Antworten
Seite 9 von 10 ErsteErste ... 78910 LetzteLetzte
Ergebnis 81 bis 90 von 100
  1. Inaktiver User

    AW: Bildungschancen

    weil ihre Kinder dann mit Kindern, die nur schlecht Deutsch konnten, in der Grundschüle zusammen hätten lernen müssen. Demokratisierung der Schule, Gesamtschule? Ich fürchte, dass das der Untergang des Bildungssystems sein wird. Jedenfalls schlecht für Migrantenkinder, die dann mit solchen zusammen lernen müssen, die nur schlecht Deutsch können, weil das automatisch das Niveau nach unten zieht.
    ..dieses Schicksal teilen sie dann mit den deutschen Kindern..

    Das mag zynisch und distanziert klingen, dennoch : die Bildungsmisere hier in NRW macht (mich und auch Lehrer) bisweilen fast zynisch..

    Die NRW-Gesamtschulen sind oft Vorzeigeschulen und noch eher mit dem ausgerüstet, dass man in Gymnasien für nicht wichtig hielt, aber allmählich doch zum Umdenken kommt..

    Lehrkräfte als Streitschlichter und eventuell neutrale Ansprechpartner für Schüler in Konfliktsituationen : individuelle Förderung etc..

    Das heutige Gymnasium geht aber noch immer den Weg des frühen Ausgrenzens, anstatt zu fördern : da müsste ein gravierendes Umdenken geschehen, denn so kommt Deutschland nicht zu den Schulabgängern vom Gymnasium, die es sich wünscht..

    Im Moment gibt es eine Flut an Abiturienten : zwar gibt es im zweiten Jahr das Zentralabitur : doch trotzdem ist vieles absurd..

    Manche Kinder, die ich im vorletzten Jahr beim Zentralabitur erlebte, hatten keine Gymnasialempfehlung und machten dann manchmal auf Umweg über Realschule oder über den Weg der Gesamtschule ihr Abitur und der Notendurchschnitt mit dem sie sich für den Studienplatz bewarben, fiel zum Teil besser aus als der der Kinder mit Gymnasiallaufbahn und dem ollen verstaubten System des Gymnasiums und der Betonköpfigkeit und Lern-und Lehrunwilligkeit mancher Studienräte..

    Meine Tochter machte Abi am Gymnasium, das sie seit der 5.Klasse durchlief : sie hat nun ihremn Wunschstudienplatz : dennoch : gerecht finde ich all das oben Geschilderte auch nicht..

    doch was ist schon gerecht ;-)
    Geändert von Inaktiver User (15.09.2008 um 08:11 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Bildungschancen

    Zitat Zitat von setshu
    Ich sehe ihn gerade vor mir, den Klassenlehrer, der jeden seiner 30 Schüler inviduell fördert, die einen im musischen Bereich, andere in Naturwissenschaften und wieder andere in diversen Sportarten.
    Aus diesem Grund gibt es bei uns Gymnasien mit solchen Ausrichtungen, die die Neigungen der Schüler fördern. Hier muss ein Klassenlehrer nicht verschiedene Bereiche abdecken, sondern die Schüler gehen in die Bereiche, zu denen sie passend scheinen. Und das Ganze dann mit Mensa und Nachmittagsprogramm. Ich kann bei dem, was hier in den letzten Jahren begonnen wurde, nicht klagen.

  3. Inaktiver User

    AW: Bildungschancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ..dieses Schicksal teilen sie dann mit den deutschen Kindern..

    Das mag zynisch und distanziert klingen, dennoch : die Bildungsmisere hier in NRW macht (mich und auch Lehrer) bisweilen fast zynisch..

    Die NRW-Gesamtschulen sind oft Vorzeigeschulen und noch eher mit dem ausgerüstet, dass man in Gymnasien für nicht wichtig hielt, aber allmählich doch zum Umdenken kommt..

