Zitat von Inaktiver User
must du aber, denn nur mocca kann es ändern.
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aber ich finde sie hat recht. natürlich können männer da close by sein. aber: es ist der körper der frau, der sich verändert. es ist die frau, die schleppt, trägt, kotzt, ernährt und schließlich gebärt.
es mag von der natur sehr ungerecht sein (ICH finde das ja auch!!!) aber männer können nun mal nicht schwanger werden - es sei denn sie waren *klick* vorher frau. (übrigens auch ein eingriff in einen 'natürlichen prozess, das)
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10.06.2008, 10:45Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
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10.06.2008, 11:01Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Nur bedingt. Denn auch keine Frau kann sich in einen Mann rein versetzen, der eine schwangere Partnerin hat. Und was das Schleppen anbelangt: Oh weh, ich erinnere mich noch sehr gut (und mit einer Träne der Sehnsucht im Auge), wie ich mein Walross
Zitat von Inaktiver User
aus dem Bett hieven mußte. Gekotzt hat sie zum Glück nie.
Die Geburt wurde mir leider als Beisitzer verwehrt...
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10.06.2008, 11:18
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Zitat von Inaktiver User
Och maddin, ich kann mich z.B. ganz leicht in jemanden reinversetzen, der seinem Gegenüber die Schuhe binden muss (tat ich nämlich selbst jahrelang
), aber es ist halt so, dass ein Mann leider (oder Gott sei Dank?) weder Kindsbewegungen spürt noch auch nur den leisesten Hauch einer Ahnung hat, wie sich manche Dinge anfühlen (ich spreche nicht nur von Wehen). Ebenso gut könnte ich als Frau ein Referat halten über den männlichen Orgasmus
Mocca
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10.06.2008, 11:31Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Mocca, Du hast nur teilweise recht. Natürlich kann ich mir vorstellen, wie sich ein Kind in mir bewegen würde. Zu viel Polnische und Knoblauch und Zwiebeln...

Nee, im Ernst: Der Mann fühlt das ja auch durch den Bauch durch... Er fühlt es vielleicht anders, aber fühlt MIT!
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10.06.2008, 12:48Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Also ich glaube nicht, dass man das als Mann wirklich nachvollziehen kann ... das hormonelle Chaos und all dessen Wegbegleiter, wie unvermittelte Gefühlschwankungen, der Heisshunger, die Lust auf die verquersten Dinge, plötzlich auftretende Geilheit an Orten oder Zeiten, die vorher nie in Frage kamen, und einen Wimpernschlag später kanns schon wieder Schluss sein damit ... mit all dem kann man als Mann und Partner vielleicht (gut) klarkommen ... aber wie gesagt: wirklich nachvollziehen kann man das, glaube ich, nicht.
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10.06.2008, 13:00Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Wetten, daß ich das nachvollziehen kann?
Zitat von Inaktiver User
Nein, ohne Flachs, natürlich kann man in aller Gänze als Mann eine Schwangerschaft nicht nachvollziehen, aber auch als Frau kann man die Gefühle eines Mannes in dieser Situation nicht vollständig begreifen.
Es ist für BEIDE eine besondere Zeit.
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10.06.2008, 13:11Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Maddin, es ist auf jeden Fall für BEIDE eine besondere Zeit
.
War es bei uns auch.
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10.06.2008, 13:22Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Eine sehr schöne sogar.
Zitat von Inaktiver User
War es bei uns auch.
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10.06.2008, 13:58Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Ich gehe mal vor allem auf Emelie ein - denn sie schreibt ja, dass sie die Ideen zwar merkwürdig findet - aber sie sie interessieren.
Und ich schicke noch einmal vorweg, dass ich hier diskutieren möchte ohne Angriffe - und auch wenn ich Dich Emelie, persönlich anspreche oder wenn jemand über meine Ansichten stolpert, keinen persönlich meine.
Dann verstehst Du auch die "radikalen Abtreibungsgegner" und deren Aktionen. Ich finde das weder gut (weil die Nöte der schwangeren Frauen ignorierend) noch zielführend, aber nachvollziehbar. Zuende gedacht ist das logisch - und aus dieser Ecke könnte mir Inkonsequenz, Feigheit und Inaktivität vorgeworfen werden, weil ich die Dinge nicht so schwarz-weiß sehe.
Zitat von Inaktiver User
Ich empfinde die Argumentation der "Abtreibungsbefürworter" (wenn ich das mal so schreiben darf) umgekehrt aber oft als "von hinten" (d.h. vom Ergebnis her) aufgezäumt.
Da wird gewollt, dass im Ergebnis in einer Abtreibung überhaupt kein ethisches Problem gesehen wird - und deshalb muss von vornherein bestritten werden, dass ein Embryo menschliches Leben, das schützenswert ist, ist.
