Das ist leider auch das, was ich denke. Steinbrück hatte so viel Zeit, mit seinen Mannen die Bücher der HRE bis ins Detail zu prüfen, und man entdeckte fast nichts. Und kurze Zeit später schon wieder Horrormeldungen. Entweder hat er mit seinen Mitarbeitern den Griff ins Klo getan, oder er selbst ist die absolute Niete. Und das letztere befürchte ich stark.
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Thema: Internationale Finanzkrise
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19.03.2009, 16:38
AW: Internationale Finanzkrise
Ich bin, also denke ich
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20.03.2009, 06:57
AW: Internationale Finanzkrise
Wäre die HRE nicht systemrelevant, wäre sie schon lange pleite.
Wenn der Staat - und damit die Steuerzahler - für die Zockerei z.B. eines Flowers aufkommen sollen, dann habe ich nichts dagegen, dass man sie auch enteignet. Wenn ich das richtig sehe, ist das zudem die für uns günstigste Variante. Wobei von "günstig" kann man da ja eigentlich nicht mehr reden...
Einzig und alleine die FDP sträubt sich dagegen. Aber die kann ich schon lange nicht mehr ernst nehmen. Ihre Vorstellung von "freien Märkten" hat mit zu diesem Desaster geführt, in dem wir jetzt stecken. Und sie will die Krise mit den gleichen Mitteln bekämpfen, die uns überhaupt erst dorthin gebracht haben.************************
Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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20.03.2009, 09:19
AW: Internationale Finanzkrise
Zu dieser Bankenrettungs- und Verstaatlichungsgeschichte mache ich mir so meine eigenen Gedanken, die bestimmt nicht ausgereift sind: Wenn ich verstaatliche, muss ich entschädigen. Und deshalb pokert dieser Flowers auch so hoch. Je mehr er sich gegen die Verstaatlichung wehrt, um so mehr denkt er herauszubekommen.
Die HRE ist keinen Heller, Pfennig oder Cent wert, ihr Wert liegt weit jenseits der Null. Wenn verstaatlicht wird, erhält Herr Flowers Geld für etwas, für das er theoretisch noch zahlen müsste.
Zur Systemrelevanz: Anscheinend sind alle Banken systemrelevant. Bei der internationalen Verflechtung der Banken irgendwie verständlich, jedoch sind die Staaten aufs schlimmste erpressbar geworden. Die Frage, die sich mir stellt, ist: Sollte man die Banken, die sich so verspekuliert haben, nicht allesamt über den Jordan gehen lassen? Retten kann man die Gelder der Sparer auch anders.
Wenn ich z.B. die HRE endgültig in Konkurs und in die Abwicklung gehen lasse, dann kann der Staat im unmittelbaren Anschluss retten, aber dann ist sicher, dass Herr Flowers keinen Pfennig mehr bekommt. Schluss, aus, die Aktionäre gehen leer aus. Den Sparern kann man das Spargeld auszahlen, die nationalen und internationalen institutionellen Gläubiger können ja mit einer Quote von 90 Prozent entschädigt werden (nur beispielhaft).
Die Politiker hatten viel Zeit. Warum hat ein Herr Steinbrück nicht dafür gesorgt, dass es, solange eine Bank in Schieflage ist, keinerlei Ausschüttungen mehr machen darf? Und das, solange die Bank noch nicht im Plus arbeiten kann.
Mir graut es vor dieser Bad-Bank, die möglicherweise kommen wird. Die Banken haben vor, ihre faulen Papiere dort einzubringen. Diese Bad-Bank soll dann von den deutschen Bürgern gerettet werden, was ein Ding der Unmöglichkeit ist. Die Bad-Bank soll diese Ramschpapiere zu Bilanzwerten aufkaufen. Wie man gesehen hat, stimmen diese Bilanzwerte nicht nur, sondern diese Papiere sind nichts wert, werden aber immer noch zu annähernd 100 Prozent bewertet. Hier sollen die Bürger Papiere in Billionenhöhe kaufen, die nichts mehr wert sind. Dann können die Banker und ihre Aktionäre sich wieder die Hände reiben, wieder Gewinne verteilen, und die Bürger sollen diesen Wahnsinn zahlen. Ich hoffe nur, dass dieser Betrug nicht stattfinden wird.
LG
WolfgangIch bin, also denke ich
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20.03.2009, 11:46Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Die US Notenbank Federal Reserve hat gestern 1 Billion$ in den Markt gepumpt um "der Kriese ein schnelles Ende zu bereiten". Frisches Geld was den Aktienkurs 0,5 Prozent ins Plus bei 7440 Punkten brachte, kurzfristig! Nach Darstellung des Fed-Rates wird Amerikas Wirtschaft weiter schrumpfen. "Das Zerstört den Wert des Geldes an sich und somit langfristig eine Moderne Volkswirtschaft". Nichts gelernt aus der Kriese von 1929, und führende Wirtschaftsexperten rechnen für 2010 bereits mit einer (im EU Raum) Inflation von annähernd 30%.
