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Thema: Treppenwitze

  1. Inaktiver User

    Treppenwitze

    ... Guantánamo ... Selbst wenn eine Jury der Militärjustiz sie für unschuldig halte, "würden wir sie als feindliche Kämpfer betrachten und wahrscheinlich hinterher noch eine Zeitlang festhalten", sagte Pentagon-Sprecher Geoff Morrell.
    "Es gibt einen erheblichen Anteil von Gefangenen in Guantánamo, die wahrscheinlich nie freigelassen werden, weil sie eine Gefahr für die Welt darstellen", sagte der Sprecher weiter.
    Quelle
    Amnesty international erklärte, das Hamdan-Verfahren habe "nicht den internationalen Regeln für einen fairen Prozess" entsprochen. Human Rights Watch erklärte, das System der Militärkommissionen sei "von Grund auf mit Fehlern behaftet".

    Tatsächlich verweigert die US-Militärjustiz den Angeklagten in Guantanamo viele jener Rechte, die ordentliche US-Gerichte gewähren. So sind beispielsweise Aussagen aus Verhören der Angeklagten auch dann zugelassen, wenn der Verdacht besteht, dass sie unter Zwang abgegeben wurden. Reine Gerüchte und Hörensagen kann als Beweismaterial zugelassen werden. Die Verteidiger haben nur eingeschränkten Zugang zu Dokumenten der Anklage ...
    Quelle



    Bush fordert von China Achtung der Menschenrechte
    Amerika sei entschieden gegen die Verhaftung von politischen Dissidenten, Menschenrechtlern und religiösen Aktivisten, stellte Bush klar. Eindringlich forderte er China auf, Grundrechte wie Presse-, Versammlungs- und Religionsfreiheit zu garantieren. Die Chinesen verdienten "grundlegende Freiheitsrechte, die das natürliche Recht aller Menschen sind".
    Quelle


    Anders als Bush lobt Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy das Regime in Peking. Er verlieh China eine "Goldmedaille" für die Organisation der Olympischen Spiele. Frankreich und China verbinde eine "historische, zuverlässige und unerschütterliche Freundschaft", sagte Sarkozy am Mittwoch in einem Interview der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua, das vom Elysée-Palast in Paris verbreitet wurde. Das Präsidialamt kündigte gleichzeitig an, dass Sarkozy in der kommenden Woche nicht mit dem Dalai Lama zusammentreffen werde. Seine Frau Carla Bruni-Sarkozy werde jedoch an einer Veranstaltung des Oberhaupts der Tibeter teilnehmen.
    Quelle: ebenda
    Geändert von Inaktiver User (07.08.2008 um 15:25 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Treppenwitze

    Überrascht uns das Verständnis der USA bzw. der Bush-Clique von Menschenrechten?

    Höchste Standards von anderen Ländern fordern, sich selbst aber nicht an dieselben Standards halten - ist doch nicht wirklich neu?

  3. Inaktiver User

    AW: Treppenwitze

    Da gebe ich dir Recht:
    Es ist nicht neu - weder, dass die USA die Menschenrechte missachten, noch dass sie die Einhaltung der Menschenrechte von anderen fordern.
    Dennoch sollte man nicht darüber hinweggehen, sich an diese Heuchelei und diesen Zynismus ganz bewusst nicht gewöhnen.

  4. User Info Menu

    AW: Treppenwitze

    Was für ein Glück, dass wir hier in diesem wunderbaren Land leben, dessen Volksvertreter sich so vehement für die Menschenrechte überall auf der Welt einsetzen.
    Nicht wahr?

    Das erlaubt doch erst diesen selbstgefälligen Blick auf den Rest des Planeten.

    Ich heiße weder die Administration "Bush" noch die von Zwerg Nase Sarkozy für gut.

    Sich aber zurück zu lehnen und mit den Fingern auf andere zu zeigen, bloß weil man sie sich nicht selbst schmutzig gemacht hat (wobei das noch zu diskutieren wäre), sondern andere den Job für sich erledigen lässt, das ist nicht weniger zynisch und heuchlerisch, als das Treiben auf Guantanamo.
    .
    In meiner Badewanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.
    .

  5. User Info Menu

    AW: Treppenwitze

    Zitat Zitat von Kraecker
    Was für ein Glück, dass wir hier in diesem wunderbaren Land leben, dessen Volksvertreter sich so vehement für die Menschenrechte überall auf der Welt einsetzen.
    Nicht wahr?

    Das erlaubt doch erst diesen selbstgefälligen Blick auf den Rest des Planeten.

    Ich heiße weder die Administration "Bush" noch die von Zwerg Nase Sarkozy für gut.

    Sich aber zurück zu lehnen und mit den Fingern auf andere zu zeigen, bloß weil man sie sich nicht selbst schmutzig gemacht hat (wobei das noch zu diskutieren wäre), sondern andere den Job für sich erledigen lässt, das ist nicht weniger zynisch und heuchlerisch, als das Treiben auf Guantanamo.

    Hä? Wessen Job wurde von wem erledigt?

