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  1. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Dieser Gesetzentwurf fasst ganz gut zusammen, wie ein geänderter § aussehen könnte.
    Ah, danke!

  2. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aber wenn ich mit 21 im Studium diese Verantwortung nicht tragen kann, hieße das kein Sex, bis ich mich allein erziehend oder als Paar dessen gewachsen fühle. Das ist sehr unrealistisch.
    wieso kann eine Frau das in dieser Situation nicht?

    hier kommen immer Argumente, als ginge es darum, ob man es gerade darauf anlegt, ein Kind zu bekommen und nicht verhütet.

    Wenn es um Abtreibung geht, ist das Kind (oder wenn Ihr lieber wollt - der Embryo) aber schon entstanden - das kann sowieso nicht rückgängig gemacht werden - auch nicht durch eine Abtreibung.

    Gruß, Leonie

  3. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    .... deswegen entscheide im fall der fälle trotzdem ICH. und nur ich. .....
    bei der derzeitigen GEsetzeslage - und vor allem bei dem aktuell gesellschaftlich vorherrschenden Gedankengut - kann Dir da wohl niemand einen Vorwurf machen. Es ist Dein gutes REcht u. wird für Dich auch stimmig sein.
    Wenn ich diese Einstellung (=es ist nur ein seelenloser Zellhaufen*) teilen würde, dann würde ich auch abtreiben - aber eben ohne Gewissensbisse (=also so stell ich es mir vor).
    Aber ich kann mich halt eben nicht dazu "durchringen"; es erscheint mir falsch. Ich bin nicht streng religiös, glaube aber eben doch an eine Seele.

    *Zellhaufen sind wir übrigens alle - eine Anhäufung von Körperzellen

  4. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Ariela
    heißt das: wenn das kondom platzt, muss ich das kind austragen?
    das kommt darauf an, was Du unter "muss" verstehst.

    nach meinen ethischen Grundsätzen und wenn ich mich nicht in einer schweren Notlage befinde, dann JA.

    meine ethischen Grundsätze gelten erst einmal für mich - aber reine Privatsache ist Ethik nun auch nicht.

    Und keinesfalls gibt es ein Recht auf Abtreibung.
    Natürlich könnte demokratisch eine Verschärfung von §218 beschlossen werden.

    Gruß, Leonie

  5. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    bei der derzeitigen GEsetzeslage - und vor allem bei dem aktuell gesellschaftlich vorherrschenden Gedankengut - kann Dir da wohl niemand einen Vorwurf machen. Es ist Dein gutes REcht u. wird für Dich auch stimmig sein.
    das hat nichts mit 'derzeitig' zu tun: frauen haben schon immer abgetrieben, egal, ob es nun gerade erlaubt oder nicht erlaubt war.

    Wenn ich diese Einstellung (=es ist nur ein seelenloser Zellhaufen*) teilen würde, dann würde ich auch abtreiben - aber eben ohne Gewissensbisse (=also so stell ich es mir vor).
    von 'seelenlosem zellenhaufen' habe ich nicht gesprochen. es ist eine MÖGLICHKEIT auf leben. aber zu dem zeitpunkt, da ich die entscheidung treffe ist es meienr ansicht nach noch kein leben. wi e kann etwas lebendig sein, was außerhalb meiner gebärmutter, ohne meinen stoffwechsel, etc. keine drei sekunden existieren kann?

    gewissenbisse hatte ich nicht. es geht nicht um 'gewissenbisse', schon gar nich tum welche gegenüber dem fötus. trotzdem kann man sich das überlegen und sich diese entscheidung nicht einfach machen - ich verstehe um ehrlich zu sein nicht, was daran so schwer zu verstehen ist.

    Aber ich kann mich halt eben nicht dazu "durchringen"; es erscheint mir falsch. Ich bin nicht streng religiös, glaube aber eben doch an eine Seele.
    ich hab's schon mal erwähnt: ich habe mit frauen gearbeitet, die schwanger waren nach 'aufenthalten' in serbischen vergewaltigungslagern. da handelte es sich um mit die schlimmstmöglichen konflikte: völlige ablehnung der abtreibung einerseits, aber auch nicht mit dem gedanken leben können, das kind auszutragen. frauen in solchen (oder überhaupt in konflikten) auch noch mitzuteilen, dass sie eine tötung begehen - halte ich für taktlos bis an die grenze des guten geschmacks.

  6. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ich hab's schon mal erwähnt: ich habe mit frauen gearbeitet, die schwanger waren nach 'aufenthalten' in serbischen vergewaltigungslagern. da handelte es sich um mit die schlimmstmöglichen konflikte: völlige ablehnung der abtreibung einerseits, aber auch nicht mit dem gedanken leben können, das kind auszutragen. frauen in solchen (oder überhaupt in konflikten) auch noch mitzuteilen, dass sie eine tötung begehen - halte ich für taktlos bis an die grenze des guten geschmacks.
    und ich habe schon einmal geantwortet:

    dass es da schwere Notlagen geben kann, die nach Abwägung eine Abtreibung rechtfertigen können, ist unbestritten - auch wenn das Kind nichts für die Vergewaltigung kann.
    Solche traumatischen Erlebnisse mit ihren Folgen für die seelische Gesundheit wären auch schon in den 60er Jahren nach dem alten §218 möglich gewesen - da herrscht in unserem Rechtsverständnis also Konsenz.

