Hat der "Erfolg" dieser rede an der Siegessäule etwas mit der Begeisterungsfähigkeit der Berliner (und der Besucher, die zu solchen Anlässen nach Berlin fahren) zu tun?
Oder ist es die nahezu unbeschreibliche Fernsehpräsenz, wenn in Berlin ein Großereignis stattfindet?
Ich erinnere mich an die vielen Berichte auf der Fanmeile zwischen Siegesäule und Brandenburger Tor während der WM und der EM und als die Raver dort noch tanzten.
Oder ist es einfach die Sehnsucht nach so die Seele streichelnden Reden wir einst Kennedy 1963?
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 107
Thema: Obama aus deutscher Sicht
-
25.07.2008, 12:50
AW: Obama aus deutscher Sicht
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
-
25.07.2008, 12:57
AW: Obama aus deutscher Sicht
Zitat von Messerwerferin
Genau meine Meinung.
Wie ich der Presse entnehmen konnte, hat Obama zum "Kampf gegen den Terrorismus" aufgefordert.
Was soll das ? Noch mehr Waffen, wieder ein neuer Kriegsschauplatz !
Mich kotzt das Geschwafel sowas von an !
Hätte er gesagt, man solle endlich gegen die Armut auf dieser Welt ankämpfen, wäre das sensationell gewesen.
Aber so ist er für mich bloss ein Rattenfänger, der mit seiner freundlichen Art von den wahren Zielen seiner Politik ablenkt.
-
25.07.2008, 13:00
AW: Obama aus deutscher Sicht
Die Berliner schienen mir auch über das Ereignis an sich begeistert zu sein, ist ja auch okay. Wenn ich in der Nähe gewesen wäre, wäre ich auch hingegangen.
Zitat von Opelius
Aber der Applaus nach der Rede klang mir mehr höflich als begeistert und war recht schnell beendet.
Und was die Sehnsucht betrifft, hab ich den beunruhigenden Eindruck, dass es viele Menschen gibt, die gerne jemanden hätten, der die Welt für sie in Ordnung bringt.
-
25.07.2008, 13:04
AW: Obama aus deutscher Sicht
Trambahn, davon hat er auch gesprochen, genauso wie vom Umweltschutz. Aber das waren eher Nebensätze; sein Hauptanliegen scheint wirklich die "Terrorbekämpfung" zu sein. Also Krieg.
Zitat von trambahn100
-
25.07.2008, 13:13
AW: Obama aus deutscher Sicht
Zitat von Messerwerferin
In dem Zusammenhang freut es mich immer, wenn der nächste Hurrikan angesagt wird und das nächste Riesenfeuer ganze Orte vernichtet.
Manche sind halt ein bisschen schwer von Begriff.
Wenn der SanAndreas-Graben in Bewegung kommt wird es ein besonderes Vergnügen. Dann laufen sie wie die Mäuse aus der Stadt.
Sorry, für den Sarkasmus. Aber die Amis haben ihn redlich verdient.
-
25.07.2008, 13:16Inaktiver User
AW: Obama aus deutscher Sicht
Ich dachte im Vorfeld, dass es eine Rede an die in Deutschland lebenden amerikanischen Staatbürger werden sollte. Aber es war eine Rede an die Deutschen
Mir persönlich hätte Hillary Clinton sehr gut gefallen, echt schade, dass es nicht geklappt hat. Aber was ist die Alternative zu Barack Obama? Ein John McCain, der mit der Bush-family klüngelt und teils noch konservativere Einstellungen als Obama mit sich bringt? Was mich hauptsächlich an Obama stört, ist, dass er Politik und Religion nicht strikt trennt, bzw. Andeutungen dazu gemacht hat und das ist für mich ein "Don't Go". Mich überzeugen beide Kandidaten nicht wirklich aber letztendlich würde ich mich, schon aus Prinzip, für die Demokraten entscheiden.
Die weltweite Bedrohung durch Terror ist gewachsen - wer hat die bahnbrechende - und vor allem realistische - Idee, dieses Problem zu lösen?
VG, PRGeändert von Inaktiver User (25.07.2008 um 13:20 Uhr)
-
25.07.2008, 13:43Inaktiver User
AW: Obama aus deutscher Sicht
Zitat von trambahn100
Sorry, aber das finde ich jetzt schlichtweg etwas daneben.
Gruß, PR
-
25.07.2008, 13:47
AW: Obama aus deutscher Sicht
Darauf war ich gefasst, aber ich freue mich trotzdem immer wieder.
Zitat von Inaktiver User
Kennst Du die Begebenheit von dem kleinen irakischen Mädchen, das im Krieg ein Bein verloren hat und fragte, "was hat der Präsident der Vereinigten Staaten eigentlich gegen mich ?"
Diesen Kindern und Familien gehört mein ganzes Mitgefühl.
-
25.07.2008, 13:56Inaktiver User
AW: Obama aus deutscher Sicht
Ihr müsst schon den Sinn des Auftritts in Betracht ziehen. Es war erstens ein Wahlkampfauftritt für die USA und zweitens keiner, der mit Inhalten verknüpft werden sollte. Der Inhalt war völlig wurst. Er hätte auch eine halbe Stunde übers Adlon referieren können, der Effekt wäre derselbe gewesen.
Für die PR Leute von Obama war wichtig, dass erstens das Wetter gut war, tausende Menschen für eine 20 Minuten Rede kommen und mit US Fähnchen winken. Damit wird viel mehr in die USA transportiert wie mit Inhalten. Gestern wurde den US Bürgern gezeigt, dass sie sich nicht mehr für einen möglichen Präsidenten im Ausland schämen müssen (wie beim aktuellen Amtsinhaber) und das in Berlin bei Besuch eines US Präsidentschaftskandidaten die Straßen nicht wegen Gegendemonstrationen wie beim aktuellen Amtsinhaber sondern wegen Begeisterung abgesperrt werden müssen.
Das und nur das war gestern Sinn der Veranstaltung und hat perfekt gepasst.
-
25.07.2008, 14:12
AW: Obama aus deutscher Sicht
Ziel des Terrors ist doch, genau dieses Gefühl der Bedrohung auszulösen. Die Antwort auf eine Gewalttat Einzelner kann nicht sein, dass man deren Heimatland in Schutt und Asche legt. Es sollte an dieser Stelle vielmehr die Frage stehen, was einzelne Menschen zu einer solchen Tat motiviert und ob es überhaupt Möglichkeiten gibt, so etwas im Vorfeld zu verhindern.
Zitat von Inaktiver User
Ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass es eine realistische Möglichkeit gibt, Terroranschläge zu vermeiden. Man kann nicht alles und jeden überwachen. Die Motivationen für Anschläge sind einfach zu verschieden - die RAF war auch eine terroristische Vereinigung, allerdings haben sie z.B. bei dem Mord an Herrn Herrhausen ein anderes Ziel verfolgt als die Attentäter des 11.09.2001. Wonach soll man denn Ausschau halten, um sich zu schützen?


Zitieren