Zitat von Sumpfhuhn75
meine bräuchten dafür sicher eine ganz bestimmte substanz ... äh .. räusper.
![]()
hallo? ich hätte ja gerne auch noch eine antwort. was bitte macht denn 'leben' nun aus für die befürworter des 'eizelle, von der befruchtung an'?
und ganz bös gesagt: dann muss ich ja tatsächlich leberzellen, amöben und ähnlichem einen ebenso hohen stellenwert einräumen, oder?
(okay, das ist provozierend gemeint. letzteres) *sich schuldig in der ecke verkrümel*
Antworten
Ergebnis 431 bis 440 von 711
-
09.06.2008, 21:56Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
-
09.06.2008, 22:04
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
grins ... ist schon ok! Humor löst Spannungen...
Zitat von Inaktiver User
Für mich lebt die befruchtete Eizelle, weil aus ihr ein Mensch entsteht (sofern due Frucht nicht abgeht, was ja ein natürlicher Prozess ist), weil in ihr alles das angelegt ist, was den späteren Menschen ausmacht (natürlich kommt da noch viel hinzu, das ist klar). Zwar sind in Leberzellen auch alle Anlagen vorhanden, aber aus ihnen kann nun einmal kein Mensch entstehen. es finden in ihr Prozesse statt, die das Leben ausmachen.
-
09.06.2008, 22:27Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
um ehrlich zu sein hatte ich mit so einer antwort gerechnet. *schäm*.
Zitat von Idealist
aber dieses 'es ensteht mal ein mensch, es sei denn, die eizelle geht natürlich ab' bringt mich wieder zu der frage der 'natürlichkeit'.
wenn man so auf natürlichkeit setzt, dann müsste man auch reproduktionsmedizin ablehnen. dann dürfte man keine folsäure schlucken. (vor einer erhofften schwangerschaft'. etc.
was ich meine ist: 'natürlich' gibt es in unserer welt schon sehr lange nicht mehr. bös ausgedrückt: die natürlichsten ecken der welt sind naturparks.
wir sind seit jahrzehnten daran gewöhnt, in die 'natur' einzugreifen .und, da ich die extrem unentwickelten, von daher sehr 'natürlichen' ecken der welt gesehen habe sage ich: das ist auch gut so! 'natürlich' bedeutet nämlich: von zehn empfangenen möglichen kindern gehen zwei im mutterleib vor dem dritten monat ab, zwei rund im sechsten monat, eins überlebt die geburt nicht, zwei sterben kurz nach der geburt, zwei im alter von ungefähr drei bis fünf. EINS überlebt.
das ist natur!
die natur geht deutlich verschwenderischer und sorgloser mit diesem von uns so als schützenswert empfundenem gut 'leben' um. wir erlauben uns (in den industrialisierten ländern) die auswahl. nämlich qua empfängnisverhütung dann kinder zu kriegen, wann es passt, wann es gut ist und in unseren lebensplan passt. das ist schon lange nicht mehr natürlich!
und was ist mit der schon agesprochenen reproduktionsmedizin? ist das okay (obwohl unnatürlich) weil es eigentlich darum geht, kinder auf die welt zu bringen?
oder ist JEDES leben von der ersten zelle an heilig? dem leben ist es das nicht.
ich finde die 'natürlichkeits'-diskussion etwas schwierig. und der zukünftige mensch zählt für mich weniger als der gegenwärtige mensch. das gebe ich zu.
-
09.06.2008, 22:32Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Das sehe ich auch so und dann jeder gegenwärtige, geborene Mensch, auch ein Mensch, der sehr krank geboren wurde oder in sehr schlimme Verhältnisse hinein.
-
10.06.2008, 09:01
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Einspruch Euer Ehren!
Ich habe keine "Natürlichkeitsdiskussion" angefangen. Ich habe den Begriff "natürlich" im Zusammenhang mit "Prozess" als Attribut benutzt, in Abgrenzung zu "künstlich" oder "nicht-natürlich".
Eine Argumentation auf einen einzigen Begriff ("natürlich") zu reduzieren, ist, so empfinde ich es, nicht zweckmäßig, zumal der Begriff auch noch in einem sichbar untergeordneten Satz steht. Denn nur aus der Verwendung des Begriffs zu schließen, ich setzte auschließlich auf Natürlichkeit, ist m. E. nicht zielführend. Künstliche Befruchtung, künstliche Körperteile, alles was die moderne Medizin zum Lebenserhalt (!) einsetzt, ist erst einmal zu begrüßen.