    Aber das hat doch nichts mit der 21jährigen Studentin, die sich der Situtation als Alleinerziehende nicht vorstellen kann, zu tun.

    Gruß, Leonie

  7. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ....- halte ich für taktlos bis an die grenze des guten geschmacks.
    bei allem Mitgefühl u. Verständnis (=bzw. meinem BEwusstsein, dass ich mir sowas eben wahrscheinlich NICHT vorstellen kann), wenn so eine Frau zu mir herkommt u. mich nach meiner Meinung fragt würde ich trotzdem nicht lügen; ich würde sagen, ja, für mich ist Abtreibung eine Tötung des Embrios/Fötus.

    Aber nur, wenn ich speziell nach meiner Ansicht gefragt werden würde; aufdrängen würde ich mich nicht u. anklagen würde ich auch nicht.

  8. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Aber das hat doch nichts mit der 21jährigen Studentin, die sich der Situtation als Alleinerziehende nicht vorstellen kann, zu tun.
    und nach wie vor: wer bist du, dass du deine meinung über den erklärten willen der hypothetischen studentin stellst, die das kind gebären und aufziehen müsste?

  9. User Info Menu

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Aber das hat doch nichts mit der 21jährigen Studentin, die sich der Situtation als Alleinerziehende nicht vorstellen kann, zu tun.
    Ich finde deine Art sehr herablassend.
    Möchtest du jetzt der Studentin vorschreiben, dass sie das Kind zu bekommen hat, weil deine ethischen Grundsätze nichts anderes zulassen?
    Das wird wohl kaum möglich sein, auch wenn du das gerne tun würdest.
    Auch wenn du womöglich als 21jährige Studentin als alleinerziehende Mutter alles locker gepackt hättest (davon gehe ich mal aus, wenn man dich hier so liest), heißt das nicht, dass andere Frauen sich das zutrauen müssen oder können.
    Jede setzt eben die Prioritäten anders - ein Urteil darüber steht dir nicht zu.
    Dir steht es nicht zu, zu entscheiden, was für andere Frauen eine Notsituation ist.

    Du machst es dir ein bißchen zu einfach, wenn du dein Wertesystem auf andere überträgst. Und dein Wertesystem muss nicht das richtige sein und es ist für niemanden bindend.

  10. User Info Menu

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    das kommt darauf an, was Du unter "muss" verstehst.

    nach meinen ethischen Grundsätzen und wenn ich mich nicht in einer schweren Notlage befinde, dann JA.

    meine ethischen Grundsätze gelten erst einmal für mich - aber reine Privatsache ist Ethik nun auch nicht.

    Und keinesfalls gibt es ein Recht auf Abtreibung.
    Natürlich könnte demokratisch eine Verschärfung von §218 beschlossen werden.

    Gruß, Leonie
    mit einer vernunftbegründeten ethik nach dem grundsatz: was du nicht willst, das man dir tu.. (salopp ausgedrückt) würde ich eben davon ausgehen: ich will nicht, dass mir in der situation jemand vorwürfe macht, also tue ich es auch nicht.

    und wenn die frauen das baby austragen müssten, gäbe es eben wieder mehr illegale abtreibungen mit allen konsequenzen.

    ethik ist keine privatsache, da stimme ich dir zu, aber die ethik eines demokratischen und liberalen rechtsstaates richtet sich 1. an dem grundsatz aus, den bürgern so viele vorschriften zu machen wie nötig, so wenige wie möglich (dem wird man hierzulande nicht immer unbedingt gerecht, ich weiß) und muss 2. den gesellschaftlichen realitäten (frauen haben immer abgetrieben und sollten vor engelmachern geschützt sein) rechnung tragen.

    an der zeitfestlegung der gegenwärtigen regelung, die in ihrer willkürlichkeit nicht nur juristen weh tut, sieht man ja, dass es hier keine für alle saubere lösung gibt.

    die wird es auch bei einer neufassung niemals geben können. denn wenn die frauen gezwungen werden sollen, die sache auszubaden, auch wenn sie es lieber anders hätten, sind eben wiederum ihre rechte mit füßen getreten. die möglichkeit der straffreien abtreibung gehört zu jenen zivilisatorischen errungenschaften, die ich mit der waffe in der hand verteidigen würde, um es mal etwas polemisch zu fassen.
    "That life exists/
    And identity/
    That the powerful play goes on/
    And you may contribute a verse."
    Walt Whitman

    “Eine Gesellschaft, die ihre Freiheit zugunsten ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient.”
    Benjamin Franklin

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