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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inspirom Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass die Wirtschaft der kleinen Schweiz zu sehr verwoben ist mit dem Euro-Raum, als dass der Franken völlig unabhängig sein könnte. Der Franken ist gewissermaßen doch an den Euro gekoppelt.

    Würden wir die DM einführen, würde der Franken sicherlich mit der DM gemeinsam steigen.
    Was soll das heissen "verwoben"? Das die SNB keine Möglichkeiten hat den Franken nachhaltig gegen die riesigen Mengen Fluchtgelder aus Weichwährungsräumen abzuwerten haben wir ja kürzlich miterlebt.

    Jedenfalls hat die Schweiz eine harte Währung die in Bezug auf Kaufkraftparitäten sehr hoch bewertet ist und kann trotzdem exportieren, so wie Deutschland auch in der Voreurozeit schon Exportweltmeister war. Wieso soll das plötzlich nur noch mit Euro möglich sein?

    Sicher, die Umstellung wäre schmerzhaft - kommt aber zum Glück sowieso nicht.

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Geben wir Griechenland kein Geld sondern übernehmen nur die Altschulden dann kann der Staat nur das verteilen, was er einnimmt.
    Das Geld im Land wird knapp. Die Griechen werden alles tun, um an Geld zu kommen, sie werden automatisch ihre Preise bis zur Schmerzgrenze senken um zu verkaufen. Dann hast du die erste gesunde Deflation ohne das eine Inflation nachkommt, weil schlicht kein Geld für Inflation vorhanden ist.
    Das wäre wahre Krisenbewältigung. ...
    ich sehe erstmal nur ein Krisenszenario für Griechenland. Für wen dort soll das "gesund" sein ?
    Wie kommt G aus der Deflation heraus?
    ----------------

    zu den Inflationsängsten.
    Wer hält eigentlich das irrwitzig viele Geld, das ständig ausgegeben wird, vor dem man sich fürchtet es müsse Inflation auslösen ?

    ----------------

    Ich vermisse den Blick auf den Zeitfaktor. Geld (=Kredit) wird mit Ausnahme Bargeld stets nur auf Zeit Leben gegeben.
    Wo findet man Listung der (geldbegründenden) Verschuldungen nach Ablaufzeit ?

    ----------------

    ich ahne zur Problematik Inflation folgendes:

    Die Produkte,Güter des täglichen Bedarfs (incl. Wohnen) werden schlichtweg von denen, die Liquidität hätten, nicht nachgefragt.
    Sie greifen nicht ein in den Warenkorb-Markt.
    Der wird eher bestimmt von fallender Kaufkraft der Massen. Ergo sinkt die Inflationsrate während Billionenweise oben "Geld" eingespeist wird.


    Die Reichen,die das frei verfügbare Geld praktisch total kontrollieren, spielen auch deshalb seit Jahren damit im Casino.

    Würden sämtliche Casinoblasen platzen, wüssten sie auch nicht wohin damit. Sie würden eher und bequemer drauf sitzen bleiben um eine Deflation zu bekommen(oder ultrageringe Inflation zu erhalten) , als (für sie persönlich-)Sinnlos-Güter nachzufragen und sie gegen ihr liquidprivilegiertes geliebtes Geld einzutauschen.

    Wenn dem so wäre, wäre ein fundamentales ökonom.Wurzelproblem die immer ungleichere Vermögensverteilung. Bzw Geldverteilung.
    Geändert von hombre (29.11.2010 um 16:21 Uhr)

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von hombre
    Derzeit wird nur das Pendant versucht.
    Die Schuldnerländer Europas sollen Löhne, öffentl. Ausgaben etc kürzen. Unter Null geht aber nicht, denn das hieße Deflation
    Ich werd nicht schlau draus: Wie soll man Löhne und öffentliche Ausgaben unter Null kürzen? Und Deflation entwickelt sich natürlich schon vorher, tw mit ganz anderen Ursachen.
    Wie soll ich deine seltsame Frage verstehen... willst du mich vergackeieren... so dumm kannst du dich doch nicht stellen wollen meine Worte nicht zu verstehen!
    Es geht natürlich um Lohn(erhöhungs)runden. Um Prozentpunkte über/unter Null, wie sonst auch ?


