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    AW: Obama aus deutscher Sicht

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Was willst du denn damit sagen?
    Dass man mit Worten vorsichtig sein sollte, damit man nicht selbst so klingt wie die Leute, vor denen man vorgibt Angst zu haben.

    Nein, ich glaube nicht, dass sich Trambahn demnächst mit Flugzeugentführungen beschäftigen wird

  2. gesperrt

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    AW: Obama aus deutscher Sicht

    Zitat Zitat von Messerwerferin
    Dass man mit Worten vorsichtig sein sollte, damit man nicht selbst so klingt wie die Leute, vor denen man vorgibt Angst zu haben.

    Nein, ich glaube nicht, dass sich Trambahn demnächst mit Flugzeugentführungen beschäftigen wird
    Endlich eine Frau, die mich versteht.

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    AW: Obama aus deutscher Sicht

    Zitat Zitat von trambahn100
    Endlich eine Frau, die mich versteht.

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    AW: Obama aus deutscher Sicht

    Um mal wieder zurück zum Thema zu kommen:

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ihr müsst schon den Sinn des Auftritts in Betracht ziehen. Es war erstens ein Wahlkampfauftritt für die USA und zweitens keiner, der mit Inhalten verknüpft werden sollte. ..
    MIB, ich kann Deinem Beitrag voll zustimmen. Genau aus diesem Grund fand ich das Recht (?), dass Obama in Berlin eine Wahlkampfrede halten darf, absolut unwürdig. Warum sollte Deutschland einem noch nicht designiertem Präsidentschaftskandidatanwärter eine Bühne anbieten?

    Mich hätte überzeugt, wenn er wirklich mit den politisch Verantwortlichen gesprochen hätte, auf Ebene 2. Mit einem Mitarbeiter des AA, der für USA Bezieungen verantwortlich ist. Vielleicht mit einer Politikerin von den Grünen, um etwas über Umweltschutz zu lernen? Um eine andere Antwort auf die Verschwendung der Ölresourcen zu finden als GW Bush zurzeit der fordert, man solle in den Naturschutzgebieten Öl fördern.

    Nichts von alledem konnte ich bei der Reise von Obma entdecken. Symptomatisch die erst anvisierten und dann kurzfristig gekanzelten Visiten in den Stützpunkten der US-Armee. Rammstein etc. Anscheinend vom Stab als nicht imageträchtig genug angesehen.

    Die gesamte Reise dient nicht dem Erkenntnisgewinn, sondern der Präsentation der Macht von Obma. Allmähllich macht mich das neugierig, welche Gruppierungen dahinter stecken und soviel Geld in diese Wahlkampfkampagne stecken.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  5. Inaktiver User

    AW: Obama aus deutscher Sicht

    Zitat Zitat von Lukulla
    fand ich das Recht (?), dass Obama in Berlin eine Wahlkampfrede halten darf, absolut unwürdig. Warum sollte Deutschland einem noch nicht designiertem Präsidentschaftskandidatanwärter eine Bühne anbieten?
    Es wäre interessant zu wissen, ob so etwas früher, d.h. vor Obama, schon einmal vorgekommen ist (egal welcher Kandidat welchen Landes).
    - Ich vermute Ja, bin mir aber nicht sicher.


    Mich hätte überzeugt, wenn er wirklich mit den politisch Verantwortlichen gesprochen hätte, auf Ebene 2. Mit einem Mitarbeiter des AA, der für USA Bezieungen verantwortlich ist. Vielleicht mit einer Politikerin von den Grünen, um etwas über Umweltschutz zu lernen? Um eine andere Antwort auf die Verschwendung der Ölresourcen zu finden als GW Bush zurzeit der fordert, man solle in den Naturschutzgebieten Öl fördern. Nichts von alledem konnte ich bei der Reise von Obma entdecken.
    Erwartest du nicht ein bisschen zu viel von ihm?
    Er muss beim US-amerikanischen Wähler punkten; und das heißt nicht mehr und nicht weniger, als dass er reden und auftreten muss, wie es der US-amerikanische Wähler von ihm erwartet. Er hat zwar ein eigenständiges Profil, aber er kann nicht Auffassungen vertreten, die in USA absolut nicht mehrheitsfähig sind. Und der explizite Verzicht auf Erdöl ist im Ölpreis-geschockten Amerika garantiert nicht mehrheitsfähig.