Dass es Prozesse gibt, die ohne Eingriff des Menschen für menschliche Begriffe brutal ablaufen, ist klar und dient der Auswahl.
Aber hier ist doch die Frage, darf der Mensch eingreifen, um entstehendes Leben töten?
Ein morgendlicher Gruß
von Idealist
-
10.06.2008, 09:30
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Völlig losgelöst von der Diskussion darüber, ab wann menschliches Leben beginnt, möchte ich zu bedenken geben, dass viele Menschen urteilen, ohne sich vorstellen zu können, was da passiert (Männer sowieso, da sie rein theoretisch urteilen, ihnen bleibt alles erspart, was Frauen gefühlsmäßig mit einer Schwangerschaft verbinden, sorry).
Ich kann selbst heute für mich immer noch nicht sagen, dass ich einen Schwangerschaftsabbruch niemals und unter gar keinen Umständen durchführen lassen würde, obwohl ich mich schon einmal in meinem Leben dagegen entschieden habe (ich hatte damals sogar schon einen Termin in einer Bremer Klinik). Würde ich heute noch einmal schwanger, wäre ich zum einen eine Mutter in weit fortgeschrittenem Alter, außerdem wäre eine weitere Schwangerschaft für mich lebensgefährlich.
Aber komme ich auch nicht auf die Idee, anderen Frauen meine persönlichen Erfahrungen überstülpen zu wollen, weder in der einen noch in der anderen Richtung. Ich finde, es geht bei einer Abtreibung schlicht um die Abwägung, was einem derzeit wichtiger ist: das eigene Leben oder das Leben eines Babys. Und da wiegt eben das Leben der Mutter mehr als das eines Kindes, so sie sich denn außerstande sieht, mit ihm leben zu können. Das Argument "Gibs doch einfach zur Adoption frei!" kommt in meinen Augen ohnehin fast nur von Seiten der männlichen Abtreibungsgegner, die sich keine Vorstellung davon machen können, wie eine Schwangerschaft verläuft, wie sie sich "anfühlt", welche Emotionen dabei freigesetzt werden. Der weibliche Körper ist doch keine Gebärfabrik...
Es mag sich um werdendes oder schon bestehendes Leben handeln, die Mutter muss sich imstande sehen, ihr Leben mit Kind zu regeln. Fühlt sie sich dazu außerstande, ist eine Abtreibung auf alle Fälle besser als ein weiteres ungeliebtes Kind.
Übrigens habe ich mich bei meiner letzten Schwangerschaft völlig bewusst gegen die pränatale Diagnostik entschieden, weil ich mich außerstande gesehen hätte, zu entscheiden, mit welcher möglichen kindlichen Behinderung ich noch hätte leben können und mit welcher nicht. Aber auch das war meine persönliche Entscheidung, die ich nicht als allgemein gültig fordern kann.
Mocca (immer noch Verfechterin der bestehenden Regelungen des § 218)
-
10.06.2008, 10:33Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Naja........... da muß man im Grunde nur etwas anschieben...
Zitat von Idealist
-
10.06.2008, 10:36Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Und diese Prozesse kann man im Reagenzglas nachstellen. Was unterscheidet denn einen Zellkern einer Leberzelle in einer Eizelle einer Kuh von einer "normal" befruchteten Eizelle?
Zitat von Idealist
-
10.06.2008, 10:38Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
Das kann ich nicht so stehen lassen.
Zitat von Mocca
-
10.06.2008, 10:42Inaktiver User
AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven
ich finde nicht, dass das 'nachgeordnet' ist. genau darum geht es doch im grunde. darf 'der mensch' eingreifen in einen 'natürlichen' prozess, nämlich hier den prozess 'schwangerschaft', wenn der erst mal losgetreten ist.
Zitat von Idealist
und mir ging es darum zu zeigen, dass wir andauernd in 'natürliche prozesse' eingreifen. es ist mir unklar, wieso das gerade in diesem bereich nun 'schlimm' sein soll. (aber mir ist ja auch unklar, wie man eine befruchtete eizelle schon als 'leben' ansehen kann.


hallo? ich hätte ja gerne auch noch eine antwort. was bitte macht denn 'leben' nun aus für die befürworter des 'eizelle, von der befruchtung an'?
Zitieren