute. Diese Unterschiede sind natürlich nicht in Stein gemeisselt. Die Chinesen sind auf dem besten Weg auch eine führende High.Tech Nation zu werden.)
Wir brauchen es wirklich nicht nochmal duchzukauen. Blautanne, Du warst doch bei der Diskussion die hinter uns liegt schon dabei. Es hat wohl keinen Sinn uns nochmal die gleichen Argumente zu zu liefern und gegenseitig festzustellen, das der Andere offenbar lernresistent ist, wenn er trotz bester Argumente auf seinem Standpunkt beharrt. Demnächt behauptest Du dann wieder die CDS Spekulation sei an der Europäischen Schuldenkrise schuld, und nicht etwa die *Überraschung*: Schulden. An einer fruchtbaren Diskussion mit neuen Argumenten bin ich interessiert, nicht an einem Hamsterrad.
Wenn der gemeinschaftliche Währungsraum so wichtig wäre, dann müsste wohl der Grossteil in diesen Währungsraum exportiert werden, und China mit seiner extra niedrig gehaltenen Währung dürfte keine Bedeutung haben. So ist es aber nicht.
Dies und die Tatsache:
dass Deutschland auch vor dem Euro extrem exportstark war, oder
dass Japan mit seinem hohen Yen ohne grösseren Währungsraum wirtschaftlich an vielem leidet, aber sicher nicht an Exportschwäche, gleiches gilt für die Schweiz,
Der Anteil, denn die Euroländer am Export haben seit Einführung des Euros abgenommen hat (UND NICHT ETWA ZU) und aufgrund des schwachen Wachstums der anderen Euroländer noch weiter abnehmen wird
sprechen eigentlich für sich.
Das Problem ist nur, dass wenn der Euro kracht, bedeutet das, dass die Altersvorsorge der Deutschen, das imposante Geldvermögen von 4,4 Bio zum grössten Teil futschikato ist, (Kapital)-Lebensversicherungen, Ristergelder, eben langfristig angelegte Gelder in Anlageklassen wie Pensoinfonds/ Anleihefonds die bisher als bombensicher galten.
Auch wenn ich den Euro politisch erstrebenswert finde: Das deutschlands Export oder der europäische Frieden am Euro hängen halte ich für Blendgranaten um die Deutschen und andere auf Linie zu bringen. (Auch um eine weitere europäische Einigung zu erzwingen.)
Tatsächlich wurde ohne Euro ebenso exportiert, wie es den grösseren Teil dieser wunderbaren europäischen Friedensphase vor der Einführung des Euros gab, und nicht dannach.
Tatsächlich steht der Euro zwar schlecht dar, aber längst nicht so schlecht wie der Dollar. Das ständige anheizen der Eurokrise durch amerikanische Ratingagenturen oder US-Ökonomen wirkt auf mich wie "das letzte Gefecht" um die Herde vom Blick auf den Dollar fernzuhalten.
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12.01.2011, 16:19
AW: Internationale Finanzkrise
Niemand spricht von "zu jedem Preis". Aber wenn Du Dir den Export und die schwankenden Währungen von Deutschland oder der Schweiz anschaust, dann wirst Du im Vergleich zu anderen Faktoren nur einen sehr kleinen Kausalen zusammenhang feststellen können.
Selbst in den Wirtschaftsschwachen Jahren am Anfang des letzten Jahrzehnts war nicht der Export das Problem.
Damals war das Wirtschaftswachstum schwach, und zwar tw. gerade wegen den Agendamassnahmen und Konsolidierung, dedn eingebrochen war der Binnenkonsum. Der Export, um den es hier geht, der war auch damals auf den vordersten Plätzen. Oder hast Du andere Zahlen?
Das stärkere Wirtschafstwachstum der anderen zu früheren Zeiten war halt nur auf pump. Wenn man so will, profitiert Deutschland jetzt von Keynsianischem antizyklischem Verhalten - stärker als von mir erwartet, denn ich hatte mir damals noch viel mehr Sparsamkeit gewünscht.
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12.01.2011, 16:22Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Du hast mich falsch zitiert. Ich schrieb: ".. der das beste Angebot hat" und nicht ".. der das beste Produkt hat".
Bei einem Angebot geht es natürlich um das Produkt, klar, aber auch um den Preis. Der Preis steht bei Qualitätsprodukten weniger im Vordergrund als bei Billigprodukten, aber zu glauben, er sei vollkommen belanglos, ist m.E. Unsinn.
Ganz so weit sind wir noch nicht, dass deutsche Produzenten auf dem Weltmarkt ausschließlich chinesische Konkurrenten haben.Auch bei Chemikalien, Ingineursarbeit, Anlagenbau gibt es die gleichen Qualitätsunterschiede, plus Sicherheit gleichbleibender Qualität. Und sicher spielt selbst da das Image bzw. der Ruf eine Rolle. Bei Lacken aus Deutschland vertraut man bsplsw. darauf das die schwermetallfrei sind, bei chinesischen weiss man, dass man sich nicht darauf verlassen kann. (Wir reden von heute. Diese Unterschiede sind natürlich nicht in Stein gemeisselt. Die Chinesen sind auf dem besten Weg auch eine führende High.Tech Nation zu werden.)
Geht mir genauso. Da das in diesem Strang aber gleich gesetzt wird mit einer ganz bestimmten Meinung (was ich für Hybris halte, da sich in vielen Fragen selbst die Fachleute nicht einig sind), halte ich mich sowieso weitgehend zurück.Es hat wohl keinen Sinn uns nochmal die gleichen Argumente zu zu liefern und gegenseitig festzustellen, das der Andere offenbar lernresistent ist, wenn er trotz bester Argumente auf seinem Standpunkt beharrt. (...) An einer fruchtbaren Diskussion mit neuen Argumenten bin ich interessiert, nicht an einem Hamsterrad.
Hier stimme ich zu. Hinzu kommt m.E. aber auch, dass sowohl die US-Politik als auch die Finanzindustrie nicht das mindeste Interesse an einer europäischen Währung haben, erst recht nicht an einer starken.Tatsächlich steht der Euro zwar schlecht dar, aber längst nicht so schlecht wie der Dollar. Das ständige anheizen der Eurokrise durch amerikanische Ratingagenturen oder US-Ökonomen wirkt auf mich wie "das letzte Gefecht" um die Herde vom Blick auf den Dollar fernzuhalten.Geändert von Inaktiver User (12.01.2011 um 16:30 Uhr)
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12.01.2011, 16:24
AW: Internationale Finanzkrise
Ich finde es komisch, wenn jemand mit seinem ersten Posting so:
[QUOTE=Julita;8691656]Die Aussage ist blanker Unsinn. Die Schlussfolgerung ist allerdings auch falsch! QUOTE]
in eine Gesprächsrunde einsteigt sich hinterher über krawalliges Diskusionskultur beklagt.
Ansonsten freue ich mich persönlich über jeden neuen Gesprächteilnehmer zu diesem mir am Herzen liegenden Thema, wir anderen tauschen ja vielfach doch nur schon bekannte Positionen aus.



- erst in die Diskussion einsteigen indem Du den andern Usern "Unsinn" und "Quatsch" an den Kopf wirfst - und dann beleidigt davon zockeln wenn Argumente gefragt sind. Gratuliere!
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