Der Bildzeitungs-Artikel war sachlicher.Zitat von Inaktiver User
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20.08.2008, 18:47Inaktiver User
AW: Beamte in die Rentenversicherung ?
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20.08.2008, 19:01Inaktiver User
AW: Beamte in die Rentenversicherung ?
Es ist nunmal so. Es gibt Vorschläge, die sind einfach schwachsinnig, weil die Umsetzung entweder politisch, gesetzlich oder praktisch so gut wie nicht möglich ist. Und daher sind diese Vorschläge unsachlich und verdienen genau das was ich geschrieben habe.
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20.08.2008, 19:22Inaktiver User
AW: Beamte in die Rentenversicherung ?
Bevor man sich fragt, ob irgendwelche Reformen im Bereich der Beamtenversicherung möglich und realistisch sind oder nicht, sollte man doch erst einmal klären, ob sie nötig wären, oder?
Also wäre erst einmal zu klären, ob die Aussagen in dem Zeitungsartikel stimmen. Wenn sie stimmen, sehe ich Handlungsbedarf.
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20.08.2008, 19:30
AW: Beamte in die Rentenversicherung ?
wenn wir die rentenfinazierung umbauen wollen, halte ich es nur dann für sinnvoll, wenn wir sie zu einem Schweizer Modell umbauen. Danach ist jeder Bürger rentenversicherungspflichtig.
Das haben wir schon einmal durchdiskutiert, wer das Modell nicht kennt, kann es im Link nachlesen.
Alles andere halte ich für Sommerlochdebatten.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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20.08.2008, 19:44Inaktiver User
AW: Beamte in die Rentenversicherung ?
Es ist in der Tat sehr schwierig, etwas für die jetzigen Beamten zu ändern. Aber vieles ginge ohne Änderungen des Grundgesetzes!
Zitat von Inaktiver User
Aber, wie ich oben geschrieben habe, ist es kein Problem - und bedarf auch keiner Änderung des Grundgesetzes! - einfach keine neuen Beamten zu ernennen. Denn wir brauchen sie nicht - Angestellte machen den Job genau so!
Oder erklärt mir mal einer, warum ein Lehrer beamtet werden muss? Oder wenn das nötig ist, warum dann nicht augenblicklich alle angestellten Lehrer beamtet werden???
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21.08.2008, 06:33Inaktiver User
AW: Beamte in die Rentenversicherung ?
Du kannst getrost davon ausgehen, dass diese Zahlen „geschönt“ sind.
Zitat von Inaktiver User
Im letzten Jahrzehnt wurde so ziemlich jede Zahl (Arbeitslosen, Beamten, Pensionäre und andere Lasten der Zukunft) runtergerechnet und mit Tricks geschönt.
Das bekannteste und unstrittigste Beispiel sind die „Umschüler“, die regelmäßig aus der Arbeitslosenstatistik herausgerechnet wurden.
Selbst wenn du die „geschönten“ Zahlen der Vergangenheit nimmst und dies mit der NICHT eingerechneten erhöhten Lebenserwartung der Menschen hochrechnest wirst du auf ein Ergebnis kommen, da wünschst du dir dann doch den lieber „nur“ den Hammer.
Vor einem Jahrzehnt sind wir noch davon ausgegangen, dass wir einen Teil unseres Lebensstandards auf Kosten der dritten Welt bestreiten können, es wird wohl etwas anders kommen als gedacht.
Wie viele haben geglaubt, dass sie mit ihrer Rente auf den Balearen „überwintern“ können usw.
Wir haben es nicht geschafft über finanzielle und fiskalische Anreize die „Alten“ im Arbeitsprozess zu halten, im Durchschnitt ist jeder ab 60 für den Arbeitsmarkt unwiederbringlich verloren.
Ein Mensch der eine Aufgabe hat und im Lebensprozess steht ist weniger anfällig für Krankheiten.
Das heißt im Klartext, jeder „Alte“ der der Gesellschaft keinen Mehrwert und damit Steuern bringt fällt mit erhöhter Wahrscheinlichkeit dem Gesundheitssystem mit Wehwehchen zur Last und damit der Gesellschaft.
Wenn er erst einmal in den Fängen der Mediziner ist dann wird es für den Steuerzahler richtig teuer, da wird Hochleistungsmedizin vom Feinsten bis ins hohe Alter geübt.
Zitat Wikipedia:
„So werden Männer und Frauen aus der Armutsrisikogruppe durchschnittlich nur 70 bzw. 77 Jahre alt, während Männer und Frauen mit sehr hohen Einkommen fast 10 Jahre länger leben (81 bzw. 85 Jahre). Die Ergebnisse verweisen zudem darauf, dass auch der Anteil der in Gesundheit verbrachten Lebensjahre deutlich variiert.“
In welcher Rentenformel wird die Lebenserwartung mit 77 angegeben. Im Übrigen steigt die Lebenserwartung stark an. Dir heutigen 40-50 jährigen haben eine Lebenserwartung von über 100 Jahre und das ohne Rente.