  6. Inaktiver User

    AW: Treppenwitze

    Vielleicht ist ja gemeint, dass die Amerikaner sich die Hände schmutzig machen im Kampf gegen den Terorismus, während die Europäer kritisch daneben stehen.

    Allerdings würde ich dann eher argumentieren, dass durch die Aktionen der Amerikaner überhaupt erst die Probleme geschaffen wurden. Als Beispiel: In Afghanistan sind im Süden, wo die Amerikaner die Richtung bestimmen, die Kämpfe besonders heiß, während im Norden, wo (u.a.) die deutschen Soldaten sich bemühen Aufbauhilfe zu leisten statt kaputt zu machen, es relativ ruhig ist.

  7. User Info Menu

    AW: Treppenwitze

    Es geht darum, dass Menschenrechtsverletzungen kein lokales, oder nationales Problem sind, sondern ein durch Zu- bzw. Wegsehen möglich gemachtes globales Phänomen.
    .
    In meiner Badewanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.
    .

  8. Inaktiver User

    AW: Treppenwitze

    Zitat Zitat von Kraecker
    Sich aber zurück zu lehnen und mit den Fingern auf andere zu zeigen, bloß weil man sie sich nicht selbst schmutzig gemacht hat (wobei das noch zu diskutieren wäre), sondern andere den Job für sich erledigen lässt, das ist nicht weniger zynisch und heuchlerisch, als das Treiben auf Guantanamo.
    Für MICH jedenfalls muss niemand den "Job" der Folter bzw. den "Job" der Verletzung von Menschenrechten machen.
    Allerdings gehöre ich auch nicht zu denjenigen, die allen Ernstes glauben, unsere Welt würde durch Folter, Menschenrechtsverletzungen bzw. durch den von den USA ausgerufenen "War on Terror" sicherer. Ganz im Gegenteil.
    Ich finde nicht, dass dieser moralische Dreck, den die USA seit einigen Jahren verbreiten, durch irgend etwas, egal was, zu rechtfertigen ist.

    Vielleicht ist es ja das, was dir bei deinem Posting im Sinn lag:
    Wenn man den WoT für notwendig oder sinnvoll hielte, dann wäre jedes Fingerpointing auf die USA tatsächlich reine Heuchelei.


    Zitat Zitat von Kraecker
    Es geht darum, dass Menschenrechtsverletzungen kein lokales, oder nationales Problem sind, sondern ein durch Zu- bzw. Wegsehen möglich gemachtes globales Phänomen.
    Vor allem wird es ein seit einigen Jahren um sich greifendes Phänomen, weil ausgerechnet das Land, das sich für the Leader of the World hält, weltweit den Verbrechern in Staatsämtern eine wunderbare Deckung verschafft, nach dem Motto: "was wollt ihr überhaupt; wir machen nichts anderes als die USA; wir müssen uns gegen die 'Staatsfeinde' und 'Terroristen' in unseren Ländern schützen und wehren".

    Und in der Tat verwirkt man jegliche moralische Glaubwürdigkeit und jegliche Überzeugungskraft, wenn man das, was man anderswo anprangert, selbst praktiziert.
    .
    Geändert von Inaktiver User (08.08.2008 um 10:50 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Treppenwitze

    Das hier *klick* ist offenbar die US-amerikanische Idee von humanem Strafvollzug bzw. von "Isolationszellen":

    eine Holzkiste von 1 m Länge und 1,80 m Höhe,
    brütend heißes Blechdach,
    winzige Klappe an der Türe, die geschlossen werden kann (und sicher auch geschlossen wird)

    Die Amis widersprechen dem Vorwurf, das sei menschenunwürdig, aber sie wissen ganz genau, was sie tun, denn sie sehen alle 15 Minuten (!) nach und beschränken den Aufenthalt in diesen Kisten auf 12 Stunden "am Stück" (d.h. mit Unterbrechungen wäre offenbar auch ein längerer Aufenthalt denkbar).

    Sie versichern: nein, Todesfälle habe es in diesen Kisten noch nicht gegeben. Soso. Na, das ist doch mal ein Grund das Ganze sehr viel gelassener zu sehen.

    Außerdem: Undenkbar, dass diese Kisten für normale Gefangene verwendet werden, z.B. um sie mürbe zu machen oder um seinen sadistischen Anwandlungen zu frönen. Diese Alptraum-Kisten werden natürlich nur gewalttätigen Gefangenen zugemutet, und natürlich sind wir alle gegen Gewalttätigkeit, ergo haben wir Verständnis für solche "Sonderbehandlung".
    Gewalttätige Häftlinge in Abu Ghureib? Gewalttätigkeit in Einzelzellen? Das glaube ich doch sofort, denn ich kann ja nicht bis 10 zählen bzw. ich bin ja wie der Autor, der sich diese Artikelüberschrift ausgedacht hat.


    Das Schlimmste dabei: Menschenrechtsorganisationen prangern sowas zwar an, aber ansonsten interessiert es kein Schwein mehr.
    .
    Geändert von Inaktiver User (08.08.2008 um 12:00 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Treppenwitze

    Und wie wir überall lesen konnten, engagiert sich ja auch Herr Bush vehement für den Schutz der Menschenrechte - in China!

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