Es wird nicht erst einmal gefragt, wann das Leben anfängt - und dann, was daraus folgt - und dann, wie daraus entstehende Konflikte zu lösen sind - sondern das Dilemma wird lieber wegdefiniert - das Ergebnis könnte ja sonst auf dünnem Eis stehen.
warum schämst Du Dich denn ?um ehrlich zu sein hatte ich mit so einer antwort gerechnet. *schäm*.
von mir hättest Du eine ähnliche Antwort bekommen wie von Idealist. Mit der Befruchtung, in dem Augenblick, in dem das Individuum entsteht, beginnt das Leben des Menschen vom Werden bis zum Tod.
Ich finde diese Antwort insofern sehr interessant, als sie doch eine ziemlich grundlegende Einigkeit zeigt: Im Augenblick der Befruchtung entsteht ein XX, etwas Besonderes, Einmaliges, über das ein Nachdenken lohnt. Es ist etwas entstanden - und zwar weit über die Möglichkeit des Lebens, das schon in Eizelle und Samenzelle liegt, hinaus.sie denken einfach darüber nach, ob sie diesem XX die chance geben können, leben zu werden.
Zitat von Inaktiver User
'leben schenken', fällt mir dabei ein, bezeichnete früher die geburt. nicht die empfängnis.
Über den Status sind wir uns allerdings uneinig. Während ich das befruchtete Ei schon als eigenständiges Individuum mit Recht auf Leben ansehe, ist es für Dich selbstverständlich, dass die die Verfügungsgewalt darüber hast.
Mit dem Begriff "Leben schenken" kann ich in diesem Zusammenhang allerdings nichts anfangen - ich bin nicht gläubig und nicht kirchlich gebunden, aber hier bin ich doch versucht zu schreiben, dass das Leben der Schöpfer (wie immer man sich ihn vorstellt) schenkt. Dass ich Leben schenken oder darüber verfügen könnte - dazu habe ich zuviel Ehrfurcht und Demut vor dem Leben.
Bis zu einem gewissen Grade ist das Konsenz. Wenn es um "Leben gegen Leben" geht, dann ist unstrittig, dass ein Ungeborenes abgetrieben werden darf, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. Das war schon immer so - auch bei schweren gesundheitlichen Gefahren für die Mutter.und der zukünftige mensch zählt für mich weniger als der gegenwärtige mensch. das gebe ich zu.
Aber wenn es - im anderen Extrem - um "Leben gegen Bequemlichkeit" geht, ist das ja etwas anderes.
Und wo ich die Grenze setze wenn es um "Leben des Ungeborenen gegen Notlage der Mutter" geht - das genau ist das Schwierige. Für den einzelnen und für die Gesellschaft.
Dem sollte ich mich aber stellen und nicht das Problem wegdefinieren.
Gruß, LeonieGeändert von Inaktiver User (10.06.2008 um 15:23 Uhr)
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10.06.2008, 14:01Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Aber komme ich auch nicht auf die Idee, anderen Frauen meine persönlichen Erfahrungen überstülpen zu wollen, weder in der einen noch in der anderen Richtung. Ich finde, es geht bei einer Abtreibung schlicht um die Abwägung, was einem derzeit wichtiger ist: das eigene Leben oder das Leben eines Babys. Und da wiegt eben das Leben der Mutter mehr als das eines Kindes, so sie sich denn außerstande sieht, mit ihm leben zu können. Das Argument "Gibs doch einfach zur Adoption frei!" kommt in meinen Augen ohnehin fast nur von Seiten der männlichen Abtreibungsgegner, die sich keine Vorstellung davon machen können, wie eine Schwangerschaft verläuft, wie sie sich "anfühlt", welche Emotionen dabei freigesetzt werden. Der weibliche Körper ist doch keine Gebärfabrik...
Hallo Mocca,
inhaltlich schliesse ich mich diesen Worten so gut wie völlig an.
Ich habe selbst immer wieder hochmoralische oder -moralisierende, bewertende Mitmenschen erlebt, die selbst noch nie in einer vergleichbaren Situation waren.
Auch wenn es vielleicht böse klingen mag, oft sagt man ja: "Diese Erfahrung wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht..." - ich habe mir schon so manches Mal gedacht: "Vielleicht würde es Dir mal ganz gut tun, Dich *ganz unten* zu fühlen und die Erfahrung zu machen, über die Du hier andere aburteilst." ... einfach im Hinblick auf das mangelnde Einfühlungsvermögen, das man vielleicht durch derartige selbstgemachte Erfahrungen nachentwickeln kann.
Das Adoptionsargument kommt übrigens nicht nur von Männern. Es wird auch sehr häufig von ungewollt kinderlosen Frauen verwendet.
Ich selbst habe für mich eine sehr engmaschige Definition, ab wann menschliches Leben beginnt. Aber wie gesagt: ich definiere es für mich und nicht für andere.
Meine Weltanschauung ist mein eigenes Maß und ich maße mich nicht an, das bei meinen Mitmenschen anzulegen.


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