Man darf diesen Irrsinn wirklich nicht zu Ende rechnen.
Nein es wird sich nichts andern, das System wird kollabieren, ist leider so.
Zitat von Inaktiver User
Der Fisch beginnt am Kopf an zu stinken und unser Kopf (Politiker) stinkt immer schlimmer. Das hat etwas damit zu tun, dass eine Führungskraft immer nur Untergebene um sich scharrt, die etwas unfähiger sind als sie selbst. Das ist im Übrigen auch in der Wirtschaft zu finden.
Unsere Politiker kommen fast alle aus der Beamtenlaufbahn und sind studierte Juristen. Ich bin davon überzeugt, dass jeder Einzelne nicht an das funktionieren dieses Systems glaubt aber dennoch mitmacht.
Solche Entwicklungen waren in der Menschheits- und Gesellschaftsgeschichte immer wieder zu beobachten und wir dürfen jetzt auch mal in der ersten Reihe sitzen.
V.G.
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21.08.2008, 07:46Inaktiver User
AW: Beamte in die Rentenversicherung ?
1. die Lehrerverbeamtung ist seit jeher ein Streitpunkt bei der Frage, ob sie hoheitliche Aufgaben ausführen und damit verbeamtet werden könnten. In guten (Kassen-) Zeiten wird es bejaht, in schlechten verneint.
Zitat von Inaktiver User
2. weil die RV dann Millionen an Beiträgen zurückzahlen muss, die die angestellten Lehrer in die RV eingezahlt haben
In Bezug auf 1....Hessen hat bspw. aktuell ein gigantisches Lehrergewinnungsprogramm starten müssen, da die dort Lehrermangel haben. Die Highlights des Anlock-Programms...sofortige Verbeamtung (nicht aus sachlichen Gründen, sondern als Sahnehäubchen) oder als Angestellter sofort eine höhere Entgeltgruppe (was 800-1000 Euro mehr brutto ausmacht) und das ohne Wechsel der Aufgabe, was eine höhere Entgeltgruppe nach TVöD/TV-L unmöglich machen würde
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21.08.2008, 09:06Inaktiver User
AW: Beamte in die Rentenversicherung ?
Vielleicht sollten diese Politiker erst mal vor der eigenen Haustüre kehren und die "eigenen Diäten" überarbeiten.
Wie lange muss man Minister oder Abgeordneter sein, um volle Ansprüche zu haben?
Nun ja, jedenfalls nicht die ganze Legislaturperiode.
Beamte sind für den Staat erst mal "preiswerter" als wenn er sie nach Tarifen der freien Wirtschaft bezahlen würde.
Daran, dass sie dafür eigentlich Rückstellungen machen müssten, denken sie natürlich nicht. Es ist ja nicht der eigene Haushalt, der belastet wird.
Es würde uns vielleicht schon weiter bringen, wenn ALLE in die RV einzahlen würden, incl. Selbstständige.
Doch die Diskussionen gab es hier ja auch schon.
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21.08.2008, 09:16Inaktiver User
AW: Beamte in die Rentenversicherung ?
Die generelle Rentenversicherungspflicht in der Schweiz ist eine gute Sache. Aber es hat viele weitere Gründe, dass das Rentensystem in der Schweiz sehr viel besser funktioniert als in Deutschland:
Zitat von Opelius
Die staatliche Rentenversicherung ist nämlich nur eine von mehreren Säulen der Altersversorgung. Eine weitere, vielleicht die wichtigste Säule ist die betriebliche Altersversorgung, zu der Arbeitgeber UND Arbeitnehmer beitragen.
Das Entscheidende gegenüber den deutschen Modellen ist, dass man diese betriebliche Alterssicherung bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes grundsätzlich mitnimmt (!!)
Im übrigen zeigt das Beispiel der Schweiz, dass man mühelos ohne privilegierte Berufsbeamten auskommt.
.Geändert von Inaktiver User (21.08.2008 um 09:31 Uhr)
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21.08.2008, 09:19Inaktiver User
AW: Beamte in die Rentenversicherung ?
Es gibt in Deutschland 1,7 Millionen Beamte.
Zitat von Inaktiver User
Somit sind selbst kleinere Korrekturen im Bereich der Beamten fiskalisch wesentlich wirksamer als selbst brutalstmögliche Einschnitte bei den paar Abgeordneten.
Das bezweifle ich mehr denn je, seit ich den von LorenzM zitierten Artikel gelesen habe.
Zitat von Inaktiver User
Meiner Meinung nach ist diese "Preiswürdigkeit" reine Legendenbildung, betrieben von den Beamten selbst.
.Geändert von Inaktiver User (21.08.2008 um 10:21 Uhr)



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