    Die gesamte Reise dient nicht dem Erkenntnisgewinn, sondern der Präsentation der Macht von Obma.
    Obama hat keine Macht über Illinois hinaus; Obama will sie erst gewinnen, die Macht.
    Die Reise diente dazu in der Frage außenpolitischen Gewichts mit McCain gleichzuziehen - aus Sicht der US-amerikanischen Wähler. Und das scheint er geschafft zu haben. Mission accomplished.
    Man sollte das aber auch nicht überbewerten, denn es gibt noch andere und vielleicht wichtigere Themen im US-Wahlkampf. Aber natürlich versucht Obama alle offenen Flanken zu schließen.
    (Wie jemand sich zu der Idee versteigen kann, McCain sei außenpolitisch kompetenter als Obama, ist mir allerdings ein vollkommenes Rätsel. McCain hat nämlich Dinge geäußert, die von einer derartigen Ignoranz und Dummheit zeugten, dass es einem die Sprache verschlagen konnte. Aber seine Wähler sehen das offenbar anders.)


    Allmähllich macht mich das neugierig, welche Gruppierungen dahinter stecken und soviel Geld in diese Wahlkampfkampagne stecken.
    Viel Geld; seit längerer Zeit wird jeder US-Wahlkampf teurer als der vorausgegangene.
    Wessen Geld? Das ist das Interessante: das Geld aller gesellschaftlich relevanten Akteure. Sogar Murdoch (!) will auf der Seite des mutmaßlichen künftigen Siegers stehen und hat - obwohl er politisch McCain weitaus näher steht - für Obamas Wahlkampf Geld gespendet.
    Im übrigen ist Obama der Kandidat der jungen Generation, und die ist sehr aktiv und erfolgreich beim Spendensammeln über Internet.
    .
    Geändert von Inaktiver User (27.07.2008 um 12:39 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Obama aus deutscher Sicht

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ihr müsst schon den Sinn des Auftritts in Betracht ziehen. Es war erstens ein Wahlkampfauftritt für die USA und zweitens keiner, der mit Inhalten verknüpft werden sollte. Der Inhalt war völlig wurst. Er hätte auch eine halbe Stunde übers Adlon referieren können, der Effekt wäre derselbe gewesen.

    Für die PR Leute von Obama war wichtig, dass erstens das Wetter gut war, tausende Menschen für eine 20 Minuten Rede kommen und mit US Fähnchen winken. Damit wird viel mehr in die USA transportiert wie mit Inhalten. Gestern wurde den US Bürgern gezeigt, dass sie sich nicht mehr für einen möglichen Präsidenten im Ausland schämen müssen (wie beim aktuellen Amtsinhaber) und das in Berlin bei Besuch eines US Präsidentschaftskandidaten die Straßen nicht wegen Gegendemonstrationen wie beim aktuellen Amtsinhaber sondern wegen Begeisterung abgesperrt werden müssen.

    Das und nur das war gestern Sinn der Veranstaltung und hat perfekt gepasst.
    Deiner Einschätzung von Obamas Rede stimme ich weitgehend zu.
    Sie war glatt, oder positiv ausgedrückt: diplomatisch, und nichts weiter als eine Etappe des US-Wahlkampfs. Ich habe nichts aus ihr gelernt, was ich nicht schon vorher wusste.

