Irrtum. Die Geldmenge hat sich nicht erhöht. Hätte sie sich erhöht, hättest du das umgehend an den Preisen der Produkte gemerkt (Inflation).Zitat von Inaktiver User
Die Eingriffe der Notenbanken haben aber verhindert, dass die Geldmenge sinkt, dadurch nämlich, dass die Geschäftsbanken ängstlich auf dem Geld sitzen.
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Thema: Internationale Finanzkrise
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07.10.2008, 11:19Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
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07.10.2008, 11:21Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
BERLIN (Dow Jones)--Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Dienstag gegen 17.00 Uhr im Deutschen Bundestag eine Regierungserklärung zur Finanzkrise abgeben, wie das Bundespresseamt am Dienstagmorgen bestätigte.
Vielleicht stärkt ihr der Blüm den Rücken.
Sparer beruhigen und mit hanebüchenen Erklärungen die Krise erklären. Andere haben jahrelang studiert nd begreifen nur langsam was hier wirklich abläuft und die Politiker bekommen es mit einer Erklärung hin.
Ich vermisse immer noch die rechtlichen Konsequenzen für die Banker, die sitzen da und lachen
Na ja, schaun wir mal.
V.G.
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07.10.2008, 11:29Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Im Übrigen dürfte die Krise auch positive Effekte haben.
Banken müssen Gewinn erzielen und dieses erreichen sie nur durch Kreditgeschäfte. Da die Spielwiese der gaaaanz GROSSEN vorübergehend Inventur macht, dürfte ein Run auf die Wirtschat einsetzen.
Der Unternehmer von nebenan, der schon in den vergangene Jahren seine Kleinkredite zurückgezahlt hat und real Gewinne der Bank gebracht dürfte wieder in den Fokus rücken, sicher wird es mit Arbeit verbunden sein, aber Kleinkredite sind auch eine breitere Risikostreuung.
Allerdings haben die Baken mit dem Verprellen der Kleinunternehmer auch dafür gesorgt, dass die Mittelständler auf eine breite Eigenkapitaldecke zurückgreifen können, zu dieser wurden sie ja gezwungen.
V.G.
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07.10.2008, 11:32
AW: Internationale Finanzkrise
Ich arbeite eher im Sachwertschöpfungsbereich und habe von "Finanzwert-Schöpfung" eher wenig bis gar keine Ahnung.
Zitat von Inaktiver User
Vermutlich wegen solcher "Formeln", wie du sie gerade zitiert hast.
Was ich nach wie vor überhaupt nicht kapiere ist, warum eine Bankenpleite eine Wirtschaftskrise verursachen muss, wie es von allen Seiten beteuert wird.
Besteht denn die Gefahr, dass alle Banken pleite gehen. Also wirklich alle?
Es wird doch schon fröhlich "geschluckt" in der Bankenwelt und die noch unbeschadeten Institute freuen sich über billig eingekaufte Ex-Konkurrenten....
Wo also kommt die Wirtschaftskrise her, die viel beschworene?
Wieviel "Hypo-Real-Estates" braucht die Welt, um wirtschaften zu können?
Ich sage ja: Je weniger, je besser.
Wahrscheinlich liege ich damit falsch. Aber etwas anderes konnte mir noch niemand schlüssig darlegen.
(Ich verweise aber nochmal auf meine wenigen bis nicht existenten Finanzkenntnisse).
In meiner Badewanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.
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07.10.2008, 11:37Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Die HRE &Co. werden auch verschwinden. Es sind die Banken, die abenteuerlichen Instrumenten und unvorstellbarer Gier und einhergehender Blauäugigkeit sich in gigantische Größen aufgeblasen haben, die werden ganz sanft und langsam abgewickelt.
Der Schaden wird deswegen nicht weniger, er wird nur auf mehrere Jahre verteilt und von der gesamten Marktbreite getragen.
Wenn es nur die HRE wäre die so agiert hätte dann wäre schon lange Schluss mit lustig abr es haben zu viele mitgemacht, es war ja nicht verboten.
V.G.
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07.10.2008, 11:41Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
EZB: Zuteilungssatz Dollar-Tender bei 6,75%
07.10.2008 - 10:51
FRANKFURT (Dow Jones)--Bei dem Feinsteuerungstender der Europäischen Zentralbank (EZB) in Dollar mit einer Laufzeit von einem Tag hat sich am Dienstag ein marginaler Zuteilungssatz von 6,75% ergeben. Wie die EZB berichtet, wurden wie geplant 50 Mrd USD zugeteilt. 67 Institute hatten Gebote über 109,226 Mrd USD abgegeben. Die Repartierungsquote stellte sich auf 10,7760%. Fällig wird der Dollar-Tender am Mittwoch. Am Montag war ein Tender über ebenfals 50 Mrd USD zu einem Satz von 4,00% zugeteilt worden.
Das macht exemplarisch deutlich, dass so ziemlich jeder Preis für Liquidität gezahlt wird, die Banken sind absolut klam.
V.G.
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07.10.2008, 12:07Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Die Banken leihen sich Geld ja nicht nur von der Notenbank, sondern vor allem untereinander sowie letztlich von den Kunden (Festgeld, Spargeld, Sichteinlagen etc.)
Zitat von Kraecker
Im Zusammenhang mit deiner Frage kann man das Bankensystem gewissermaßen als großen Verschiebebahnhof für Geld verstehen. Wenn keine Wagons mehr kommen, weil eine Weiche falsch steht, dann können auch die nachfolgenden Züge nicht mehr fahren.
Die Geschäftsbanken haben nicht nur Pleiten ihrer Schuldner und Geschäftspartner erlebt, sondern Angst bekommen, dass es weitere Pleiten geben könnte. Man weiß auch gar nicht, wer der nächste sein wird. Dementsprechend vergeben sie nur noch sehr zögernd untereinander weitere Kredite.