    Inflationshysterie, na ich weiss nicht, jedenfalls blüht sie in Deutschland und nicht in ganz Europa, worauf soich die Deflationserwartungen beziehen. Der Euro gegenüber Hartwährungen ganz schön eingebüsst. Was natürlich noch lange keine Inflation ist. Allerdings steigen die Erzeugerpreise mittlerweile um gegen 4%, und Lohnerhöhungen sind allerorten im Gespräch, die Nachfrage explodiert in D. nahezu, jedenfalls laut den aktuellen Statistiken.
    Ja, ist ja schön, geht in richtige Richtung. Wo wäre nun Problem wenn Deutschlands Arbeitnehmer mehr Euros ausbezahlt bekämen im Vergleich zu anderen Europäern ?
    Wenn die Lohnerhöhungen in D den Preissteigerungen deutlich vorauseilen würden?
    Denken wir uns das ganze zur Vereinfachung doch erstmal nur für die Exportbranchen.
    D.h. auf den (inländischen)Warenkorbmarkt würden wenig Lohnsteigerungen drücken, die Preise würden gut stabil bleiben. Richtig ?

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Politische Börsen sind kurze Börsen.
    Die heutige politische Börse dauerte gerade mal 3 Stunden, danach knickten die Märkte ein.
    Warum auch nicht. Welches Problem wurde geklärt? Keines, lediglich wurde dem schlechten Geld noch gutes Geld hinterher geworfen.

    Die Griechen deren Haushalt am Jahresanfang noch topp gewesen ist und lediglich die bösen Spekulanten am Desaster schuld gewesen sind, erklärt nun, nachdem 6 Monate super gespart wurde, das es seine Schulden doch „etwas“ später zurückzahlt, allerdings geht man auf das „später“ nicht so genau drauf ein.

    Die Ir(r)en brauchten bis vor wenigen Tagen überhaupt keine EU Hilfe.
    Heute haben sie 85 Milliarden bekommen und nutzen diese Gelegenheit sogleich, uns mit Streiks klar zumachen, gespart wird trotzdem nicht.

    Und nun zur Schweiz. Wenn dort eine Bank ins wackeln kommt, dann war Irland ein Witz, gegen das was die Schweizer dann erwartet.
    Die Schweizer Bankbilanzen betragen das 12 fache des BIP der Schweiz.

    Im Schatten dieses Szenario durften man heut beobachten, die italienischen Anleihen werden gerade geshortet.

    Das wird noch ein lustiger Jahresabschluss.

    Angst vor Staatspleiten: Warum die Euro-Krise nicht gebannt ist | FTD.de

    Eure Naivität ist zu beneiden

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Was soll das heissen "verwoben"? Das die SNB keine Möglichkeiten hat den Franken nachhaltig gegen die riesigen Mengen Fluchtgelder aus Weichwährungsräumen abzuwerten haben wir ja kürzlich miterlebt.

    Jedenfalls hat die Schweiz eine harte Währung die in Bezug auf Kaufkraftparitäten sehr hoch bewertet ist und kann trotzdem exportieren, so wie Deutschland auch in der Voreurozeit schon Exportweltmeister war. Wieso soll das plötzlich nur noch mit Euro möglich sein?

    Sicher, die Umstellung wäre schmerzhaft - kommt aber zum Glück sowieso nicht.
    Darauf wetten würde ich aber trotzdem nicht.

    Das ist ja genau das, was viele nicht verstehen wollen.

    Die deutschen Produkte stehen nicht vordergründig im Wettbewerb mit den anderen.
    Die dt. Produkte sind der „Mercedes“ und wer einen Mercedes möchte muss ihn auch bezahlen und wird ihn auch bezahlen.

    Zitronen kann an auch woanders bestellen, einen Mercedes gibt es nur von den Deutschen.

    Die angehäuften Schulden sind von den Südländern nicht mehr zu begleichen.
    Der rettungsschirm löst doch nicht das Problem, er wird mittlerweile kontraproduktiv, weil viele sich darunter sicher wähnen und ausruhen.
    Die angedachten Sparmaßnahmen werden diese Wirtschaften restlos abwürgen und was kommt dann?
    Neue Rettungsschirme?
    Die Südländer müssen 50% ihres Wohlstandes in Kürze aufgegeben, ob sie wollen oder nicht.
    Wir können die nicht auf Dauer durchfüttern.

