Es ist eher eine Frage des Wollens, denn des Könnens. Im Vermittlerbereich gibt es ja auch EU - weite Regularien.Zitat von Inaktiver User
WW
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Thema: Populismus
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21.09.2008, 20:24Inaktiver User
AW: Populismus
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21.09.2008, 20:46Inaktiver User
AW: Populismus
Zitat von Inaktiver User
So schwer ist das gar nicht - es gibt eine ganz einfache Regel die da lautet... bedarfsgerechte Vermittlung, Verkauf.
Am Bsp. einer Immofinanzierung würde das bedeuten... verscherbelt der Banker oder der Immokreditvermittler eine Finanzierung, die dem Einkommen und den Möglichkeiten des Kunden widersprechen, dann steht er in der Beraterhaftung.
Verscherble ich z.B. ein Investmentdepot aus Risikostufe 5 an eine 60 jährige Omi oder Opi mit Risikoeinstufung 1 oder max. 2, dann stehe ich in der Haftung.
Ganz einfach
Derartige Bsp. auch unter steuerlichen Aspekten, nicht nur unter Risikoaspekten, könnte ich hier endlos ausbreiten, macht aber eher weniger Sinn ... weil ich denke, euch ist bewusst, worauf ich hinauswill.
nehmen wir nun als Bsp. Aktienleerverkäufe - an denen sich häufig auch Investmentfonds - indem sie Aktien verleihen, beteiligen - teils zum Nachteil ihrer Anleger.
Ein simples Verbot derartiger Leihgaben seitens der Fonds, würde schon reichen - um einen nicht unbeträchtlichen Anteil von Aktienleerverkäufen zu unterbinden.
WW
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21.09.2008, 22:00Inaktiver User
AW: Populismus
@BlautanneWas du schreibst, ist überhaupt nicht in Gesetzestexten erfassbar:
Was genau ist "offensichtlicher Leichtsinn" und was ist "Risikobereitschaft"? Wie grenzt man das eine gegen das andere ab?
Wer soll wann und unter welchen Bedingungen welchen Leuten welche Gehaltsbestandteile einfrieren, bis welche Kredite welcher Leute wie weit abbezahlt bzw. in welcher Form gesichert sind?
Wie soll so ein Gesetz aussehen? Wieviele Tausende oder zig Tausende Leute braucht man für die Überwachung sämtlicher Geschäfte? Wer soll die Überwacher überwachen? usw. usw.
Das ist völlig unausgegoren und fern jeglicher Realität.
Irgendwie schäumst du häufig, wenn Ideen in einen Strang gestellt werden.
Selbstverständlich sind meine Vorschläge unausgegoren, wären sie ausgegoren, würde ich sie nicht hier als Diskussionsbeitrag bringen.
Aber, obwohl die Bri nicht in Arbeit ausarten soll, jedenfalls nicht für mich, will ich dir doch gerne entgegnen:
die Information bezüglich Amiland und Immobilienkrise kurz zusammengefasst auf einen der vielen Fälle, ist " Menschen kaufen auf Kreide ein Haus, die Rückzahlung der Raten beruht auf der Annahme, dass zwei Leute dauerhaft berufstätig sind, keinen Gehaltsausfall weder wegen Krankheit noch durch Arbeitslosigkeit haben, und auch keine anderen wie immer gearteten Veränderungen in der Höhe der Rückzahlungsraten auftreten", weitere Sicherheiten existieren nicht.
Ein Bankmann (oder eine -frau) handelt leichtsinnig, wenn er einen derartigen Hypothekarkredit vergibt, schon gar, wenn er sich auf steigende Immobilienpreise verlässt.
In so einem Fall ist es durchaus vertretbar, dass der Mann mit einem Teil seines Einkommens für Tilgungsausfälle haftet.
War sein Leichtsinn am Ende von Erfolg gesegnet, umso besser, soweit ich weiss, erhalten die Herren dafür zusätzliche Prämien; stellt sich sein Leichtsinn als eben das heraus, Pech gehabt, er zahlt und nicht die Steuerzahler, summiert kann so etwas eine Wirtschaftskrise vermeiden helfen, denn die Herren sind sicherlich sehr heikel auf ihr Geld und würden doppelte und dreifache Sicherheiten von Kreditwerbern verlangen.
Auf die seltsamen Verkäufe von Hypothekardarlehen eines Kreditinstitutes an das nächste usw. und den sich ins unermessliche erhöhenden Kosten schreibe ich nicht mehr, es ist einfach zu langwierig und würden den Rahmen dieses Stranges sprengen.
Jedenfalls können gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden (ohne Polizei und Geheimdienst, nur mit Leitlinien für die Kreditinstitute), die doch einiges an Risken in Grenzen halten, das geht schon, denn weder in Deutschland noch in Österreich bekommst du nur 20 000,-- Euro Darlehen, ohne dass die Bank nicht genauestens durchgerechnet hat, wie sie ihr Geld plus Zinsen zurückerhält. Das ist auch der Grund dafür, dass solche Probleme meist in den USA ihren Ausgang nehmen.
Ah ja, du schreibst noch etwas von Detailregeln, die die Gesetzgeber nicht einführen können.
Brauchen sie gar nicht.
Oder meinst du, es müsste detailliert angeführt werden, was frau/man alles nicht klauen darf, es reicht einfach, dass das nicht geklaut wird, was jemand anderem gehört.Geändert von Inaktiver User (21.09.2008 um 22:07 Uhr)
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21.09.2008, 22:09Inaktiver User
AW: Populismus
Jetzt nachdem die Blase mal wieder geplatzt ist zu nach Regulierung zu schreien ist Populismus pur und scheinheilig obendrauf gerade die politische Kaste sitzt bei den Banken in den Aufsichtsräten . Der ein oder andere wird merken dass diese Funktion nicht nur aus dem Bezug von Zusatzeinkommen besteht nimmt man das Geschäft ernst .