    Lehrkräfte als Streitschlichter und eventuell neutrale Ansprechpartner für Schüler in Konfliktsituationen : individuelle Förderung etc..
    Damit ist das Problem dann kein singuläres, nein, das Schulsystem insgesamt gehört auf den Prüfstand, weil es Systemfehler in sich trägt, die jeden Reformansatz zunichte machen. Aber es ist ja typisch für die deutsche Reformpolitik, dass immer wieder nur an den Symptomen herumgemacht wird. Ohne dass ich es ausbreiten möchte, aber von Berufs wegen weiß ich es aus der Gesundheitspolitik / Gesetzliche Krankenversicherung.

    Irgendwo hörte oder las ich von "Fördern und Fordern" (war ja eine Forderung bei Hartz IV, ist aber auch eine im Bildungssektor). Gemeinsame Erklärung von KMK und Lehrerverbänden fordert verstärkten Ganztagsschulausbau (23.10.2006):

    Zentrale Aussagen der Erklärung zur konsequenten Verwirklichung des Prinzips "Fördern und Fordern" sind eine möglichst klare Beschreibung der angestrebten Bildungs- und Erziehungsziele, die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler sowie das frühzeitige Erkennen ihrer Stärken und Schwächen, die Gestaltung der notwendigen Rahmenbedingungen durch die Politik, die wissenschaftliche Grundlegung und Begleitung von Wissenschaft und Forschung sowie die Umsetzung in Unterricht und Schulalltag durch Lehrerinnen und Lehrer mit Unterstützung der Eltern sowie die Beobachtung von Bildungssystemen und -prozessen als Instrument der Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, vor allem auch, um Schulen und Lehrkräften eine Unterstützung bei ihrer Arbeit in Form von Rückmeldungen und notwendigen Verbesserungsmaßnahmen an die Hand zu geben.
    Ziel: Ganztagsschulen, aber um den Preis, dass der Besuch einer Ballett- oder Musikschule neben der Schule schwierig oder wohl unmöglich wird, aber nicht Gesamtschulen. Dann regelt sich vielleicht auch das:

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das heutige Gymnasium geht aber noch immer den Weg des frühen Ausgrenzens, anstatt zu fördern : da müsste ein gravierendes Umdenken geschehen, denn so kommt Deutschland nicht zu den Schulabgängern vom Gymnasium, die es sich wünscht..
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    und der Betonköpfigkeit und Lern-und Lehrunwilligkeit mancher Studienräte..
    Warum wird man Lehrer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    doch was ist schon gerecht ;-)
    Diese Frage läßt sich nicht mit letzter Gewissheit beantworten.
    Geändert von Inaktiver User (15.09.2008 um 08:53 Uhr) Grund: Orthographie

  4. Inaktiver User

    AW: Bildungschancen

    Der Gipfel: "Bildungsgipfel" bei Anne Will:

    Wobei man schon sagen muss, dass ja nicht das Abitur abgeschafft, sondern für jedermann erhältlich werden soll. Die Hauptschule soll weg, sie ist es in manchen Bundesländern so gut wie. Sie soll weg um der vermeintlichen „Chancengerechtigkeit“ willen, weil die angeblich „schwachen“ Schüler, die dort lernen, mit diesem Abschluss keine Chance auf einen Job haben. Was aber vielleicht nicht immer etwas mit der Schulausbildung, sondern eher etwas mit dem Ruf der Hauptschule zu tun hat, den sie im Laufe einer jahrzehntelangen ideologischen Debatte von ihren Gegner angeheftet bekommen hat.

    Darauf verwies unter anderem Norbert Röttgen von der CDU, dessen Worten man entnehmen konnte, dass die Union aus dem ewigen Grabenkampf, den schon Generationen von Schülern und Eltern erlebt haben, den einzig richtigen Schluss gezogen hat. Sie will nämlich nicht vorschreiben, wer auf welche Schule zu gehen habe, sondern die Vielfalt bewahren, dass heißt: Hauptschule, Realschule, Gymnasium und integrierte Gesamtschule. Und sie will alle Schulen stärken.
    Bildungsflucht:

