aber wir - die Gesellschaft/der Gesetzgeber - massen uns doch auch an, einer Mutter eines Kleinkindes vorzuschreiben, sie darf es nicht schlagen, misshandeln. Wir massen uns an, einem Autofahrer vorzuschreiben wie stark er aufs Gas steigen darf. Wir massen uns an, zu bestimmen, dass ein Vater seinen sechsjährigen Sohn zur Schule schicken muss usw.....; Freiheit gibt es nicht; wir sind eine organisierte Gesellschaft mir Vorschriften, GEsetzen, Verpflichtungen u. Verboten. In sehr vielen Bereichen unseres Lebens redet uns der Gesetzgeber, die Gesellschaft, die anderen mit hinein.....Zitat von Inaktiver User
Antworten
Ergebnis 651 bis 660 von 711
-
12.06.2008, 14:15Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
-
12.06.2008, 14:16Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Zitat von Inaktiver User
es geht um das Leben eines Kind - ganz einfach.
sowieso kann das der Studentin derzeit ja egal sein, was ich denke.
aber Diskussionen führen, damit das Problembewusstsein erhalten bleibt (und nicht das Problem mit "das ist kein Leben" wegdefiniert wird) - das darf ich doch, oder?
-
12.06.2008, 14:16
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
dafür gibt es doch x gründe, die man von außen nicht so einfach beurteilen kann. und im übrigen hat sie als mündiger mensch auch das recht, es einfach nicht zu WOLLEN.
Zitat von Inaktiver User
"That life exists/
And identity/
That the powerful play goes on/
And you may contribute a verse."
Walt Whitman
“Eine Gesellschaft, die ihre Freiheit zugunsten ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient.”
Benjamin Franklin
-
12.06.2008, 14:18Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
jeder kann wollen, was er will.
Zitat von Ariela
aber er muss die Rechte anderer achten.
und über die befindet er nicht alleine - auch wenn es ein werdender Mensch ist.
-
12.06.2008, 14:20Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
ich mag da komisch sein, aber für mich besteht ein unterschied zwischen einem sechs-jährigen kind und einem sechs-wöchigen fötus.
Zitat von Inaktiver User
problematischerweise ist es DEIN problembewusstsein, was du offenbar allen anderen aufdrücken möchtest. wer dieses problembewusstsein nicht teilt, hat unrecht.
Zitat von Inaktiver User
ansonsten unterschreibe ich parfums post.
-
12.06.2008, 14:20
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
es ist ja auch nicht so, dass wir uns im bereich abtreibung überhaupt keine regelung "angemaßt" hätten und dies ein rechtsfreier raum sei!!! nur muss eben die regelung der gesellschaftlichen realität rechnung tragen. und die ist nun mal so, das zeigt die historische erfahrung, dass diese studentin, wenn abtreibung legal unmöglich wäre, auch eine gute chance hätte hops zu gehen.
Zitat von Inaktiver User
Geändert von Ariela (12.06.2008 um 14:23 Uhr)
"That life exists/
And identity/
That the powerful play goes on/
And you may contribute a verse."
Walt Whitman
“Eine Gesellschaft, die ihre Freiheit zugunsten ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient.”
Benjamin Franklin
-
12.06.2008, 14:23
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
wie jesacht: in dem fall sind eben zwei rechte berührt - und nicht nur das des kindes. wenn die frau nicht will, wird man sie nicht zwingen können, ihre bedürfnisse und ihr recht zu opfern. wie es kindern ginge, die unter diesen voraussetzungen aufwachsen, darüber spekulier ich hier gar nicht.
Zitat von Inaktiver User
"That life exists/
And identity/
That the powerful play goes on/
And you may contribute a verse."
Walt Whitman
“Eine Gesellschaft, die ihre Freiheit zugunsten ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient.”
Benjamin Franklin
-
12.06.2008, 14:23Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Ariela,und die ist nun mal so, das zeigt die historische erfahrung, dass diese studentin, wenn abtreibung legal unmöglich wäre auch eine gute chance hätte, hops zu gehen.
das was Du jetzt schreibst, bestreitet doch keiner.
genau die Erkenntnis, dass es trotzdem Abtreibungen - unter schlimmen Bedingungen - gäbe, ermöglicht doch u.a. die Toleranz gegenüber der jetzigen Regelung - auch von denen, die in jeder Abtreibung Tötung sehen.
