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  1. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Angesichts einer Staatsverschuldung von mehr als 1500 Milliarden und der Milliarden Steuerhilfe für amateurhafte Bankführung bei IKB, KfW und Landesbanken kann ich über diese immer wieder gern gedrehten Gebetsmühlen-Sprüche nur noch schallend lachen.
    Das ändert leider nichts.
    Man kann es durchaus noch schlechter machen als das real existierende System. Man braucht sich z.B. nur die Länder anzusehen, die den Sozialismus tatsächlich hatten.
    Aber ich finde es echt witzig, dass du zu glauben scheinst, die politische Linke hätte mehr Wirtschaftskompetenz. Da muss ich schallend lachen.

    Das Problem bei der Linken ist dabei gar nicht mal in erster Linie die (fehlende) Wirtschaftskompetenz. Das Hauptproblem fängt schon vorher an: bei der Überschätzung der Planbarkeit wirtschaftlichen Handelns sowie bei der völligen Unkenntnis der Motivationspsychologie.
    Diese Ignoranz war es, die sozialistischen Systemen bisher jedes Mal das Genick gebrochen hat.

    P.S.: Ich sehe aber noch ein weiteres Manko der Linken, das in der Zukunft an Bedeutung gewinnen wird: die Ignoranz in Bezug auf globale Vorgänge und Einflüsse.
    .
    Geändert von Inaktiver User (18.09.2008 um 14:40 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Die US-Regierung plant angeblich die ganzen faulen US-Hypotheken und Kredite zu übernehmen und die US-Finanzwirtschaft so zu entlasten.

  3. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die US-Regierung plant angeblich die ganzen faulen US-Hypotheken und Kredite zu übernehmen und die US-Finanzwirtschaft so zu entlasten.
    Hast du eine bessere Idee ?

    Natürlich ist das keine endgültige Lösung eines grundsätzlichen Problems, aber jetzt geht es gewissermaßen darum einen Wasserrohrbruch zu stopfen, egal wie. Letztlich nützt das uns allen.

  4. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hast du eine bessere Idee ?

    Natürlich ist das keine endgültige Lösung eines grundsätzlichen Problems, aber jetzt geht es gewissermaßen darum einen Wasserrohrbruch zu stopfen, egal wie. Letztlich nützt das uns allen.
    Es geht nicht um Wasserrohre stopfen sondern darum, dass Banken, Institutionen die sich an die Spielregeln halten und vernünftig agieren ausgebremst und benachteiligt werden. Sicher ist es schwer definierbar wer, was, wo.
    Es kann nicht sein, dass Misswirtschaft und Missmanagement und bewusstes Ausnutzen von Gesetzeslücken, mit dem Wissen das dieses Nutzen der Lücken in die Katastrophe führt damit belohnt wird, dass derjenige der die Lücken organisiert hat, nämlich der Staat, die wirtschatl. Schäden übernimmt und den Bankrotteur schadenfrei stellt.
    Es ist das Gleiche, wenn dein Wettbewerber von nebenan über geringe Preise eine beherrschende Marktstellung erlangt und später geht er pleite weil er unseriös kalkuliert hat und plötzlich übernimmt der Staat die Verbindlichkeiten des platten Wettbewerbers und er macht weiter wie bisher.
    Genau das läuft in unserer Wirtschaft ebenso.
    Wie soll da ein gesunder Markt entstehen.
    Mit den Finanzdesaster ist es ebenso, vielen ist überhaupt nicht bewusst, was das wirklich bedeutet, dieses ständige „Geld in den Markt pumpen“.
    Wir beklagen uns über jeden H4 Empfänger und an anderer Stelle werden Milliarden einfach so, auf Kosten der Allgemeinheit, verschenkt.
    V.G.
    Ich habe da eine ganz simple Idee, die Banken an die Wand fahren lassen, die Verursacher einsperren und vernünftig von vorn anfangen.

  5. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Natürlich ist das keine endgültige Lösung eines grundsätzlichen Problems, aber jetzt geht es gewissermaßen darum einen Wasserrohrbruch zu stopfen, egal wie. Letztlich nützt das uns allen.
    Noch ein Rohrbruch:


    "Zehn Tage vor der Landtagswahl gerät die Bayerische Staatsregierung wegen drohender Verluste der halbstaatlichen Landesbank erneut unter Druck. Wie die Süddeutsche Zeitung am Donnerstag aus Finanzkreisen erfuhr, drohen der BayernLB wegen des Zusammenbruchs der Investmentbank Lehman Brothers Ausfälle in dreistelliger Millionenhöhe. Sie soll bis zu 350 Millionen Euro in Geschäftsbeziehungen mit dem US-Institut investiert haben.