Da wird geliehenes Geld weiter verleiht, frisches Geld (gedruckt) auf den Markt gebracht. Frau Merkel stoppt alle weiteren Ausgaben und hofft darauf, dass es nicht zu dicke kommen möge bis zur Wahl. Die "allgemeine" öffentliche Presse lügt uns zwar nichts vor, aber sie halten gewaltig mit der Realität hinter den Zaun, nur keine Aufklärung der Sachlage, für mich ist dies Verhalten Zensur!
In den Unternehmen bricht mehr und mehr weg, dass Ende der Kurzarbeit (18 Monate) für viele schon Anfang 2010 real. Dann kommen die Betriebsbedingten Kündigungen, erst bei den großen und dann kommt die Tsunami für den Rest. Am Anfang dieses Postes wurde es vorausgesagt, weitere Dementis Schönfärberei. Ich gebe mal nur diesen einen Beitrag hier ab, aber wir alle werden noch richtig bluten. Als Mensch wünsche ich mir mal einen (letzten) sorglosen und schönen Sommer 2009.-
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23.03.2009, 07:12Inaktiver User
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23.03.2009, 07:17Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Das mit der Inflation sehe ich nicht ganz so schlimm zumindest nicht wegen der Krise der Banken.
Das Geld, welches jetzt in den Markt fließt ist ja schon verkonsumiert, lediglich in den Büchern fehlt s noch.
Vielmehr macht mir Sorgen, dass auch in den USA viele Menschen in den Ruhestand wechseln und für diese Leben Geld benötigen und auch bekommen werden.
Dieses Summen werden das Angebot an Waren und Dienstleistungen knapp werden lassen, so dass die Preise steigen werden.
V.G.
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23.03.2009, 10:11Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Ich schaute mir gestern bei Anne Will das Interview mit der Bundeskanzlerin an, weil ich mir irgendwelche Erkenntnisse erhoffte.
Das war vergeudete Zeit. Ich zog für mich nur den Schluss, dass auch die Kanzlerin ratlos ist und somit die Bundesregierung.
Wenn schon die Kanzlerin das Verhalten der Topmanager nicht verstehen kann, die sich alle noch schnell bereichern, weil sie so super tolle Verträge haben, wie soll ich es dann als "Normalbürgerin" verstehen?
Wir kleinen Leute lernen aus der Krise, dass auch noch "ein gegen die Wand fahren" als Leistung angesehen wird und somit noch hoch honoriert wird, aber nur wenn man Manager ist.
Für mich war es interessant zu hören, dass Bonus rein gar nichts mit "gut" zu tun hat sondern ein Zusatzeinkommen eines Managers darstellt.
Löwenbändigerin
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23.03.2009, 10:16Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Wie wäre es mit einer Völkerwanderung der Moderne? In der sogenannten dritten Welt gibt es Kinder in Hülle und Fülle. Die haben sowieso bald gar keine Überlebenschancen mehr auf Grund der Umweltbedingungen. Die könnte man doch umsiedeln um eine Vergreisung der Industriestaaten zu verhindern? (Ironie)
Gut, ich lenke gerade vom Thema ab.........
LB
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24.03.2009, 06:23Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
Von jemandem der erstaunt darüber ist, das Bonuszahlungen keine regulären Gehälter sind ist auch nicht zu erwarten, dass er die wirtschaftlichen Zusammenhänge einer Umlagefinanzierung in Zeiten dramatischsten Kapazitätsabbaus versteht.
Die Märkte werden mit Geld geschwemmt, die Nachfrage sinkt trotzdem -erst mal- weiter, die Leute halten das Geld fest.
Durch die sinkende Nachfrage, (wird am Einbruch der Wirtschaft allgemein gemessen) werden die Kapazitäten abgebaut, irgendwann aber geht es wieder aufwärts und dann fehlen die Kapazitäten da sie nicht so schnell aufgebaut wie abgebaut werden können und da werde die Preise drastisch steigen da die vielen Milliarden nach Ware suchen.
Wenn diese Szenario eintritt werde wir und viele andere Wirtschaftsnationen, den höchsten Anteil an Rentnern und Pensionären in der Bevölkerung haben.
Die leben aber nicht vom Ersparten sondern deren Bedürfnisse müssen dann ebenso mit den knappen Kapazitäten bestritten werden, was die Preise weiter antreiben wird.
Daraufhin werden die Löhne steigen und damit auch die Zahlungen an Rentner und Pensionäre.
Die Spirale dreht dann nach oben.
V.G.
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24.03.2009, 09:42Inaktiver User
AW: Internationale Finanzkrise
FTD: China gegen Dollar als Leitwährung, 24.03.2009 - Nachrichten / News von finanztreff.de
Es wird an den ersten Tabus gerüttelt, geschrieben habe ich es schon vor Monaten und rechnerisch absolut im Bereich des Machbaren.
Mir ist auch nicht bekannt, dass die Chinesen Geld in den Markt geschoben haben, klar ist das hart, wenn man von gewohnten, dem Mitteleuropäer völlig unvorstellbarem Wachstum von über 20%, auf „nur“ noch und ebenfalls unvorstellbare 7% Wachstum fällt.
Jetzt rächt sich, dass das asiatische Wachstum regelmäßig heruntergerechnet wurde.
Der Dollarraum wird von den Chinesen abhängig.
V.G.



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