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Thema: Armut

  1. gesperrt

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    AW: Armut

    das weißt du doch, warum fragst du nochmal nach?

    "Es gibt drei griffige, gut klingende Gründe: du kompensierst damit eigene psychische Probleme, du betäubst dich aufgrund deines leeren Lebens oder du suchst zwanghaft nach Bestätigung."

    und auf welche folge im geleit trifft es deiner eigenen aussage nach zu?

  2. Inaktiver User

    AW: Armut

    Zitat Zitat von fifi1234
    Im Ausland leben die Afrikaner genau nach demselben Schema dessen Opfer sie dort waren. Welche 'Revolution' wäre in der Geschichte auch nicht verraten/hintergangen worden ...
    Auch die sexuelle Revolution frisst ihre Kinder. Mitten in Deutschland.

    Das afrikanische Lebensskript im Ausland weiterzuführen, dürfte dem Afrikaner kaum vorzuwerfen sein, auch wenn ich prinzipiell zustimme, dass es zu Problemen führt. Aber wir sind uns hoffentlich einig, dass sich dieses Theoretikum zwingend auf alle Menschen ausdehnt, die im Ausland leben.

    Dass es einige lateinamerikanische Hochkulturen nicht mehr gibt, lag schliesslich nicht daran, dass sie hier waren, sondern daran, dass wir dort waren.

    Was dein plastisches Bild Afrikas angeht, das leider sowohl wahr als auch grausam klingt, so möchte ich aber darauf verweisen, dass dieses für uns befremdliche Wertesystem an der einen oder anderen Stelle durchaus besser und "ethischer" funktioniert hat, bevor wir unsere Kolonialfinger hineinsteckten.

  3. Inaktiver User

    AW: Armut

    Zitat Zitat von Minos1962
    das weißt du doch, warum fragst du nochmal nach?
    Ich kann das, worauf du abzielst, nicht dem zuordnen, worauf ich abzielte. Führt dann meistens zu einer Frage.

    Ich fürchte, das sollten wir per PN klären, es stört den Thread.

  4. gesperrt

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    AW: Armut

    nö, aber nicht weil ich nicht möchte sondern nicht kann. das versenden privater nachrichten und mail geht nur mit java. da ich mit tor surfe und schreibe bin ich somit behindert. aber ich werde jetzt auch wieder abziehen, ja man freut sich, um irgendwann mal wieder böse zu motzen. schöne zeit weiterhin im foruuuuuum

  5. gesperrt

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    AW: Armut

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Das afrikanische Lebensskript im Ausland weiterzuführen, dürfte dem Afrikaner kaum vorzuwerfen sein, auch wenn ich prinzipiell zustimme, dass es zu Problemen führt. Aber wir sind uns hoffentlich einig, dass sich dieses Theoretikum zwingend auf alle Menschen ausdehnt, die im Ausland leben.

    Dass es einige lateinamerikanische Hochkulturen nicht mehr gibt, lag schliesslich nicht daran, dass sie hier waren, sondern daran, dass wir dort waren.

    Was dein plastisches Bild Afrikas angeht, das leider sowohl wahr als auch grausam klingt, so möchte ich aber darauf verweisen, dass dieses für uns befremdliche Wertesystem an der einen oder anderen Stelle durchaus besser und "ethischer" funktioniert hat, bevor wir unsere Kolonialfinger hineinsteckten.
    Ich verurteile die Zerstörung anderer Kulturen teilweise auch. Aber das ist doch ein anderes Problem als die Auswanderung.

    Wenn man auswandert weil es an einem Ort schlecht ist, dann sollte man doch konsequent sein und es am Zielort NICHT genauso machen. Andernfalls, konsequent betrieben, lebt man wieder in dieselben Situation wie vorher und ist Auswandern nutzlos.

    Damit sage ich keineswegs daß man sich der Kultur im Zielland anpassen muß. Das mache ich auch nicht - nach fast 6 Jahren denke ich üeberhaupt nicht dran Französisch zu lernen, mißachte die Franzosen offen usw. Aber man soll dort nicht diejenigen Abusen machen wegen denen man woanders weggegangen ist.

    In diesem Punkt verhalten sich die verschiedenen Völker sehr unterschiedlich; einige korrekt/konsequent, andere nicht. Wie gesagt ist bei den Afrikanern Problem/Grund der Auswanderung nicht der fehlende Regen, daß nichts wachsen würde, oder Naturkatastrophen, sondern ihre Denkweise.
    Geändert von fifi1234 (31.08.2008 um 18:09 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Armut

    Zitat Zitat von fifi1234
    Damit sage ich keineswegs daß man sich der Kultur im Zielland anpassen muß. Das mache ich auch nicht - nach fast 6 Jahren denke ich üeberhaupt nicht dran Französisch zu lernen, mißachte die Franzosen offen usw .
    Btw, würdest du es gutheissen, dass in Deutschland lebende Ausländer unsere Sprache sprechen, vorzugsweise die schulpflichtigen Kinder, oder ist das deiner Meinung nach keine Facette des innenpolitischen Problems?

  7. Inaktiver User

    AW: Armut

    Zitat Zitat von fifi1234
    [I]I...... ist bei den Afrikanern Problem/Grund der Auswanderung nicht der fehlende Regen, daß nichts wachsen würde, oder Naturkatastrophen, sondern ihre Denkweise.

    was mich nun wieder daran erinnert, dass wir Europäer bei der Entwicklungshilfe gravierende Fehler gemacht haben, beispielsweise haben wir mit einer aktionistischen Brunnengrabeinflation eine Menge Schaden angerichtet.

