Das wäre wirklich übertrieben. Aber gut fände ich an jeder Schule auch Ansprechpartner aus anderen Bereichen zu haben, also z.B. Psychologen, Sozialarbeiter. Ein Ansprechpartner für Lehrer, Schüler und Eltern. Die wären vor Ort, wenn sie gebraucht werden. Ich denke dabei gerade an gewisse Hauptschulen, bei denen die Situation vielleicht nie so eskaliert wäre, wenn von Anfang an alle zusammengearbeitet hätten und dieses auch gängige Praxis wäre und sich niemand genieren müsste diese Hilfe in Anspruch zu nehmen.Zitat von Kraecker
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Thema: Bildungschancen
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12.09.2008, 12:17Inaktiver User
AW: Bildungschancen
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12.09.2008, 12:22Inaktiver User
AW: Bildungschancen
Aber was soll man tun, wenn die Eltern die Hilfe nicht wollen? Ist es nicht erfolgversprechender bei den Kindern anzusetzen die noch Träume und Wünsche haben die sie sich vielleicht mal mit einer guten Schulbildung und sozialen Kompetenz erfüllen können?
Zitat von Kraecker
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12.09.2008, 12:23
AW: Bildungschancen
Die Zeit, die Lehrer mit ihren Schülern verbringen, muss durch die Zahl der Schüler geteilt werden, die in der Klasse sitzen.
Zitat von Kuehlesblondes
Macht dann im Schnitt ~ 6h geteilt durch 30.
Wenn das immer noch mehr Zeit ist, als Eltern mit ihren Kindern verbringen, ist das tatsächlich ein Problem.
Aber weiterhin eines des Elternhauses (selbst verschuldet oder nicht).
Das ist alles schön und gut,....
Zitat von Kuehlesblondes
Wenn aber von den immer noch stärsten Bezugspersonen diese sozialen Kompetenzen nicht vorgelebt und abverlangt werden, nützt der schickste Förderunterricht nichts.
Das Ergebnis sind im besten Falle Kinder, die sich während des Unterrichts wie Engel benehmen, ansonsten aber ordentlich die Sau rauslassen.
Und im schlechtesten Fall sind ihnen die Erziehungsversuche des Lehrpersonals zu 100% gleichgültig.
Ich bleibe dabei:
Schule kann den Job der Eltern ergänzen. Ersetzen kann sie ihn nicht..
In meiner Badewanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.
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12.09.2008, 12:24Inaktiver User
AW: Bildungschancen
mich ärgert es ein wenig, dass man vom Thema "Begabte Migrantenkinder " nun unweigerlich zwingend ?beim Thema "Ali/Franz/ Kilian, der säuft und prügelt " und dessen Eltern landete..
aber das prophezeite ich ja schon..
ich empfinde das auch als ein kleines Zeichen von Vorurteilen, die in der Bevölkerung herrschen..: von diesen Kindern und deren Eltern, die ignorant sind, war im Prinzip doch gar nicht die Rede..
Es ging ursprünglich um etwas völlig anderes ..Geändert von Inaktiver User (12.09.2008 um 12:29 Uhr)
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12.09.2008, 12:29
AW: Bildungschancen
Wenn ich dann auch mal an das Thema erinnern darf:
Ich sehe keine Einschränkung auf "Migrantenkinder".Kinder aus sozial schwachen Schichten erhalten seltener eine Empfehlung fürs Gymnasium als Sprösslinge reicher Familien - und das bei gleichen Noten. Das ergab eine Studie der Mainzer Gutenberg-Universität.
Das ist nicht gerecht.
Es geht um Chancengleichheit im Bildungssystem.
Kann aber auch sein, dass meine Bildung nicht chancengleich genug war, um detailliert genug zwischen den Zeilen lesen zu können..
In meiner Badewanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.
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12.09.2008, 12:31Inaktiver User
AW: Bildungschancen
Das Ursprungsthema war ein anderes. Aber es scheint nicht so interessant zu sein.
Zitat von Inaktiver User
Es ging um "sozial schwächere", von ihrer Herkunft wurde nie geschrieben.