Das ändert aber nichts am Kern der ethischen Frage.
Und die diskutieren wir hier.
Selbst in dem verlinkten Gesetzesentwurf geht es um Spätabtreibungen von Behinderten.
Gruß, Leonie
-
12.06.2008, 14:30Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
genau das ist eben der springende Punkt; immer wieder kommen wir auf diese eine Grundthese -- hier bestehen zwei Lager die eben absolut unvereinbar sind -- für die einen ist auch der eingenistete Embryo/Fötus bereits ein Mensch mit allen REchten. Für die anderen noch nicht. Sonst ist es ja auch egal ob jemand 3, 6 od. 60 Jahre alt ist. Sein Leben muss unangetastet bleiben.
Zitat von Inaktiver User
DEswegen ist eine Diskussion zwar sicher sehr interessant, aber es gibt einfach keine Annäherung. Also ich hätte es noch nie erlebt.
Also ich verstehe eben nicht, warum man ein einjähriges Kind nicht töten darf, einen Fötus aber schon.
Es ist doch auch möglich dass die Mutter plötzlich draufkommt - nein, ich wusste nicht, wie schlimm u. anstrengend es wirklich mit einem Kind ist; ich will u. kann nicht mehr; ich will nun doch studieren, also werfe ich mein Kind eben mal aus dem Fenster; die anderen brauchen sich gar kein Urteil über mich zu erlauben; die stecken immerhin nicht in meinen Schuhen u. wissen nicht, wie müde, ausgelaugt u. einsam ich bin; wie können die mir vorschreiben was ich zu tun habe....
-
12.06.2008, 14:46Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Erst einmal möchte ich sagen, dass das Argument "Frauen haben schon immer abgetrieben" auch für mich keines ist. Menschen haben auch immer schon gemordet, vergewaltigt etc.
Dann habe ich das Gefühl, dass sich hier die Fronten langsam verhärten. Zum einen finde ich, dass die Meinungen, die sich gegen Abtreibungen aussprechen, hier meiner Meinung zu wenig Respekt finde. Ich finde Menschen, die wie Leonie so konsequent zu ihrer Meinung stehen, dass sie auch Nidationshemmer ablehnen, sind vorbehaltlos zu akzeptieren. Viele "Abtreibungsgegner", die ich kennengelernt habe, sind nicht so konsequent und das macht für mich die Sache viel schwieriger.
Allerdings finde ich auch auf der anderen Seite, dass mir die Sorgen und Nöte der Frauen ein wenig zu sehr weggewischt werden. Da werden dann Frauen aufgefahren, die Abtreibung als Verhütungsmittel ansehen. Da werden die Nöte, die auch eine 21jährige Studentin haben kann, weggewischt. Wer kann denn beurteilen, wann eine Notlage eine wirkliche Notlage ist? Ich war 18 und Schülerin, Leonie - es fällt mir schwer, bei den Ausgangsdaten, die du genannt hast, mich nicht angesprochen zu fühlen. Ich hatte Angst, ich war ohne Ausbildung, ohne Geld, mit einem Mann zusammen, der zwar nett, aber mit dem keine Zukunft möglich war. Ich habe nächtelang geheult, ich war zutiefst verzweifelt. Und so ein Satz - und du weisst, Leonie, ich schätze dich sehr - der tut mir weh.
dass es da schwere Notlagen geben kann (...)Aber das hat doch nichts mit der 21jährigen Studentin, die sich der Situtation als Alleinerziehende nicht vorstellen kann, zu tun.
Und ich weiß auch nicht, ob ich diese Diskussion nicht langsam verlassen sollte, weil mir hier ein wenig zu sehr vom Elfenbeinturm herab diskutiert wird. Ich kann da eben nicht unemotional heran gehen, was mir auch noch einmal deutlich bewusst macht, dass eine Abtreibung eben doch keine Zystenentfernung ist.
Sorry, das wird mir gerade alles zuviel hier...


Zitieren