    Aber schließlich das Wichtigste: All das endlose Gelaber, um es einmal deutlich zu sagen, die dauerhaft chaotische Debatte über unsere Bildungsstruktur, ..., an der ausufernden Bürokratie. Die Liste ließe sich fortsetzen. Sie erklärt, warum sich viele Eltern solche Debatten gar nicht mehr antun. Sie denken nicht ideologisch, sondern handeln pragmatisch und stimmen stattdessen mit den Füßen ab, will heißen, sie schicken ihre Kinder auf die Schulen, die ihnen am besten erscheinen, und das sind leider häufig private Schulen und dann sogar noch welche im Ausland - wo die Frage der Bildung wirklich eine Frage des Geldes und nicht der Begabung ist. So wie in Großbritannien, dem vermeintlich gelobten Land der deutschen Bildungsflüchtlinge.
    Quelle: F.A.Z.
    Geändert von Inaktiver User (15.09.2008 um 09:11 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Bildungschancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    weil ihre Kinder dann mit Kindern, die nur schlecht Deutsch konnten, in der Grundschüle zusammen hätten lernen müssen. Demokratisierung der Schule, Gesamtschule? Ich fürchte, dass das der Untergang des Bildungssystems sein wird. Jedenfalls schlecht für Migrantenkinder, die dann mit solchen zusammen lernen müssen, die nur schlecht Deutsch können, weil das automatisch das Niveau nach unten zieht.
    ..dieses Schicksal teilen sie dann mit den deutschen Kindern..

    ...
    Political correctness verbietet mir zu schreiben, wo migrationspolitisch die Probleme ihre Ursache hatten/haben. Aber meine Freunde aus dem Iran hat das verärgert. Und ich verstehe sie gut. So bremst man Intelligenz aus.

  6. Inaktiver User

    AW: Bildungschancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Political correctness verbietet mir zu schreiben, wo migrationspolitisch die Probleme ihre Ursache hatten/haben. Aber meine Freunde aus dem Iran hat das verärgert. Und ich verstehe sie gut. So bremst man Intelligenz aus.
    mich hätte das auch verärgert..

    Dass Intelligenz ausgebremst wird, ist ein Thema bei dem auch ich die Contenance verlieren könnte..

    Es passiert zu häufig..

    Mein Neffe (Mutter aus GB) musste in der Grundschule noch durch zig Tests geschleust werden, bevor man ihn aufs Gymnasium ließ : er macht gerade seinen Doktor in Cambridge..nach Studium in Yale..

  7. Inaktiver User

    AW: Bildungschancen

    Ich kenne eine deutsche Familie, in der das älteste Mädchen nach der Hauptschule gerne noch die mittlere Reife machen möchte. Die Mutter hält dies aber nicht für nötig. Das Mädchen soll eine Lehre machen und Geld verdienen.
    Unglaublich

  8. Inaktiver User

    AW: Bildungschancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich kenne eine deutsche Familie, in der das älteste Mädchen nach der Hauptschule gerne noch die mittlere Reife machen möchte. Die Mutter hält dies aber nicht für nötig. Das Mädchen soll eine Lehre machen und Geld verdienen.
    Unglaublich
    Typische Fallkonstellation, dass später die Eltern unterhaltsrechtlich gegebenenfalls für eine weitere Ausbildung gerade stehen müssen. Aber wer prozessiert schon, wenn nicht das BAFöG-Amt.

    In der Tat unverständlich.

  9. Inaktiver User

    AW: Bildungschancen

    Baden-Württemberg: Bei der Lehrereinstellung stehen landesweit im gymnasialen und Berufschulbereich nicht genügend Bewerber zur Verfügung. In Krisenfächern wie Latein, Gemeinschaftskunde, Mathematik oder Naturwissenschaften muss die Schulverwaltung teilweise Bewerber ohne pädagogische Ausbildung einstellen, um die Unterrichtsversorgung im Kernbereich zu gewährleisten.

  10. Inaktiver User

    AW: Bildungschancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Baden-Württemberg: Bei der Lehrereinstellung stehen landesweit im gymnasialen und Berufschulbereich nicht genügend Bewerber zur Verfügung. In Krisenfächern wie Latein, Gemeinschaftskunde, Mathematik oder Naturwissenschaften muss die Schulverwaltung teilweise Bewerber ohne pädagogische Ausbildung einstellen, um die Unterrichtsversorgung im Kernbereich zu gewährleisten.
    Was ja nicht bedeutet, dass deren Unterricht schlecht ist.

Antworten
Seite 9 von 10 ErsteErste ... 78910 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •