Gemeint ist:Zitat von foo-foo
Amerikas Schwäche ... ist Chinas Stärke
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26.08.2008, 11:56Inaktiver User
AW: Der Kaukasuskrieg und der Westen
Geändert von Inaktiver User (26.08.2008 um 12:17 Uhr)
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26.08.2008, 14:05
AW: Der Kaukasuskrieg und der Westen
Vor der gelben Gefahr warnte schon Kaiser Wilhelm - und Kurt Georg Kiesinger: "Ich sage nur China - China - China !"
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26.08.2008, 14:08Inaktiver User
AW: Der Kaukasuskrieg und der Westen
aaah ja
na, dann
Vielleicht solltest du den Artikel doch noch lesen.
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26.08.2008, 15:45
AW: Der Kaukasuskrieg und der Westen
...ja, wenn Joschka das meint - vielleicht ist das auch so! Aber ob das alles erklärt, was da gerade "abgeht"? Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass da noch andere Interessen im Spiel sind - könnte es nicht auch sein, dass Russland sich versucht, zu positionieren im Gerangel um den 1. Platz der Macht in der Welt? Der Westen ist geschwächt Dank der Bush-Politik, wer könnte ein Angst-Gegner für Russland sein: China? Wer die Macht hat über die Energie-Resourcen, wird auch diesen 1. Platz besetzen - glaube ich jedenfalls - das könnte doch auch eine Rolle spielen bei dem Bestreben Russlands, sich aufzuplustern?Amerikas Schwäche ... ist Chinas Stärke
Man weiß halt nicht, was sich hinter den Kulissen so alles abspielt - u. manchmal fängt da etwas "so ganz klein" an u. dann wird ein richtig großer Krieg draus - das ist schon ein bisschen beängstigend!
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26.08.2008, 16:07Inaktiver User
AW: Der Kaukasuskrieg und der Westen
In einem "Handlungskatalog" für das deutsche Bundeskanzleramt sagen die Autoren aus Bundeswehr und Wirtschaft eine "drohende bewaffnete Auseinandersetzung" mit Russland und China voraus.
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57316
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26.08.2008, 16:30
AW: Der Kaukasuskrieg und der Westen
...die sind also schon fertig mit ihren Planungen - so siehts jedenfalls aus! Perfide, oder?
Man verdient halt kräftig an Krieg - den Menschen muss man nur einen Grund liefern u. denen dies nicht glauben können "begegnet" man mit Wasserwerfern.
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26.08.2008, 16:33Inaktiver User
AW: Der Kaukasuskrieg und der Westen
Fischer war immerhin Bundesaußenminister und wird sich in diesen Dingen besser auskennen als der durchschnittliche Journalist.
Zitat von nosto
China ist wie gesagt nur ein Aspekt, wenn auch ein wichtiger.
Das wollen doch beide Großmächte, oder etwa nicht?Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass da noch andere Interessen im Spiel sind - könnte es nicht auch sein, dass Russland sich versucht, zu positionieren im Gerangel um den 1. Platz der Macht in der Welt?
Ich bin der Ansicht, dass Russland es satt hat sich von den USA vorführen zu lassen. Die USA haben einen Abrüstungsvertrag gekündigt (ABM) und mit der Entwicklung taktischer Atomwaffen begonnen. Sie haben außerdem eine Vereinbarung bezüglich der osteuropäischen NATO-Staaten gebrochen und bemühen sich Russland mit NATO-Stützpunkten zu umzingeln.
Aktuelle Streitpunkte sind insbesondere der Raketenschild in Osteuropa, der NATO-Beitritt von Georgien und der Ukraine sowie die Entscheidung bezüglich des Kosovo.
Da kommt eine ganze Menge zusammen, und nichts davon ist für Russland erfreulich.
Russland ist nicht bereit die Politik der USA bzw. der NATO weiterhin tatenlos zuzusehen.
Die russische Anerkennung der Unabhängigkeit von Südossetien ist z.B. eine direkte Antwort auf die Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo durch den Westen.