  6. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Einen Mercedes gibt es nur von den Deutschen.

    Aber man kann sich einen Lexus, einen Rolls Royce oder einen Maserati anschaffen, wenn durch einen Anstieg des Euro-Kurses der Mercedes zu teuer wird.

    Und dasselbe gilt erst recht für den Golf, für Gebrauchsgüter, für Industriechemikalien, Werkzeugmaschinen oder Industrieanlagen, die den größten Teil unserer Exporte ausmachen.

    Wenn der "deutsche" Euro (egal ob als neue DM oder als Euro-Nord) im Kurs deutlich ansteigt, dann bricht unser Export zusammen und die Arbeitslosenzahlen explodieren.

    Denn die Inlandsnachfrage wird weder beim Golf oder Mercedes und erst recht nicht bei Industriechemikalien oder Industrieanlagen die Ausfälle beim Export kompensieren.

    Und schon gar nicht, wenn durch die Verschiebung der Wechselkurse die Produkte der Mitbewerber plötzlich deutlich billiger werden.

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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Einen Mercedes gibt es nur von den Deutschen.

    Aber man kann sich einen Lexus, einen Rolls Royce oder einen Maserati anschaffen, wenn durch einen Anstieg des Euro-Kurses der Mercedes zu teuer wird.

    Und dasselbe gilt erst recht für den Golf, für Gebrauchsgüter, für Industriechemikalien, Werkzeugmaschinen oder Industrieanlagen, die den größten Teil unserer Exporte ausmachen.

    Wenn der "deutsche" Euro (egal ob als neue DM oder als Euro-Nord) im Kurs deutlich ansteigt, dann bricht unser Export zusammen und die Arbeitslosenzahlen explodieren.

    Denn die Inlandsnachfrage wird weder beim Golf oder Mercedes und erst recht nicht bei Industriechemikalien oder Industrieanlagen die Ausfälle beim Export kompensieren.

    Und schon gar nicht, wenn durch die Verschiebung der Wechselkurse die Produkte der Mitbewerber plötzlich deutlich billiger werden.
    Das ist die graue Theorie, Fakt ist, ab einer bestimmten Hochwertigkeit bzw. ab einem bestimmten Anspruch an Leistung, Qualität, Standfestigkeit oder an Funktionssicherheit rückt der Preis in den Hintergrund.

    Ich komme aus dem lachen gar nicht raus.

    Risiken im Finanzsektor: Portugals Notenbank schlägt Alarm - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Die mathematische Wirklichkeit wird dem verhinderten Steuerzahler häppchenweise verkauft.

    Sparen reicht nicht mehr, der GAU wird kommen.

  8. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise


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    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    ich sehe erstmal nur ein Krisenszenario für Griechenland. Für wen dort soll das "gesund" sein ?
    Wie kommt G aus der Deflation heraus?
    Aus der Deflation kommt man ganz einfach heraus.
    Geld in Umlauf bringen, welches die Nachfrage erhöht, denn diese Nachfrage muss höher sein, als das Angebot.

    Was hat der Mann Unrichtiges gesagt?

    Uns sollt eher erschrecken, wie die alten Herren wegen ihres Egos Europa in den Abgrund stürzen.

  10. Inaktiver User

    AW: Internationale Finanzkrise

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Aus der Deflation kommt man (G.) ganz einfach heraus.
    Geld in Umlauf bringen, welches die Nachfrage erhöht, denn diese Nachfrage muss höher sein, als das Angebot.
    Dann darf ich mir wieder quer durch alle Medien, Foren etc anhören, daß die "alle über ihre Verhältnisse" "höchste Anzahl an Cayennes & Traktoren pro Kopf" etc etc. Tut mir leid, aber mal so mal so "wissen was zu tun ist" aber bei erstbester Gelegenheit, Alternativlosigkeit bzw "Sachzwang" wieder das genaue Gegenteil fordern/ wollen/ brauchen ist einfach nur ermüdend.

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