    Ich fürchte, es läuft darauf hinaus, dass wir mit absoluten Sichtweisen nicht weiterkommen, denn jeder Aspekt, der zur Armut führen kann, lässt sich genauso unterschiedlich beleuchten wie alle Aspekte, die zur Beseitung führen sollen.

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    AW: Armut

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ich hätte jetzt gern mal die definition des 'asiaten'. bzw. des 'asiatischen entwicklungslandes' in dem die menschen so fleissig sind.

    china, japan oder vietnam kann damit wohl nur schwer gemeint sein. thailand? die würden sich wohl ebenso bedanken wie korea.
    nun - woher kommt denn der wirtschaftliche fortschritt, wenn nicht von fleiss und arbeit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    un dich gebe ganz klar zu bedenken: armutsbekämpfunh klappt ganz gut, wenn die netsprechenden länder geld bekommen. checkt es nach: afrika bekommt die 'tropfen auf dem heißen stein'-entwicklungshilfe.
    die frage muss doch sein, warum die anderen ehemals armen laender ihre armut drastisch gesenkt haben, waehrend das in afrika nicht moeglich zu sein scheint. haben die alle viel mehr entwicklungshilfe erhalten, waehrend afrika stiefmutterlich behandelt wurde?

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    AW: Armut

    Was ist hier eigentlich gemeint, wenn so pauschal von "Afrika" geschrieben wird?

    Egal,....


    Der für mich entscheidende Unterschied zwischen den "anderen armen Ländern, die ihre Armut gesenkt haben" (haben die das wirklich, oder vielleicht doch nur partiell?) und Afrika, sind die Unterschiede in den internen Strukturen.

    All diese so erfolgreichen asiatischen Länder, haben ein entweder totalitäres oder zumindest sehr rigide geführtes Gesellschaftssystem zu eigen. Es ist also für Außenstehende (wie zB Investoren oder Regierungen) relativ einfach, den richtigen Ansprechpartner zu finden, der dann, nach dem er überzeugt ist, über Mittel und Wege verfügt, die Ideen des Investors (oder der anfragenden Regierung) auch zeitnah und effektiv in die Tat umzusetzen.

    In weiten Teilen von Afrika gibt es solche Strukturen überhaupt nicht. Zwar gibt es lokale Despoten, die schlagzeilenträchtiges Unheil in ihrer Region verbreiten. Davon, dass diese ihr Territorium "im Griff" haben, kann aber trotzdem keine Rede sein.

    Wo also hin mit der Idee und dem Invest?

    Sehr lokal begrenzte Unternehmungen können sehr wohl erfolgreich sein auch wenn der umliegende Großraum im Chaos versinkt. Strukturelle Veränderungen lassen sich damit aber nicht erzielen.

    Und da, wo die internen Strukturen das Chaos einigermaßen überwunden haben (wobei man das Ergebnis nicht unbedingt für gut befinden muss), funktioniert auch die Wirtschaftsförderung, wie zum Beispiel das Engagement Chinas im Sudan oder in Teilen Äthiopiens zeigt.

    Und in einigen Jahren, werden wir dann von diesen afrikanischen Regionen sprechen, wie wir es heute von Teilen Asiens tun.

    Ob damit dem Problem "Armut" etwas entgegen gesetzt wurde, wage ich allerdings zu bezweifeln.
    .
    In meiner Badewanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.
    .

  10. gesperrt

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    AW: Armut

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    was mich nun wieder daran erinnert, dass wir Europäer bei der Entwicklungshilfe gravierende Fehler gemacht haben, beispielsweise haben wir mit einer aktionistischen Brunnengrabeinflation eine Menge Schaden angerichtet.

    Ich fürchte, es läuft darauf hinaus, dass wir mit absoluten Sichtweisen nicht weiterkommen, denn jeder Aspekt, der zur Armut führen kann, lässt sich genauso unterschiedlich beleuchten wie alle Aspekte, die zur Beseitung führen sollen.
    Deswegen habe ich in meinem post #36 auch geschrieben: Lösung ? Ich weiß keine. Trotz bzw da ich die Situation in Afrika gut kenne; würde ich eine anbieten, wäre es gewissenlos. Für Afrika gibt es keine Lösung. Brunnengraben oder Entwicklungshilfe sind es jedenfalls nicht, denn wie angemerkt ist das wirkliche Problem deren Denkweise. Im Brunnenbohren sind die ganz geschickt und fix, und brauchen das von uns nicht zu lernen (in Brasilien mietet man sich meist 2 Schwarze um für sein Haus schnell einen Brunnen gebohrt zu bekommen, habe ich auch schon gemacht und denen sogar noch abgeguckt wie es geht) aber in Afrika gibt es oft halt Leute die einen Brunnen haben und keine anderen wollen um das Wasser zu kontrollieren. Auch ist in Afrika alles Relevante besser unter Kontrolle als wir meinen, aber wiederum, iS deren anderen Denkweise, die oft manchmal so bescheurt (idR wird für kurzfristigen/sofortigen kleinen Gewinn langfristiger Schaden verursacht) ist daß für uns nicht nachvollziehbar/verständlich

    Entwicklungshilfe ist ja oft auch nur verkapptes Schmiergeld für irgendwelche Interessen dort. Und die Entwicklungshilfeträger wollen das Geld der europ. Regierungen, und dazu sind dem Fernsehsesselhirngewaschenem 'einleuchtende' wenn auch vor Ort ganz sinnlose Projekte wie Brunnen bohren als Begründung geeignet
    Geändert von fifi1234 (02.09.2008 um 05:19 Uhr)

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