Das ist aber längst ausgiebig diskutiert worden.
Was bisher noch nicht zur Sprache kam, das sind die Auswirkungen des amerikanisch-russischen Konflikts für die Weltpolitik insgesamt, z.B. auf die Position Chinas. Fischer sieht China offensichtlich beim neu aufgelegten West-Ost-Konflikt als den lachenden Dritten.
.Geändert von Inaktiver User (26.08.2008 um 17:26 Uhr)
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26.08.2008, 16:33Inaktiver User
AW: Der Kaukasuskrieg und der Westen
Das ist sehr interessant. Danke.
Zitat von Inaktiver User
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26.08.2008, 17:18
AW: Der Kaukasuskrieg und der Westen
Russland will mit dem Kaukasuskonflikt dafür sorgen, dass das Projekt "Nabucco" stillgelegt wird.
Durch Georgien verlaufen zwei wichtige Pipelines. Einerseits die BTC (benannt nach den Städten Baku-Tiflis-Ceyhan). Sie bringt Öl aus Aserbaidschan (Hauptstadt = Baku) zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan sowie eine Pipeline von der georgischen Hauptstadt Tiflis zum Schwarzmeer-Hafen Poti.
Das Bombardement Potis am 8. und 9. August durch russische Kampfjets sowie der Besetzung der Stadt durch russische Truppen am darauffolgenden Tag kann man also getrost als Anschlag auf die Energie-Interessen des Westens deuten. Und was passiert, wenn jemand den Interessen der russischen GASPROM zu nahe kommt. Denn in Poti befindet sich das westliche Ende der Baku-Supsa-Pipeline.
Und die Russen hätten nun einmal gerne das Fördermonopol bei der russischen GASPROM.
Und mit Nabucco soll Gas aus Zentralasien durch die Türkei nach Südeuropa geführt werden. Dies möchte Russland gern verhindern, denn
(a) sind sie selbst an dem zentralasiatischem Gas interessiert (dummerweise gehören die ölreichen Gebiete Zentralasiens seit dem Zerfall der Sowjetunion ja nicht mehr zum russischen Hoheitsgebiet)
und
(b) soll das Fördermonopol von Gas in Zukunft bei der russischen GASPROM liegen.Geändert von setshu (26.08.2008 um 17:31 Uhr)
Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)
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26.08.2008, 17:30Inaktiver User
AW: Der Kaukasuskrieg und der Westen
Das ist ein sicher nicht ungewünschter Nebeneffekt, aber in diesem Konflikt geht es primär um die NATO und um Kosovo/Südossetien.
Zitat von setshu
Insbesondere durch die Entscheidung über die Installation eines Raketenabwehrschilds in Osteuropa fühlt sich Russland provoziert und bedroht. Dies umso mehr, als auch noch Georgien und Ukraine der NATO beitreten wollen.
Man beachte, dass Kennedy seinerzeit für das Vorhaben, Raketen auf Cuba zu installieren, der UdSSR mit einem Atomkrieg gedroht hatte.
Im Zusammenhang mit den Verhandlungen über die Unabhängigkeit des Kosovo hatte Russland außerdem deutlich gemacht, dass es sein Verhalten in Südossetien entscheidend von der (insbesondere von den USA angestrebten) Unabhängigkeit des Kosovo abhängig machen werde. Nun hat es seinen Worten Taten folgen lassen - unter tatkräftiger Mithilfe des georgischen Präsidenten Saarkaschwili.
Das dürfte der Hauptgrund für das große Interesse der USA sein, die in Zentralasien ansonsten eigentlich nichts verloren haben.Durch Georgien verlaufen zwei wichtige Pipelines ...
Das Fördermonopol wofür?Und die Russen hätten nun einmal gerne das Fördermonopol bei der russischen GASPROM
Georgien bezieht sein Erdgas doch von der Gasprom und nicht umgekehrt.
.Geändert von Inaktiver User (26.08.2008 um 17:52 Uhr)


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