Gymnasium ist zum Durchschnitt verkommen? Hallo?
Was Sohn heute in der 5. Klasse abliefern muss, hat mit den Anforderungen aus meiner Zeit nichts mehr gemein. Während wir noch völlig ungezwungen Phantasieerzählungen abliefern durften, machen unsere Kids Buchvorstellungen mit Powerpoint oder Overheadfolie (natürlich ganz ohne jede Mithilfe des Elternhauses –grins-) und von Grammatikschulaufgaben bin ich dankenswerterweise ebenfalls verschont geblieben.
Laut einer anonymen Umfrage unseres Gymnasiums brauchen genau 5 Prozent der 5.Klässler nie Unterstützung der Eltern bei den Hausaufgaben, 30 Prozent 1x pro Woche, knapp 50 Prozent 2-3x pro Woche und ca 18 Prozent täglich. Sind unsere Kinder blöder als wir damals? Nein, der Lehrplan ist schlicht und einfach überfrachtet.
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Thema: Bildungschancen
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12.09.2008, 11:27
AW: Bildungschancen
"Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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12.09.2008, 11:37Inaktiver User
AW: Bildungschancen
..aber es stieg nicht der Anspruch an Intelligenz..
es werden andere Kompetenzen abgefragt..und dazu zählen auch massive Unterstützung durchs Elternhaus..etc..
und somit kommen nicht die Intelligentesten an die besten Noten, sondern die ans System gut angepassten.. : ob diese Qualifikationen dann für späer reichen ?
Was ;-) da nun schon alles Abi in der Tasche hat, ist nun ja..schon recht lustig..
Angepasst : ja das ist das Stichwort : aber an was ? : an ein marodes System..
Und daraus sollen dann die Absolventen resultieren, die sich die Gesellschaft wünscht ?
Denk ich an NRW in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht ;-)Geändert von Inaktiver User (13.09.2008 um 00:01 Uhr)
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12.09.2008, 11:38
AW: Bildungschancen
Mich beschäftigt das alle auch gerade sehr.
Und ich denke, die Schule muss mehr Erziehungsaufgaben übernehmen (worüber man sich ja in den letzten Jahren beschwert), damit Kinder eben nicht vor allem von ihrem Elternhaus abhängig sind, in Bezug auf die Art ihrer Förderung und der damit verbundenen Chancen.
Die Gesellschaft regt sich über prügelnde und saufende (Ausländer-)Kinder auf und will nicht begreifen, wo die Wurzel dieser Entwicklungen liegt.
So lange Schule "nur" (aus)bildet, werden die Schichten schwer durchlässig bleiben. Das ist doch ganz einfach nachzuvollziehen.
Lernen wird schließlich nicht nur durch die Vermittelung von möglichst viel Unterrichtsstoff bewirkt. Da gehört sehr viel mehr dazu.
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12.09.2008, 11:49
AW: Bildungschancen
Ich halte zwei Erziehungsberechtigte pro Kind für vollkommen ausreichend.
Gerne dürfen sie ergänzt werden durch Wissens- und Erfahrungsvermittler und entsprechend geschulte Förderer der jeweiligen Talente... und zwar für Kind und Eltern.
Einen erziehenden Lehrkörper, der 30 Zöglingen gegenüber steht und doch schon mit einem überfordert ist, braucht kein Mensch..
In meiner Badewanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.
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12.09.2008, 11:50Inaktiver User
AW: Bildungschancen
Oh ja! Nur leider hört man da immer, dass dafür kein Geld da ist. Klar müssen dann mehr Lehrer eingestellt werden, die am besten sogar schon an der Uni umfassender mit den Problemen vertraut gemacht werden und dort nicht nur den Unterrichtsstoff vermittelt bekommen. Eventuell zusätzlich noch Pädagogen, Psychologen usw. Die Klassen müssen kleiner werden, was nach sich zieht, dass die Schulgebäude erweitert werden müssen.
Zitat von Kuehlesblondes
Es würde also eine Menge kosten, aber ich halte umfassende Änderungen und Investitionen für den einzigen Weg um aus der Misere herauszukommen.