Womöglich können sie nach weiteren Ausfällen sonst nämlich ihre eigenen Verpflichtungen nicht mehr bedienen, kämen selbst in Liquiditätsengpässe, und das hieße letztlich: Konkurs.
Damit es der Wirtschaft gut geht, muss der Rubel rollen. Die Finanzkrise wird also zur Wirtschaftskrise, wenn Geld im Geldkreislauf fehlt:
Wenn die Banken nur noch zögerlich Kredite vergeben, dann werden Unternehmen der Realwirtschaft logischerweise Probleme haben Investitionen zu finanzieren.
Das bedeutet für die Spedition, dass der Kauf neuer LKW warten muss. Das bedeutet für den Stahlhersteller, dass er weniger Stahl an die LKW-Hersteller verkaufen kann. Analog gilt das für alle konjunkturabhängigen und alle kapitalintensiven Branchen und greift unweigerlich auch auf die Arbeitsmärkte über, mit Folgen wiederum für die Konsumwirtschaft.
Hinzu kommt, dass durch die Geldvernichtung ebenfalls die Nachfrage nach Produkten sinkt - mit Folgen für die Konjunktur.
Je weniger Banken, desto weniger Konkurrenz unter Banken, und das ist für die Bankkunden nicht unbedingt ein Vorteil.Wieviel "Hypo-Real-Estates" braucht die Welt, um wirtschaften zu können?
Ich sage ja: Je weniger, je besser.
Außerdem sollte man es als Volkswirtschaft tunlichst vermeiden die heimischen Großbanken von ausländischen Investoren aufkaufen zu lassen.
Das wurde im Zusammenhang mit Fusionsgerüchten der Deutschen Bank vor einigen Jahre diskutiert:
Die Deutsche Bank hatte damals eine "zu niedrige" Gewinnquote, was den Aktienkurs hinunter trieb und Fusionsgerüchte beförderte. Damals hat die Crème de la crème der deutschen Großindustrie persönlich beim Bundeskanzler interveniert und darauf hingewiesen, dass eine Übernahme etwa durch die Citybank Probleme für die deutsche Exportindustrie mit sich bringen würde, da bei der Citybank nicht nur Unternehmen wie Siemens, Daimler oder EADS, sondern auch deren amerikanische Hauptkonkurrenten ihre Konten hatten ... !!!
Mit einer einfachen Kreditzusage bzw. Kreditverweigerung bei Großprojekten (z.B. Kraftwerksbau, Flugzeugbau, etc) kann eine Bank ein Unternehmen unterstützen und das andere kaputt machen. Diese Macht in den Händen einer ausländischen Großbank ?! Die wiederum beeinflusst ist von der dortigen Politik ?!! Das musste verhindert werden, und das wurde im Fall der Deutschen Bank auch tatsächlich verhindert.
Das war der Hintergrund, als Ackermann die Eigenkapitalsrentabilität damals auf die Zielmarke 25% festgelegt hatte. Es ging darum, die Bank vor einer Übernahme zu schützen. Denn die (amerikanischen) Banken, die in den Startlöchern warteten die Deutsche Bank zu schlucken, hatten so hohe Rentabilitätsquoten. Nur wenn Ackermann mithielt, verhinderte er, dass die Deutsche Bank auf dem Aktienmarkt zu billig und damit zu attraktiv für potenzielle Übernahmen wurde.
Tja. Seine Zielmarke hat er auch geschafft.
und das wäre ein Riesenproblem geworden, wenn die Deutsche Bank nicht eine typische Universalbank wäre, die auf mehr als einem Pfeiler ruht.
.Geändert von Inaktiver User (08.10.2008 um 12:20 Uhr)
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07.10.2008, 12:10Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Da ich Onlinebanking habe, kann ich ja zur Not noch alles Notwendige um die Zeit veranlassen
Zitat von Inaktiver User
, wenn die Presserklärung verlesen ist...wenn die Server dann noch funktionieren.
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07.10.2008, 13:14
AW: Internationale Finanzkrise
Mir erschien am schlüssigsten dazu die folgende Erklärung:
Zitat von Kraecker
Wegen sinkender Profitrate in den industriellen Kernländern und deren Kernindustrien in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, wurde Kapital überschüssig, das nach höherprofitabler Anlage suchte, die sie in der (heimischen) Industrie nicht fand. Das war der Grund für Spekulation, Suche nach "Finanzprodukten", "überschüssiges" Geld. Das war der scheinbare "Aufschwung" der Finanzwirtschaft seit Mitte der 90er.
Jetzt stellt sich heraus, dass das alles nur "heiße Luft" war. Jetzt stellt sich heraus, dass dass diese "Finanzprodukte" keine Basis in wirklichen Produkten haben, und dass deshalb diese Papiere (fast) keinen Wert haben.
Was wird nach dem Wertcrash der "Finanzprodukte" und "Wertpapiere" passieren? Die Illusion von leicht verdientem Geld verschwindet. Es wird wieder deutlich, dass Reichtum erarbeitet werden muss, nicht erschwindelt werden kann.
Wal Buchenberg
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07.10.2008, 13:21
AW: Internationale Finanzkrise
Zitat von Inaktiver User
weil sie sich gegenseitig nicht mehr trauen und sich deshalb untereinander kein Geld mehr ausleihen, wie sonst üblich.
Deshalb sollten die Zinsen weiter steigen, damit der Bürger sein Geld gewinnbringend anlegt und die Banken mit diesen Rücklagen wieder Geschäfte tätigen können.
Das wäre auch ein Schritt gegen die Inflation.
Manche sagen, die Zinsen sollten deshalb sinken. Ist nicht meine Ansicht.


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