sowieso ergebnisoffen - weil ja nicht die Beraterin entscheidet.Zitat von Inaktiver User
und ich schrieb nicht "nicht will" sondern "vorhatte".
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11.06.2008, 22:03Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
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11.06.2008, 22:10
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Das ist nicht immer so, dass minderjährige Mädchen, die schwanger werden, Rückhalt von ihrer Familie bekommen.
Zitat von Inaktiver User
Oft werden ja eher die schwanger, die diesen Rückhalt nicht haben: weil sie nicht die Pille nehmen.
Und heutzutage poppen sogar schon 12 und 13jährige. Das kann man nicht verhindern, scheinbar werden die Kids diesbezüglich immer frühreifer.
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11.06.2008, 22:11Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
das ist doch krümelzählerei. wenn sie 'eine abtreibung vorhatte' können wir logischerweise davon ausgehen, dass sie es 'nicht will'.
Zitat von Inaktiver User
aber die beraterin 'berät'. und das in deinem szenario eben nicht ergebnisoffen, sondern mit einem klaren ziel. und schlimmer: dieses ziel wird versteckt, also nicht offen verfolgt.
entschuldige, aber mich schüttelt es, wenn ich so etwas lese. das szenario, was du da entwirfst, ist rein manipulativ, nichts weiter.
ich kann mich nur wiederholen: deine meinung ist deine meinung. aber sie gilt nur für dich, es ist absolut nicht an dir, für andere menschen zu entscheiden.
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11.06.2008, 22:13Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
und auch wenn man die familie im hintergrund hat, kann ein kind eine katastrophe sein. es gibt eventuell junge frauen, die nicht als mutter bei der familie sitzen mögen und abhängig sein wollen.
Zitat von Sumpfhuhn75
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11.06.2008, 22:17Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Emelie,
heißt das, dass Du meinst, dass die Pflicht zur Beratung abgeschafft werden sollte - und ein Angebot reichen würde?
und meinst Du, dass alle, die in die Beratung kommen und sagen "ich will abtreiben" sich das wirklich überlegt haben und sich sicher sind?
In der emotionalen Lage und mit den Hormonen am Beginn einer Schwangerschaft?
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11.06.2008, 22:32Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
leonie,
und meinst du also, kinder sollten um jeden preis geboren werden, vollkommen gleichgültig, ob die mutter will oder nicht (es sei denn die schwangerschaft wäre lebensgefährlich für sie, oder eine vergewaltigung sei die grundlage der schwangerschaft?) hauptsache geboren, egal wie die welt aussieht, in die geboren werden, ob die mutter sie will oder nicht?
nein. von abschaffen habe ich nirgends geredet. aber eine ergebnisoffene beratung sollte auch ergebnisoffen sein. das heißt es.
Zitat von Inaktiver User
ich scheine ganz grundsätzlich menschen mehr eigenständigkeit zuzutrauen, als du es tust.und meinst Du, dass alle, die in die Beratung kommen und sagen "ich will abtreiben" sich das wirklich überlegt haben und sich sicher sind? In der emotionalen Lage und mit den Hormonen am Beginn einer Schwangerschaft?
ALLE wahrscheinlich nicht. es wird immer einen prozentsatz geben, der unsicher ist. aber dem traue ich es zu, zu artikulieren 'ich bin unsicher'. udn ich traue es beraterinnen zu, aus einem halbherzigen 'ich glaub ich will abtreiben' das 'ich glaub' herauszuhören. ich möchte einfach, dass menschen ernst genommen werden.
ich weiß nicht, wie deine hormone mit dir umgegangen sind, ich wusste jedenfalls bei beiden schwangerschaften sehr genau, was ich wollte und ob es passt. und entsprechend habe ich gehandelt. marylin beschrieb das ebenso.
wieso leonie bist du eigentlich nicht in der lage dir vorzustellen, dass andere meinungen als deine auch richtig sein können? du machst auf mich hier einen wirklich sehr dogmatischen eindruck. und ich wiederhole: ich finde es in ordnung, wenn menschen die abtreibung zu 100 prozent ablehnen. FÜR SICH. aber für niemanden sonst.
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11.06.2008, 22:35Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
in dem, was Du von mir schreibst, erkenne ich mich gerade nicht wieder - aber sei's drum.