Zitat von Inaktiver User
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21.09.2008, 22:13Inaktiver User
AW: Populismus
@Bastos
Mir gefällt zwar "politische Kaste" nicht, aber ansonsten stimme ich dir zu.
Es wird auch nach meiner Auffassung laut über Gesetze nachgedacht, um jene, die eigentlich mit der ganzen Krise nichts zu tun haben, ja schon den Kopf über den Hype schüttelten, als es noch eine erkleckliche Anzahl Begeisterter gab, ein wenig zu beruhigen und denen, die zur Kasse gebeten werden, einzureden, dass es nächstes Mal bestimmt nicht so schlimm würde.
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21.09.2008, 23:48Inaktiver User
AW: Populismus
Der Sinn dieses Satzes erschließt sich mir nicht.
Zitat von Inaktiver User
Auf dieser Basis diskutiere ich mit dir nicht.
Zitat von Inaktiver User
Wie schon x-mal im Forum erwähnt ist das Thema nicht neu.
Zitat von Inaktiver User
Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank sprach schon vor Jahren davon. Die Notwendigkeit zur Regulierung der internationalen Finanzwirtschaft wurde zuletzt in Heiligendamm diskutiert, und auch bei anderen G8-Treffen zuvor.
Bei den Briten und Amerikanern biss man damit auf Granit, und das wirtschaftlich begrenzt interessierte Publikum hat das Thema gar nicht zur Kenntnis genommen.
Heute sprechen die Politiker deshalb wieder darüber, weil nun auch in USA ein gewisses Verständnis für die kontinentaleuropäische Position aufgekeimt sein dürfte. Und das ist nun mal die Voraussetzung dafür, dass man tatsächlich zu internationalen Regeln kommt.
Die Medien wiederum senden bzw. schreiben es an exponierter Stelle, weil nun auch den Bürgern dämmert, dass diese Frage sie ganz persönlich betrifft.
Der Vorwurf des Populismus ist m.E. genauso sehr oder genauso wenig berechtigt wie die Retourkutsche, dass den Bürgern ein Problem wohl erst ins Gesicht springen muss, bevor sie sich dafür zu interessieren beginnen.
Ja und?
Zitat von Inaktiver User
Die Regeln des internationalen Finanzgeschäftes werden nicht in Deutschland festgelegt, und diese Finanzkrise ist auch nicht in Deutschland entstanden.
.Geändert von Inaktiver User (22.09.2008 um 10:30 Uhr)
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22.09.2008, 07:37Inaktiver User
AW: Populismus
@BlautanneAuf dieser Basis diskutiere ich mit dir nicht.
Macht ja nichts
Vielleicht ergibt sich mal eine andere.....
Basis, meine ich
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22.09.2008, 09:02Inaktiver User
AW: Populismus
So ganz machtlos wäre die deutsche Politik nicht, wenn sie nur wollte. Die folgenden Forderungen von ATAC hören sich doch so an, als gäbe es da auch nationalen Handlungsspielraum:
Zitat von Inaktiver User
Attac fordert einen Finanzmarkt-TÜV, der über die Zulassung neuer Finanzprodukte entscheidet. Hochspekulative und in ihrem Risiko undurchschaubare Finanzprodukte wie etwa Hedgefonds müssten verboten werden. Zudem verlangen die Globalisierungkritker die Stärkung der nationalen Aufsichtsbehörden und eine verbesserte internationale Kooperation zwischen den Behörden, deutlich verschärfte Eigenkapitalvorschriften für Banken, die Stärkung des öffentlichen und genossenschaftlichen Bankenwesens, die Besteuerung jeglicher Finanztransaktionen sowie die progressive Besteuerung von Kapitaleinkommen. Einen entsprechenden Forderungskatalog haben elf europäische Attac-Organisationen bereits im Sommer vorgelegt.
P.S.:
Ein Antrag der LINKEN, die Hedgefondszulassung zurückzunehmen, wurde von den anderen 4 Bundestagsfraktionen abgelehnt.
Besonders hervorzuheben die Begründung der FDP: Die Fraktion der FDP betonte die positiven Effekte, die von Hedgefonds ausgehen können, gerade auch im Hinblick darauf, dass in Deutschland die Nutzung der Kapitalmärkte für die Altersvorsorge breiter Bevölkerungsschichten an Be- deutung zunehmen werde. Deshalb sei eine Abschaffung der Zulassung von Hedgefonds in Deutschland der falsche Weg. Die Fraktion der FDP trete stattdessen dafür ein, die Regulierung von Hedgefonds liberaler zu gestalten.
dip.bundestag.de/btd/16/014/1601448.pdfGeändert von Inaktiver User (22.09.2008 um 09:10 Uhr)
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22.09.2008, 09:22Inaktiver User
AW: Populismus
Und was soll eine nationale Beschränkung von Finanzprodukten bringen? Die großen Banken sind alle global aufgestellt, wenn sie in Deutschland nicht in Hedgefonds investieren können, dann tun sie es eben in den USA oder in Großbritannien.
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22.09.2008, 09:30Inaktiver User
AW: Populismus
Was könnte dann wohl damit gemeint gewesen sein :
"Politiker von CDU und FDP haben eine strengere Regulierung der Finanzmärkte gefordert."
??


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