    Dennoch bin ich nur milde enttäuscht, denn ich hatte gar nicht erwartet, dass die Berliner Rede auch nur annähernd so beeindruckend, mitreißend und substanzreich sein würde wie z.B. seine Stellungnahme bezüglich des Verhältnisses zu Jeremiah Wright: *klick*

    Fast interessanter als die Berliner Rede ist übrigens sein anschließender Besuch in London: *klick*
    Da fand ich ihn wieder ziemlich beeindruckend.
    .
    Geändert von Inaktiver User (27.07.2008 um 13:19 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Obama aus deutscher Sicht

    In seinen Schlussfolgerungen sehr interessantes Video:
    Amerika leuchtet, ZEIT

    Ebenfalls sehr lesenswert ist folgender Kommentar:
    Die Verzauberung der Massen, SZ

    und diese Analyse: Obama wird nicht über Wasser gehen, SZ
    .
    Geändert von Inaktiver User (27.07.2008 um 15:09 Uhr)

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    AW: Obama aus deutscher Sicht

    Blautanne,
    ich sehe immerhin einen kleinen Fortschritt, erst verteidigst du monatelang die U-Bahn-Schlächter wie eine Löwin ihr Junges, jetzt ist es der JFK für Arme.

    Eine Frage habe ich aber noch: wärest du auch so begeistert von dem aalglatten Schwätzer, wenn sein zweiter Vorname nicht Hussein wäre?

    Ich glaube jedenfalls, die Amis fallen auf diese Show nicht rein und sein ganzer Wahlkampf hier bei den teilweise verblödeten Deutschen bringt ihm nichts.

    Sicher hat er die schwarze Unterschicht auf seiner Seite, aber ob die es alle schaffen, am Tage X zur Wahl zu gehen......Die Mittel- und Oberschicht wird er nicht kriegen.
    "Ich würde auch gerne eine Rede in Deutschland halten. Aber ich würde das viel lieber als Präsident der Vereinigten Staaten tun als nur als Präsidentschaftskandidat.“
    (John McCain )

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    AW: Obama aus deutscher Sicht

    Zitat Zitat von Nolita
    Blautanne,
    ich sehe immerhin einen kleinen Fortschritt, erst verteidigst du monatelang die U-Bahn-Schlächter wie eine Löwin ihr Junges

  10. Inaktiver User

    AW: Obama aus deutscher Sicht

    Zitat Zitat von Nolita
    Blautanne,
    ich sehe immerhin einen kleinen Fortschritt, erst verteidigst du monatelang die U-Bahn-Schlächter wie eine Löwin ihr Junges, jetzt ist es der JFK für Arme. ...
    Sicher hat er die schwarze Unterschicht auf seiner Seite, aber ob die es alle schaffen, am Tage X zur Wahl zu gehen......Die Mittel- und Oberschicht wird er nicht kriegen.
    Zum einen: Wo warst du denn die letzten Wochen bis Monate, dass du nicht mitgekriegt hast, was ich bezüglich der Münchner U-Bahn-Schläger (nicht "Schlächter") tatsächlich geschrieben habe?

    Zum anderen, d.h. zum Thema: Warum "JFK für Arme"? Senator Obama ist sicher nicht so reich wie die Familie Kennedy, aber er zieht keineswegs nur die Unterschicht in seinen Bann - genauso wie JFK nicht nur die Reichen für sich einzunehmen wusste.


    Eine Frage habe ich aber noch: wärest du auch so begeistert von dem aalglatten Schwätzer, wenn sein zweiter Vorname nicht Hussein wäre?
    Von mir aus könnte Obama auch Henry mit zweitem Vornamen heißen. Das interessiert mich so wenig wie seine Konfektionsgröße.


    Ich glaube jedenfalls, die Amis fallen auf diese Show nicht rein und sein ganzer Wahlkampf hier bei den teilweise verblödeten Deutschen bringt ihm nichts.
    Wenn du das so ausdrücken willst, nur zu!
    Du weißt ja: diese Deutschen sind mehrheitlich hoffnungslos verblödet:
    erst verweigern sie Dabbelju die Gefolgschaft; dann schwärmen sie für Obama wie seinerzeit für Gorbatschow.

    McCains Wahlkampftruppe ist entsprechend empört und macht - ähnlich Rumsfeld ("old Europe, new Europe") - durch Verbalinjurien von sich reden ("fawning Germans").

    Aber Obama hat tatsächlich ganz gute Chancen der nächste Präsident der USA zu werden. Im Augenblick liegt er in US-amerikanischen Umfragen jedenfalls vorne. Wir werden ja sehen.
    .
    Geändert von Inaktiver User (29.07.2008 um 08:53 Uhr)

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