Was wäre denn eine ergebnisoffene Beratung für Dich?
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11.06.2008, 23:50Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Das kann ich mir schon gar nicht vorstellen, weil frau da in ein Gefüge der zeitweiligen Abhängigkeit kommt, wenn sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet: Ich hätte z. B. schon mal Angst vor mich abwertender Beratung, vor (irgendwie) Diskriminierung, Demütigung ... während des ganzen Vorganges ...
Zitat von Inaktiver User
Seltsam, da fällt mir gerade auf, dass ich ein wohl seltsames Bild von dieser bundesdeutschen Gesellschaft habe. Denn in der DDR bin ich völlig selbstbewusst und meiner eigenen Verantwortung bewusst in diese Situation gegangen. Dabei war ich damals eine junge Frau und heute bin ich schon um einiges reifer.Geändert von Inaktiver User (12.06.2008 um 00:05 Uhr)
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12.06.2008, 00:05Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Zitat von Mocca
Bin ich jetzt zu müde? Eine Frau ist für mich Mutter, nachdem sie ein Kind geboren hat und dann Mutter dieses Kindes ist. Es sei denn, sie hat es adoptiert oder ist vielleicht die Pflegemutter. Insofern bringe ich den Begriff "Mutter" gar nicht mit "Schwangerschaftsabbruch" zusammen. Höchstens insofern, dass Schwangerschaftsabbrüche operative Eingriffe sind und evtl. spätere gewünschte Schwangerschaften gefährden können.
Dass Mütter, die ein Kind während der Schwangerschaft gedanklich ablehnten, dann dem Kind eine gute und liebevolle Mutter sein können, das soll wohl so sein. Liest oder hört frau/man ja immer wieder.
Und gerade bei Vätern soll es auch oft sein.
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12.06.2008, 00:10Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Leonie,
ob ich mit 23 auch abgetrieben hätte, weiss ich nicht. Ich sage Mitte 20 immer sehr bewusst, weil ich auch da ungeplant schwanger geworden bin (ja, richtig gelesen, trotz eigentlich immer relativ konsequenter Verhütung habe ich es es geschafft, drei Mal in meinem Leben ungeplant schwanger zu werden, während andere die Pille mal dort und mal da nicht nehmen und es trotzdem nie schaffen - ich sage nicht umsonst, ich werde vom Anschauen schwanger). Wie schon gesagt, ich war mit Mitte 20 schwanger und hatte dann eine Eileiterschwangerschaft. Ich war drei Tage im Krankenhaus, wo noch nicht sicher war, ob die Schwangerschaft intakt ist und ich fühlte innerlich, dass ich dieses Kind bekommen wollte. Und glücklich waren die Zeiten da auch nicht - mein Ex-Freund wollte mich zur Abtreibung drängen, ich wäre alleinerziehend gewesen und das weit weg von meiner Familie. Und trotzdem habe ich über die folgende Ausschabung, für die ich ja gar nichts konnte, getrauert. Und das tat auch lange Zeit danach noch weh.
Deswegen sage ich ja auch nicht umsonst - der ganz entscheidende Faktor zwischen meiner Schwangerschaft mit 18 und meiner Schwangerschaft mit 26 war meine eigene persönliche Reife. Mit 18 konnte ich mich einfach nicht in der Verantwortung für ein Kind sehen -mit 26 konnte ich das. Und da nützt eben auch die beste, unterstützende Familie wenig. Letztendlich verantwortlich wäre ich ja für das Kind gewesen, natürlich hätte es finanzielle Unterstützung gegeben, aber sonst? Mehr als ein Babysitterdienst wäre bei berufstätigen Eltern nicht möglich gewesen. Und das hätte mich einfach komplett überfordert.
Meine Freundin hat übrigens den "doppelten Boden" Pille danach benutzt. Leider hat auch die nur einen PI von 90%....
Und was man früher gemacht hat? Man ist zu Engelmachern gegangen oder hat an sich selber herummanipuliert mit grausigen Folgen. Oder man hat in kalten Winternächten einfach mal das Fenster ein bisschen länger offen stehen lassen und die kinder, die man nicht mehr durchfüttern konnte, sind erfroren. Ob das wirklich bessere Zeiten waren?Geändert von Inaktiver User (12.06.2008 um 00:14 Uhr)



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