    Der FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Martin Zeil, warf Finanzminister und CSU-Chef Erwin Huber einen "Abgrund finanzpolitischer Inkompetenz" vor. Huber ist Vize des Verwaltungsrates, der die Geschäfte der BayernLB
    kontrollieren soll. Er äußerte sich nicht."
    http://www.sueddeutsche.de/finanzen/851/310779/text/

  6. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Noch ein Rohrbruch
    Es ist genau der gleiche Rohrbruch.
    Und hier hört sich die Vergleichbarkeit mit Rohren auf:
    Das Problem, der "Rohrbruch", ist eine globale Krise, deren einzelne Auswirkungen auf eine gemeinsame Ursache zurückzuführen sind - nämlich die mangelhafte Regulierung der internationalen Finanzmärkte.

    Über die Notwendigkeit einer Regulierung der Finanzmärkte ist letztlich damals ATTAC entstanden. Damals ging es um den Ruin nicht einer Industrie, sondern ganzer Länder (Asienkrise).

    Dieses Grundanliegen von ATTAC, Regulierung der Finanzmärkte, wurde u.a. auf dem letzten G8-Treffen besprochen: die Europäer, u.a. die deutsche Bundesregierung, erachten eine Regulierung der Finanzmärkte für sinnvoll, USA sowie GB lehnten diese damals ausdrücklich ab.
    Die Positionen dieser Bremser dürften derzeit im Wandel begriffen sein ...


    Dass die FDP gegen Huber wettert, ist im übrigen Wahlkampfgedöns, sonst nichts. Wer es ernst nimmt, ist selber schuld.
    Zum einen ist der arme Huber nicht für Lehman Brothers verantwortlich. Zum anderen ist gerade die FDP dafür bekannt sich am System der USA zu orientieren. Und dazu gehören nun mal genau diejenigen Mechanismen, die Lehman Brothers u.a. Banken in den Ruin getrieben haben.
    .
    Geändert von Inaktiver User (19.09.2008 um 10:05 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es ist genau der gleiche Rohrbruch.
    Und hier hört sich die Vergleichbarkeit mit Rohren auf:
    Das Problem, der "Rohrbruch", ist eine globale Krise, deren einzelne Auswirkungen auf eine gemeinsame Ursache zurückzuführen sind - nämlich die mangelhafte Regulierung der internationalen Finanzmärkte.
    Diese Forderung hat auch 1998 der damalige Finanzminister erhoben:

    "Es geht, zum Beispiel, um eine effiziente Bankenaufsicht. Es kann nicht sein, daß Banken Kreditrisiken in einer Größenordnung eingehen, die ganze Volkswirtschaften in Gefahr bringen. Und es geht darum, daß der Internationale Währungsfonds auch die privaten Kreditgeber und -nehmer mit ins Risiko nimmt. Es ist nicht hinnehmbar, daß die Privaten spekulieren und hohe Renditen einstreichen, und geht''s schief, tritt die internationale Steuergemeinschaft an, um die Ausfälle zu bezahlen. "

    (Oskar Lafonatine im Spiegelinterview : http://wissen.spiegel.de/wissen/doku...28&top=SPIEGEL)

  8. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Ich habe nie behauptet, dass Lafontaine ein Dummkopf ist. Ein Populist, ja, aber kein Dummkopf.

    In dieser Frage dürften sich Lafontaine, Steinmeier und die CDU-Kanzlerin übrigens einig sein. Ihre Argumente wurden bisher nicht gehört - jedenfalls nicht dort, wo es notwendig wäre: in USA und GB.
    .

  9. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Noch ein Rohrbruch:


    "Zehn Tage vor der Landtagswahl gerät die Bayerische Staatsregierung wegen drohender Verluste der halbstaatlichen Landesbank erneut unter Druck. Wie die Süddeutsche Zeitung am Donnerstag aus Finanzkreisen erfuhr, drohen der BayernLB wegen des Zusammenbruchs der Investmentbank Lehman Brothers Ausfälle in dreistelliger Millionenhöhe. Sie soll bis zu 350 Millionen Euro in Geschäftsbeziehungen mit dem US-Institut investiert haben.

    Der FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Martin Zeil, warf Finanzminister und CSU-Chef Erwin Huber einen "Abgrund finanzpolitischer Inkompetenz" vor. Huber ist Vize des Verwaltungsrates, der die Geschäfte der BayernLB
    kontrollieren soll. Er äußerte sich nicht."
    http://www.sueddeutsche.de/finanzen/851/310779/text/
    Die Banken und Versicherungsübernamen sind im Hintergrund im vollen Gange, der Dominoeffekt greift langsam aber sicher.
    Von Rohrbruch zu sprechen ist eine Verharmlosung.
    V.G.

  10. Inaktiver User

    AW: Verstaatlichung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Von Rohrbruch zu sprechen ist eine Verharmlosung.
    Ich könnte natürlich auch sagen: "Erdbeben".
    Aber davon gibt es in Japan 50 jährlich.

    Und obendrein sind sie - anders als ein Rohrbruch - eine Naturgewalt, an der die Menschen nicht schuld sind.

    Egal, womit man die derzeitige Finanzkrise vergleichen will - der Weltuntergang wird jedenfalls ausbleiben.
    Geändert von Inaktiver User (19.09.2008 um 11:13 Uhr)

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