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12.09.2008, 11:51Inaktiver User
AW: Bildungschancen
Kuehlesblondes
in der Grundschule meines Söhnchens ist die Lehrerin einen Großteil ihrer Zeit mit eben dem Aufarbeiten dieser Defizite beschäftigt.. : die Kinder " aus guten Haus " muss sich da eben das gute Haus zuhause helfen : und auch aufarbeiten was Schule an diesen Kindern versäumt : Mittelschichtseltern werden auch durch diese Mehrbelastung auf Lehrerschultern mehr beansprucht, wenn ihr Kind in der Schule gar nicht mehr den Unterricht bekommt, der ihm ( wie allen Kindern ) zusteht :
es sind schwierigere Fälle AKUT und Lehrer überfordert..
Ich rate jedem einmal Unterricht beizuwohnen und zu erleben, wie manche Kinder die Aufmerksamkeit des Lehrers binden..die den anderen Kindern fehlt : und wer muss es ausbügeln, weil am Wohl des Kindes und dessen Ausbildung Interesse besteht : die Eltern..
Auch das ist Fakt..
Das ist übel : da müsste man auch ansetzen..
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12.09.2008, 11:54
AW: Bildungschancen
Genau und jedes Kind, dass die falschen Erziehungsberechtigten abgekriegt hat, hat eben Pech gehabt.
Zitat von Kraecker
Oder wie?!
Nicht jeder Mensch, der Kinder in die Welt setzt, ist sich der Verantwortung bewusst und nimmt diese wahr!
Klingt schön. Mehr Aussage steckt in so einem Allgemeinplatz aber leider nicht drin.
Zitat von Kraecker
Das ist doch Quatsch!
Zitat von Kraecker
Es geht mir um Ganztagsschule, um individuelle Betreuung und Förderung der Schüler auch außerhalb des Klassenverbands.
Da gäbe es genug alternatvive Möglichkeiten.
Ich spreche nicht vom "normalen Unterricht".Geändert von Kuehlesblondes (12.09.2008 um 11:57 Uhr)
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12.09.2008, 11:54Inaktiver User
AW: Bildungschancen
Aber leider kommt es häufiger vor, dass die Eltern mit ihren Kindern überfordert sind oder sich nicht drum kümmern. Aber auch bei den Kindern dieser Eltern gibt es sicher einige, die nur etwas Hilfe oder auch nur Motivation bräuchten um aus "ihrem Loch" herauszukommen. Die ganz einfach die Begabung hätten, aber mit ganz anderen Dingen beschäftigt sind.
Zitat von Kraecker
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12.09.2008, 11:57
AW: Bildungschancen
Da gebe ich dir Recht!
Zitat von Inaktiver User
Diese Lehrer müssen unterstützt werden.
Kinder müssen frühzeitig gefördert werden. Migrantenkinder sollten am besten schon im Kindergarten Deutsch lernen. Verpflichtend.
Ich sagte doch nicht, dass die Lehrer sich auf die Problemkinder konzentrieren sollen und die anderen dann in die Röhre schauen.
Das ganze System gehört reformiert und ausgebaut - nicht zuletzt personell.
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12.09.2008, 11:58Inaktiver User
AW: Bildungschancen
stimmt alles : aber Schule soll nicht nur diesen Kinder eine Chance bieten, sondern auch anderen Kindern und Schule und Staat soll sich nicht auf Eltern als HILSLEHRER und Erfüller von absurdesten Ideen für die sie sich manchmal doppelt schlagen sollen.. bauen : und das ist leider im Moment so..
Zitat von Inaktiver User
Die Staatliche Schule erfüllt ihren Auftrag nicht : verschiebt Verantwortung hin und her..und Leidtragende sind ALLE Kinder..
und genervte Eltern ;-)
@ Kuehlesbliondes
im Ausgangsposting war die Rede von BEGABTEN Migrantenkindern..die nicht das brauchen was Du forderst..: für die man sich einfah die Empfehlung ans Gymnasium erhofft,..etc etc..
was Du erörterst stimmt ja alles : doch das Thema war ein anderes..Geändert von Inaktiver User (12.09.2008 um 12:02 Uhr)


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