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  1. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    @Flotteoma
    Soviel Geld haben die einfachen Leute nicht verdient, dass sie so überaus viel sparen konnten. Sie mussten später auch zu erhöhten Preisen den Alltag bewältigen.
    Und ich spreche nicht von den Benützern der Strassen, sondern von den Erbauern und nicht von den Einkäufern in den Einkaufszentren, sondern wiederum von jenen, die mit viel staatlicher Förderung (Steuergeldern) Einkaufszentren auf die grüne Wiese setzten, fern jeden Nutzens - ausser natürlich ihrem eigenen.

    Allein was Leute, die Bescheid wussten und nicht zur gewöhnlichen Bevölkerung gezählt werden können, am Geldumtausch verdienten, wäre einiges an Erwähnung wert.
    Sie waren es, die vorab über den 1:1 Umtausch informiert waren, bevor das die Normalos nur ahnten, und deckten sich entsprechend mit Ostmark ein.

    Wenn dir das zu pauschal ist, schau ein wenig in alten Spiegel-Ausgaben oder bei Google nach, du wirst genug finden, das alles, was ich schreibe, bestätigt.

  2. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Ich war im Juli 1990 in Leipzig beim Währungsumtausch von meinem damaligen Arbeitgeber eingesetzt - eine der Großbanken. Wir waren völlig überrascht, wie viele Millionäre bereits am ersten Tag auftauchten. Und zwar DM-Millionäre, nachdem sie ihr DDR-Geld umgetauscht hatten.

    Ich kann das System der DDR nicht beurteilen. Was bis heute darüber erzählt wird, ist er auch sehr widersprüchlich. Aber ich bin sicher, dass es auch dort die unterschiedlichsten Klassen gab. Auch das System hatte die Ausbeuter, die sich an goldenen Wasserhähnen die Finger wuschen und die Kleinen, die nichts hatten und für schrumpelige Orangen stundenlang anstehen mußten.

  3. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich dachte bei Adenauer und Erhard war die braune Farbe nicht mehr aktuell? Wir brauchten zu Adenauers Zeiten keine Freiheit gestalten, wir hatten die Freiheit und durch Erhards Politik auch den zunehmenden Aufschwung. Deshalb verstehe ich jetzt nicht, was Du sagen willst.
    Die BRD war in den 50ger und 60ger Jahren ziemlich braun gesprenkelt. Nicht umsonst war eines der prominentesten Plakate aus der Studentenbewegung "Unter den Talaren - Muff von Tausend Jahren"
    Der Beamtenapparat , Richter, Ärzte - an vielen Stellen gaben ehemalige Nazis den Ton an.

  4. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich kann das System der DDR nicht beurteilen. ... Aber ich bin sicher, dass es auch dort die unterschiedlichsten Klassen gab.
    Du bist sicher - obwohl du es nicht beurteilen kannst?

    Eine interessante Form der Erkenntnis.

  5. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Du bist sicher - obwohl du es nicht beurteilen kannst?

    Eine interessante Form der Erkenntnis.
    Ja, da bin ich sicher. Einige Dinge sind Tatsachen, was ja nun mal etwas völlig Anderes als ein Urteil ist. Die Sprache hat da so wunderbare Feinheiten.

    Aber die Tatsachen, die mir bekannt sind, reichen für mein Verständnis nicht aus, um zu urteilen, ob das System für die Menschen gut oder schlecht war. Darüber habe ich zu widersprüchliches gehört. Ich zweifele auch, ob man so eine Einschätzung überhaupt pauschal treffen kann. Schwarz oder Weiß trifft in den seltensten Fällen zu.

  6. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Du bist sicher - obwohl du es nicht beurteilen kannst?
    Eine interessante Form der Erkenntnis.
    Das klingt wie mit abgespreiztem kleinem Finger geschrieben.
    Du selbst triffst durchaus Aussagen über die Bundesrepublik der Fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts (müsstest also selber mindestens 80 Jahre alt sein, wenn du eigene Erfahrung vorweisen wolltest).

    Übrigens habe auch ich nicht in der DDR gelebt und bin dennoch überzeugt davon, dass es dort Gleiche und noch Gleichere gab ...
    .
    Geändert von Inaktiver User (20.09.2008 um 17:20 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die BRD war in den 50ger und 60ger Jahren ziemlich braun gesprenkelt. Nicht umsonst war eines der prominentesten Plakate aus der Studentenbewegung "Unter den Talaren - Muff von Tausend Jahren"
    Der Beamtenapparat , Richter, Ärzte - an vielen Stellen gaben ehemalige Nazis den Ton an.
    Natürlich waren da ehemalige Nazis dabei. Wo sollten sie auch sonst sein, sie haben sich sicher nach 1945 nicht in Luft aufgelöst, genau wie nach der Wende noch genügend Stellen von SED-Machern besetzt waren. Da von einer braunen Adenauer und Erhard Ära zu sprechen ist weit hergeholt. Ich glaube die Farbe braun war in dieser Zeit eher ein öffentliches tabu.

  8. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Natürlich waren da ehemalige Nazis dabei. Wo sollten sie auch sonst sein, sie haben sich sicher nach 1945 nicht in Luft aufgelöst
    Das gilt für Westdeutschland, aber genauso für Ostdeutschland.

  9. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    @Flotteoma
    Und ich spreche nicht von den Benützern der Strassen, sondern von den Erbauern und nicht von den Einkäufern in den Einkaufszentren, sondern wiederum von jenen, die mit viel staatlicher Förderung (Steuergeldern) Einkaufszentren auf die grüne Wiese setzten, fern jeden Nutzens - ausser natürlich ihrem eigenen.
    Der Straßenbau ist ja wohl Staats- oder Ländersache, da wird der Steuerzahler zur Kasse gebeten.
    Einkaufszentren kann man privaten Investoren zuordnen, subventioniert vom Staat, also auch von Steuergeldern, da hast Du recht. Aber wenn die Geschäfte nicht laufen, werden die Investoren auch keine Gewinne erzielen.
    Allein was Leute, die Bescheid wussten und nicht zur gewöhnlichen Bevölkerung gezählt werden können, am Geldumtausch verdienten, wäre einiges an Erwähnung wert.
    Sie waren es, die vorab über den 1:1 Umtausch informiert waren, bevor das die Normalos nur ahnten, und deckten sich entsprechend mit Ostmark ein.
    Und auf welchem Weg bekamen sie diese Ostmark? Jedenfalls wurden genug gesparte Ostmark umgetauscht.
    Geändert von Inaktiver User (20.09.2008 um 19:21 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Aber wenn die Geschäfte nicht laufen, werden die Investoren auch keine Gewinne erzielen.
    @Flotteoma
    Die Investoren gingen vielleicht leer aus (aber nur vielleicht, es gab ja auch staatliche Garantien), nicht aber die Manager, die dafür sorgten, ihre Gehälter zu bekommen, obwohl keine Erfolgsaussicht bestand, und zwar, weil bei manchen Einkaufszentren das Einzugsgebiet zu klein oder die Zufahrtsstrassen zu wenig ausgebaut waren.
    Und auf welchem Weg bekamen sie diese Ostmark?
    Jeder halbwegs informierte Devisenhänder kann dir mindestens zehn Wege dazu aufzeigen; einer wäre, Ostmark z.B. gegen eine andere Ostwährung zu tauschen, ein anderer, Immobilien billig zu kaufen und etwas teurer zu verkaufen, ein dritter Immobilien zu verpfänden, etc.

    Jedenfalls wurden genug gesparte Ostmark umgetauscht und dann noch steuerfrei, wobei im Westen jeder sein Erspartes versteuern musste, der Steuerfreibetrag war zu dieser Zeit nicht sehr hoch.
    Das verstehe ich nicht.
    Wenn du eine Währung gegen eine andere tauschst, versteuerst du doch nichts.
    Das Geld, das die Ossis getauscht haben, war ja ihr Lohn oder Gehalt und bereits versteuert.
    Geändert von Inaktiver User (20.09.2008 um 19:16 Uhr)

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