Ist das dein Vorurteil?Geändert von Inaktiver User (12.09.2008 um 12:34 Uhr)
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12.09.2008, 12:32Inaktiver User
AW: Bildungschancen
ja, und warum assoziiert mancher bei Kindern aus sozial schwachen Familen schnell " auffällige Kinder " und ignorante Eltern, wenn es im FAZ-Artikel und der Studie um die Chancengleichheit BEGABTER Kinder mit guten Noten und wohl auch gutem Sozialverhalten geht ?
Zitat von Kraecker
Das hier wieder das Übliche diskutiert wird, ist auch klar : das war zu erwarten : weil es auf zig Nägeln brennt..
doch mit der im FAZ-Artikel beschworenen Ungerechtigkeit hat das wenig zu tun..
Ich fände es, wäre ich Mutter mit Migrationshintergrund ;-) übel, wenn man zuerst die Ungerechtigkeit die man begabten Migrantenkindern antut, zu diskutieren vorgibt und dann bei ignoranten Eltern und der Diskussion über die Lösung dieses PROBLEMs landet..
Ich finde das dennoch bezeichnend..Geändert von Inaktiver User (12.09.2008 um 12:37 Uhr)
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12.09.2008, 12:34
AW: Bildungschancen
Klee,
ich meinte die ganze Zeit auch die Kinder der "deutschen Unterschicht", die man gerade täglich in irgendwelchen Reality-Formaten sieht.
Ich bin einfach der Ansicht, dass ein so reicher Staat wie Deutschland seine Kinder nicht nur hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit fördern und aussieben sollte, sondern auch Unterschiede im Elternhaus ein Stück weit abfedern muss.
Und am im ersten Posting genannten Beispiel sieht man mal wieder, dass das Gegenteil der Fall ist.
Bestehende Strukturen werden aktiv zementiert.
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12.09.2008, 12:42
AW: Bildungschancen
Ich habe keine Ahnung, warum "mancher" das tut.
Zitat von Inaktiver User
Mir persönlich sind verkorkste Elternhäuser und dementsprechend "geratene" Kinder aus allen Schichten und jeder Herkunft bekannt.
Und in meinen Beiträgen ging es darum, dass man weder dem Problem der "Elternhäuser", noch dem Problem der fehlenden Chancengleichheit dadurch begegnen kann, dass man den Schulen einen erweiterten Erziehungsauftrag überträgt.
Den Versuchen, einer solchen persönlichen Einflussnahme durch Lehrer, haben wir es unter anderem zu verdanken, wenn das "begabte Migrantenkind" eben nicht entsprechend gefördert wird.
Erst wenn dieses Einflussnehmen unmöglich gemacht wird - nämlich durch objektive Beurteilung der Potentiale - wird es annähernd so etwas wie eine Chancengleichheit geben.
Bleibt aber immer noch das Problem der Elternhäuser.
Und man kann nicht über Bildung diskutieren, ohne diese mit zu betrachten..
In meiner Badewanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.
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12.09.2008, 12:44Inaktiver User
AW: Bildungschancen
@Kuehlesblondes
s.o
:-)
Du hast Recht, dennoch finde ich es unbehaglich, dass man vom Thema begabter Kinder und deren Elternhäuser dann etwas eine Richtung biegt wo man etwas " zementiert " sehen möchte..
Ich sehe nämlich nicht, dass bzgl des von den Soziologen erörterten Dilemmas akuter Handlungsbedarf besteht..sondern dass anderes auf den Nägeln brennt..sehr viel..
@Kraecker
das sehe ich etwas anders..Und in meinen Beiträgen ging es darum, dass man weder dem Problem der "Elternhäuser", noch dem Problem der fehlenden Chancengleichheit dadurch begegnen kann, dass man den Schulen einen erweiterten Erziehungsauftrag überträgt.
Ich erwarte von einer staatlichen Schule auch das : sie hat einen Erziehungsauftrag : und dazu erwarte ich Unterstützung durch Maßnahme der Politik ..: sina30000 nannte Beispiele
desweiteren gibt es noch etliche Vorschläge..:-)
Stärkung der Rektoren als Führungskräfte etc etc.. : Beamtenstatus abschaffen : unfähige Lehrer rauswerfen :-)Geändert von Inaktiver User (12.09.2008 um 12:51 Uhr)


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